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Altkalen

Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Altkalen führt kein Wappen
Altkalen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Altkalen hervorgehoben
Koordinaten: 53° 54′ N, 12° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Gnoien
Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: 45,66 km2
Einwohner: 784 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17179
Vorwahlen: 039971, 039973
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 004
Adresse der Amtsverwaltung: Teterower Str. 11a
17179 Gnoien
Bürgermeisterin: Renate Awe
Lage der Gemeinde Altkalen im Landkreis Rostock
RostockSchwerinLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis NordwestmecklenburgLandkreis NordwestmecklenburgLandkreis Ludwigslust-ParchimAdmannshagen-BargeshagenBartenshagen-ParkentinBörgerende-RethwischHohenfelde (Mecklenburg)Nienhagen (Landkreis Rostock)ReddelichRetschowSteffenshagenWittenbeckBaumgarten (Warnow)BernittBützowDreetz (Mecklenburg)JürgenshagenKlein BelitzPenzinRühnSteinhagen (Mecklenburg)Tarnow (Mecklenburg)Warnow (bei Bützow)ZepelinBroderstorfBlankenhagenPoppendorf (Mecklenburg)Roggentin (bei Rostock)BroderstorfThulendorfAltkalenBehren-LübchinFinkenthalGnoienWalkendorfBehren-LübchinGlasewitzGroß SchwiesowGülzow-PrüzenGutowKlein UpahlKuhsLohmen (Mecklenburg)Lüssow (Mecklenburg)MistorfMühl RosinPlaazReimershagenSarmstorfDolgen am SeeHohen SprenzLaageWardowDobbin-LinstowHoppenradeKrakow am SeeKuchelmißLalendorfLalendorfAlt SührkowDahmenDalkendorfGroß RogeGroß WokernGroß WüstenfeldeHohen DemzinJördenstorfLelkendorfPrebberedeSchorssowSchwasdorfSukow-LevitzowThürkowWarnkenhagenAlt BukowAm SalzhaffBastorfBastorfBiendorf (Mecklenburg)CarinerlandRerikBentwischBlankenhagenGelbensandeMönchhagenRövershagenBenitzBröbberowKassowRukietenSchwaanVorbeckWiendorf (Mecklenburg)Cammin (bei Rostock)GnewitzGrammowNustrowSelpinStubbendorf (bei Tessin)Tessin (bei Rostock)ThelkowZarnewanzElmenhorst/LichtenhagenKritzmowLambrechtshagenPapendorf (Warnow)PölchowStäbelowZiesendorfBad DoberanDummerstorfGraal-MüritzGüstrowKröpelinKühlungsbornNeubukowSanitzSatowTeterowKarte
Über dieses Bild

Altkalen ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Gnoien, mit Sitz in der gleichnamigen Stadt, verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Altkalen liegt in einem hügeligen Gebiet nahe der Peenequelle zwischen den Kleinstädten Gnoien, Dargun und Neukalen. Der Kummerower See und die Mecklenburgische Schweiz sind ca. 10 km entfernt. Durch das Gemeindegebiet, das im Osten an den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte grenzt, fließt neben der Peene der Vurzbach. Die abwechslungsreiche Landschaft wird zudem von kleinen Seen (Neu Pannekower- und Pfarrsee) sowie über 4000 Jahre alten Hünengräbern (im Lüchower Wald und im Postmoor) geprägt. Die höchste Erhebung liegt mit 46 m ü. NN zwischen Altkalen und dem Ortsteil Damm.

Zu Altkalen gehören die Ortsteile Alt Pannekow, Damm, Granzow, Kämmerich, Kleverhof, Lüchow, Neu Pannekow und Rey.

GeschichteBearbeiten

Kalen wird erstmals in einer Urkunde von 1174 erwähnt. Die Bezeichnung „Kalen“ ist slawischen Ursprungs und bedeutet „Sumpf“, „Morast“. Nach 1236 wurde der Ort Kalen, auch „Kaland“ (heute Altkalen), an der Handelsstraße von Stettin nach Rostock gelegen, von Fürst Heinrich Borwin III. zu Rostock als Stadt mit einer starken Befestigung ausgebaut. Die neue Stadt bekam Ländereien und ihr wurde 1253 das Lübische Stadtrecht verliehen. Doch schon 1281 wird dem Ort das Stadtrecht entzogen. Der Fürst Waldemar von Rostock gründet etwa zehn Kilometer südlich bei dem Ort Bugelmast an einem strategisch viel wichtigeren Platz Neukalen. Das alte Kalen wurde wieder zu einem Dorf, zu Altkalen.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Damm eingegliedert. Am 1. Januar 1951 kam Alt Pannekow hinzu. Am 1. Januar 1999 wurde Kleverhof eingemeindet.[2]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Kirche in Altkalen
 
Windmühle in Altkalen

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Altkalen

  • Die Dorfkirche Altkalen wurde ab der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts anstelle eines Vorgängerbauwerks errichtet und weist sehr alte Wand- und Deckenmalereien auf.
  • Die Holländerwindmühle in Altkalen ist die einzige regelmäßig produzierende Windmühle Mecklenburg-Vorpommerns. Die Mühle wurde nach einem Brand der Vorgängermühle 1913 mit Teilen einer abgebrochenen Mühle aus Wittenförden neu errichtet und von 1991 bis 2002 umfassend saniert.
  • Hünengräber im Lüchower und Schlutower Wald
  • Wundereiche im Lüchower Wald und die Wunderbuche im Postmoor,
  • Schlossberg mit Wallresten
  • Kastanienalleen zwischen Kleverhof und Jördenstorf
  • Herrenhaus Alt Pannekow: heute Wohnhaus
  • Herrenhaus Kämmerich: Zweigeschossiger Backsteinbau von 1902 mit Zwerchgiebel
  • Herrenhaus Kleverhof: Eingeschossiger Putzbau mit Krüppelwalmdach
BW
  • Herrenhaus Rey: Zweigeschossiger barocker Fachwerkbau vom Anfang des 18. Jahrhunderts, heute Ruine, vom Landesamt für Denkmalpflege als besonders gefährdet eingestuft. Seit Anfang des 18. Jahrhunderts bis 1945 im Besitz der Herren von Schack. Der niederdeutsche Schriftsteller John Brinckman war hier 1842 bis 1844 Hauslehrer bei den Kindern des Herrn von Schack.

VerkehrBearbeiten

In alle Richtungen führen von Altkalen aus gute Verbindungsstraßen. Die Anschlussstellen Tessin und Bad Sülze an der Bundesautobahn 20 sind jeweils 22 Kilometer entfernt. Der nächste Bahnhof befindet sich in der 20 Kilometer südlich gelegenen Stadt Malchin an der Bahnstrecke Güstrow–Neubrandenburg.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Heinrich Gustav Flörke (* 24. Dezember 1764 in Altkalen; † 6. November 1835 in Rostock), deutscher Botaniker, Professor in Rostock
  • Friedrich Carl Ludwig von Kardorff (* 31. März 1812 in Alt-Pannekow; † 8. Mai 1870 in Neustrelitz), deutscher Verwaltungsjurist und 1849/50 Mitglied der Mecklenburgischen Abgeordnetenversammlung.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Altkalen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2018 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gebietsänderungen in Mecklenburg-Vorpommern 1990 bis 1999. (PDF; 71 kB) Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, 12. Januar 2005, S. 15, abgerufen am 20. Mai 2015.