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Biendorf (Mecklenburg)

Gemeinde im Landkreis Rostock
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Biendorf führt kein Wappen
Biendorf (Mecklenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Biendorf hervorgehoben

Koordinaten: 54° 5′ N, 11° 42′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Neubukow-Salzhaff
Höhe: 48 m ü. NHN
Fläche: 40,88 km2
Einwohner: 1196 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km2
Postleitzahl: 18230
Vorwahlen: 038292, 038294
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 014
Adresse der Amtsverwaltung: Panzower Landweg 1
18233 Neubukow
Website: neubukow-salzhaff.de
Bürgermeisterin: Peggy Freyler
Lage der Gemeinde Biendorf im Landkreis Rostock
RostockSchwerinLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis NordwestmecklenburgLandkreis NordwestmecklenburgLandkreis Ludwigslust-ParchimAdmannshagen-BargeshagenBartenshagen-ParkentinBörgerende-RethwischHohenfelde (Mecklenburg)Nienhagen (Landkreis Rostock)ReddelichRetschowSteffenshagenWittenbeckBaumgarten (Warnow)BernittBützowDreetz (Mecklenburg)JürgenshagenKlein BelitzPenzinRühnSteinhagen (Mecklenburg)Tarnow (Mecklenburg)Warnow (bei Bützow)ZepelinBroderstorfBlankenhagenPoppendorf (Mecklenburg)Roggentin (bei Rostock)BroderstorfThulendorfAltkalenBehren-LübchinFinkenthalGnoienWalkendorfBehren-LübchinGlasewitzGroß SchwiesowGülzow-PrüzenGutowKlein UpahlKuhsLohmen (Mecklenburg)Lüssow (Mecklenburg)MistorfMühl RosinPlaazReimershagenSarmstorfDolgen am SeeHohen SprenzLaageWardowDobbin-LinstowHoppenradeKrakow am SeeKuchelmißLalendorfLalendorfAlt SührkowDahmenDalkendorfGroß RogeGroß WokernGroß WüstenfeldeHohen DemzinJördenstorfLelkendorfPrebberedeSchorssowSchwasdorfSukow-LevitzowThürkowWarnkenhagenAlt BukowAm SalzhaffBastorfBastorfBiendorf (Mecklenburg)CarinerlandRerikBentwischBlankenhagenGelbensandeMönchhagenRövershagenBenitzBröbberowKassowRukietenSchwaanVorbeckWiendorf (Mecklenburg)Cammin (bei Rostock)GnewitzGrammowNustrowSelpinStubbendorf (bei Tessin)Tessin (bei Rostock)ThelkowZarnewanzElmenhorst/LichtenhagenKritzmowLambrechtshagenPapendorf (Warnow)PölchowStäbelowZiesendorfBad DoberanDummerstorfGraal-MüritzGüstrowKröpelinKühlungsbornNeubukowSanitzSatowTeterowKarte
Über dieses Bild

Biendorf ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Neubukow-Salzhaff mit Sitz in der Stadt Neubukow verwaltet.

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Biendorf liegt zwischen den vier Städten Neubukow, Kröpelin, Kühlungsborn und Rerik etwa 10 km von der Ostseeküste im Norden und vom Salzhaff im Westen entfernt. Das Gemeindegebiet liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 30 m über NN. Südlich des Ortes Biendorf liegt der ca. 6 ha große See Neues Torfmoor. Durch die Orte Jörnstorf und Westenbrügge fließt der Hellbach. Auf dem Gemeindegebiet finden sich zwei größere Waldgebiete, die Biendorfer Tannen mit 156 ha und östlich von Westenbrügge das Westenbrügger Holz mit ca. 200 ha.

OrtsteileBearbeiten

Zur Gemeinde Biendorf gehören die Ortsteile Biendorf, Büttelkow, Gersdorf, Dorf Jörnstorf, Hof Jörnstorf, Körchow, Lehnenhof, Parchow, Sandhagen, Uhlenbrook, Westenbrügge und Wischuer.

GeschichteBearbeiten

EingemeindungenBearbeiten

Wischuer wurde am 1. Juli 1950 nach Büttelkow eingegliedert.[2] Büttelkow, Gersdorf und Sandhagen bildeten am 8. September 1966 die neue Gemeinde Biendorf.[2] Jörnstorf gehört seit dem 1. Juli 1998 zu Biendorf.[3] Westenbrügge wurde am 13. Juni 2004 eingegliedert.[4]

Geschichte der OrtsteileBearbeiten

Hof Jörnstorf wurde urkundlich 1219 erstmals erwähnt, als es als villa jordanis (Haus eines Ritters Jordan) in den Besitz Klosters Sonnenkamp gelangte.

Parchow war von 1211 bis 1219 Besitz eines Klosters. Das spätere Gut gehörte u. a. den Familien von Herzberg (vor 1782), von Bassewitz (1787), von Plessen (1803–1812), Warnke (1821–1840) und von Storch (1816–1945); danach bis 1991 von der LPG bewirtschaftet. Das zweigeschossige, neunachsige Gutshaus ist eine Ruine.

Westenbrügge wurde als deutsche Ostsiedlung gegründet und erstmals 1318 urkundlich erwähnt. Eine Brücke über den Hellbach steht für den Namen. Die spätgotische Kirche Westenbrügge aus Backstein stammt aus dem 14. Jahrhundert; das klassizistische Herrenhaus von 1696.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Der Gemeinderat besteht aus 10 Mitgliedern. Die Wahl zum Gemeinderat am 7. Juni 2009 hatte folgende Ergebnisse[5]:

Partei/Bewerber Prozent Sitze
Wählergruppen 90,5 9
Einzelbewerber 9,5 1

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die gotische Dorfkirche Biendorf ist ein flachgedeckter Feldsteinbau unter Verwendung von Backstein von 1300 mit rechteckigem Chor und verbrettertem Turm. Die Kanzel stammt von 1665. 1907 und ab 2002 wurde die Kirche umfassend saniert.
Die erste Erwähnung eines Pfarrers erfolgte um 1324. Seit dem 13. Jahrhundert war Biendorf im Besitz des Schweriner Domkapitels und ab 1550 stand die Kirche unter dem Patronat des Landes Mecklenburg. Von 1770 bis 1773 gehörte die Pfarre Biendorf zu Russow, 1777 bis 1850 zu Brunshaupten, heute ein Teil von Kühlungsborn. Im Juni 1776 brannten die Pfarrgebäude nieder, alle Kirchenbücher gingen dabei verloren.

VerkehrBearbeiten

 
Haltepunkt Sandhagen

Durch die Gemeinde verlaufen die Bundesstraße 105 und die Bahnstrecke Rostock–Wismar mit dem Haltepunkt Sandhagen.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Adolph Friedrich Johann Riedel (1809–1872), Archivar, Historiker und Politiker, wurde am 5. Dezember 1809 in Biendorf geboren als Sohn des Pastors Johann Christian Conrad Riedel und dessen Ehefrau Amalia Maria Caroline (geb. Joergens). Er starb am 8. September 1872 in Berlin.
  • Helmuth Johannes Ludwig von Moltke (1848–1916), preußischer General, Chef des Großen Generalstabes

LiteraturBearbeiten

  • Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. Die Amtsgerichtsbezirke Hagenow, Wittenburg, Boizenburg, Lübtheen, Dömitz, Grabow, Ludwigslust, Neustadt, Crivitz, Brüel, Warin, Neubukow, Kröpelin und Doberan. III. Band. Schwerin 1899, S. 533–536 (Digitalisat im Internet Archive [abgerufen am 29. Juli 2015]).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Biendorf (Mecklenburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2018 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  3. Gebietsänderungen in Mecklenburg-Vorpommern 1990 bis 1999. (PDF; 71 kB) Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, 12. Januar 2005, S. 14, abgerufen am 29. Juli 2015.
  4. Gebietsänderungen in Mecklenburg-Vorpommern 2004. (PDF; 61 kB) Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, 28. Februar 2005, S. 8, abgerufen am 29. Juli 2015.
  5. Wahlergebnis der Landeswahlleiterin auf den Seiten des Statistischen Amtes (PDF; 1,2 MB)