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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Groß Wüstenfelde führt kein Wappen
Groß Wüstenfelde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Groß Wüstenfelde hervorgehoben

Koordinaten: 53° 52′ N, 12° 33′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Mecklenburgische Schweiz
Höhe: 37 m ü. NHN
Fläche: 26,62 km2
Einwohner: 819 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17168
Vorwahlen: 039977, 039975, 039976
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 041
Adresse der Amtsverwaltung: Von-Pentz-Allee 7
17166 Teterow
Website: www.amt-mecklenburgische-schweiz.de
Bürgermeisterin: Katharina Skorsetz
Lage der Gemeinde Groß Wüstenfelde im Landkreis Rostock
RostockSchwerinLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis Vorpommern-RügenLandkreis NordwestmecklenburgLandkreis NordwestmecklenburgLandkreis Ludwigslust-ParchimAdmannshagen-BargeshagenBartenshagen-ParkentinBörgerende-RethwischHohenfelde (Mecklenburg)Nienhagen (Landkreis Rostock)ReddelichRetschowSteffenshagenWittenbeckBaumgarten (Warnow)BernittBützowDreetz (Mecklenburg)JürgenshagenKlein BelitzPenzinRühnSteinhagen (Mecklenburg)Tarnow (Mecklenburg)Warnow (bei Bützow)ZepelinBroderstorfBlankenhagenPoppendorf (Mecklenburg)Roggentin (bei Rostock)BroderstorfThulendorfAltkalenBehren-LübchinFinkenthalGnoienWalkendorfBehren-LübchinGlasewitzGroß SchwiesowGülzow-PrüzenGutowKlein UpahlKuhsLohmen (Mecklenburg)Lüssow (Mecklenburg)MistorfMühl RosinPlaazReimershagenSarmstorfDolgen am SeeHohen SprenzLaageWardowDobbin-LinstowHoppenradeKrakow am SeeKuchelmißLalendorfLalendorfAlt SührkowDahmenDalkendorfGroß RogeGroß WokernGroß WüstenfeldeHohen DemzinJördenstorfLelkendorfPrebberedeSchorssowSchwasdorfSukow-LevitzowThürkowWarnkenhagenAlt BukowAm SalzhaffBastorfBastorfBiendorf (Mecklenburg)CarinerlandRerikBentwischBlankenhagenGelbensandeMönchhagenRövershagenBenitzBröbberowKassowRukietenSchwaanVorbeckWiendorf (Mecklenburg)Cammin (bei Rostock)GnewitzGrammowNustrowSelpinStubbendorf (bei Tessin)Tessin (bei Rostock)ThelkowZarnewanzElmenhorst/LichtenhagenKritzmowLambrechtshagenPapendorf (Warnow)PölchowStäbelowZiesendorfBad DoberanDummerstorfGraal-MüritzGüstrowKröpelinKühlungsbornNeubukowSanitzSatowTeterowKarte
Über dieses Bild

Groß Wüstenfelde ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Mecklenburgische Schweiz mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt Teterow verwaltet.

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Groß Wüstenfelde am nordwestlichen Rand der Mecklenburgischen Schweiz liegt in einem Grundmoränenbereich zwischen den Einzugsgebieten der Flüsse Warnow und Peene. Der höchste Punkt des leicht hügeligen Gebietes liegt bei 52 m ü. NN. Die nächstgelegenen Städte sind Teterow (12 km entfernt), Gnoien (15 km) und Laage (14 km).

GemeindegliederungBearbeiten

Zu Groß Wüstenfelde gehören die Ortsteile Jägerhof, Matgendorf, Mühlenhof, Perow, Reisaus, Schwetzin und Vietschow.

GeschichteBearbeiten

 
Hof an der Dorfstraße

Als Wostenuelde taucht Groß Wüstenfelde erstmals 1314 in einer Urkunde auf, der Ortsteil Perow bereits zehn Jahre früher.

Vietschow war der südliche Endpunkt der 1896 eröffneten Schmalspurbahn Tessin, die verschiedene Güter beförderte, insbesondere Zuckerrüben zur Zuckerfabrik in Tessin. Die Strecke wurde 1933 nach Rensow verkürzt, da der Rübenanbau um Vietschow zurückgegangen war[2].

In den 1930er Jahren wurden die Orte Matgendorf, Schwetzin und Groß Wüstenfelde von Rheinländern, Oldenburgern und anderen westdeutschen katholischen Bauern aufgesiedelt. 1930 wurde die katholische Kapelle in Schwetzin eingerichtet,[3] 1952 folgte die katholische Pfarrkirche in Matgendorf.[4][5]

EingemeindungenBearbeiten

Perow gehört seit dem 1. Juli 1950 zu Groß Wüstenfelde.[6] Schwetzin und Vietschow kamen am 1. Januar 1951 hinzu.[6] Matgendorf wurde am 13. Juni 2004 eingemeindet.[7]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Gutshaus
 
Schloss in Matgendorf
  • Gutshaus in Groß Wüstenfelde aus dem 17. Jahrhundert, ältestes Gebäude der Gemeinde, unter anderem mit Ferienwohnungen
  • Matgendorfer Schloss mit englischem Garten: 1852–1856 als Ersatz für einen 1851 abgebrannten Vorgängerbau für den Gutsbesitzer Cuno August Peter von der Kettenburg nach Plänen von Hermann Willebrand im Neorenaissancestil erbaut. 1927 an die Mecklenburgische Landesgesellschaft mbH Schwerin, 1930 an katholische Siedler verkauft, heute als psychiatrisches Pflegewohnheim genutzt. Im Park nahe dem See befindet sich eine Grablege (mit Gruft) derer von der Kettenburg: Ein großer Stein nennt Franz Freiherr von der Kettenburg (* 22. November 1841 in Matgendorf; † 29. November 1899 in Mentone), Hans Freiherr von der Kettenburg (* 19. Juni 1870 in Faal; † 4. Juni 1904 in Matgendorf) und Cuno Freiherr von der Kettenburg (* 22. November 1902 in Matgendorf; † 14. August 1904 in Matgendorf), außerdem ein älterer Pfeiler Sophie Ulrique von der Kettenburg (* 18. Februar 1780; † 22. November 1814), geb. von der Lühe.
  • Das Schwetziner Os, ein fast 35 km langer Wallbergzug in Richtung Gnoien, der das Spaltenetz des Inlandeises widerspiegelt.
  • Gutshaus Jägerhof, eingeschossiger, unsanierter Fachwerkbau von 1891

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Das alljährliche Dorffest findet immer am letzten Wochenende im August statt welches, ebenso wie die Karnevalsveranstaltungen in der Winterzeit, vom Kultur- und Freizeitverein Groß Wüstenfelde ausgerichtet wird.
  • Ein weiterer regelmäßiger Termin Anfang Juli ist das Sankt-Kilians-Fest im Ortsteil Schwetzin. Es ist das Kirchweihfest, zu Ehren des Heiligen Kilian als Schutzpatron der Region Franken, um der Weihe der katholischen Kilianskapelle in Schwetzin zu gedenken.
  • Im Ortsteil Matgendorf wird jährlich im Schlosspark das Parkfest gefeiert.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

UnternehmenBearbeiten

In der Gemeinde sitzen ein mittelständisches Metallbauunternehmen, eine Tischlerei, wie auch ein Montagebetrieb und ein Einzelhandelsgeschäft. Daneben gibt es eine Vielzahl an landwirtschaftlichen Familienbetrieben, damit verknüpft, mehrere Lohnunternehmen und ein Landtechnikunternehmen mit Maschinenhandel.

VerkehrsanbindungBearbeiten

Die Ortsteile Matgendorf und Perow liegen an der Bundesstraße 108 (RostockTeterow). Weitere Verbindungsstraßen führen in die Kleinstädte Gnoien und Dargun. In näherer Entfernung gibt es Anschlüsse an die Bundesautobahnen 19 und 20. In einer Entfernung von 23 km befindet sich der Flughafen Rostock-Laage. Der öffentliche Verkehr wird von der Omnibusverkehrsgesellschaft Güstrow (OVG) betrieben, es besteht eine direkte Busverbindung in die Hansestadt Rostock. Die Bahnstrecke Teterow–Gnoien, an der Groß Wüstenfelde lag, wurde 1996 stillgelegt. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Teterow und Laage.

BildungBearbeiten

In der Gemeinde befinden sich ein Kindergarten und eine Grundschule. Die weiterführende Regionalschule befindet sich in der Nachbargemeinde Jördenstorf. Das nächste Gymnasium in der Stadt Teterow, hier befindet sich auch eine Förderschule, eine Musikschule und ein Berufsbildungszentrum.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Hans Friedrich von der Kettenburg (1671–1753), mecklenburgischer und holsteinischer Diplomat am kaiserlichen Hof in Wien und Hofgerichtspräsident in Güstrow
  • Kuno Ludwig von der Kettenburg († 1813), mecklenburgischer Diplomat und Dichter (Tragödien „Diego“ und „Julianus Apostata“)
  • Otto Staudinger (1830–1900), Forschungsreisender Lepidopterologe (Schmetterlingskundler) und Insektenhändler, Initiator der naturkundlichen Erforschung vieler Länder (in Südamerika und Asien)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Groß Wüstenfelde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2018 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Reinhard Richter: Feldbahnen im Dienste der Landwirtschaft. Verlag Bernd Neddermeyer, Berlin 2005, ISBN 3-933254-65-5, S. 37–46
  3. http://www.dorfkirchen-in-mv.de/content/Version_1/detail_gesamt.php?Reg_Nr=773
  4. http://www.dorfkirchen-in-mv.de/content/Version_1/detail_gesamt.php?Reg_Nr=245
  5. Archivlink (Memento des Originals vom 8. September 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.orte-in-mv.de
  6. a b Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  7. Zahlen und Fakten - Länder & Regionen - Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys - Statistisches Bundesamt (Destatis).