Hillerse

Ortsteil und Gemeinde in Deutschland

Hillerse ist eine Gemeinde im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen.

Wappen Deutschlandkarte
Hillerse
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hillerse hervorgehoben

Koordinaten: 52° 25′ N, 10° 24′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Gifhorn
Samtgemeinde: Meinersen
Höhe: 64 m ü. NHN
Fläche: 24,18 km2
Einwohner: 2472 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38543
Vorwahl: 05373
Kfz-Kennzeichen: GF
Gemeindeschlüssel: 03 1 51 012
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rolfsbütteler Str. 1
38543 Hillerse
Website: www.hillerse.de
Bürgermeister: Philipp Raulfs (SPD)
Lage der Gemeinde Hillerse im Landkreis Gifhorn
SchwülperVordorfDidderseAdenbüttelHillerseMeineWasbüttelRötgesbüttelLeiferdeIsenbüttelRibbesbüttelCalberlahWagenhoffMeinersenOsloßBokensdorfUmmernWesendorfMüden (Aller)SassenburgGifhornSchönewördeWahrenholzWahrenholzGroß OesingenSteinhorstHankensbüttelSprakensehlObernholzDedelstorfWeyhausenTappenbeckJembkeBarwedelBergfeldTiddischeRühenParsaugemeindefreies Gebiet GiebelParsauTülauBromeEhra-LessienWittingenLandkreis GifhornNiedersachsenWolfsburgBraunschweigLandkreis HelmstedtLandkreis PeineRegion HannoverLandkreis CelleLandkreis UelzenSachsen-AnhaltSachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Hillerse liegt am Rande der Südheide an der Oker. Die Gemeinde Hillerse ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Meinersen.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Hillerse gliedert sich in folgende Ortsteile. In Klammern die Einwohnerzahl, Stand 1. Oktober 2021[2]:

  • Kernort Hillerse (2258)
  • Volkse (228)

GeschichteBearbeiten

Hillerse wurde erstmals in einer undatierten Urkunde (Zeitraum 1054–1079) der Äbtissin Alberta von Wunstorf als Hilteratissen erwähnt.[3] Der Ortsname über Jahrhunderte mit Hillerdessem (um 1220), Hillerdissem (um 1270), Hillerdissen (um 1280) oder Hillerdessen (um 1360) geschrieben. Die reichsfreien Edelherren von Meinersen besaßen in Hillerse beträchtlichen Besitz. Die Mühle in Hillerse war ein Lehen der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg an die Edelherren. Diese und alle anderen Besitzungen verlehnten die Edlen von Meinersen laut ihrem Lehnsregister an die niederadeligen Familien von Levisse, von Hillerse, von Gerstenbüttel, von Leiferde und von Ribbesbüttel.[4]

Am 1. März 1974 wurde die Gemeinde Volkse eingemeindet.[5]

PolitikBearbeiten

 
Das Rathaus von Hillerse

GemeinderatBearbeiten

Der Rat der Gemeinde Hillerse setzt sich aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

SPD CDU Bündnis 90/Die Grünen FDP Gesamt Stand
1991 4 7 -- -- 11 Sitze Kommunalwahl am 6. Oktober 1991
1996 7 6 -- -- 13 Sitze Kommunalwahl am 15. September 1996
2001 7 6 -- -- 13 Sitze Kommunalwahl am 9. September 2001
2006 8 5 -- -- 13 Sitze Kommunalwahl am 10. September 2006
2011 7 6 -- -- 13 Sitze Kommunalwahl am 11. September 2011
2016 8 5 -- -- 13 Sitze Kommunalwahl am 11. September 2016
2021 7 4 1 1 13 Sitze Kommunalwahl am 12. September 2021

BürgermeisterBearbeiten

Der ehrenamtliche Bürgermeister Philipp Raulfs (SPD) wurde am 3. März 2021 in sein Amt gewählt.

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Es bestehen Partnerschaften mit der französischen Gemeinde Amfreville im Département Calvados, sowie Dolton im Vereinigten Königreich.[6][7]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Am Rathaus befindet sich ein Öffentlicher Bücherschrank.

VereinswesenBearbeiten

  • Schützengesellschaft Hillerse
  • TSV Hillerse
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Musikzug Hillerse
  • Anglersportverein Hillerse e.V.
  • Kleingärtnerverein
  • MGV und Frauenchor
  • Herbstmarktkomitee
  • Maibaumkomitee
  • Kulturverein Hillerse e. V.
  • Spielbühne Hillerse
  • Sportvereinigung Volkse-Dalldorf e. V.

SportBearbeiten

Hillerse verfügt über drei Fußballplätze sowie eine Tennisanlage, ein Sportheim, ein Schwimmbecken und eine Sporthalle. Außerdem kann man Schießsport betreiben.

VerkehrBearbeiten

Hillerse liegt nördlich der Bundesautobahn 2, in unmittelbarer Nähe der Bundesstraße 214, die von Braunschweig nach Celle führt.

LiteraturBearbeiten

  • Felix Glados: Dorfbuch Hillerse. Eine kleine Reise durch die jüngere Geschichte des Okerortes. Hrsg.: Gemeinde Hillerse. Hillerse 2004.
  • Gerhard Himmelmann: Volkse. Wechselvolle Geschichte eines kleinen Heidedorfes. Hrsg.: Landkreis Gifhorn, Museums- und Heimatverein des Landkreises Gifhorn e.V. und Gemeinde Hillerse. Rietze 1991.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Hillerse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle A100001G: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2020 (Hilfe dazu).
  2. Einwohnerstatistik
  3. K. Janicke (Hrsg.): Urkundenbuch des Hochstifts Hildesheim und seiner Bischöfe, Erster Teil bis 1221, Verlag Hirzel Leipzig 1896, Urk 92 [1054–1079] S. 92–93
  4. Peter Przybilla: Die Edelherren von Meinersen, (Hrsg.): Uwe Ohainski und Gerhard Streich, Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2007, S. 499
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 226.
  6. Eintrag über Amfreville auf der Homepage des Partnerschaftskomitees der Gemeinde Hillerse Abgerufen am 16. April 2019, 23:01
  7. Eintrag über Dolton auf der Homepage des Partnerschaftskomitees der Gemeinde Hillerse Abgerufen am 16. April 2019, 23:07