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Heinersdorf (Langenzenn)

Ortschaft in Deutschland

Heinersdorf (umgangssprachlich: „Håʳschdoʳf“[2]) ist ein Ortsteil der Stadt Langenzenn im mittelfränkischen Landkreis Fürth.

Heinersdorf
Koordinaten: 49° 29′ 20″ N, 10° 44′ 40″ O
Höhe: 314 m ü. NHN
Einwohner: 311 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 90579
Vorwahl: 09101

GeographieBearbeiten

Das Dorf liegt am Südufer der Zenn. Unmittelbar östlich befindet sich der Ort Lohe, jenseits der Zenn der Spitalwald und Laubendorf. Im Südwesten grenzt das Sandgaßfeld an, im Südosten die Flurgebiete Bollstatt und Egelweiher.[3]

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde möglicherweise 1169/70 als „Hunesdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Nicht erklärbar wäre jedoch der Wechsel zu „Heinrichsdorf“, wie der Ort im burggräflichen Urbar des Amtes Cadolzburg von 1360/70 genannt wurde.[2] Zu dieser Zeit gab es im Ort 9 burggräfliche Güter. 1535 werden im markgräflichen Salbuch des Amtes Langenzenn von 1535 für den Ort 15 Haushalte verzeichnet, von denen zwölf markgräflich und drei nürnbergisch waren. Außerdem gab es noch kommunale Gebäude (Badstube, Schmiede). 1632 wurde der Ort in Folge des Dreißigjährigen Krieges verwüstet, so dass nur noch zwei Höfe besetzt waren.[4]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Heinersdorf 20 Haushalte. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn aus. Grundherren waren das Kastenamt Cadolzburg (drei Höfe, neun Güter, eine Mühle, ein Haus), das Klosteramt Langenzenn (zwei Güter, ein Haus), das Spital Langenzenn (ein Viertelhof), die Deutschordenskommende Nürnberg (ein Gut) und der Nürnberger Eigenherr von Oelhafen (ein Hof).[5]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Heinersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Laubendorf zugeordnet. Es gehörte auch der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Laubendorf an.[6]

Am 1. Juli 1972 wurde Heinersdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Langenzenn eingegliedert.

BaudenkmalBearbeiten

Baubeschreibung: Liste der Baudenkmäler in Langenzenn#Heinersdorf

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 122 124 140 138 133 115 115 197 153 151 311
Häuser[7] 21 21 20 21 21 21 26 80
Quelle [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [1]

ReligionBearbeiten

Der Ort ist seit der Reformation überwiegend evangelisch-lutherisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind in die Evangelisch-lutherische Pfarrkirche (Langenzenn) gepfarrt, die Einwohner römisch-katholischer Konfession nach St. Marien (Langenzenn).

VerkehrBearbeiten

Die Staatsstraße 2252 führt nach Wilhermsdorf bzw. nach Lohe. Eine Gemeindeverbindungsstraße führen zur Kreisstraße FÜ 18 200 Meter nordöstlich von Meiersberg.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 336 (Digitalisat).
  2. a b W. Wiessner, S. 51f.
  3. Heinersdorf im BayernAtlas
  4. Heinersdorf auf der Website langenzenn.de
  5. H. H. Hofmann, S. 125.
  6. H. H. Hofmann, S. 230.
  7. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  8. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 38 (Digitalisat).
  9. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 68 (Digitalisat). Heinersdorf: 118 Einwohner, 20 Häuser; Heinersdorfer Mühle: 6 E., 1 H.
  10. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1030, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  11. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1196, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat). Heinersdorf: 129 Einwohner; Heinersdorfer Mühle: 9 E.
  12. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1127 (Digitalisat). Heinersdorf: 123 Einwohner, 19 Wohngebäude; Heinersdorfer Mühle: 10 E., 1 Wgb.
  13. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1195 (Digitalisat). Heinersdorf: 104 Einwohner, 20 Wohngebäude; Heinersdorfer Mühle: 11 E., 1 Wgb.
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1232 (Digitalisat). Heinersdorf: 109 Einwohner, 20 Wohngebäude; Heinersdorfer Mühle: 6 E., 1 Wgb.
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1063 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 781 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 174 (Digitalisat).