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Fritzi Haberlandt

deutsche Schauspielerin

LebenBearbeiten

Fritzi Haberlandt wurde in Ost-Berlin geboren und besuchte dort die Schule. Im Jahr 1991 zog die Familie gemeinsam mit dem jüngeren Bruder Philipp Haberlandt nach Norderstedt bei Hamburg.[1] Dort machte sie 1995 das Abitur. Daran schloss sich von 1995 bis 1999 die Ausbildung zur Schauspielerin an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin an,[2] wo sie in einem Jahrgang mit Lars Eidinger, Nina Hoss, Devid Striesow und Mark Waschke studierte.[3]

Noch während ihrer Ausbildung und im Anschluss daran arbeitete Haberlandt mit Robert Wilson, u. a. 1998 am Berliner Ensemble (Lucile in Dantons Tod) und 1999 in New York (The Days Before: Death, Destruction + Detroit III) zusammen. Erste Filmerfahrungen sammelte sie unter der Regie von Egon Günther als Ernestine Vulpius in Die Braut. In Kalt ist der Abendhauch nach Ingrid Noll unter der Regie von Rainer Kaufmann spielte sie die Hauptrolle und erhielt dafür den Bayerischen Filmpreis. Ende 1999 trat sie ein Engagement am Schauspiel Hannover an und debütierte dort als Franziska in Minna von Barnhelm von G. E. Lessing (Inszenierung Tilman Gersch) und als Emily in Unsere kleine Stadt/Action von Thornton Wilder/Sam Shepard (Inszenierung Hartmut Wickert).

Ab der Spielzeit 2000/2001 bis zum Ende der Spielzeit 2005/2006 war sie Mitglied des Thalia Theaters in Hamburg. Von 2006 bis 2008 gehörte sie zum Ensemble des Berliner Maxim-Gorki-Theaters unter der Intendanz von Armin Petras. Sie gastiert weiterhin am Maxim Gorki Theater, seit 2009 auch am Wiener Burgtheater.

2012 wurde Haberlandt für ihre Nebenrolle in Hendrik Handloegtens Fenster zum Sommer für den Deutschen Filmpreis nominiert, nachdem sie die Auszeichnung bereits für ihre Leistung in Handloegtens liegen lernen (2003) erhalten hatte. Sie lebt gemeinsam mit dem Regisseur und Drehbuchautor in Berlin-Kreuzberg.[2]

2013 spielte sie, erneut unter Handloegtens Regie, im Musikvideo Familienfest von Bosse die Hauptperson.[4]

2017 war sie bei den Salzburger Festspielen in Lulu in einer Inszenierung von Athina Rachel Tsangari in der Rolle der Gräfin Geschwitz zu sehen.

Haberlandt ist Mitglied der Deutschen Filmakademie.[5]

FilmografieBearbeiten

Wichtige TheaterarbeitenBearbeiten

Hörbücher (Auswahl)Bearbeiten

HörspieleBearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fritzi Haberlandt. podcast.de, archiviert vom Original am 24. September 2015; abgerufen am 22. Mai 2017.
  2. a b Fritzi Haberlandt im Munzinger-Archiv, abgerufen am 22. Mai 2017 (Artikelanfang frei abrufbar).
  3. Anna Kemper, Daniel Müller: Eine Klasse für sich. Gespräch mit Nina Hoss, Fritzi Haberlandt, Lars Eidinger und Mark Waschke. In: ZEITmagazin 7/2013, 7. Februar 2013, abgerufen am 22. Mai 2017.
  4. Familienfest. Bosse, 28. März 2013, abgerufen am 22. Mai 2017 (Musikvideo, Archivversion).
  5. Fritzi Haberlandt. In: deutsche-filmakademie.de. Deutsche Filmakademie, abgerufen am 6. März 2019.
  6. Quatsch und die Nasenbärbande: Neuer Film für Kinder mit u. a. Benno Fürmann. Webnews, archiviert vom Original am 1. November 2014; abgerufen am 22. Mai 2017.