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Florești (Cluj)

Gemeinde im Kreis Cluj in Siebenbürgen, Rumänien
Florești
Fenesch
Szászfenes
Wappen von Florești (Cluj)
Florești (Cluj) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Cluj
Koordinaten: 46° 45′ N, 23° 49′ OKoordinaten: 46° 44′ 51″ N, 23° 49′ 27″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 371 m
Fläche: 61,29 km²
Einwohner: 22.813 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 372 Einwohner je km²
Postleitzahl: 407280
Telefonvorwahl: (+40) 02 64
Kfz-Kennzeichen: CJ
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Florești, Luna de Sus, Tăuți
Bürgermeister: Horia-Petru Șulea (PNL)
Postanschrift: Str. Avram Iancu, nr. 170
loc. Florești, jud. Cluj, RO–407280
Website:

Florești (bis 1924 Feneșu Săsesc; ungarisch Szászfenes, deutsch Sächsisch Fenesch) ist eine Gemeinde im Kreis Cluj in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Der Ort Florești ist auch unter den rumänisch veralteten Bezeichnungen Feneș und Feniș, der ungarischen Fenes und den deutschen Fenisch und Deutsch-Branndorf bekannt.[2]

Geographische LageBearbeiten

 
Lage der Gemeinde Florești im Kreis Cluj

Die Gemeinde Florești liegt im Westen des Siebenbürgischen Beckens im Somesch-Hochland (Podișul Someșelor) östlich der Gilăuer Berge. Am Someșul Mic (Kleiner Somesch) und dem Drum național 1 – hier Teil der Europastraße 60 – befindet sich der Ort Florești fünf Kilometer westlich von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg) und etwa genau so viel westlich von der Anschlussstelle Gilău der Autobahn A3 entfernt.

GeschichteBearbeiten

Florești, einst ein siebenbürgisch-sächsische Ort in Besitz siebenbürgischer Bischöfe, wurde erstmals, nach unterschiedlichen Angaben, 1272[3] oder 1297 urkundlich erwähnt. Während der Gegenreformation wurde Florești im 16./17. Jahrhundert zur katholischen Konfession konvertiert, was eine Magyarisierung des Ortes bewirkte.[4]

In Florești wird im Verzeichnis historischer Denkmäler des Ministerium für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) in dem von den Einheimischen Labu (Cetatea Fetelor) genannten Gebiet, eine Besiedlung im 1. Jahrhundert v. Chr. genannt. Auf eine weitere Besiedlung des Gemeindeareals, deuten archäologische Funde auf dem Gebiet des eingemeindeten Dorfes Luna de Sus (Deutschdorf) in die Hallstattzeit. Archäologische Objekte werden der Frühbronzezeit zugeordnet.[5]

Zur Zeit des Königreichs Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Gyalu im Komitat Klausenburg, anschließend dem historischen Kreis Cluj und ab 1950 dem heutigen Kreis Cluj.

Die Schließung der seit 2002 errichteten Hühnerfarm in der Mitte des Ortes, wurde endgültig Ende 2018 beschlossen, um auf diesem Areal Hochhäuser zu errichten.[6]

BevölkerungBearbeiten

Die Bevölkerung der Gemeinde Florești entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 3.009 1.549 1.197 - 263
1930 5.280 2.706 2.194 4 376
1977 6.865 3.668 2.385 2 810
2002 7.470 4.516 2.056 3 894
2011 22.813 17.154 3.276 26 2.354

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Rumänen 2011 registriert. Die höchste Anzahl der Magyaren (3.688) wurde 1941, die der Roma (1.116) und der Rumäniendeutschen 2011 ermittelt.[7]

Mit 22.813 Einwohnern ist Florești 2011 die größte Gemeinde in Rumänien.[8]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Im Gemeindezentrum die römisch-katholische Kirche im 14./15. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz.[9]
  • Die reformierte Kirche im eingemeindeten Dorf Luna de Sus[10] im 16. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz.[9]
  • Im eingemeindeten Dorf Tăuți (Raizendorf) die Holzkirche Sf. Arhanghel și Gavril (Erzengel Michael und Gabriel) im 19. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz.[9]
  • In Florești wurde 2016 die Holzkirche Cetatea Fetei errichtet.[11]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Florești – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Arcanum Kézikönyvtár: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. Abgerufen am 7. September 2019 (ungarisch).
  3. Angaben auf der Webdarstellung der Gemeinde Florești, abgerufen am 7. September 2019 (rumänisch).
  4. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  5. Institute Of Archaeology − Florești, abgerufen am 7. September 2019 (rumänisch).
  6. Sandu Mureșan: Floreștiul respiră ușurat. Patronul fermei de pui: Nu se va mai deschide în vecii vecilor. Transilvania Reporter, 18. September 2018, abgerufen am 7. September 2019 (rumänisch).
  7. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch).
  8. Cea mai mare comuna din Romania. (PDF; 44 kB) Abgerufen am 7. September 2019 (rumänisch).
  9. a b c Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch).
  10. Angaben zur reformierte Kirche in Luna de Sus bei biserici.org abgerufen am 8. September 2019 (rumänisch).
  11. Angaben zur Holzkirche Cetatea Fetei in Florești bei biserici.org abgerufen am 8. September 2019 (rumänisch).