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Beliș
Jósikafalva
Wappen von Beliș
Beliș (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Cluj
Gemeinde: Beliș
Koordinaten: 46° 41′ N, 23° 2′ OKoordinaten: 46° 41′ 4″ N, 23° 1′ 46″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 1162 m
Fläche: 206,49 km²
Einwohner: 1.211 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 6 Einwohner je km²
Postleitzahl: 407075
Telefonvorwahl: (+40) 02 64
Kfz-Kennzeichen: CJ
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Beliș, Bălcești, Dealu Botii, Giurcuța de Sus, Poiana Horea, Smida
Bürgermeister: Viorel Matiș (PSD)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 105
loc. Beliș, jud. Cluj, RO–407075
Website:

Beliș [ˈbeliʃ] (veraltet Bălcești; ungarisch Jósikafalva) ist eine Gemeinde im Kreis Cluj in Siebenbürgen, Rumänien.

Geographische LageBearbeiten

 
Lage der Gemeinde Beliș im Kreis Cluj

Die Gemeinde Beliș besteht aus sechs Dörfer und liegt auf einer Fläche von über 20500 Hektar im Apuseni-Gebirge (Munții Apuseni). An der Nationalstraße 1R gelegenen, südlich des Dealu Negru-Passes am Beliș-Fântânele-Stausee – ein Stausee des Someșul Cald (Warmer Somesch) –, befindet sich das Gemeindezentrum 27 Kilometer südlich von der Kleinstadt Huedin und etwa 55 Kilometer westlich von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg) entfernt.

GeschichteBearbeiten

Der Ort Beliș wurde nach unterschiedlichen Angaben, erstmals 1369[2] oder 1770 urkundlich erwähnt und gehörte zum ungarischen Dorf Văleni (Walken).[3]

Der Bau des Staudamms am Oberlauf des Someșul Cald wurde Ende der 1960er Jahre geplant, sodass zwischen 1970 und 1974 die Bewohner umgesiedelt wurden. Der Staudamm, 92 Meter hoch und 400 Meter lang, wurde 1978 fertiggestellt.[4] Bei niedrigem Wasserstand sind Reste der ehemaligen Siedlung und der 1913 durch den ungarischen Magnaten Urmánczy errichteten Kirche des damaligen Ortes Giurcuța de Jos zu sehen.[5][6]

BevölkerungBearbeiten

Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 545 537 8
1930 2.134 2.003 76 20 35
1966 3.532 3.521 11
2002 1.384 1.381 2 1
2011 1.211 1.153 4 2 (?) 52

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und gleichzeitig die der Rumänen 1966 ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Magyaren (282) und der Rumäniendeutsche (38) wurden 1910 und die der Roma (15) 1930 registriert. Bei früheren Aufnahmen bekannten sich einige Bewohner als Slowaken.[7]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Beliș – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Beliș bei ghidulprimariilor.ro

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Angaben auf der Website der Gemeinde Beliș (Memento des Originals vom 4. September 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.primariabelis.ro abgerufen am 3. September 2017 (rumänisch)
  3. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  4. Angaben zum Fântânele-Stausee bei welcometoromania.ro abgerufen am 3. September 2017 (mehrsprachig)
  5. Angaben zum Fântânele-Stausee auf der Website der Gemeinde Beliș abgerufen am 3. September 2017 (rumänisch)
  6. Angaben zur gefluteten Kirche in Beliș bei biserici.org; abgerufen am 3. September 2017 (rumänisch)
  7. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (ungarisch; PDF; 1 MB)
  8. Angaben zur Kirche in Beliș bei biserici.org abgerufen am 3. September 2017 (rumänisch)
  9. Angaben zur Kirche in Bălcești bei biserici.org abgerufen am 3. September 2017 (rumänisch)
  10. Angaben zur Kirche in Giurcuța de Sus bei biserici.org abgerufen am 3. September 2017 (rumänisch)
  11. Angaben zur Kirche in Poiana Horea bei biserici.org abgerufen am 3. September 2017 (rumänisch)
  12. Luftbild des Stausees
  13. Angaben zum Fântânele-Stausee bei welcometoromania.ro abgerufen am 3. September 2017 (mehrsprachig)