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Sic
Secken
Szék
Wappen fehlt
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Sic (Cluj) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Cluj
Koordinaten: 46° 56′ N, 23° 54′ OKoordinaten: 46° 55′ 50″ N, 23° 53′ 53″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 325 m
Fläche: 56,37 km²
Einwohner: 2.459 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Postleitzahl: 407540
Telefonvorwahl: (+40) 02 64
Kfz-Kennzeichen: CJ
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Sic
Bürgermeister: Ioan Sallai (unabh.)
Postanschrift: Str. A II-a, nr. 4
loc. Sic, jud. Cluj, RO–407540
Website:
Sonstiges
Stadtfest: 24. August, Tag des Heiligen Bartholomäus

Sic (veraltet Sâg; deutsch Secken, ungarisch Szék) ist eine Gemeinde im Kreis Cluj, in Siebenbürgen, Rumänien.

Der Ort ist auch unter den deutschen Bezeichnungen Sechen und Sickau und der ungarischen Székakna bekannt.

Geographische LageBearbeiten

 
Lage der Gemeinde Sic im Kreis Cluj

Die Gemeinde Sic liegt östlich des Somesch-Hochlands (Podișul Someșelor) im Norden des Siebenbürgischen Beckens auf einer Gesamtfläche von etwa 5600 Hektar. Südlich des unter Naturschutz stehende See Lacul Știucilor (Hecht-See) und an der Kreisstraße (Drum județean) DJ 109D befindet sich der Ort Sic 15 Kilometer südlich von der Stadt Gherla (Neuschloss) und etwa 40 Kilometer nordöstlich von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg).

GeschichteBearbeiten

Nach dem Mongolensturm von 1241 wurden auf dem Areal des heutigen Ortes Szekler und Siebenbürger Sachsen angesiedelt, um die seit dem 11. Jahrhundert bestehende Salzgrube weiterhin zu betreiben. Dokumentiert wurde der Ort erstmals 1291, im gleichen Jahrhundert zur Stadt erhoben[2] und 1884 zur Gemeinde erklärt.[3]

Auf eine Besiedlung des Areals bis in die Bronzezeit zurück, deuten archäologische Funde auf dem von den Einheimischen genannten Berg Csipkehegy bei Pasul cu cărămizi (ungarisch Tégláshángó) und bei Fântâna Viței (ungarisch Vicekút). Zahlreiche Objekte aus der Römerzeit wurden auf dem Areal des Ortes gefunden.[4]

Am 23. August 1717 wurde der Ort erneut von den Tataren verwüstet, sodass dieser Tag jährlich als Gedenktag abgehalten wird.[5]

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Szamosújvár in der Gespanschaft Szolnok-Doboka, anschließend dem historischen Kreis Someș und ab 1950 dem heutigen Kreis Cluj an.

BevölkerungBearbeiten

Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 3.321 652 2.576 7 86
1941 4.444 365 4.000 - 79
2002 2.754 110 2.637 - 7
2011 2.459 88 2.306 - 65 (Roma 10)

Seit 1850 wurde in Sic die höchste Einwohnerzahl und auch die der Magyaren 1941 ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Rumänen wurde 1850, die der Roma (80) 1930 und die der Rumäniendeutsche (16) 1910 registriert.[6]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die reformierte Kirche[7] im 13. Jahrhundert errichtet, ist eine dreischiffige Basilika, deren Baustil entspricht dem Übergang von der Romanik zur Gotik. In der Kirche sind auch Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert erhalten.[2] Die Kirche steht unter Denkmalschutz.[8]
  • Die orthodoxe Holzkirche Sfinții Arhangheli Mihail și Gavriil, von 1731[2][9] bis 1760 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Auf dem Areal des Ortes stand eine zweite Holzkirche Sfântu Ioan Gură de Aur, 1707 errichtet, diese wurde inzwischen abgetragen; ist in der Liste historischer Denkmäler aufgelistet.[8]
  • Die römisch-katholische Kirche des einstigen Franziskanerkloster[2] wurde zwischen 1753 und 1795 errichtet,[10] steht unter Denkmalschutz.[8]
  • Nördlich des Dorfes befindet sich der 140 Hektar große und 7 Meter tiefe See Lacul Știucilor (Hecht See)[11] und das 505 Hektar große Schilfgebiet.[12]

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Georg von Aranka (1737–1817), Schriftsteller und Jurist
  • József Sebestyén (1878–1964), Grafiker und Wappenkünstler[13]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sic – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. a b c d Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  3. Website der Gemeinde Sic: Scurt istoric. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 15. November 2017; abgerufen am 13. November 2017 (rumänisch).   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.szek-sic.ro
  4. Institute Of Archaeology: Sic. cimec.ro, abgerufen am 13. November 2017 (rumänisch).
  5. Website der Gemeinde Sic: Ziua de Sfântul Bartolomeu în Sic. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 15. November 2017; abgerufen am 13. November 2017 (rumänisch).   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.szek-sic.ro
  6. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (ungarisch; PDF; 1 MB;)
  7. Szék Református templom: The History of the Sic Calvinist Church. szekref.ro, abgerufen am 12. November 2017 (englisch).
  8. a b c Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch)
  9. BISERICI.org: Biserica Sf. Arhangheli, Sic. Abgerufen am 14. November 2017 (rumänisch).
  10. BISERICI.org: Biserica Catolică, Sic. Abgerufen am 14. November 2017 (rumänisch).
  11. EcoTransilvania: Rezervația naturală Lacul Știucilor. ecotransilvania.ro, abgerufen am 12. November 2017 (rumänisch).
  12. EcoTransilvania: Rezervația naturală Stufărișurile de la Sic. ecotransilvania.ro, abgerufen am 12. November 2017 (rumänisch).
  13. Angaben zu József Sebestyén bei mek.oszk.hu (ungarisch) abgerufen am 12. November 2017