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Magnat

Bezeichnung ab dem 19. Jh für reiche einflussreiche Persönlichkeiten verwendet.
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Stefan Czarniecki, ein polnischer Magnat des 17. Jahrhunderts

Als Magnat wird seit dem 20. Jahrhundert ein sehr reicher Industrieller, Adeliger oder Gutsbesitzer bezeichnet. Hauptsächlich verwendet wird der Begriff für einen Inhaber großer, eventuell auch branchenbeherrschender wirtschaftlicher Macht.[1] So wurde zum Beispiel John D. Rockefeller als Ölmagnat bezeichnet.[2]

Etwas veraltet bezeichnet der Begriff auch einen Angehörigen des Hochadels, insbesondere in Polen und Ungarn, zuweilen auch in Böhmen.[3]

Das Wort ist eine Entlehnung aus mittellateinisch magnas (Plural magnates) bzw. magnatus (Plural magnati) Adliger, vornehme einflussreiche Person, dem bereits in der Vulgata bezeugtes spätlateinischen magnātus Großer, Oberhaupt eines Volkes (Plural magnātī) bzw. magnātēs (Plural) vorangehen, Bildungen zu lateinisch magnus („groß, vornehm“).[4]

UngarnBearbeiten

Die Magnaten nahmen in Ungarn von Geburt her an der Vertretung des Landes teil und versammelten sich hierzu in einer besonderen Kammer, der Magnatentafel. Von 1861 bis 1918 war das Magnatenhaus ähnlich wie das britische House of Lords neben dem gewählten Abgeordnetenhaus die zweite gesetzgebende Kammer. Hierzu gehörten Anfang des 20. Jahrhunderts:

PolenBearbeiten

Einzelnachweise und FußnoteBearbeiten

  1. Magnat. In: Duden – Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Synonyme. Abgerufen am 12. Oktober 2017.
  2. John D. Rockefeller: News zum Ölmagnaten. In: FAZ. Abgerufen am 12. Oktober 2017.
  3. So etwa bei Johann von Pernstein.
  4. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 1994. Digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version: Magnat. In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache. Abgerufen am 3. September 2019.