Tycoon

Großindustrieller, Magnat oder Mogule

Als Tycoon [ta͜iˈkuːn], seltener auch Taikun, werden besonders vermögende und einflussreiche Industrielle bezeichnet. Ein Tycoon kontrolliert große Teile spezieller Industriezweige, woher auch meist sein Vermögen stammt. Ein heute oftmals synonym verwendeter Begriff ist der Magnat. Er ist hingegen abzugrenzen vom Oligarchen, der sich insbesondere durch seine machtvollen Verflechtungen mit dem Staatsapparat auszeichnet (siehe Oligarchie) und sein Vermögen oft durch Korruption und unlauteren Wettbewerb erworben hat.

Ein typisches Beispiel für einen Tycoon aus einer bestimmten Branche ist ein „Baulöwe“, wobei dieser Begriff oft abwertend gebraucht wird. In der Liste der Milliardäre des Forbes Magazine finden sich viele Tycoone.

EtymologieBearbeiten

Das Wort Taikun (engl. tycoon) ist japanisch (jap. 大君). Direkt übersetzt bedeutet dies so viel wie Großer Gebieter und wurde früher während der Edo-Zeit benutzt, um Japan besuchende Fremde darauf hinzuweisen, dass der Shogun der höchste Herrscher des Landes war.

Offizielle Verwendung in einem Vertrag fand es erstmals in dem am 29. Juli 1858 ausgehandelten Amerikanisch-Japanischen Freundschafts- und Handelsvertrag. Das Wort wurde ab circa 1870 in den Vereinigten Staaten in die englische Sprache aufgenommen[1] und unter anderem von Mitarbeitern auf Präsident Abraham Lincoln angewandt.

International bekannt wurde es schließlich durch den Roman Der letzte Taikun von F. Scott Fitzgerald.

TycoonsBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Tycoon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. vgl. z. B. Bill Bryson: Made in America: an Informal History of the English Language in the United States, Black Swan, 1998, ISBN 0-552-99805-2, S. 104