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Flückiger und Ritschard

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Die Kriminalkommissare Reto Flückiger, gespielt von Stefan Gubser, und Liz Ritschard, gespielt von Delia Mayer, sind fiktive Personen in den Luzerner Folgen der Krimireihe Tatort. Seit 2011 ist das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) für die Folgen verantwortlich. Die erste dieser Folgen entstand noch ohne die Figur Ritschard, seit 2012 gibt es jährlich zwei neue Fälle mit Flückiger und Ritschard. Flückiger ermittelte zuvor bereits in drei Folgen des Konstanzer Tatorts als Chef der Seepolizei in Kreuzlingen am Bodensee, bevor er 2011 als Kommissar zur Fachgruppenchef Delikte Leib und Leben bei der kantonalen und städtischen Polizei in Luzern wechselte.

Bis 2018 wurden 15 Folgen produziert. Seit 2018 ist bekannt, dass das SRF den Luzerner Tatort nach der 17. Folge einstellen und ab 2019 Tatort-Folgen mit Zürich als Hauptschauplatz produzieren will.[1]

Inhaltsverzeichnis

Folgen in KonstanzBearbeiten

In den folgenden Tatort-Filmen spielte die Figur Flückiger bereits eine Hauptrolle:

Fälle mit Luzern als HauptermittlungsortBearbeiten

Fall Folge Titel Erstausstrahlung Drehbuch Regie Besonderheiten
01 806 Wunschdenken 14. Aug. 2011 Nils-Morten Osburg Markus Imboden Für den 17. April 2011 vorgesehene Erstsendung wurde im Februar wegen Qualitätsbedenken des Schweizer Fernsehens verschoben.
02 839 Skalpell 28. Mai 2012 Urs Bühler Tobias Ineichen Erster Auftritt für Liz Ritschard
03 840 Hanglage mit Aussicht 26. Aug. 2012 Felix Benesch Sabine Boss
04 862 Schmutziger Donnerstag 10. Feb. 2013 Petra Lüschow Dani Levy
05 879 Geburtstagskind 18. Aug. 2013 Moritz Gerber Tobias Ineichen
06 908 Zwischen zwei Welten 21. Apr. 2014 Eveline Stähelin, Josy Meier Michael Schaerer
07 915 Verfolgt 7. Sep. 2014 Martin Maurer Tobias Ineichen
08 953 Schutzlos 5. Juli 2015 Josy Meier, Manuel Flurin Hendry Manuel Flurin Hendry
09 954 Ihr werdet gerichtet 6. Sep. 2015 Urs Bühler Florian Froschmayer
10 979 Kleine Prinzen 13. Mär. 2016 Stefan Brunner Markus Welter
11 993 Freitod 18. Sep. 2016 Eveline Stähelin, Josy Meier Sabine Boss
12 1013 Kriegssplitter 5. Mär. 2017 Stefan Brunner, Lorenz Langenegger Tobias Ineichen
13 1028 Zwei Leben 17. Sep. 2017 Mats Frey, Felix Benesch Walter Weber
14 1063 Die Musik stirbt zuletzt 5. Aug. 2018 Dani Levy Dani Levy
15 1077 Friss oder stirb 30. Dez. 2018 Jan Cronauer Andreas Senn

RezeptionBearbeiten

Die Figur des Reto Flückiger beschrieb Matthias Kohlmaier bei Süddeutsche.de als „eine Schweizer Mischung aus Al Pacino und Robert De Niro. Das Gesicht knochenhart und zerfurcht, meist mit dem Ausdruck grimmiger Cowboyhaftigkeit. Dazu spricht er nur das Nötigste, und gelegentlich nicht mal das. Dem Image zuwiderläuft es ein wenig, dass er irgendwann mit männlicher Wehleidigkeit (oder: wehleidiger Männlichkeit) im Blick sagt: ‚Mich beschäftigt manchmal, dass ich allein bin, wenn ich mal ins Gras beiße.‘ Vielleicht setzt ihm das Wohnen auf seinem Hausboot ein wenig zu.“[2]

Anlässlich der Bekanntgabe des Produktionsendes für die Luzerner Tatort-Folgen mit Flückiger und Ritschard meinte die Journalistin Claudia Schwartz in der NZZ 2018, dass die Folgen seit Beginn „immer wie ein unlösbarer Problemfall“ erschienen seien. Die Reihe gelte als „behäbig“, was „an holprigen Drehbüchern und verschlafenen Plots“ liege, die Filme hätten den Fokus mehr auf die Vierwaldstättersee-Kulisse gelegt als auf die Kriminalgeschichte. Die nachträgliche Synchronisation der ursprünglich auf Schweizer Dialekt gedrehten Filme ins Hochdeutsche sei stets problematisch gewesen und verantwortlich für die im Vergleich zu anderen Tatort-Folgen häufig schlechten Einschaltquoten.[1]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Claudia Schwartz: Gnadenschuss: Der Schweizer «Tatort» wechselt von Luzern nach Zürich, in: NZZ vom 5. April 2018, abgerufen am 29. Dez. 2018
  2. Matthias Kohlmaier: Mit wehleidiger Cowboyhaftigkeit bei sueddeutsche.de, abgerufen am 22. März 2015.