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Die Verurteilten

Film von Frank Darabont (1994)

Die Verurteilten (Originaltitel: The Shawshank Redemption) ist ein Filmdrama von Regisseur Frank Darabont aus dem Jahr 1994 nach der ersten Novelle Rita Hayworth and Shawshank Redemption aus Frühling, Sommer, Herbst und Tod von Stephen King, das die Geschichte des zu lebenslanger Haft verurteilten Andy Dufresne und dessen Freundschaft zu seinem Mithäftling Red erzählt. In den Top 250 der IMDb belegt der Film seit 2008 ununterbrochen den ersten Platz.

Filmdaten
Deutscher TitelDie Verurteilten
OriginaltitelThe Shawshank Redemption
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1994
Länge142 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieFrank Darabont
DrehbuchStephen King
Frank Darabont
ProduktionNiki Marvin
MusikThomas Newman
KameraRoger Deakins
SchnittRichard Francis-Bruce
Besetzung
Das Ohio State Reformatory, ein ehemaliges Gefängnis in Ohio, diente als Kulisse für Außenaufnahmen und die Aufnahmen im Direktionsgebäude (2007)

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Die Handlung beginnt 1947, als der Bankmanager Andy Dufresne anhand von Indizien wegen Mordes an seiner Frau und deren Liebhaber zu zweimal lebenslanger Haft verurteilt wird, obwohl er seine Unschuld beteuert. Diese Strafe soll er in dem gefürchteten Gefängnis von Shawshank in Maine absitzen. Von Beginn an passt er überhaupt nicht in die Gesellschaft der übrigen Strafgefangenen, und das Leben wird ihm durch Übergriffe und Vergewaltigungen durch Mithäftlinge sowie durch die brutalen und korrupten Aufseher erschwert.

Im Gefängnis lernt er mit der Zeit einige Mithäftlinge besser kennen – unter ihnen Red, der wegen Mordes schon zwanzig Jahre im Gefängnis sitzt und bei den Insassen den Ruf genießt, dass er für einen entsprechenden Gegenwert alles Mögliche besorgen kann. Andy sagt, er sei Hobby-Geologe, und bittet Red darum, ihm einen Geologenhammer (Steinhammer) zu besorgen.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten steigt Andy im Ansehen der Mithäftlinge und Aufseher. Während Andy und einige Mithäftlinge das Dach der Schilderfabrik teeren, erzählt der gefürchtete leitende Aufseher Byron Hadley seinen Kollegen von einer soeben gemachten Erbschaft und echauffiert sich hörbar über die Steuerbelastung, welche auf ihn zukommen wird. Dies veranlasst Andy dazu, dem Aufseher zu erklären, dass er mit einer Überschreibung der Erbschaft auf dessen Ehefrau die ganze Summe behalten kann. Er bietet ihm an, die notwendigen Urkunden und Formulare für ihn auszufüllen, und erbittet als Gegenleistung nur je drei Bier für sich und seine Kumpels. Hadley nimmt das Angebot an.

Andy bittet Red nunmehr darum, ihm Rita Hayworth zu besorgen, woraufhin ihm dieser ein Poster von ihr schenkt.

Nachdem Andy von Mithäftlingen, die ihn ein weiteres Mal vergewaltigen wollten, zusammengeschlagen worden ist, kommt er für einen Monat auf die Krankenstation. Der brutale Hadley rächt Andy, der ihm inzwischen nützlich erscheint, indem er den Rädelsführer der Angreifer, Bogs, grausam zusammenschlägt, der daraufhin gelähmt ist. Fortan wissen die Sträflinge, dass Andy bis auf weiteres unter Hadleys Schutz steht.

Bald darauf wird Andy von der Wäscherei in die Gefängnisbibliothek versetzt, wo er dem greisen Gefängnisbibliothekar Brooks Hatlen, einem Häftling, unter die Arme greifen soll. Bald zeigt sich der wahre Grund, wieso Andy nun keine schwere körperliche Arbeit mehr verrichten muss: Die Aufseher suchen Andy von diesem Zeitpunkt an immer wieder auf, um sich in finanziellen Angelegenheiten beraten zu lassen. So kommt es, dass er für die Aufseher die Steuererklärungen macht. Zunächst für jene im eigenen Gefängnis, ein Jahr darauf auch für die der umliegenden Anstalten. Außerdem gibt er Unterricht mit Abschlussprüfung zur Erlangung des GED (amerikanische Hochschulreife auf dem 2. Bildungsweg).

Eines Tages wird Brooks Hatlen plötzlich nach über fünfzig Jahren aus dem Gefängnis entlassen und bekommt eine Stelle in einem Supermarkt. Da er sich nach einem halben Jahrhundert im Gefängnis in der Freiheit nicht mehr zurechtfindet und den Druck der Einsamkeit nicht aushält, begeht er Selbstmord, wovon seine ehemaligen Mithäftlinge in einem Abschiedsbrief erfahren.

Die Jahre vergehen. Andy wird zunehmend in die illegalen finanziellen Machenschaften des korrupten Direktors Norton hineingezogen und wäscht für ihn in großem Umfang Bestechungsgelder. Eines Tages berichtet der Häftling Tommy Williams, ein Neuzugang, von einem Täter namens Elmo Blatch, der ihm in einer anderen Strafanstalt ein Verbrechen gestanden hat, das dem sehr ähnelt, das Andy begangen haben soll. Dabei habe Blatch erwähnt, dass seinerzeit an seiner Stelle der Ehemann des Opfers, ein Banker, für den Mord verurteilt worden sei. Somit stellt sich heraus, dass Andy tatsächlich unschuldig ist und durch Tommys Aussagen für ihn auch die Möglichkeit besteht, freizukommen. Andy versucht, Direktor Norton unter Berufung auf diesen Justizirrtum dazu zu bewegen, seinen Prozess neu aufzurollen, wobei er ihm verspricht, über die illegalen Geschäfte völliges Stillschweigen zu bewahren. Norton weigert sich jedoch, weil er Andy und seine Geheimnisse im Gefängnis behalten und seinen so begabten Buchhalter nicht verlieren will. Dadurch kommt es zum Streit mit dem Direktor, woraufhin Andy erst einen, dann einen weiteren Monat Einzelhaft in einer fensterlosen Zelle verbringen muss. In der Zwischenzeit lässt der Direktor den Entlastungszeugen Tommy von Hadley unter Vortäuschung eines Fluchtversuches erschießen, um Andy jede Chance auf eine Entlassung zu nehmen.

Als Andy aus der Einzelhaft entlassen wird, wirkt er gebrochen. Er spricht mit Red über seine Träume, über einen kleinen Ort in Mexiko am Pazifik, Zihuatanejo, wo er sich ein altes Boot kaufen möchte, um dieses zu renovieren, und von einem kleinen Hotel, das er betreiben wolle. Er nimmt Red das Versprechen ab – falls dieser je freikommen sollte –, nach Buxton in Maine zu fahren, um dort in einer Steinmauer an einem Baum nach einem bestimmten schwarzen Stein zu suchen, unter dem er etwas finden werde.

Red befürchtet daraufhin, Andy könnte wie Brooks Selbstmord begehen, was dadurch bestärkt wurde, dass Andy bei einem Schmuggelkonkurrenten ein langes Stück Seil geliefert bekommen hat. Die Information kam allerdings zu spät, da Red und alle anderen zum Zellenschluss hinein mussten, ohne die Chance zu intervenieren.

Aber am nächsten Morgen ist Andy spurlos aus seiner Zelle verschwunden. Direktor Norton tobt, niemand, auch nicht Red, weiß eine Antwort. Vor Wut wirft Norton Steine aus Andys Sammlung durch die Zelle. Einer davon durchschlägt ein Poster, das Raquel Welch im Kostüm aus Eine Million Jahre vor unserer Zeit abbildet, worauf ein mehrfaches Aufschlagen des Steines zu hören ist. Völlig überrascht reißt Norton das Poster weg und entdeckt dahinter einen Tunnel: Andy hat mit seinem kleinen Geologenhammer 19 Jahre lang heimlich an einem über die Jahre von verschiedenen Postern mit einer berühmten Schauspielerin verdeckten, runden Gang gegraben. Dieser führt aus seiner Zelle durch die dicke Wand und endet zwischen zwei Gefängnisgebäuden. Von dort führt ein 500 Yards (457 Meter) langes, dickes Abwasserrohr zu einem nahen Fluss und in die Freiheit. Den Schutt hatte Andy durch die Hosenbeine bei Spaziergängen auf dem Gefängnishof unbemerkt verteilt. Andy wählte ein Gewitter als Zeitpunkt seines Ausbruchs, um nach dem Durchkriechen des engen Tunnels das Abwasserrohr mit einem schweren Stein ungehört einschlagen zu können. Danach gelangte er mit seinen wasserdicht verpackten Utensilien durch das Rohr nach draußen in die Freiheit.

Während die Polizei erfolglos nach ihm sucht, hebt Andy tadellos gekleidet unter der bereits lange zuvor erfundenen Strohmann-Identität Randall Stephens, des Konteninhabers, die Bestechungsgelder des korrupten Direktors von diversen Banken ab und macht sich in einem roten Cabrio, einem Pontiac GTO, auf den Weg nach Mexiko. Vor seiner Abreise lässt er noch Informationen über die Delikte von Norton und Hadley an die örtliche Presse verschicken. Als die Polizei daraufhin im Gefängnis ankommt, um Byron Hadley und Direktor Norton zu verhaften, muss Letzterer erkennen, dass Andy dessen blankgeputzte Schuhe und alle Unterlagen am Abend zuvor unbemerkt mitgenommen und gegen wertlose ausgetauscht hatte, die er im hinteren Hosenbund, von seiner Jacke verdeckt, mit sich trug, während Norton den Tresor öffnete, verdeckt von einer Tafel mit dem Text: „Sein Gericht kommt und das recht bald …“ (englisch: „His Judgement cometh and that right soon …“). Andy hat auch seine Bibel mit der des Direktors vertauscht. Dieser findet so Andys alte Schuhe und im Tresor besagte Bibel, die im Deckel die Widmung: Lieber Herr Direktor, Sie hatten recht, die Rettung liegt in der Bibel!. Andy Dufresne (englisch: Dear Warden, You were right, Salvation lay within. Andy Dufresne) und im Inneren im Kapitel Exodus eine Aushöhlung im Umriss des Geologenhammers enthält, d. h. als Versteck für das Werkzeug. Die Widmung ist eine ironische Anspielung auf die Worte des Direktors: „Darin findest du Erlösung.“ (engl. Salvation lies within) nach Abschluss einer Zelleninspektion Jahre zuvor, mit denen er Andy dessen Bibel mit dem nicht entdeckten Hammer durch die Gitterstäbe zurückreichte. Derart in die Enge getrieben – die Zeitung auf seinem Schreibtisch berichtet bereits über die neuesten Entdeckungen in Shawshank –, erschießt sich Norton, während die Polizei die Tür öffnet. Hadley wird verhaftet und bricht weinend zusammen.

Der Poststempel auf einer Ansichtskarte mit einem überdimensionierten Hasen ohne Text informiert Red wenige Tage später, dass Andy über Fort Hancock, Texas, die Staaten verlassen hat. Red kommt kurze Zeit später auf Bewährung frei und erhält wie Brooks eine Stelle im Supermarkt. Er übernachtet auch im selben Zimmer der Pension, in der sich Brooks erhängt hat. Auch Red kommt anfangs nicht mit der neu gewonnenen Freiheit und Einsamkeit zurecht. Er denkt darüber nach, sich zu erschießen oder eine Straftat zu begehen, um so wieder ins Gefängnis zu kommen. Doch eines hält ihn immer noch am Leben: Das Versprechen, diesen bestimmten Baum in Buxton an einer Feldsteinmauer zu finden und dort nach einem schwarzen, vulkanischen Stein zu suchen, wie es sonst dort keinen gibt. So macht sich Red per Anhalter auf den Weg, um diese Stelle aufzusuchen. Er wird unter besagtem schwarzen Stein fündig: In einer Blechdose der Firma Benson's mit einem Abbild der RMS Queen Mary sind Geld und ein Brief versteckt, in dem Andy ihn einlädt, ihn in Mexiko aufzusuchen und ihm dabei zu helfen, eine neue, gemeinsame Existenz aufzubauen. Red kehrt in sein Zimmer zurück, ritzt in den Deckenbalken, in den Brooks unmittelbar vor seinem Selbstmord „BROOKS WAS HERE“ („Brooks war hier“) eingeschnitzt hatte, den Zusatz „SO WAS RED“ („Red auch“) und macht sich auf die Reise, in der Hoffnung, nicht sofort von der Polizei wegen Verstoßes gegen die Bewährungsauflagen gesucht zu werden.

Am Ende treffen sich Andy und Red am Pazifikstrand in Zihuatanejo, Mexiko.

Unterschiede zur NovelleBearbeiten

Der Film basiert auf der Novelle Rita Hayworth and Shawshank Redemption (deutsch: Pin-up in Frühling, Sommer, Herbst und Tod) von Stephen King. Es gibt einige Stellen im Film, die Unterschiede zur Buchvorlage aufweisen:

  • In der Geschichte wechseln die Gefängnisdirektoren sporadisch, in dem Film bleibt Norton während der ganzen Zeit Gefängnisdirektor.
  • Im Film spielt Andy belastende Unterlagen der Presse zu, worauf sich der Direktor erschießt. In der Novelle kommt dies nicht vor.
  • In der Novelle teilt sich Andy kurzzeitig die Zelle mit einem Indianer. Diese Stelle wurde im Film ausgelassen.
  • Red ist in der Novelle ein Irischamerikaner, während er im Film ein Afroamerikaner ist. An einer Stelle im Film fragt Andy Red (gespielt von Morgan Freeman) Folgendes: „Warum nennen sie Dich so [Red]?“, worauf Red mit „Weil ich Ire bin, vielleicht“, ironisch antwortet.
  • In der Novelle reißt der Gefängniswärter das Poster weg. Im Film wirft der Direktor Norton zuerst einen Stein. Hierdurch fällt auf, dass hinter dem Poster ein Loch in der Wand ist. Erst danach reißt er es ab.
  • Das Bier, das der Wärter Hadley als Dank für Andys Hilfe ausgibt, ist in der Erzählung laut Red „pisswarm“. Im Film jedoch erzählt Red, dass sie eisgekühltes Bier tranken.
  • In der Buchvorlage greift Andy nach seinem Ausbruch auf sein eigenes, vor der Verurteilung heimlich und unter falschem Namen angelegtes Geld zurück – die Papiere waren in dem Versteck, das Andy Red beschrieben hat (was Red zu noch stärkerer Bewunderung für Andy veranlasst, denn er musste immer mit der Angst leben, dass das Versteck nach den langen Jahren nicht mehr existiert). Im Film leert er die Konten mit den Schwarzgeldern des Direktors und bedient sich hierbei der Identität der eigens für die illegalen Transaktionen des Direktors erfundenen Figur Randall Stephens.
  • In der Erzählung wird Andy niemals der Assistent des Gefängnisbibliothekars Brooks Hatlen.
  • Am Anfang des Films inspiziert der Gefängnisdirektor Norton die Zelle von Andy, um ihn besser einschätzen zu können. Dabei findet er beinahe den Geologenhammer. Diese Szene kommt in der Novelle nicht vor.
  • In der Novelle erleidet der Aufseher Byron Hadley einen Herzanfall und scheidet deshalb aus dem Dienst, wogegen er im Film wegen Mordes verhaftet wird.
  • Im Buch bleibt Andy 27 Jahre im Gefängnis, bevor er ausbricht; im Film flieht er bereits nach 19 Jahren Haft.
  • In der Vorlage wird Andys möglicher Entlastungszeuge Tommy in eine andere Anstalt mit weitaus komfortableren Haftbedingungen verlegt. Im Film lässt ihn der Direktor von Byron Hadley erschießen.
  • In der Novelle wird der Vergewaltiger Bogs Diamond in Andys Auftrag leicht verprügelt, im Film wird er von dem extrem sadistischen Wärter Byron Hadley zusammengeschlagen.

TriviaBearbeiten

  • Brad Pitt war für die Rolle des rebellischen Thomas „Tommy“ Williams geplant. Diese spielte schließlich der kanadische Schauspieler Gil Bellows. In der US-amerikanischen Fernsehserie Ally McBeal spielt er auch die Jugendliebe Allys namens William „Billy“ Thomas.
  • Andy legt im Film eine LP auf, deren Musik die Mithäftlinge im Gefängnis aufheitern soll. Die Aufnahme ist das sog. Briefduett „Sull'aria … Che soave zeffiretto“ aus W. A. Mozarts Oper Le nozze di Figaro, aufgenommen von der Deutschen Oper Berlin, unter der Leitung von Karl Böhm, gesungen von Edith Mathis und Gundula Janowitz.
  • Das Buch Der Graf von Monte Christo von Alexandre Dumas wird in dem Film kurz erwähnt, als Andy und die anderen Häftlinge Bücher sortieren. Die Protagonisten des Buches (Edmond Dantès) und des Films (Andy Dufresne) weisen mehrere Parallelen auf. Beide landen unschuldig im Gefängnis, und beiden gelingt am Ende die Flucht.
  • Um sich Anregungen von anderen Filmen zu holen, hatte sich Regisseur Frank Darabont jeden Sonntag das Mafia-Drama Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia angesehen.
  • Während des Films sehen sich die Häftlinge den Film noir Gilda mit Hollywood-Legende Rita Hayworth an.
  • Am Ende des Films erscheint der Satz: „In Memory of Allen Greene“. Dieser Satz ist Frank Darabonts Agenten und Freund gewidmet, der kurz vor Drehschluss von Die Verurteilten verstarb.
  • Der Film wurde von den Zuhörern des Radiosenders Capital FM in London auf den ersten Platz der Must-See Movies of all Time gewählt. Laut den Nutzern der Internet Movie Database ist der Film der beste aller Zeiten (Stand: April 2018).[1]
  • Schauspieler Morgan Freeman erhielt als Erster das Rollenangebot, den Inhaftierten Red zu verkörpern. Nach seiner Zusage durfte er sich aus einer Liste an Schauspielern seinen Partner aussuchen, der im Film den Insassen Andy Dufresne darstellen soll. Freemans Wahl fiel schließlich auf Tim Robbins.[2]

Bezüge in anderen MedienBearbeiten

  • In der Zeichentrickserie Drawn Together spielt in einer Szene Wollknäuel Sockenbart auf Brooks’ Gefängnisfreilassung an.
  • Von der Zeichentrickserie Die Simpsons gibt es eine Folge mit dem deutschen Titel Die Verurteilten (im Original: The Wandering Juvie). Auch hängt in der Folge im Büro des Jugendgefängnisdirektors dieselbe Stickerei wie in Direktor Nortons Büro („His Judgement cometh and that right soon …“).
  • In einer weiteren Simpsons-Folge (Titel: Ich will nicht wissen, warum der gefangene Vogel singt) entkommt ein Gefängnisinsasse wie Andy durch das Abflussrohr.
  • In der Folge Das große Fressen (Staffel 16, Folge 17) der Simpsons versteckt der fettsüchtige Bart seine verbotenen Süßigkeiten in einem Loch in der Wand hinter einem Schwarz-Weiß-Poster mit Krusty in lasziver Pose analog zum Rita-Hayworth-Poster.
  • In der Zeichentrickserie Family Guy wird der Film in der Episode Three Kings (Staffel 7, Folge 15) parodiert.
  • Das durch diverse Kurztrickfilme im Internet bekannt gewordene Filmmacherduo JibJab produzierte eine Parodie auf den Film, Shawshank in a Minute, in welcher die Handlung des Films in zweieinhalb Minuten zusammengefasst wird, allerdings mit einer stark humorvollen Untermalung durch ein im Rapstil vorgetragenes Script.
  • In dem Film Living High aus dem Jahr 2006 von Mekhi Phifer ist es ein Running Gag, dass die beiden Protagonisten Larry und Rico immer wieder versuchen, sich Die Verurteilten im Pay-TV anzusehen und es bis zum Ende des Films nicht schaffen.
  • Im Computerspiel Geheimakte 3 wird in der Gefängnis-Spielszene auf das Poster von Rita Hayworth und auf die geschnitzten Schachfiguren in einer Zelle angespielt.
  • Im 2013 erschienenen Videospiel Lego City Undercover parodiert ein Kapitel, das im Gefängnis spielt, den Film. Die Szene, in der Andy den Gefängnisdirektor aussperrt und den Gefängnishof mit Die Hochzeit des Figaro beschallt, ist dabei besonders detailliert nachgestellt mit teilweise wörtlichen, teilweise satirisch verfremdeten Zitaten des Films.
  • Im letzten Film der Die-nackte-Kanone-Trilogie, nämlich Die nackte Kanone 33⅓, flieht Frank Drebin (Leslie Nielsen) durch einen selbst gegrabenen Tunnel aus dem Gefängnis. Ebenso wie Andy Dufresne lässt er den Schutt, der durch das Tunnelgraben entsteht, durch seine Hose auf dem Gefängnishof verschwinden – eine Technik, die auch in dem Film Gesprengte Ketten verwendet wird.
  • In der Fernsehserie Suits zitiert Mike Ross Red, indem er sagt: „I mean, seriously, how often do you really look at a man’s shoes“, nachdem er einen perfekten Bluff hingelegt hat.
  • Im Film Half Baked, mit dem US-Komödianten Dave Chappelle in der Hauptrolle, werden mehrere Szenen des Films parodiert, darunter das Rabenküken des Häftlings Brook (hier ein Eichhörnchen) und die Frauenposter in der Zelle von Andy.
  • In der TV-Serie Prison Break in der ersten Staffel lassen die Häftlinge den beim Ausbruch produzierten Schutt aus dem Hosenbein fallen.
  • In der TV-Serie Orange Is the New Black spielt Kate Mulgrew eine schon seit vielen Jahren einsitzende Gefangene namens Red.
  • In der Filmkomödie Hangover 3 versteckt Leslie Chow seinen Fluchttunnel ebenfalls hinter einem Poster.

SynchronisationBearbeiten

Der Film wurde bei der Magma Synchron in Berlin nach einem Dialogbuch und unter der Dialogregie von Joachim Kunzendorf vertont.[3]

Rolle Schauspieler Synchronsprecher
Andy Dufresne Tim Robbins Tobias Meister
Ellis Boyd „Red“ Redding Morgan Freeman Klaus Sonnenschein
Samuel Norton Bob Gunton Ernst Meincke
Heywood William Sadler Michael Christian
Brooks Hatlen James Whitmore Gerry Wolff
Tommy Williams Gil Bellows Charles Rettinghaus
Captain Byron Hadley Clancy Brown Klaus-Dieter Klebsch
Bogs Diamond Mark Rolston Tom Vogt
Staatsanwalt Jeffrey DeMunn Frank-Otto Schenk

KritikenBearbeiten

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes
Kritiker           [4]
Publikum           [4]
Metacritic
Kritiker           [5]
Publikum           [5]
IMDb           [6]

Auf der IMDb erhielt der Film 9,3 von möglichen 10 Sternen bei 1,94 Millionen Bewertungen (Stand: 17. April 2018), belegt in der aus User-Bewertungen errechneten Liste der besten 250 Filme seit 2008 den ersten Platz und gehört zu den einzigen vier Filmen dieses Rankings, die 9 Sterne haben.[7]

„Regisseur Frank Darabont schrieb und inszenierte das anrührende Drama nach einer Kurzgeschichte von Stephen King. Dass der epische Film nie langweilig wird, ist einem perfekt harmonierenden Darstellerensemble zu verdanken. Besonders Tim Robbins und Morgan Freeman, aus dessen Sicht ‚Die Verurteilten‘ erzählt wird, überzeugen durch bewegend sparsame Gestik.“

„In betulichem Rhythmus führt der Film die Eintönigkeit und die Härte des Lebens hinter Gittern vor. 19 Jahre vergehen ohne spürbare Wandlungen der Figuren, ohne äußere Effekte, aber auch ohne prägnante Zuspitzungen jenseits der üblichen Konfrontationen. Ein durch seine unspektakuläre Erzählweise beachtlicher Film; in der Konzentration auf die Schlusspointe aber über weite Strecken zu lässig.“

„Am Ende ist ‚Die Verurteilten‘ allerdings mit Sicherheit einer der besten Gefängnisfilme und außerdem eine ausgezeichnete Darstellung einer lebenslangen Freundschaft.“

„Das unkapriziöse, beeindruckende Spiel von Freeman und Robbins und das wunderbare Drehbuch von Regisseur Frank Darabont […] machen Die Verurteilten zu einem intelligenten, fesselnden Film.“

Joanna Berry: 1001 Filme: die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist[11]

AuszeichnungenBearbeiten

Die Verurteilten wurde 1995 in sieben Kategorien, und zwar Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Morgan Freeman), Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bester Ton und Beste Filmmusik für den Oscar nominiert. Er musste sich jedoch alleine gegen den Film Forrest Gump in vier Kategorien (Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Tom Hanks), Bester Schnitt sowie Bestes adaptiertes Drehbuch) geschlagen geben; andere Filme (wie Der König der Löwen) gewannen in den drei weiteren Kategorien.

Bei den Golden Globe Awards 1995 war der Film in den Kategorien Bester Darsteller – Drama (Morgan Freeman) und Bestes Drehbuch nominiert – verlor jedoch gegen Forrest Gump (Bester Darsteller – Drama (Tom Hanks)) und Pulp Fiction (Bestes Drehbuch (Quentin Tarantino)).

Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden hat dem Film das Prädikat „besonders wertvoll“ verliehen.[12]

Der Film hat die folgenden Preise gewonnen:

BuchveröffentlichungBearbeiten

  • Frühlingserwachen. Pin-up. In: Stephen King: Jahreszeiten. Frühling & Sommer. Bastei-Lübbe, Bergisch Gladbach 1987, ISBN 3-404-13115-0, S. 7–124. (Erste Auflage der deutschen Lizenzausgabe; Übersetzer: Harro Christensen)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IMDb beste 250
  2. The Charlie Rose Show: Round-Table-Gespräch mit Tim Robbins, Morgan Freeman und Frank Darabont, 2004, 38 Min. Zu finden im Bonusmaterial der Doppel-DVD Die Verurteilten (EuroVideo Bildprogramm GmbH, Ismaning)
  3. Deutsche Synchronkartei: Deutsche Synchronkartei | Filme | Die Verurteilten. Abgerufen am 5. April 2018.
  4. a b shaw bei Rotten Tomatoes, abgerufen am 28. Februar 2015 (engl.)
  5. a b The Shawshank Redemption bei Metacritic, abgerufen am 28. Februar 2015 (engl.)
  6. Die Verurteilten. Internet Movie Database, abgerufen am 11. November 2017 (englisch).
  7. Top Rated Movies (engl.)
  8. Filmkritik, Cinema.de
  9. Die Verurteilten. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  10. Filmkritik, Filmstarts.de
  11. Joanna Berry: 1001 Filme: die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist. Zürich 2004, ISBN 978-3-283-01158-1, S. 834.
  12. Die Verurteilten In: fbw-filmbewertung.com