Burgstall Kranzberg

Der Burgstall Kranzberg bezeichnet eine abgegangene Höhenburg bei 486 m ü. NHN auf dem Pantaleonsberg über der Amper nördlich und nordwestlich der Kirche von Kranzberg im Landkreis Freising in Bayern.

Burgstall Kranzberg
Kupferstich von Michael Wening in Topographia Bavariae um 1700

Kupferstich von Michael Wening in Topographia Bavariae um 1700

Entstehungszeit: um 1200
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Burgstall
Ständische Stellung: Ministeriale
Ort: Kranzberg
Geographische Lage 48° 24′ 15,4″ N, 11° 36′ 55,4″ OKoordinaten: 48° 24′ 15,4″ N, 11° 36′ 55,4″ O
Höhe: 486 m ü. NHN
Burgstall Kranzberg (Bayern)
Burgstall Kranzberg

Die Burg wurde um 1200 von dem Ministerialengeschlecht der „Chranichsberg“ erbaut. Mitte des 13. Jahrhunderts bis 1409 werden die Herren von Massenhausen als Besitzer genannt. Nachdem Sigfrid III. von Fraunberg die Herrschaft Hohenburg am Inn übernommen hatte begann er eine Fehde gegen das Bistum Freising, dabei ließ er die Burgen Kranzberg und Burgrain stürmen und die Burgbesatzungen töten.

1632 wurde die Burg im Zuge des Dreißigjährigen Krieges durch schwedische Truppen zerstört. Vor ihrer Zerstörung war die Burg Amtssitz des herzoglich-bayerischen Landgerichts Kranzberg.

1660 wurde die Ruine abgebrochen und als Steinbruch für landesherrliche Bauten (Turnierhaus) in München genutzt. 1666 wurde die Burgkapelle St. Pantaleon wieder errichtet und 1807 abgebrochen.

Von der ehemaligen Burganlage auf einem etwa 25 bis 30 Meter hohen Bergkegel mit einem Burgplateau im Durchmesser von 60 Meter ist nichts erhalten.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten