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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kranzberg
Kranzberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kranzberg hervorgehoben
Koordinaten: 48° 24′ N, 11° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Freising
Höhe: 483 m ü. NHN
Fläche: 39,51 km2
Einwohner: 4175 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85402
Vorwahl: 08166
Kfz-Kennzeichen: FS
Gemeindeschlüssel: 09 1 78 137
Gemeindegliederung: 25 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Dorfstraße 3
85402 Kranzberg
Website: www.kranzberg.de
Bürgermeister: Hermann Hammerl (FWG)
Lage der Gemeinde Kranzberg im Landkreis Freising
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Über dieses Bild

Kranzberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Freising.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Kranzberg liegt circa zehn Kilometer westlich von Freising im Ampertal und im Donau-Isar-Hügelland.

Der Ort ist nicht mit dem gleichnamigen Gemeindeteil von Au in der Hallertau identisch.

GemeindeteileBearbeiten

Die Gemeinde hat 25 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

GeschichteBearbeiten

 
Kupferstich von Michael Wening in Topographia Bavariae um 1700

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Um 1200 erbaute das Ministerialengeschlecht der "Chranichsberg" das Schloss. Die Burg Kranzberg war bis zu ihrer Zerstörung durch schwedische Truppen 1632 Amtssitz des herzoglich-bayerischen Landgerichts Kranzberg, die Burg wurde danach nicht wieder aufgebaut. Trotzdem war Kranzberg bis 1802 Sitz eines wittelsbachischen Landgerichtes. Durch die Säkularisation des benachbarten Hochstifts Freising und dessen Eingliederung ins Königreich Bayern im Jahr 1803 verlor Kranzberg an Bedeutung. Freising wurde Sitz des Landgerichts. Die 1666 wieder errichtete Burgkapelle St. Pantaleon wurde 1807 abgebrochen. Kranzberg wurde 1818 im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern eine selbstständige politische Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Im Rahmen der Gemeindegebietsreform wurden am 1. Juli 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Hohenbercha und Thalhausen eingegliedert. Gebietsteile von Tünzhausen und Wippenhausen kamen am 1. Januar 1972 hinzu. Am 1. Juli 1972 folgte Gremertshausen.[3]

ReligionBearbeiten

Zum katholischen Pfarrverband Kranzberg gehören die Pfarreien Kranzberg St. Quirin, Hohenbercha St. Margareta und Wippenhausen St. Nikolaus.

InfrastrukturBearbeiten

Eine ÖPNV-Anbindung besteht mit den MVV-Buslinien 616 und 619 nach Freising und in Richtung Allershausen-Hohenkammer, sowie mit der MVV-Buslinie 695 in Richtung Garching-Hochbrück.

WirtschaftBearbeiten

Mit der Esri Deutschland GmbH hat der auf dem Markt für Geoinformationssysteme führende Softwarehersteller ESRI den Hauptsitz seines Deutschlandgeschäftes in Kranzberg.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MuseenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Fischerwirt in Kranzberg, das alte Pfleghaus des Landgerichts
 
Katholische Pfarrkirche St. Quirinus

Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Kranzberg

  • Fischerwirt, das alte Pfleghaus des Landgerichts. Barocker Bau mit markantem Eckerker.
  • Filialkirche St. Clemens in Oberberghausen
  • Altes Gefängnis; gegenüber dem alten Landgerichtsgebäude (Fischerwirt). Heute „Lebensmittelladen Rauschecker“. Dem alten Gebäude wurde später ein Vorbau mit leicht abgesetzter Dachneigung vorgesetzt, in dessen Erdgeschoss sich heute der Verkaufsraum des Ladens befindet.
  • Ehemaliges HJ-Heim auf dem Pantaleonsberg. Große, zeittypische Zwei-Flügel-Anlage an Stelle der alten Burg mit Fahnenheiligtum (heute zur Kapelle umgenutzt). Gebäuderenovierung im Jahr 2007 für öffentliche Nutzung.
  • Ehemalige Burg Kranzberg (keine sichtbaren oberirdischen Überreste). Auf dem Pantaleonsberg stand bis zur Zerstörung durch die Schweden 1632 eine große Burganlage, die die damalige Bedeutung Kranzbergs als Sitz eines Landgerichtes verdeutlicht. Die Steine der Ruine wurden später für landesherrliche Bauten (Turnierhaus) in München abgetragen.
  • Schloss Schönbichl
  • Kapelle in Sickenhausen

SonstigesBearbeiten

Prähistorische SiedlungBearbeiten

Im Herbst 1998 wurden von den Hobbyarchäologen Dr. Manfred Moosauer und Traudl Bachmaier im Bereich einer befestigten bronzezeitlichen Siedlung bei Bernstorf ein Gold-Diadem sowie Bernsteinobjekte gefunden. Gravierte Bernsteinstücke zeigen Ritzungen in mykenischer Linear B-Schrift und zeigen so historische Verbindungen zum Mittelmeerraum. Der Goldfund von Bernstorf befindet sich heute im Besitz der Archäologischen Staatssammlung München.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kranzberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Kranzberg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 11. September 2019
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 464.