Bad Guy

Südkoreanischer Spielfilm von Kim Ki-duk (2001)

Bad Guy (kor. 나쁜 남자, Nappeun Namja) ist der siebte Film des südkoreanischen Regisseurs Kim Ki-duk aus dem Jahr 2001.

Film
Deutscher TitelBad Guy
Originaltitel나쁜 남자 Nappeun namja
Produktionsland Südkorea
Originalsprache Koreanisch
Erscheinungsjahr 2001
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie Kim Ki-duk
Drehbuch Kim Ki-duk
Produktion Kim Seung-beom (Ausführender Produzent) Lee Seung-jae (Produzent)
Musik Park Ho-jun
Kamera Hwang Cheol-hyeon
Schnitt Hang Seong-won
Besetzung
  • Jo Jae-hyun: Han-ki
  • Seo Won: Seon-hwa
  • Kim Yun-tae: Yun-tae
  • Choi Duek-mun: Myoung-soo
  • Choi Yoon-young: Hyun-ja
  • Shin Yoo-jin: Min-jung
  • Kim Jung-young: Eun-hye
  • Namgoong Min: Hyun-su

HandlungBearbeiten

Der Zuhälter Han-ki trifft auf die hübsche Kunststudentin Seon-hwa, die in einem Park Seouls ihren Freund erwartet. Han-ki lässt sich auf einer Parkbank gleich neben Seon-hwa nieder und bedrängt sie mit begehrlichen Blicken. Als ihr Freund auftaucht, flieht Seon-hwa angewidert in dessen Arme. Der gedemütigte Han-ki reißt Seon-hwa aus den Armen ihres Freundes und zwingt sie zu einem langen Kuss. Als einige Militärs Han-ki von Seon-hwa entfernen können, spuckt diese ihm ins Gesicht. Aus Rache entwirft Han-ki eine Intrige, mit der er Seon-hwa in die Prostitution zwingt und abhängig von sich macht. Es entwickelt sich eine Beziehung der Gegensätze zwischen den beiden, von Ekel und Anziehung, Liebe und Hass.

SynchronisationBearbeiten

Die deutsche Synchronisation wurde von TV+Synchron in Berlin hergestellt.

KritikenBearbeiten

„Kim Ki-duk ist ein Regisseur, der stets der tiefen Ambivalenz den Vorzug gibt – und diese vor allem in Bilder von rätselhafter Kraft einzutragen versteht. Es ist nicht schwer, mit den besten moralischen Gründen die Auseinandersetzung mit "Bad Guy" zu verweigern. Wer das tut bringt sich aber um eine Verstörung, die sich lohnt. Kim Ki-duks neuer Film besitzt nicht die Geschlossenheit des Entwurfs, die ‚The Isle (Seom)‘ zum Meisterwerk gemacht hat. Eine Herausforderung ist er allemal.“

Ekkehard Knörer: Jump-Cut Magazin

„Wie schon in ‚Seom‘ setzt es Ki-Duk gezielt darauf an, die Nerven seines Publikums nicht zu schonen und zarte Gemüter sollten von daher eher Abstand nehmen, sich den Film anzusehen. Es gibt zwar kaum brutale Gewalt im Bild zu sehen, aber die emotionalen Grausamkeiten sind überdeutlich vorhanden und es gibt keine Chance, sich diesen zu entziehen.“

Michael Tomiak: Splashmovies.de

„Cho Jae-Hyeon leistet in seiner Rolle als soziopathischer Zuhälter Beachtenswertes, zumal er dabei alleine mit seiner Mimik und Körpersprache auskommen muss. In seinem Gesicht kann der Zuschauer die Tragik der Figur ablesen und alleine durch die Anwesenheit des Charakters dessen Gefühlsleben erkennen. [...] Die ihm zur Seite gestellte Seo Won versteht es ebenfalls grandios, die außerordentliche Vielschichtigkeit der Rolle zu verkörpern. [...] Insgesamt erwartet den Zuschauer eine irritierende Geschichte um eine tragische Form von Liebe, die nachhaltig einen Eindruck hinterlässt.“

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten