Hauptmenü öffnen
SchweizSchweiz  Anja Stiefel Eishockeyspieler
Anja Stiefel (links), WM 2011

Anja Stiefel (links), WM 2011

Geburtsdatum 9. August 1990
Geburtsort Wil, Schweiz
Grösse 160 cm
Gewicht 62 kg
Position Stürmer
Nummer #63
Schusshand Rechts
Karrierestationen
bis 2006 EHC Pikes Oberthurgau
2006–2007 DSC Oberthurgau
2007–2008 Küssnachter SC
2008–2009 Calgary Oval X-Treme
2009–2013 SC Reinach
2013–2016 HC Lugano Ladies
2016–2018 Luleå HF

Anja Stiefel (* 9. August 1990 in Wil SG) ist eine ehemalige Schweizer Eishockeynationalspielerin, die mit den HC Lugano Ladies zweimal die Schweizer Meisterschaft und mit Luleå HF 2018 den schwedischen Meistertitel gewann. Mit der Schweizer Nationalmannschaft nahm sie an acht Weltmeisterschaften und zwei Olympischen Spiele teil und gewann dabei zwei Bronzemedaillen.

KarriereBearbeiten

 
Anja Stiefel (vorn) and Julia Marty beim Torjubel (2011)

Anja Stiefel betreibt seit ihrem neunten Lebensjahr Eishockey und kam durch ihren Bruder zu diesem Sport. Sie spielte in den (männlichen) Nachwuchsmannschaften des EC Wil und EHC Pikes Oberthurgau.[1]

Ab 2004[2] kam Anja Stiefel parallel beim DSC Oberthurgau in der höchsten Frauenspielklasse der Schweiz, der Leistungsklasse A zum Einsatz.

Bei der Weltmeisterschaft der Frauen 2008 absolvierte Anja Stiefel ihre erste Weltmeisterschaft für die Schweizer Eishockeynationalmannschaft der Frauen, nachdem sie zuvor an der ersten Austragung der U18-Juniorinnen-Weltmeisterschaft teilgenommen hatte. Anschliessend wechselte sie nach Kanada zu den Calgary Oval X-Treme, um sich optimal auf die Olympischen Winterspiele in Vancouver vorzubereiten.[1][3] Schliesslich schaffte sie es in den Olympia-Kader für Vancouver[4] und belegte dort mit der «Frauen-Nati» den fünften Platz. Zuvor war sie 2009 in die Schweiz zurückgekehrt und spielte für den SC Reinach in der Leistungsklasse A.

Bei der Weltmeisterschaft der Frauen 2012 gewann sie mit dem Nationalteam die Bronzemedaille und erreichte dabei den bis dato grössten Erfolg im Schweizer Fraueneishockey. Im Sommer 2013 wechselte sie aufgrund der besseren Trainmingsbedingungen in Lugano vom SC Reinach zum HC Lugano.[5]

2014 folgte die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Sotschi, bei denen sie mit dem Nationalteam die Bronzemedaille gewannen und damit den WM-Erfolg von 2012 wiederholte.

2014 gewann Anja Stiefel ihre erste Schweizer Meisterschaft mit den Frauen des HC Lugano.[6] Ein Jahr später konnte sie mit dem HC Lugano diesen Titel verteidigen.[7]

Im März 2016 absolvierte Anja Stiefel ihr 150. Länderspiel.[8]

2016 wechselte Stiefel zum Luleå HF in die Svenska damhockeyligan. Für die Olympischen Winterspielen 2018 in Südkorea erhielt sie keine Nominierung[9] und beendete daraufhin nach 180. Länderspielen[10] ihre Nationalmannschaftskarriere.[11]

2018 gewann sie mit Luleå HF die schwedische Meisterschaft und beendete anschliessend ihre Karriere.[12]

Erfolge und AuszeichnungenBearbeiten

 
Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen 2014

KarrierestatistikBearbeiten

Klub-WettbewerbeBearbeiten

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
2005/06 EHC Pikes Oberthurgau Elite Novizen
2006/07 DSC Oberthurgau Leistungsklasse A
2007/08 EHC Pikes Oberthurgau Elite Novizen 10 0 0 0 0
2007/08 Küssnachter SC Leistungsklasse A 14 8 5 13 4 4 4 0 4 0
2008/09 Calgary Oval X-Treme WWHL 21 2 3 5 0
2009/10 SC Reinach Damen Leistungsklasse A 18 14 10 24 8 3 5 2 7 0
2010/11 SC Reinach Damen Leistungsklasse A 19 33 12 45 6 4 3 6 9 0
2011/12 SC Reinach Damen Leistungsklasse A 15 16 6 22 0 5 6 3 9 2
2012/13 SC Reinach Damen Leistungsklasse A 19 17 12 29 12 4 4 0 4 0
2013/14 HC Lugano Ladies Leistungsklasse A 19 26 15 41 4 6 7 5 12 0
2014/15 HC Lugano Ladies SWHL A 18 21 15 36 0 8 3 4 7 2
2014/15 HC Lugano Ladies EWCC 6 4 4 8 2
2015/16 HC Lugano Ladies SWHL A 19 12 12 24 2 7 8 3 11 4

InternationalBearbeiten

Jahr Team Veranstaltung Sp T V Pkt SM +/−
2008 Schweiz U18-WM 5 1 3 4 8 −8
2008 Schweiz WM 5 0 0 0 0 −5
2009 Schweiz WM 4 0 1 1 2 −2
2010 Schweiz Olympia 5 0 0 0 0 −5
2011 Schweiz WM 5 1 2 3 0 +1
2012 Schweiz WM 6 1 2 3 2 −2
2013 Schweiz WM 5 0 0 0 0 −8
2014 Schweiz Olympia 6 0 0 0 0 −6
2015 Schweiz WM 4 1 1 2 2 +1
2016 Schweiz WM 5 2 0 2 4 −1

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Anja Stiefel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Interview mit Anja Stiefel. In: rsteck.ch. Januar 2009, abgerufen am 23. Mai 2016.
  2. 2. Juni 2004: Veränderungen/Informationen DSC Oberthurgau Women (Memento vom 22. Juni 2006 im Internet Archive)
  3. Regionalsport Wil: «Ich will an der Olympiade im 2010 nicht nur dabei, sondern auch gut sein», 8. Januar 2009, (PDF-Datei)
  4. Anja Stiefel reist an die Olympiade nach Kanada. In: tagblatt.ch. 27. Januar 2010, abgerufen am 23. Mai 2016.
  5. «Hockey ist mein Ein und Alles» (Memento vom 23. Mai 2016 im Internet Archive), Urs Nobel, 16. Januar 2014 (PDF-Datei)
  6. Frauen: Fünfter Titel für Lugano - hockeyfans.ch. In: hockeyfans.ch. 22. März 2014, abgerufen am 11. Mai 2016.
  7. Frauen: Lugano verteidigt Titel - hockeyfans.ch. In: hockeyfans.ch. 21. März 2015, abgerufen am 11. Mai 2016.
  8. Schweiz unterliegt Russland im letzten WM-Test. In: frauennati.ch. 26. März 2016, abgerufen am 23. Mai 2016.
  9. Simon Dudle: Züberwangerin ist eine der besten Eishockeyspielerinnen - aber in Südkorea überraschend nicht dabei. In: tagblatt.ch. 13. April 2018, abgerufen am 31. Dezember 2018.
  10. EISHOCKEY TOP-SHOT ANJA STIEFEL ÜBERNIMMT BIERANSTICH AN HOFCHILBI 2018. In: wil24.ch. 28. Juli 2018, abgerufen am 31. Dezember 2018.
  11. Anja Stiefel: Ein Rücktritt auf dem Höhepunkt. In: wilernachrichten.ch. 24. Mai 2018, abgerufen am 31. Dezember 2018.
  12. Anja Stiefel tritt zurück. In: frauennati.ch. 26. Mai 2018, abgerufen am 31. Dezember 2018.