Swiss Women’s Hockey League A

Die Swiss Women’s Hockey League A (bis 2014 Leistungsklasse A, kurz LKA oder LK A) ist die höchste Fraueneishockeyspielklasse der Schweiz. Sie wurde 1989 durch den Schweizer Eishockeyverband gegründet. Amtierender Meister ist die Frauenmannschaft der ZSC Lions.

Swiss Women’s Hockey League A
Logo der LKA

Aktuelle Saison 2016/17
Sportart Eishockey
Abkürzung SWHL A
Verband Schweizerischer Eishockeyverband
Ligagründung 1989
Mannschaften 6
Land/Länder SchweizSchweiz Schweiz
Titelträger ZSC Lions
Rekordmeister ZSC / Grasshopper (8)
Website regioleague.swiss-icehockey.ch
SWHL B

GeschichteBearbeiten

Die erste Fraueneishockey-Mannschaft der Schweiz wurde 1980 in Fribourg als „La Vannerie“ gegründet. Innerhalb der folgenden vier Jahre entstanden weitere acht Mannschaften, die ab 1985 in zwei Gruppen die Gruppenmeisterschaft ausspielten. 1984 wurden die Frauen in den Schweizerischen Eishockey-Verband (SEHV) aufgenommen. Ab 1987 wurde der Schweizer Meistertitel ausgespielt, erster Schweizer Frauen-Meister wurden die EHC Kloten Specials.

Neben dem Spielbetrieb in der Liga wurde Ende der 1980er Jahre die „Swiss-Selection“ gegründet, ein nationales Auswahlteam der besten Spielerinnen des Landes, das im April 1987 am ersten inoffiziellen „World-Tournament“ in Toronto teilnahm. Aus dieser Mannschaft entstand die Schweizer Eishockeynationalmannschaft der Frauen.

1988 gab es in der Schweiz insgesamt 18 Frauenmannschaften mit etwa 350 lizenzierten Spielerinnen.

1989 wurde der Spielbetrieb in zwei Leistungsklassen (LK) aufgeteilt, die LK A mit sechs Teilnehmern und die LK B mit 17 Mannschaften. Die LK B wurde in drei Gruppen, West-, Zentral- und Ostschweiz, ausgespielt. Mit der zunehmenden Professionalisierung wurden ab 1989 vermehrt auch ausländische Spielerinnen in der Schweiz eingesetzt.[1]

Ein Jahr später wurde erstmals der offizielle Schweizermeistertitel des SEHV ausgespielt. Vor der Saison 1995/96 wurden die insgesamt 29 Mannschaften der Schweiz in drei Leistungsklassen aufgeteilt, die LK A und B mit jeweils sechs Vereinen sowie die neue und LK C. Letzterer gehörten 17 Vereine an, die in drei regionalen Staffeln gegeneinander antraten.

Zwischen 1995 und 2001 wurden die beiden oberen Spielklassen teilweise auch als Nationalliga A respektive Nationalliga B bezeichnet. Im Final der Saison 1998/99 trafen der EV Zug und der SC Reinach aufeinander. Dabei gewann der EV Zug zum ersten Mal den Meistertitel. Der DHC Lyss konnte nach einer erfolglosen Vorrunde nicht mehr ins Titelrennen eingreifen. Der EHC Biel konnte sich als Aufsteiger nicht in der LK A etablieren und stand früh als Absteiger fest. 1999 schaffte der EHC Illnau-Effretikon den Aufstieg aus der Leistungsklasse B in die höchste Spielklasse.

In der Saison 2001/02 wurde die Meisterschaft der LK A erstmals als Finalturnier mit vier Teilnehmern ausgetragen. Der Vorjahresmeister SC Reinach setzte sich im Final gegen den DHC Lyss nach einem 5:0-Vorsprung knapp mit 5:4 durch. Ein Jahr später schafften der gleiche Club mit einem Kader von nur neun Spielerinnen und einem erneuten Finalsieg gegen den DHC Lyss den Titel-Hattrick.

Seit der Saison 2005/06 wird der Schweizer Meister in den Play-offs im Modus Best of Three ausgespielt. Seither wird die Liga vor allem vom HC Lugano dominiert, dessen Spielerinnen bisher vier Mal Meister wurden.[2] In der Saison 2007/08 wurde der DHC Langenthal Schweizer Meister.

Seit der Saison 2010/11 wird der Schweizer Meister in den Play-offs im Modus Best of Five ausgespielt. Seither standen sich im Final jeweils die HC Lugano Ladies und die ZSC Lions Frauen gegenüber. In der Saison 2012/2013 ging erstmals in der Geschichte der LKA ein Final über fünf Spiele. Den ZSC Lions gelang damals das Kunststück, einen 0:2-Rückstand noch aufzuholen und dann auch Meister zu werden.

Insgesamt nahmen 2013 35 Mannschaften am Spielbetrieb teil: In den Leistungsklassen A und B mit sechs respektive acht Mannschaften wurde überregional gespielt. Die Leistungsklasse C umfasste drei regionale Gruppen: Ostschweiz (sieben Clubs), Zentralschweiz (sieben Clubs) und Westschweiz (sieben Clubs).

Vor der Saison 2014/15 wurde das Ligasystem im Schweizer Fraueneishockey von Leistungsklasse A – C in Swiss Women’s Hockey League A – C umbenannt.[3]

Teilnehmer der Saison 2016/17Bearbeiten

Schweizer MeisterBearbeiten

MeistertafelBearbeiten

  • 2008: DHC Langenthal
  • 2009: Ladies Team Lugano
  • 2010: Ladies Team Lugano
  • 2011: ZSC Lions Frauen
  • 2012: ZSC Lions Frauen
  • 2013: ZSC Lions Frauen
  • 2014: Ladies Team Lugano
  • 2015: Ladies Team Lugano
  • 2016: ZSC Lions Frauen
  • 2017: ZSC Lions Frauen
  • 2018: ZSC Lions Frauen[4]

StatistikBearbeiten

Team Meistertitel Jahre
ZSC Lions / Grasshopper Club 9 1989, 1990, 1991, 2011, 2012, 2013, 2016[5], 2017, 2018
HC Lugano 6 2006, 2007, 2009, 2010, 2014, 2015
EV Zug 4 1998, 1999, 2004, 2005
DHC Lyss / SC Lyss 4 1993, 1995, 1996, 1997
SC Reinach 3 2001, 2002, 2003
DHC Langenthal 2 1994, 2008
EHC Kloten 2 1987, 1988
DSC St. Gallen 1 2000
EHC Bülach 1 1992

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ausländerinnen in der Schweiz seit 1989 (Memento vom 7. November 2007 im Internet Archive)
  2. sport.winterthur.ch, Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven:@1@2Vorlage:Toter Link/sport.winterthur.ch Barbara Müller: «Kontinuierlicher Aufschwung des Schweizer Fraueneishockeys»
  3. SWHL A: Lugano und ZSC Lions in der Favoritenrolle. (Nicht mehr online verfügbar.) In: infoticker.ch. 15. September 2014, archiviert vom Original am 10. Februar 2018; abgerufen am 27. März 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.infoticker.ch
  4. ZSC Lions wieder Meister bei den Frauen. In: az Aargauer Zeitung. (aargauerzeitung.ch [abgerufen am 30. Juni 2018]).
  5. Erfolge - Lions Frauen. In: lions-frauen.ch. Abgerufen am 4. August 2016.