Wikipedia:Kandidaturen von Artikeln, Listen und Portalen

Abkürzung: WP:KALP, WP:KEA

Auf dieser Seite werden Artikel nominiert und diskutiert, die möglicherweise exzellent oder lesenswert sind, sowie Listen oder Portale, die möglicherweise informativ sind. Während einer Kandidatur wird entschieden, ob sie eine entsprechende Auszeichnung verdienen.

Die Auszeichnungen sollen qualitativ hochwertiges Schreiben kennzeichnen und belohnen. Durch Nominierung und Abstimmung sollen Seiten gesammelt werden, die Leser leicht als überdurchschnittlich oder hervorragend identifizieren und Autoren sich zum Vorbild nehmen können. Sie sollen Mitarbeiter motivieren, auch noch den letzten Schritt zur Verbesserung eines Artikels, einer Liste oder eines Portals zu gehen, und ihnen dafür eine kleine Anerkennung der Community zukommen lassen. Bitte beachte beim Ausarbeiten von Kritik den Kritik-Knigge. Beachte ihn auch, wenn du auf Kritik antworten willst.

Artikel, die gezielt für lesenswert kandidieren, können auch unter Wikipedia:Kandidaten für lesenswerte Artikel eingetragen werden. Das Verfahren ist dort beschrieben. Kandidaturen für exzellente Bilder finden sich unter Wikipedia:Kandidaten für exzellente Bilder.

Vorgehen

Jeder kann einen Kandidaten zur Wahl stellen und sich an der Bewertung beteiligen. Wie du dafür vorgehst, erfährst du hier im Detail. Ein Review vor der Kandidatur ist empfehlenswert. Alle Benutzer, auch unangemeldete (IP-Benutzer), sind stimmberechtigt. Jeder hat ein Votum. Man stimmt ab, indem man seinen Diskussionsbeitrag auf dieser Seite mit einer der Bewertungen „keine Auszeichnung“, „lesenswert“ oder „exzellent“ (für Artikel) oder „informativ“ (für Listen und Portale) kennzeichnet. Die Kennzeichnungen „abwartend“ und „neutral“ sind auch möglich. Die Begründung seines Votums hinsichtlich der Qualitäten der bewerteten Seite wird empfohlen, damit der Auswerter die Entscheidungen nachvollziehen und der Autor die Kritikpunkte aufgreifen kann. Es existieren folgende unverbindliche Vorlagen zur Stimmabgabe:

Informativ
{{BE|i}}
Lesenswert
{{BE|l}}
Exzellent
{{BE|e}}
keine Auszeichnung
{{BE|k}}
Neutral
{{BE|n}}
Abwartend
{{BE|a}}

Wenn du eine bestehende Auszeichnung eines Artikels, einer Liste oder eines Portals aufgrund von Mängeln nicht mehr für berechtigt hältst, kann diese in einer neuen Kandidatur überprüft werden. Das ist frühestens 14 Tage, nachdem die Mängel auf der Diskussionsseite benannt und seitdem nicht behoben wurden, erlaubt. Eine genaue Erläuterung der Richtlinien für Bewertungen von Artikeln mit Auszeichnungsstatus findet sich hier.

Kriterien

Alle Kandidaten müssen fachlich korrekt sein und dürfen keine gravierenden Fehler enthalten. Artikel mit Lücken in Kernbereichen sind auch dann nicht auszeichnungswürdig, wenn die Lücken auf nicht existierende Literatur zurückzuführen sind. Alle vorgeschlagenen Seiten halten sich an Wikipedia-Richtlinien und -Standards für gute Artikel, Listen oder Portale. Eine detaillierte Darstellung der unterschiedlichen Bewertungsstufen findet sich in der Kriteriendarstellung, folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Punkte.

Informative Listen und Portale Qsicon informativ.svg
  • decken ihren Informationsbereich gut strukturiert und im Wesentlichen vollständig ab
  • sind optisch und sprachlich ansprechend sowie übersichtlich und nicht überladen
  • Listen haben zudem eine Einleitung
  • Portale haben ein passendes Layout, regen zur Mitarbeit an und werden aktiv betreut
Lesenswerte Artikel Qsicon lesenswert.svg
  • sind Artikel überdurchschnittlicher Qualität
  • besitzen eine verständliche Einleitung, können jedoch aufgrund tolerierter Fachsprache im Detail für Laien unverständlich sein,
  • können inhaltliche Lücken außerhalb der Kernbereiche aufweisen
Exzellente Artikel Qsicon Exzellent.svg
  • sind besonders herausragende Artikel
  • sind hervorragend geschrieben und angemessen illustriert
  • behandeln ihr Thema vollständig ohne gravierende Auslassungen
  • wirken weder einschläfernd noch anbiedernd

Auswertung

Die Kandidatur wird frühestens am 10. Tag (für exzellent am 20. Tag) nach dem Einstellungsdatum ab 0:00 Uhr ausgewertet (d. h., bei einer Nominierung am 7. kann am 17. ab 0:00 Uhr ausgewertet werden, für exzellent am 27. ab 0:00 Uhr). Abgegebene Stimmen zählen bis zum Zeitpunkt der Auswertung. Die Auswertung erfolgt primär durch eine Gewichtung und Wertung der für oder gegen die Auszeichnung vorgebrachten Argumente. Sollten keine gravierenden Mängel festgestellt worden sein, gilt folgendes Auswertungsschema: Ein Artikel ist mit einer „Lesenswert“-Auszeichnung auszuwerten, wenn die Summe aus „Exzellent“- und „Lesenswert“-Stimmen mindestens drei Stimmen mehr ergibt als die Zahl der Stimmen „keine Auszeichnung“.

Gibt es am 10. Tag mehr „Exzellent“-Stimmen als „Lesenswert“-Stimmen und „Keine Auszeichnung“-Stimmen zusammengenommen, so wird die Kandidatur zur Überprüfung des Exzellent-Status um 10 auf insgesamt 20 Tage verlängert. Hat der Artikel am 20. Tag insgesamt mindestens fünf „Exzellent“-Stimmen und mindestens doppelt so viele „Exzellent“-Stimmen wie „Lesenswert“-Stimmen und „Keine Auszeichnung“-Stimmen zusammengenommen, dann gilt er als „exzellent“.

Als vorzeitig exzellent können Kandidaturen ausgewertet werden, die nach mindestens 10 Tagen mindestens zehn „Exzellent“-Stimmen und keine einzige „Keine Auszeichnung“-Stimme erhalten (wenn es zugleich mindestens doppelt so viele „Exzellent“-Stimmen wie „Lesenswert“-Stimmen gibt).

Eine Liste oder ein Portal ist nach 10 Tagen als „informativ“ auszuwerten, wenn bis dahin mindestens drei „Informativ“-Stimmen mehr als „Keine Auszeichnung“-Stimmen abgegeben wurden.

Bei einer geringen Beteiligung an der Kandidatur und eines sich für eine Prämierung abzeichnenden Stimmungsbildes kann die Kandidatur nach dem Ermessen der Auswerter verlängert werden.

Enthält eine Seite auch nur einen nachgewiesenen gravierenden inhaltlichen Fehler, so ist sie unabhängig vom Abstimmungsergebnis nicht oder nur mit einem begründeten niedrigeren Status auszuzeichnen. Wahlen mit geringer Beteiligung oder uneindeutigem Votum werden als „ergebnislos“ gewertet, so dass der Status vor der Kandidatur bestehen bleibt. Offensichtliche Unsinnskandidaten können sofort entfernt werden. Weist eine Kandidatur ab 24 Stunden nach Beginn fünf Voten „ohne Auszeichnung“ mehr als Auszeichnungsstimmen auf, oder nach mehr als 72 Stunden drei Voten „ohne Auszeichnung“ ohne zugleich mindestens eine Pro- oder eine Abwartend-Stimme bekommen zu haben, ist sie vorzeitig gescheitert.

Weitere Details siehe unter Wahlmodus und Auswertung. Technische Hinweise für den Auswertenden gibt es hier.

Review des Tages

Kandidaturen sind erfolgreicher, wenn die Artikel vorher ein Review durchlaufen. Dieses bedarf aber der Mitarbeit von Wikipedianern, die sich Zeit dafür nehmen. Beteilige dich zum Beispiel am Review des Tages:


Daniel Negreanu (2018)

Daniel Negreanu (* 26. Juli 1974 in Toronto, Ontario) ist ein professioneller kanadischer Pokerspieler.

Negreanu ist einer der populärsten und besten Poker­spieler der Welt. Er ist sechs­facher Bracelet­gewinner der World Series of Poker, zwei­facher Titel­träger der World Poker Tour und mit mehr als 43,5 Millionen US-Dollar an Turnier­preis­geldern der dritt­erfolg­reichste Poker­spieler weltweit sowie der erfolg­reichste kanadische Poker­spieler. Er wurde zweimal als Spieler des Jahres der World Series of Poker geehrt, bei der er so viele Geld­platzierungen erzielte wie kein anderer Spieler. Darüber hinaus wurde er einmal als Spieler des Jahres der World Poker Tour sowie zweimal vom Card Player Magazine als Spieler des Jahres ausgezeichnet und erhielt 2014 und 2015 jeweils einen American Poker Award. Der Kanadier stand ab Ende Oktober 2013 erstmals für 10 Wochen in Serie an der Spitze der Poker­welt­rang­liste. Insgesamt hatte er diese Position 19 Wochen inne, zuletzt im April 2014. Negreanu ist seit 2014 Mitglied der Poker Hall of Fame und wurde 2019 als einer der 50 besten Spieler der Poker­geschichte genannt.

16. SeptemberBearbeiten

Diese Kandidaturen laufen mindestens bis zum 26. September/6. Oktober.

Metal (Kultur)Bearbeiten

Als Metal, Metal-Szene, -Kultur, -Community oder -Gemeinschaft wird eine um den gleichnamigen Musikstil entstandene Szene bezeichnet. Aus der anfänglich jugendkulturellen Gemeinschaft entwickelte sich in den späten 1980er Jahren ein altersunabhängiges heterogenes soziales Netzwerk, dessen gemeinsamer Bezugspunkt die Metal-Musik, die häufig den Urstil überhöhend als Heavy Metal benannt wird, und ihre fortwährend weiterentwickelten Substilrichtungen darstellt.

Ein Artikel mit Jahren Arbeit im Vorfeld der seinerzeit wegen der Termin-Überschneidung mit in den SW rutschte und kurz 2019 schon hier stand, aber wegen seines Umfangs problematisch zu erfassen war und keine beurteilende Resonanz erhielt. Mittlerweile sind die Themen der Metal-Szene und die Geschichte des Metals überarbeitet und ausgelagert, wodurch sich der Artikel mit circa 150.000 Byte weniger auf das Wesentliche, die Szene/Kultur mit ihrer Sozialstruktur, ihren Idealen und Werten sowie ihren Vergemeinschaftungspraktiken, konzentriert. Am Artikel selbst hat sich nach Abarbeiten der Jury-Anmerkungen wenig getan, weil es ohnehin recht rund war/ist und die Literatur recht ausgeschöpft erscheint. Es gibt noch mehr Literatur und ich habe auch noch einiges gelesen, aber nennenswert neue Erkenntnisse blieben aus. Jetzt nun hier also gestutzt in Kandidatur. Für Konstruktives und Beurteilungen weiterhin Offen und Dankbar.--Fraoch   19:04, 16. Sep. 2021 (CEST)[]

Hallo. Zu einigen im Artikel beschriebenen Subszenen gibt es ergänzende Literatur: Theologe über die Theodizee-Frage in der Metal-Musik, [1], die beschriebene Promotion ist hier verzeichnet, über Internet aber scheinbar nicht zugänglich. Hier ein Artikel über Death Metal mit mehreren weiterführenden Links. Als gelegentlicher Funk Metal-Hörer ([2]) kann ich leider nicht viel zu dem Artikel beitragen, aber anhand der Links lässt er sich vllt. ausbauen. Grüsse - Big Virgil (Diskussion) 12:44, 20. Sep. 2021 (CEST)[]

@Big Virgil: Danke. Über den Punkt eines solchen Reviews ist der Artikel allerdings hinaus.
Wenn Du etwas zum Thema Satanismus, Teufel und Co. suchst. Das war Teil eines Kapitels zu den Themen der Metal-Szene, dieser Abschnitt ist von mir vor Jahren schon als erster Schritt der Überarbeitung ausgelagert worden um den Artikel zur Kultur auf die Szene, ihre Struktur und ihren Zusammenhalt zu entschlacken. In dem jetzt eignen Artikel zu den Themen wurde unter anderem die Bücher Sebastian Berndt: Gott haßt die Jünger der Lüge. Ein Versuch über Metal und Christentum: Metal als gesellschaftliches Zeitphänomen mit ethischen und religiösen Implikationen. tredition, Hamburg 2012. und Rolf F. Nohr, Herbert Schwaab (Hrsg.): Metal Matters. Heavy Metal als Kultur und Welt. Lit-Verlag, Münster 2011. genutzt, in welchen der Bereich sehr prominent und ausgiebig behandelt wird. Wenn man erfolgreiche Metal-Bands wie Trouble und Place of Skulls oder christlichen Metal insgesamt kennt oder auch um Festival-Gottesdienste weiß ist auch klar, dass dies Thema zwar ein Thema, aber kein Ideal in der Metal-Szene darstellt und deshalb im Artikel zur Szene hier allemal angerissen, aber nicht ausführlich dargestellt wird.
Die Frage nach Theodizee im Metal würde sich eher noch dort in den Themen einbringen lassen. Aber, darüber nachdenkend würde ich selbst das ablehnen weil es kein echtes Thema des Metals ist. Heruntergebrochen ist das Aufbegehren gegen und Ablehnen von Religion und Gott im Metal meist „profaniertes, subversives Symbol für die Ablehnung von Kirche und Christentum.“(Berndt) Damit ist das Thema Theodizee dann für eine Darstellung im Metal aus sozialwissenschaftlicher Perspektive auch schon weitestgehend abgehakt. Dass die institutionalisierten Religionsgemeinschaften (zuvorderst das Christentum) hier eine Option zum Andocken und Auseinandersetzten mit den Akteuren sehen (und gegebenenfalls finden), ist eher ein Thema der christlichen Kirchen und keines des Metals und keines der Metal-Szene oder -Kultur, entsprechend gehört es auch nicht in einen Artikel zur Metal-Kultur.
In dem weiteren Link geht es nicht um Metal oder Death Metal sondern um das frühe Sterben von Rockstars. Was mit der Darstellung einer und dieser Szene nicht wirklich viel zu tun hat.
<Einschub>Der von mir gesetzte Link war falsch. Der richtige ist hier: [3]. - Big Virgil (Diskussion) 16:47, 20. Sep. 2021 (CEST)[]
Ein Ausbau ist auch nicht notwendig. Im Gegenteil, die Geschichte des Metals wurde nicht umsonst ausgelagert und Subszenen haben zumeist ihre eigenen Artikel. Hier geht es um den Kern und das große Ganze, entsprechend sind Subszenen nur als Aspekt der großen Szene dargestellt, insbesondere in kultureller und ästhetischer bzw. modischer Hinsicht. Mehr Informationen wären in den jeweiligen Artikeln zu finden, und wenn nicht, dann dort zu ergänzen. Dennoch Danke.--Fraoch   14:07, 20. Sep. 2021 (CEST)[]
  • Ich bin mir sehr sicher, dass es sich herbei um einen Exzellenten Artikel handelt, der innhalb der soziologischen Wissenschaftlichkeit und Sprache wunderbar verständlich bleibt. Vor allem mit dem Nichts-genaues-weiß-man-nicht-Effekt, mit dem alle Kulturwissenschaften umgehen müssen und der gerne von Seiten griffiger und damit definitionsdankbarer Topics ins Feld geführt wird, geht der Artikel m.E. aktiv, vorrausschauend, sprich: hervorragend um und braucht sich bzgl. der Präzision des Gesagten hinter keiner mathematischen Formeldiskussion zu verstecken. Wenn ich die Lektüre mit der von mir wahrgenommenen Erfahrungswelt abgleiche, frage ich mich, ob 2021 (schlechter Zeitpunkt, ich weiß), aber auch schon 2019 nicht bereits eine Diffusion der Szene, ein (nicht unbedingt altersbedingtes) "Herauswachsen" eines großen Kerns der Szene ohne ausreichend Nachwuchs stattfindet - erste Anzeichen von Auflösungserscheinungen, wenn man so möchte und der freilich noch ein langes Siechtum mit diversen Revivals folgen können und mögen. Wie ist da dein Eindruck, Kollege Fraoch? --Krächz (Diskussion) 23:10, 21. Sep. 2021 (CEST)[]
Vielen Dank. Das ist ein irre tolles (und irgendwie für mich überraschendes) Lob.
Zur Frage, mal aus dem Nähkästchen der Sozialwissenschaften:
Jüngere Jugendstudien wie Shell und Sinus haben in ihren aktuellen Auflagen beschrieben, dass Jugendliche sich heute für einer bewussten Lebensführung, Konformität und Traditionalismus entscheiden. Non-Konformität, Erfolgs- und Machtstreben der jungen Generation hingegen sind umfassend rückläufig. Die für die Jugend vor Jahr(zehnt)en typische hedonistische Mentalität (Love Generation, Spaßgesellschaft etc.) mit dem Wunsch nach Ruhm und Reichtum ist Pragmatismus, Ernsthaftigkeit und Problembewusstsein (Fridays for Future) gewichen. Einhergehend damit sind die großen ganze Generationen prägenden Jugend-Subkulturen beziehungsweise Szenen der 1990er (Schwarze Szene, HipHopCulture, Technoszene, Metal etc.) nicht mehr annähernd so präsent oder bedeutend wie sie es mal waren. Jugend-Subkulturen oder Szenen existieren noch, aber einerseits generationenübergreifend und andererseits in merklich kleinerer Ausprägung ohne die globale Bedeutung als (neue) Sozialisationsinstanzen. Das lässt sich auch am Metal exemplarisch aber nicht exklusiv lesen. Ursachen sind mitunter in der medialen Vernetzung und der damit einhergehenden sozialen Verlagerungen zu suchen. Damit ergibt sich eine Korrosion von Szenen insgesamt, was auch eine höhere Durchlässigkeit großer Szene-Bezüge zeigt. Zugleich altern Szenegänger "von damals" und sind längst in einem gesellschaftlichen Leben der Mitte angekommen, ohne den Bezug zur Szene zu verlieren. Denke ich hinzukommend zum Beispiel an Effekte von Assimilation und Affirmation in Szene-Mainstream-Ereignissen, wie dem Wacken Open Air (Metal) oder dem Wave Gotik Treffen (Schwarze Szene) aber auch an Charterfolge von Metalbands, ist hier die Wechselwirkung zwischen Szenen und Gesellschaft verändert. Deutlich wird damit auch, dass große Szenen in ihrem breiten Erscheinungsbild nur noch wenig identitätsstiftendes Aufbegehren oder Abgrenzen bieten. Das geht aber auch mit Veränderungen im Familienleben einher, dass heute statistisch gesehen eine deutlich bessere Eltern-Kind-Beziehung und größeres Vertrauen aufweist. Ähnlich gelten die Pädagogen-Educon-Verhältnisse heute oftmals als besser. Generationenkonflikte sind damit weniger Thema, weshalb der Bedarf an eigener Abgrenzung heute geringer erscheint. Der vermeintliche Individualismus durch die Selbstverortung in einer Szene hat an Relevanz auf sehr vielen Ebenen eingebüßt. Darin zuvor gewachsene Identitäten bleiben ihrer Szene oft weiterhin treu. Und auch szenige Rückzugsräume sind unter anderem in Subszenen (z.B. Black Metal) und in Nischenphänomene (Retro-Wellen/Kauzfaktor-Metal) gegeben. Diese aber kaum analoge Bedeutung zu früheren Szeneausprägungen besitzen. Vielleicht war die Technoszene das erste und bereitwilligste "Opfer" dieser Entwicklung. Szenen sind noch da, von einer gesellschaftlichen Perspektive aus allerdings wesentlich kleiner und bedeutungsärmer als noch vor 15 oder 20 Jahren. Die Musik bleibt dennoch bestehen, aber im Publikum ist eine größere Durchmischung (Szene-Mainstream) oder eine Verkleinerung (Sub und Nische) unausweichlich.--Fraoch   14:05, 22. Sep. 2021 (CEST)[]
Du meinst: "Ja!"? --Krächz (Diskussion) 22:14, 23. Sep. 2021 (CEST)[]
Ja, (inklusive überflüssiger Einordnung wie und warum, sowie der Sortierung in das Übergeordnete, weil ich mich gerade damit befasst habe)--Fraoch   22:35, 23. Sep. 2021 (CEST)[]
Exzellent Unter den Umständen, wie wir hier arbeiten, kann man nicht viel besser machen. Review vor zweieinhalb Jahren - sogar mit Beteiligung. Schon mal abgebrochene KALP vor zwei Jahren mit umgesetzten Konsequenzen. Beeindruckende Zahl an Einzelnachweisen, Literaturauswahl kann man als repräsentativ gelten lassen. Für diese Subkultur ein sehr ordentlicher Artikel. --Methodios (Diskussion) 16:32, 23. Sep. 2021 (CEST)[]
Danke.--Fraoch   22:35, 23. Sep. 2021 (CEST)[]
Exzellent Ganz große Fleißarbeit. --Pass3456 (Diskussion) 21:37, 23. Sep. 2021 (CEST)[]
Danke.--Fraoch   22:35, 23. Sep. 2021 (CEST)[]
Diesen Link hatte ich vorgeschlagen, weil es darin um Fankultur geht, wenn auch nur von einer Subszene. Weil der Artikel aber auch jetzt einen guten und vollständigen Überblick über die gesamte Szene bietet, Exzellent . - Big Virgil (Diskussion) 09:29, 24. Sep. 2021 (CEST)[]
Ja Danke. Der Link bezieht sich auf eine Subsparte und auf ein bestimmtes Themenfeld, das lässt sich daher nicht auf das große Ganze anwenden. In den gefächerten Themen der Metal-Szene blitzen Facetten davon durchaus durch, beim Passus zu Themen der Metal-Szene#Horror, Splatter und Gore ließe sich da noch etwas entsprechend ergänzen. Allerdings würde ich (die zugehörigen oder analoge, jedenfalls sozialwissenschaftliche) Printquellen einem (populärwissenschaftlichen) Link vorziehen. Es gibt zum Death Metal einige Bücher die das evtl. mit behandeln, da müsste ich mich allerdings noch mal etwas schlau machen. Klassischer Death Metal war bisher kaum mein Baugrund. Da haben evtl andere Nutzer:innen aus dem Portal:Metal einen umfangreichen Wissens- und Belegfundus als ich. So oder so würde ich sowas gerne in Tiefe lesen und entsprechend für die weitere Aufbereitung selbst destillieren, schon auch um die bisherige Vorgehensweise beizubehalten. Aber dass dann für die Themen der Metal-Szene und/oder Death Metal, aber eher nicht für Metal (Kultur).--Fraoch   18:37, 24. Sep. 2021 (CEST)[]
Exzellent Ich ziehe meinen Hut vor diesem tollen Artikel. --Hullu poro (Diskussion) 19:01, 24. Sep. 2021 (CEST)[]
Vielen Dank.--Fraoch   22:23, 24. Sep. 2021 (CEST)[]
Sichtlich mit dem Willen zu Seriosität & Differenzierung erstellter Beitrag. Ob manchmal nicht etwas stark mit sozialwissenschaftlichem 'Jargon' gearbeitet wird, mag Geschmackssache sein.
Das Politische kommt evtl. etwas zu kurz.
Das Genre bzw. diese Kultur oder die Szene insgesamt wird man kaum einer eindeutigen polit. Tendenz überführen können, soviel stellt auch der Beitrag schon klar.
Manche Substile, Teilsegmente & Subkulturen waren aber schon Kritik in dieser Hinsicht ausgesetzt. Ein Beispiel hier: [4]
Man erinnert sich evtl. auch an die damalige Distanzierung von populären Jugendkulturen durch ihre vormaligen berühmten Apologeten wie D. Diederichsen in (d. Zeitschrift Spex) nach den Brandanschlägen im Gefolge der 'Wiedervereinigung'.
In seinem "The kids are not alright"-Essay wies D. damals auf Rassismus im Metal (sowie Misogynismus im 'Gangsta Rap') hin, wenn ich mich recht erinnere.
Natürlich ist das alles differenziert und ins Verhältnis gesetzt zu sehen, aber diese Problematik an sich sollte über die ganze feine Differenzierung & Vielfalt-Feier vllt. nicht vollkommen aus dem Blick geraten, gerade auch beim nordischen "black metal", der ja ansonsten hier ziemlich ausführlich abgehandelt wird. Funk Metal dagegen wird nur einmal erwähnt, einzelne Vertreter dieser Richtung gar nicht (24-7-Spys, anyone?).
Außerdem: nicht so glücklich fand ich u. a. die Formulierung "der häufig gering eingeschätzte Frauenanteil", was nach einem auch qualitativ zu vernachlässigendem Anteil klingt, während wohl doch eher Quantitatives gemeint war.
Genug Essig in den Wein gegeben, bitte nicht bös verstehen, aber so wenig wir eine Denunziation der ganzen 'Szene' gebrauchen können, so wenig brauchen wir vllt. eine Art sozialwissenschaftliche Generalabsolution derselben, wohin mir hier zumindest einzelne Ansätze zu deuten scheinen, jedenfalls so lange, wie Schattenseiten eher ausgeblendet bleiben.
Insgesamt von meiner Seite daher vorerst noch 'neutral'. LG --SemiKo (Diskussion) 21:57, 24. Sep. 2021 (CEST)[]
Ich würde gern der letzte sein der in Fragen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit dieser Szene oder einer anderen eine Absolution erteilen mag, ob dem so ist entscheiden am Ende andere. Aber das Thema, dass absolut eins ist, -insbesondere wo wir als Szene jüngst dazu debattiert hatten, dass unter anderem Shape of Despair, Primordial und Sodom sich zum NSBM-Schauplatz Steelfest hatten laden lassen- bedarf meinem Empfinden nach eine andere Aufarbeitung. Die Grundproblematik der Szene klingt dabei damit an, dass die Haltung „Hauptsache Metal“ und die ideologische Überzeugung „Gegen Oben“ erläutert wird. Die Anknüpfungspunkte für antimoderne Ressentiments ist mehr als nur vernehmbar hoffe ich doch und in den jetzt schon ein paar Mal erwähnten Themen der Metal-Szene gibt es dazu auch noch mehr. Den Aufsatz von DD hab ich nicht, aber dafür liegen mir u.a. auch mehrere Auseinandersetzungen von Büsser in meiner privaten Bibliothek vor. Die Formulierung(en) guck ich mir gleich noch an.--Fraoch   22:23, 24. Sep. 2021 (CEST) Edit: Done.[]
Okay, von Anschlussfähigkeit an d. Rechtsextremismus in Teilszenen ist ja die Rede. Man könnte aber durchaus deutlicher werden, Leute wie Möbus stehen ja mitten in extrem rechten Netzwerken, suchen nicht mehr nur irgendwie nach 'Anschluss'. Sie haben unter Umständen einzelne "Anknüpfungspunkte für antimodernes Ressentiment" - ja, könnte man da meinen, die sind vielleicht rustikal eingerichtet, eventuell von etwas altfränkischer Gesinnung, aber das ist ja nicht kriminell, oder? LG --SemiKo (Diskussion) 01:18, 25. Sep. 2021 (CEST)[]
Okay, ich kann mit deiner Einschätzung leben. Sehe da einiges anders und lege in diesem Artikel der eine wissenschaftlich Belegt umspannende Darstellung der großen Gemeinschaft ist ein anderes Maß an um hier kein Ungleichgewicht in der Darstellung zu erzeugen. Edit: Anmerkung am Rande: Möbus ist für Metal (mindestens mittlerweile) egal, heute wäre zB Northern Heritage Records ein weit gewichtigeres Thema, weil es Synergien von extremer bis militanter Rechter und Mainstream-Metal-Szene gibt die Möbus vielleicht gern hätte, aber nicht besitzt.--Fraoch   09:35, 25. Sep. 2021 (CEST)[]

Exzellent Cvi honorem honorem. —viciarg414 23:36, 24. Sep. 2021 (CEST)[]

Danke.--Fraoch   09:35, 25. Sep. 2021 (CEST)[]

Hallo, nur kurz, da ich nach der Einleitung nicht weitergelesen habe. Ich musste dort fast jeden Satz mehrmals lesen, weil die meisten Sätze sehr lang und teilweise im Nominalstil geschrieben sind. Hinzu kommen die vielen Nebensätze und die vielen Fremdwörter. Als erstes springt dem Leser die Bildunterschrift ins Auge: „Innerhalb der Metal-Kultur ist die an Mode und Freizeitverhalten orientierte gegenseitige Zuschreibung der Authentizität als Anhänger der szenespezifischen Musik ein wesentlicher Aspekt der Vergemeinschaftung.“ Auf mich wirkt das sehr geschwurbelt für bspw. „In der Metal-Kultur wirkt sich die szenespezifische Musik auf Mode und Freizeitverhalten aus“ oder „In der Metal-Kultur haben die Anhänger der szenespezifischen Musik ähnliche Mode und Freizeitgestaltung.“ Es gibt viele weitere Beispiele allein in der Einleitung. Schade, weil die sprachliche Darstellung einen unbeteiligten Leser wie mich eher abschreckt. Da im Artikel offenbar viel Fleiß steckt, ich den Inhalt aber nicht beurteilen kann, Neutral. Viele Grüsse --Toni am See (Diskussion) 10:23, 25. Sep. 2021 (CEST)[]

25. SeptemberBearbeiten

Diese Kandidaturen laufen mindestens bis zum 5. Oktober/15. Oktober.

Peter MorawBearbeiten

Peter Moraw (* 31. August 1935 in Mährisch Ostrau, Tschechoslowakei; † 8. April 2013 in Kleinlinden) war ein deutscher Historiker.

Moraw lehrte drei Jahrzehnte bis zu seiner Emeritierung 2003 als Professor für Mittelalterliche Geschichte, Deutsche Landesgeschichte und Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er hatte durch seine Arbeiten erheblichen Einfluss auf die Erforschung des deutschen Spätmittelalters in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Ich wüsste nicht, was inhaltlich noch fehlt bzw. gegen eine exzellent-Auszeichnung spricht. Als Hauptautor aber neutral. --Armin (Diskussion) 08:28, 25. Sep. 2021 (CEST)[]

Als Nicht-Mediävist fand ich das exzellent. Die bearbeiteten Themen des Gelehrten aber auch sein Arbeitsstil, die Beachtung, die er in (Spezial-)Öffentlichkeiten fand, alles findet sich hier. Sogar eine Einschätzung seiner Leistungen (und Defizite) wird kurz gewagt. Schön. --SemiKo (Diskussion) 19:40, 26. Sep. 2021 (CEST)[]

27. SeptemberBearbeiten

Diese Kandidaturen laufen mindestens bis zum 7. Oktober/17. Oktober.