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Zum Welterbe in Peru gehören (Stand 2016) zwölf UNESCO-Welterbestätten, darunter acht Stätten des Weltkulturerbes, zwei Stätten des Weltnaturerbes und zwei gemischte Kultur- und Naturerbestätten. Peru hat die Welterbekonvention 1982 ratifiziert, die erste Welterbestätte wurde 1983 in die Welterbeliste aufgenommen. Die bislang letzte Welterbestätte in Peru wurde 2014 eingetragen, eine Stätte steht auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes.[1]

Inhaltsverzeichnis

WelterbestättenBearbeiten

Die folgende Tabelle listet die UNESCO-Welterbestätten in Peru in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Welterbeliste (K – Kulturerbe, N – Naturerbe, K/N – gemischt, (R) - auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes).

f1  Karte mit allen Koordinaten von Welterbestätten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Stadt Cusco 1983 K 273
Inka-Bergfestung Machu Picchu
(Lage)
1983 K/N 274 Machu Picchu ist eine gut erhaltene Ruinenstadt in Peru. Die Inkas erbauten die Stadt im 15. Jahrhundert in 2360 Metern Höhe auf einem Bergrücken.
Heiligtum von Chavín de Huántar 1985 K 330
Nationalpark Huascarán 1985 N 333
Ruinenstadt Chan Chan
(Lage)
1986 K
(R)
366
Nationalpark Manú 1987 N 402
Altstadt von Lima mit Franziskanerkloster 1988 K 500 Historischer Stadtkern der Hauptstadt Lima mit dem Kloster San Francisco
Nationalpark Río Abiseo 1990 K/N 548
Linien und Bodenzeichnungen von Nasca und Palpa 1994 K 700
Historisches Stadtzentrum von Arequipa 2000 K 1016 Historischer Stadtkern der Stadt Arequipa
Heilige Stadt Caral-Supe 2009 K 1269
Qhapaq Ñan, Anden-Straßensystem 2014 K 1459 Die Anden-Hauptstraße Qhapaq Ñan war Teil des Inka-Straßensystems in Südamerika. Sie war die Hauptverbindung in Nord-Süd-Richtung und erstreckte sich über mehr als 6000 Kilometer.

(grenzübergreifend mit Ecuador, Chile, Kolumbien, Bolivien und Argentinien, umfasst in Peru 54 Einzelstätten)

TentativlisteBearbeiten

In der Tentativliste sind die Stätten eingetragen, die für eine Nominierung zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgesehen sind.

Aktuelle WelterbekandidatenBearbeiten

Derzeit (2016) sind sieben Stätten in der Tentativliste von Peru eingetragen, die letzte Eintragung erfolgte 2013.[2] Die folgende Tabelle listet die Stätten in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Tentativliste.

f1  Karte mit allen Koordinaten aktueller Welterbekandidaten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Historisches Zentrum von Trujillo 1996 K 510 Historischer Stadtkern der Stadt Trujillo
Archäologischer Komplex von Pachacámac
(Lage)
1996 K 512
Inka-Straßensystem 2001 K 1578 Straßensystem der Inka zwischen Quito (Ecuador) im Norden und Santiago (Chile) bzw. Mendoza (Argentinien) im Süden.

Qhapaq Ñan, die Hauptachse dieses Straßensystems, ist seit 2014 eine eigene Welterbestätte.

Historisches Zentrum von Cajamarca 2002 K 1646 Historischer Stadtkern der Stadt Cajamarca
Titicacasee
(Lage)
2005 K/N 5080
Archäologischer Komplex von Kuelap 2011 K 5650
Astronomischer Komplex von Chanquillo 2013 K 5792
Minenkomplex von Santa Bárbara 2017 K 6263

Ehemalige WelterbekandidatenBearbeiten

Diese Stätten standen früher auf der Tentativliste, wurden jedoch wieder zurückgezogen oder von der UNESCO abgelehnt. Stätten, die in anderen Einträgen auf der Tentativliste enthalten oder Bestandteile von Welterbestätten sind, werden hier nicht berücksichtigt.[3]

f1  Karte mit allen Koordinaten ehemaliger Welterbekandidaten: OSM

Bild Bezeichnung Jahr Typ Ref. Beschreibung
Nationalpark Paracas
(Lage)
1984–1991 N

WeblinksBearbeiten

  Commons: UNESCO-Welterbestätten in Peru – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Peru auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Peru. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 16. Juni 2017 (englisch).
  2. Tentativliste von Peru. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 16. Juni 2017 (englisch).
  3. Former Tentative Sites of Peru. In: World Heritage Site. Abgerufen am 21. Juni 2017 (englisch).