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Wahl zur Landesversammlung in Bayern 1946

Wahl
1932Landes-
versammlungswahl 1946
Dez. 1946
 %
60
50
40
30
20
10
0
58,3
28,8
5,3
5,1
2,5
     
Insgesamt 180 Sitze

Die Wahl zur Verfassunggebenden Landesversammlung fand in Bayern am 30. Juni 1946 statt. Am gleichen Tag fand die Wahl zur Verfassunggebenden Landesversammlung Württemberg-Baden statt. Diese beiden waren die ersten Wahlen zu einer überkommunalen Körperschaft in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Wahlbeteiligung in Bayern betrug 72,1 %.

Inhaltsverzeichnis

VorgeschichteBearbeiten

Bayern war Ende April 1945 komplett von US-Truppen besetzt worden. Am 28. Mai 1945 ernannte die US-Militärregierung ("OMGUS") Fritz Schäffer zum Vorläufigen Ministerpräsident. Am 19. September wurde Bayern als Land offiziell wiederhergestellt. Am 28. September wurde Schäffer durch den Sozialdemokraten Wilhelm Hoegner ersetzt. Am 8. Februar 1946 ordnete der US-General Lucius D. Clay an, eine Verfassung für Bayern auszuarbeiten. Diese Verfassungsgebung fand zunächst in einem Vorläufigen Ausschuss statt, wo ein erster Entwurf entwickelt wurde. Die endgültige Entscheidung sollte durch eine gewählte Versammlung getroffen werden. Die Wahl zu dieser fand dann am 30. Juni 1946 statt.

Nach der Verabschiedung der Verfassung fanden am 1. Dezember 1946 gleichzeitig die erste reguläre Landtagswahl und eine Volksabstimmung über die neue Verfassung statt.

ErgebnisBearbeiten

Endgültige Ergebnisse der Wahl zur Landesversammlung am 30. Juni 1946
Partei Abgegebene
Stimmen
in Prozent Sitze
Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) 1.587.595 58,3 % 109
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 786.045 28,8 % 51
Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) 145.749 5,3 % 9
Wirtschaftliche Aufbau-Vereinigung (WAV) 137.765 5,1 % 8
Freie Demokratische Partei (FDP) 68.417 2,5 % 3
Gesamt 3.048.337 100 % 180

Siehe auchBearbeiten

QuellenBearbeiten

  • Wolfgang Benz: Neuanfang in Bayern, München 1988, Beck-Verlag.
  • Barbara Fait: Demokratische Erneuerung unter dem Sternenbanner, Düsseldorf 1998, Droste-Verlag.

FußnotenBearbeiten