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Landtagswahl in Bayern 1954

Wahl in Deutschland
1950Landtagswahl 19541958
(in %)[1]
 %
40
30
20
10
0
38,0
28,1
13,2
10,2
7,2
2,1
1,2
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1950
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+10,6
+0,1
-4,7
-2,1
+0,1
+0,2
-4,2
     
Insgesamt 204 Sitze

Die Wahl zum 3. Bayerischen Landtag fand am 28. November 1954 statt. Am selben Tag fand auch die Landtagswahl in Hessen statt. Die Wahlbeteiligung lag bei 82,4 %.

Ausgangspunkt und ErgebnisBearbeiten

Es galt eine 10-%-Sperrklausel auf Ebene der Bezirke, d. h. eine Partei musste in mindestens einem der Bezirke 10 % der gültigen Stimmen erreichen, um in den Landtag einzuziehen.[2]

Trotz großer Gewinne der CSU, die zur stärksten Partei aufstieg, wurde Wilhelm Hoegner (SPD) zum ersten Mal zum Ministerpräsidenten gewählt. Hoegner war 1945–46 bereits Ministerpräsident, wurde damals aber von der amerikanischen Militärregierung ernannt. SPD, Bayernpartei, BHE und FDP bildeten eine Viererkoalition und die CSU ging in die Opposition. Dies war bis dato das letzte Mal, dass es einem Sozialdemokraten gelang, in Bayern zum Ministerpräsidenten gewählt zu werden, und auch das einzige Mal in der bayerischen Nachkriegsgeschichte, dass die CSU nicht an der vom Parlament gewählten Regierung beteiligt war. Die Viererkoalition zerbrach 1957 an der Spielbankenaffäre, mit deren Hilfe die CSU erfolgreich den Machtkampf mit der Bayernpartei suchte. Darauf bildete die CSU mit FDP und BHE eine neue Regierung, die von Hanns Seidel geleitet wurde.

Ergebnis der Landtagswahl vom 28. November 1954[3]
Partei Erst-
stimmen
Zweit-
stimmen
Summe Summe
in Prozent
Sitze
CSU 1.855.995 1.835.959 3.691.954 37,97 % 83
SPD 1.390.846 1.343.100 2.733.946 28,11 % 61
BP 664.319 622.618 1.286.937 13,23 % 28
GB/BHE 501.597 488.512 990.109 10,18 % 19
FDP 360.190 343.734 703.924 7,24 % 13
KPD 105.390 99.816 205.206 2,11 %
BRbl* 27.104 27.418 54.522 0,56 %
BdD 22.708 21.012 43.720 0,45 %
VU 6.304 7.556 13.860 0,14 %
* Bayerischer Rechtsblock, Bündnis von Deutscher Gemeinschaft (DG) und Deutscher Bauern- und Mittelstandsbund (DMB)

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten