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Universitätsklinikum Mannheim

Krankenhaus am nördlichen Neckarufer in Mannheim
Universitätsklinikum Mannheim
Logo
Trägerschaft Stadt Mannheim
Ort Mannheim-Wohlgelegen
Koordinaten 49° 29′ 34″ N, 8° 29′ 16″ OKoordinaten: 49° 29′ 34″ N, 8° 29′ 16″ O
Geschäftsführer Hans-Jürgen Hennes (auch Ärztlicher Direktor) und Freddy Bergmann
Versorgungsstufe Maximalversorgung
Betten 1.352 (2017)[1]
Mitarbeiter 4.757 (2017)[1]
Jahresetat 328,6 Mio € (Umsatz)[1]
Gründung 8. Juli 1922
15. September 1997 (als gemeinnützige GmbH)
Website www.umm.de
Luftbild des Universitätsklinikums im Mai 2008

Das Mannheimer Universitätsklinikum ist ein Krankenhaus der universitären Maximalversorgung am nördlichen Neckarufer im Stadtteil Wohlgelegen. Es verfügt über rund 30 Kliniken und Institute fast aller medizinischen Fachrichtungen. Als eine der wenigen nicht-landeseigenen Universitätskliniken in Deutschland wird es von der Stadt Mannheim betrieben. Die seit 1969 hier angesiedelte Medizinische Fakultät Mannheim gehört zur Universität Heidelberg. Der Name Universitätsklinikum wird erst seit 2001 geführt, weshalb in der Bevölkerung immer noch oft vom Städtischen Krankenhaus die Rede ist. Als Zeichen der Verbundenheit von Krankenversorgung und Wissenschaft firmieren das Mannheimer Universitätsklinikum und die Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg seit Ende 2008 als Universitätsmedizin Mannheim (UMM).[2] Es gibt jedoch auch ein eigenständiges Logo für die Fakultät, das im Wesentlichen dem der Universität Heidelberg entspricht. Nicht zum Klinikum gehörend, jedoch an der universitären Ausbildung und Forschung beteiligt, übernimmt das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit den Versorgungsauftrag für psychisch kranke Menschen in Mannheim.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

BorromäusspitalBearbeiten

 
Altes Borromäus-Spital in R5

Die Ursprünge des Mannheimer Universitätsklinikums gehen auf das 1730 von Kurfürst Karl Philipp gestiftete Spital im Quadrat R 5 zurück. Die anfänglich 12 Betten standen verarmten und kranken Hof- und Staatsbediensteten sowie Waisenkindern zur Verfügung. 1802 wurde das kurfürstliche Spital aufgelöst, die Stadt sah jedoch die Notwendigkeit der Schaffung einer Ersatzinstitution und so übernahm 1806 die Armen-Polizey-Commission das Borromäusspital. Diese städtische Kommission wurde zur Bekämpfung der Armut ins Leben gerufen, da durch den wirtschaftlichen Niedergang Mannheims nach der Verlegung des kurfürstlichen Hofes nach München immer mehr Menschen in Armut lebten. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude mehrfach erweitert und verfügte 1858 über 336 Betten.[3]

Städtische Krankenanstalten am Theodor-Kutzer-UferBearbeiten

 
Haupteingang mit offenem „Pariser Tor“ mit Eisstand
 
Haus 1
 
Park und neue Hautklinik
 
Patientenhaus

Bis 1894 waren alle Gebäude des Quadrates R 5 Teil des Spitals. Da weitere Anbauten nicht möglich waren, wurde der Bau eines neuen Krankenhauses beantragt. Die Diskussionen um Notwendigkeit und Standort waren sehr mühsam, so dass erst 1913 mit den Bauarbeiten eines vom damaligen Leiter des städtischen Hochbauamtes Richard Perrey geplanten Neubaus am heutigen Standort begonnen wurde.[4] Aufgrund wirtschaftlich schwieriger Verhältnisse nach dem Ersten Weltkrieg konnten die „Städtischen Krankenanstalten“ erst am 8. Juli 1922 bezogen werden. Bei Inbetriebnahme standen 1.140 Kranken- und 392 Personalbetten[5] in der parallel zum Neckarufer verlaufenden langgestreckten schlossartigen Anlage zur Verfügung.[6][7] Der Bau galt als mustergültige Kombination zweier Grundrisssysteme des Krankenhausbaus, einerseits des vor allem Mitte des 19. Jahrhunderts verwendeten Korridorsystems mit kurzen Wegen aber größerem Infektionsrisiko aufgrund der Luftverbindungen, andererseits das gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Pavillonsystem.[7] Bei der Einweihung galt das Klinikum als das modernste Krankenhaus Europas und die ausländische Presse soll gerügt haben, dass sich ausgerechnet das Kriegsverliererland Deutschland ein solches Krankenhaus leisten könne.[8]

Im Januar 1945 wurde das Gebäude bei Luftangriffen stark beschädigt. Nach dem Wiederaufbau bescheinigte 1961 ein Gutachten des Deutschen Krankenhaus-Institut e. V., dass das Krankenhaus „nicht mehr den ärztlichen und pflegerischen Erfordernissen eines Krankenhauses der Maximalversorgung“ entspricht.[7] Die unter Ministerpräsident Kurt Georg Kiesinger bereits zugesagten Planungen zum Neubau des Klinikums mit 2.100 Betten am nordöstlichen Stadtrand wurden jedoch in den siebziger Jahren zugunsten einer Erweiterung am bestehenden Standort aufgegeben. Dies erfolgte nicht zuletzt aufgrund der Bedenken der Heidelberger Medizinischen Fakultät, die um eine Verschiebung der Prioritätenverhältnisse zugunsten der gerade im Entstehen begriffenen „Mannheimer Fakultät für klinische Medizin“ befürchtete.[7]

Bis heute wurde und wird der Klinikkomplex durch zahlreiche Neubauten erweitert und modernisiert. So wurde 1987 das Gebäude der Frauen-, Augen- und HNO-Klinik fertiggestellt, 1991 der Neubau für Innere Medizin und 1994 der Neubau für Orthopädie. 2003 konnte das neue Kinderzentrum und die urologische Klinik, im Januar 2008 schließlich die neue Hautklinik eingeweiht werden. Im Oktober 2008 wurde ein Patientenhaus mit etwa 120 Zimmern eröffnet. Hierbei handelt es sich um ein einmaliges Projekt in der deutschen Krankenhauslandschaft. Patienten mit geringem Pflegebedarf können hier ohne Zuzahlung komfortabler untergebracht werden, nur besondere Serviceangebote sind kostenpflichtig. Dieses Konzept wurde 2009 mit dem „RFH-Hospital-Innovation-Preis“ ausgezeichnet.[9] Nach dem Abriss der alten Hautklinik konnte der Neubau der Klinikapotheke in Angriff genommen werden[10], die Anfang Februar 2012 in Betrieb genommen wurde.[11] Der Neubau des Funktionsgebäudes Haus 32, der vor allem Operationssäle und Intensivstationen beherbergt, wurde im Jahr 2010 begonnen[12] und im Januar 2013 bezogen.[13] 2017 wurde eine neue Stammzell-Transplantationseinheit mit spezieller Hygienetechnik in Betrieb genommen, mit der das Universitätsklinikum doppelt so viele Patienten mit lebensbedrohlichen Blutkrebserkrankungen wie bisher behandeln kann.[14]

Standort Waldhof-OstBearbeiten

Von 1965 bis 2009 war die III. und zeitweise auch die IV. Medizinische Klinik an einem zweiten Standort im Stadtteil Waldhof-Ost ausgelagert. Diese Außenstelle wurde zunächst als Alten- und Pflegeheim gebaut, bei Fertigstellung konnte aufgrund Personalmangel der Betrieb jedoch nicht aufgenommen werden, so dass das Gebäude „provisorisch“ über 40 Jahre als Krankenhaus mit Schwesternvorschule genutzt wurde.[15] Die angegliederten Labore und die CML-Studienzentrale sowie das Kompetenznetz für Leukämien sind seit Juni 2009 in Räumlichkeiten am Neuen Messplatz umgezogen, so dass nach Schließung dieses Standortes ein ganzes historisches Kapitel zu Ende ging.

Alte WäschereiBearbeiten

 
Alte Wäscherei

Nördlich vom Klinikgelände befindet sich an der Röntgenstraße das Gebäude der alten Wäscherei. Es wurde 1913 erbaut und beherbergte außerdem das Kessel- und Maschinenhaus des Heizkraftwerks der städtische Krankenanstalt. Der größte Teil der aus Sandstein und rotbraunen Klinker gebauten Anlage liegt unterhalb des Straßenniveaus. Der Jugendstilbau steht unter Denkmalschutz. Die Wärme für die Wäscherei sowie für die Klinikgebäude wurden aus Kohle gewonnen, die vom Mannheimer Hafen mit der Eisenbahn herangeschafft wurde. Heute befinden sich in dem Gebäude gasgetriebene Aggregate, die Heizwärme für das Klinikum erzeugen. Außerdem sind in der alten Wäscherei, die bis in die 1970er Jahre in Betrieb war, Labore des Zentrums für Medizinische Forschung (ZMF) untergebracht.[16]

UnternehmensstrukturBearbeiten

1997 fand die Umwandlung in eine gemeinnützige GmbH unter dem Namen Klinikum Mannheim gGmbH statt. Die Stadt Mannheim ist alleinige Gesellschafterin und das Unternehmen wurde somit teilprivatisiert. Seit 2001 darf sich das frühere Städtische Klinikum als „Universitätsklinikum“ bezeichnen,[17] wobei die Krankenversorgung weiterhin in städtischer Hand verbleibt, während das Land Baden-Württemberg für die medizinische Ausbildung und universitäre Forschung zuständig ist. Seit 2017 firmiert das Klinikum auch im Handelsregister unter dem Namen Universitätsklinikum Mannheim GmbH[18].

Gleichberechtigte Geschäftsführer sind Freddy Bergmann und der Ärztliche Direktor Hans-Jürgen Hennes.[19] Die Unternehmensleitung ist in verschiedene Bereiche gegliedert: Geschäftsbereich Einkauf (Dr. Stefan Wilhelm), Geschäftsbereich Finanzen (Godfried Hangx), Geschäftsbereich Logistik/Wirtschaftsbetriebe (Uwe Krause), Geschäftsbereich Personal (Petra Zarbock), Geschäftsbereich Pflege (Theresia Elsäßer), Geschäftsbereich Recht, Compliance und Verwaltungsdirektion (Jürgen Blocher), Geschäftsbereich Technik (Thomas Schumacher) und Geschäftsbereich Zentrale Klinische Einrichtungen (Christoph Klein).[20]

HygieneproblemeBearbeiten

Anfang Oktober 2014 musste der Operationsbetrieb aufgrund von Hygieneproblemen auf ein Notprogramm heruntergefahren werden. Nach einer anonymen Anzeige und Ermittlungen des Regierungspräsidiums Karlsruhe erwiesen sich hauseigene Spülmaschinen für OP-Instrumente als unzureichend zertifiziert, mehrere Mitarbeiter seien nicht ausreichend qualifiziert gewesen.[21] Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. Im Zuge der Probleme trat der Geschäftsführer, Alfred Dänzer, zurück und eine neue Geschäftsführung wurde eingesetzt. Aufgrund entfallender Operationserlöse und Investitionen in neue Geräte entstanden dem Klinikum bis Mitte Dezember 2014 Kosten in Höhe von 8,6 Millionen Euro.[22]

Nach einer Überprüfung im Juni 2015 stellte das Regierungspräsidium Karlsruhe fest: „Das Klinikum und der beauftragte externe Dienstleister haben die Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA) in kurzer Zeit auf einen guten Standard gebracht.“[23]

Medizinische FakultätBearbeiten

GeschichteBearbeiten

 
Schema der Beziehungen zwischen Stadt, Universität und Land zur Medizinischen Fakultät Mannheim

Aufgrund der großen Zahl an Studienbewerbern für das Medizinstudium rief der Wissenschaftsrat zur Erweiterung der Ausbildungseinrichtungen auf. Dabei wurde auch an die Öffnung der städtischen Krankenanstalten für die akademische Nutzung nachgedacht. Die Überlegungen der Stadt Mannheim gingen zunächst dahin, das Krankenhaus am Neckarufer auf Normalversorgung zurückzustufen und den oben erwähnten kompletten Neubau am Stadtrand vom Land Baden-Württemberg finanzieren zu lassen. Schließlich wurde am 10. November 1964[24] der Lehrbetrieb an den Städtischen Krankenanstalten Mannheim als vermeintlicher Vorstufe zu einem später zu errichtenden Universitätsklinikum aufgenommen. 1969 wurde eine eigenständige Fakultät, die II. Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg, eingerichtet.[25] Die Situation mit zwei medizinischen Fakultäten an einer Universität war nicht immer einfach. So wuchs an der Universität Heidelberg Ende der 1960er Jahre die Besorgnis, dass eine ernsthafte Konkurrenz zur eigenen Fakultät entstehen könnte und dadurch Finanzmittel des Landes abgezogen werden könnten. Andererseits wollte die Landesregierung in Stuttgart verhindern, dass die Städtischen Krankenanstalten mit Landesmitteln saniert werden, ohne dass in entsprechendem Maße die Forschung und Lehre davon profitieren würde.[7] Auch die Frage der Loslösung von der Mutter-Universität und der Eingliederung in die Universität Mannheim ist immer wieder diskutiert worden. Im Jahre 1978 wurde deshalb eine Fakultätskommission zur Vorbereitung eines Struktur- und Entwicklungsplanes ins Leben gerufen, der Beschlüsse zur zukünftigen Anbindung der Fakultät erarbeitete. Sie kam zu dem Ergebnis, dass …eine Loslösung der Fakultät (…) nicht wünschenswert ist, da der Fakultät noch wichtige Lehrstühle aus dem Bereich der Theoretischen Medizin (…) fehlen.[25]

 
Alte Brauerei, seit der Renovierung Vorlesungs- und Seminargebäude

An der „Fakultät für klinische Medizin Mannheim“ konnte jahrelang nur der klinische Teil des Medizinstudiums absolviert werden. Mit der Einführung des MaReCum (Mannheimer Reformiertes Curriculum für Medizin und medizinnahe Berufe) zum Wintersemester 2006/07 erfolgte die Aufwertung zur Vollfakultät mit eigener Vorklinik und die Umbenennung in „Medizinische Fakultät Mannheim“. Die hier derzeit etwa 1.400 eingeschriebenen Studenten können sich bei ihrer ärztlichen Ausbildung zwischen den Schwerpunkten Praxisorientiertes Medizinstudium, Humanmedizin mit Masterabschluss und Wissenschaftliche Laufbahn entscheiden.[17]

Seit 2008 besteht als hochschulübergreifende wissenschaftliche Einrichtung der Universität Heidelberg und der Hochschule Mannheim das Institut für Medizintechnologie mit fünf Professorenstellen. Es soll als interdisziplinäre Forschungseinrichtung die Kompetenzen beider Hochschulen auf medizinischen und ingenieurwissenschaftlich-technischen Gebieten voranbringen. Ebenso wird seit dem Wintersemester 2008/09 von der Hochschule Mannheim in Kooperation mit der Medizinischen Fakultät Mannheim der interdisziplinäre Studiengang „Medizintechnik“ angeboten.

ForschungsschwerpunkteBearbeiten

  • Onkologie: das Interdisziplinäre Tumorzentrum Mannheim sichert die fächerübergreifenden Zusammenarbeit.
  • Neuroplastizität und Schmerzforschung: es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit.
  • Vaskuläre Biologie und Medizin: Schwerpunkt ist die Struktur- und Funktionsanalyse der Gefäßwände.
  • Medizintechnologie: anwendungsbezogene Forschung in Bildgebung und Bildanalyse.

BibliothekBearbeiten

 
Bibliothek der Medizinischen Fakultät Mannheim und ZMF

Herz der Medizinischen Fakultät Mannheim ist die Bibliothek, die sich seit 2001 mit dem Zentrum für Medizinische Forschung (ZMF) im Multifunktionalen Forschungsgebäude auf dem Gelände des Universitätsklinikums befindet. Aufgrund der Zunahme der Studentenzahlen mit der Aufwertung zur Vollfakultät wurde ein Erweiterungsbau nötig, der im Juni 2008 eingeweiht wurde.
In der Kategorie Medizinisch-Wissenschaftliche Bibliothek belegte sie im deutschlandweiten Bibliotheksranking 2006 des Deutschen Bibliotheksverbands den ersten Platz.

Dr. Hans Martini-MedailleBearbeiten

Diese 2008 erstmals verliehene undotierte Auszeichnung der Medizinischen Fakultät Mannheim wird in unregelmäßigen Abständen an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderem Maße um die Fakultät verdient gemacht haben. Mit der ersten Medaille wurde Hans Martini geehrt, ihm zu Ehren ist auch die Auszeichnung benannt. Er war von 1961 bis 1981 Bürgermeister für Sozial- und Gesundheitswesen in Mannheim und war maßgeblich an der Gründung der Mannheimer Medizinischen Fakultät und des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) mitwirkend.

Preisträger

BeteiligungenBearbeiten

Die Klinikum Mannheim GmbH hält Beteiligungen[26] an mehreren Unternehmen:

  • Die Altenpflegeheime Mannheim GmbH betreibt vier Heime mit insgesamt 466 stationären und teilstationären Plätzen[27]
  • Die Klinik Management Dienstleistungen GmbH (KMD) erbringt Serviceleistungen im Reinigungsbereich sowie in der Transport-, Güter- und Speisenversorgung, unter anderem für Krankenhäuser, Seniorenheime, Schulen und Kindertageseinrichtungen[28]
  • Die FreeVis LASIK Zentrum Mannheim GmbH korrigiert Fehlsichtigkeiten mittels Lasereinsatz[29]

Wichtige Kenngrößen (2017)[30]Bearbeiten

  • Patientenzahl stationär und teilstationär: 51.678
  • Patientenzahl ambulant: 215.197
  • Planbetten: 1.352
  • Anteil der Patienten aus dem Mannheimer Stadtgebiet: 45 Prozent
  • Durchschnittliche Verweildauer: 6,5 Tage
  • Casemixindex effektiv: 1,39

TriviaBearbeiten

 
Haupteingang mit dem „Pariser Tor“

Den Eingang zum Klinikum schmückt das „Pariser Tor“, ein schmiedeeisernes Jugendstilwerk von Josef Neuser. Die Stadt beauftragte Neuser, das Mannheimer Handwerk auf der Weltausstellung 1900 in Paris mit dem Tor zur Gewerbeschule im Quadrat C 6 zu repräsentieren. Er schmiedete in drei Monaten nach Entwürfen von Hermann Götz ein sechs Meter hohes und 4,8 Tonnen schweres, mit neobarockem Rankenwerk aus Blättern und Ornamenten verziertes Kunstwerk. Das „Pariser Tor“ erwies sich jedoch als ungeeignet für die Schule und stand bis 1920 im Hinterhof. Dann wurde es links und rechts um 16 Zentimeter erweitert, mit dem Stadtwappen gekrönt und im Haupteingang des neuen Krankenhauses am Neckar installiert. Es war lange Zeit Logo des Krankenhauses, bevor es im November 2008 von dem aktuellen Logo abgelöst wurde.[31]

Panoramabild der Neckarfront des Universitätsklinikum Mannheim

EinrichtungenBearbeiten

KlinikenBearbeiten

 
Schautafel mit Lage der einzelnen Häuser

Institute des UniversitätsklinikumsBearbeiten

Einrichtungen der Medizinischen Fakultät MannheimBearbeiten

  • Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Maybachstraße 14
  • Institut für Transfusionsmedizin, Friedrich-Ebert-Str. 107
  • Biometrie und Medizintechnik
  • Medizinische Statistik, Biomathematik und Informationsverarbeitung, Ludolf-Krehl-Str. 13–17
  • Centrum für Biomedizin und Medizintechnik Mannheim (CBMT), Ludolf-Krehl-Str. 7–11
  • Fachgebiet Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Ludolf-Krehl-Str. 7–11
  • Mannheimer Institut für Public Health (MIPH), Ludolf-Krehl-Str. 7–11
  • Studiendekanat, Haus 24
  • Bibliothek der Medizinischen Fakultät Mannheim, Haus 42
  • Zentrum für Medizinische Forschung (ZMF), Haus 8, 42

Weitere medizinische EinrichtungenBearbeiten

  • Zentrale Notaufnahme, Haus 2
  • Kinder-Notaufnahme, Haus 29
  • Interdisziplinäres Tumorzentrum Mannheim (ITM)[53], Haus 3
  • Kurzzeittherapie-Zentrum (KTZ), Haus 3
  • LASIK Zentrum Mannheim[54], Haus 3
  • Deutsches Zentrum für Fetalchirurgie & minimal-invasive Therapie (DZFT)[55]
  • Patientenhaus, Haus 43

Sonstige EinrichtungenBearbeiten

  • Cafeteria "Campus Lounge", Haus 43[56]
  • Kapelle und Klinikseelsorge, Haus 7
  • Klinikradio RUMMs[57]
  • Kinder Oase[58]

LiteraturBearbeiten

  • Bauer, Axel W.: Vom Nothaus zum Mannheimer Universitätsklinikum, Ubstadt-Weiher, 2002 ISBN 3-89735-196-X
  • Bauer, Axel W.: Vor 50 Jahren: Wie das Medizinstudium in Mannheim begann. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Bd. 10 (2014), S. 145–163.
  • Kaltenborn, Werner: Das Pariser Tor: Ein Kunstwerk für Mannheim, Kalibris Verlag, Mannheim, 2003, ISBN 3-9809194-0-4

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c [1].
  2. Pressemitteilung auf der Website der UMM vom 20. November 2008.
  3. Martin Krauß: Armenwesen und Gesundheitsfürsorge in Mannheim vor der Industrialisierung 17-50-1850/60. Sigmaringen 1993.
  4. Brockhaus Mannheim. Mannheim, Leipzig 2006.
  5. Zentralblatt der Bauverwaltung, 1922, S. 336 (Memento des Originals vom 27. Juni 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/europeanalocal.de, abgerufen am 6. Dezember 2012
  6. Andreas Schenk: Architekturführer Mannheim. Berlin 1999. S. 90.
  7. a b c d e Axel W. Bauer: Vom Nothaus zum Mannheimer Universitätsklinikum. Ubstadt-Weiher, 2002.
  8. Volker Keller: Richard Perrey in Mannheim. Erfurt 2005. S. 44.
  9. Pressemeldung des Deutschen Ärzteblatt.
  10. Pressemitteilung auf der Website der UMM vom 14. August 2009.
  11. Pressemitteilung auf der Website der UMM vom 3. Februar 2012.
  12. Pressemitteilung auf der Website der UMM vom 26. Januar 2010.
  13. Pressemitteilung auf der Website der UMM vom 18. Februar 2013.
  14. Mannheimer Morgen: Kampf den tödlichen Keimen. In: Mannheimer Morgen. 29. Juli 2017, abgerufen am 10. Januar 2019.
  15. Mannheimer Morgen, 21. Februar 2009.
  16. Serie Campus: Schornstein und Klinkerhalle in: Newsletter dem Medizinischen Fakultät Mannheim, Ausgabe 9/April 2009@1@2Vorlage:Toter Link/www.ma.uni-heidelberg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 2,5 MB).
  17. a b Jahresbericht 2009/2010 Universitätsklinikum Mannheim
  18. UMM: Impressum: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  19. UMM: Geschäftsführung: Uniklinik Mannheim. Abgerufen am 10. Januar 2019.
  20. UMM: Geschäftsbereiche: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 10. Januar 2019.
  21. Schmutziges OP-Besteck. In: Der Spiegel. Nr. 42, 2014, S. 18 (online).
  22. Schaden: 8,6 Millionen Euro. In: Main-Post. 16. Dezember 2014.
  23. UMM: Patienteninformation: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  24. Axel W. Bauer: Vor 50 Jahren: Wie das Medizinstudium in Mannheim begann. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Band 10, 2014, S. 145–163, hier: S. 145–150.
  25. a b Uwe Bleyl und Gustav Jung, 25 Jahre Mannheimer Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg, in: Mannheimer Hefte 1989.
  26. Seite Beteiligungen auf der Website der UMM Stand: 22. Dezember 2017.
  27. APH: Altenpflegeheime Mannheim: APH. Abgerufen am 11. Juli 2018.
  28. KMD: Start: KMD Klinik Management Dienstleistungen GmbH. Abgerufen am 11. Juli 2018.
  29. FreeVis LASIK Zentrum Mannheim: Operative Korrektur von Fehlsichtigkeit seit 1993. Abgerufen am 11. Juli 2018.
  30. UMM: Patientenzahlen: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  31. Mannheimer Morgen, 14. August 2002.
  32. UMM: Augenklinik: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  33. UMM: Frauenklinik: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  34. UMM: Neurochirurgische Klinik: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  35. UMM: Chirurgische Klinik: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  36. UMM: I. Medizinische Klinik: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  37. UMM: II. Medizinische Klinik: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  38. UMM: III. Medizinische Klinik: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  39. UMM: IV. Medizinische Klinik: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  40. Universitätsmedizin Mannheim: ::UMM Universitätsmedizin Mannheim: V. Medizinische Klinik::. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  41. UMM: Neurologische Klinik: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  42. UMM: Orthopädisch-Unfallchirurgisches Zentrum: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  43. UMM: Klinik für Kinder- und Jugendmedizin: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  44. UMM: Klinik für Neonatologie: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  45. UMM: Kinderchirurgische Klinik: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  46. UMM: Hals-Nasen-Ohren Klinik: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  47. UMM: Klinik für Urologie: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  48. UMM: Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  49. UMM: Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  50. UMM: Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  51. UMM: Institut für klinische Radiologie und Nuklearmedizin am Klinikum Mannheim: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  52. UMM: Neuroradiologie: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  53. UMM: Interdisziplinäres Tumorzentrum: UMM Universitätsmedizin Mannheim. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  54. FreeVis LASIK Zentrum Mannheim: Operative Korrektur von Fehlsichtigkeit seit 1993. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  55. UMM: Fetale Therapie: Uniklinik Mannheim. Abgerufen am 11. Juli 2018.
  56. UMM: Campus Lounge: Uniklinik Mannheim. Abgerufen am 11. Juli 2018.
  57. Radio RUMMS: Radio Rumms: Aktuell. Abgerufen am 11. Juli 2018.
  58. UMM: Geschwisterbetreuung Kinderoase: Uniklinik Mannheim. Abgerufen am 11. Juli 2018.