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Universitätsklinikum Benjamin Franklin

Universitätsklinikum Benjamin Franklin
Charité, Campus Benjamin Franklin
Trägerschaft Charité (Land Berlin)
Ort Lichterfelde
Hindenburgdamm
Koordinaten 52° 26′ 33″ N, 13° 19′ 19″ OKoordinaten: 52° 26′ 33″ N, 13° 19′ 19″ O
Versorgungsstufe Krankenhaus der Maximalversorgung, Notfallzentrum (außer Kinder)
Betten 850 (Stand: 2013)
Fachgebiete siehe Medizinische Versorgung
Zugehörigkeit Körperschaft des Öffentlichen Rechts
Gründung 1968
Website www.charite.de/campus benjamin franklin
Nordseite des UK Benjamin Franklin

Das Universitätsklinikum Benjamin Franklin (UKBF) ist ein Klinikum der Vollversorgung. Seit 1998 gehört es zum Verbund der Charité. Zurück geht das Klinikum auf das 1968 eröffnete Klinikum Steglitz der Freien Universität Berlin.[1] Dieses lag im Berliner Ortsteil Lichterfelde des damaligen Bezirks Steglitz (seit 2001: Bezirk Steglitz-Zehlendorf).

GeschichteBearbeiten

Das Klinikum war nach dem Zweiten Weltkrieg der erste große Krankenhauskomplex in Europa, der als Kompaktbau sämtliche Institute, fast alle Kliniken und Hörsäle in einem Gebäude vereinte. Das Klinikum Steglitz stellte einen Gegenentwurf zum verbreiteten Pavillonstil dar.

Das Architekturbüro Curtis & Davis aus New Orleans hat das Klinikumgebäude entworfen.[2] Beteiligt war der Berliner Architekt Franz Mocken.[3]

Nach dem Mauerfall und dem schrittweisen Zusammenwachsen von Berliner Strukturen wurde das Klinikum Steglitz 1994 in Universitätsklinikum Benjamin Franklin zu Ehren des US-amerikanischen Staatsmannes Benjamin Franklin (1706–1790) umbenannt. Die Namensänderung würdigt das finanzielle amerikanische Engagement beim Bau des Klinikums, namentlich der Benjamin-Franklin-Stiftung.

Im Jahr 2003 fusionierte das UKBF mit der Charité.[4] Es gehört im 21. Jahrhundert zum Campus Benjamin Franklin (CBF).

Medizinische Versorgung (Auswahl)Bearbeiten

Alle Kliniken, Zentren und Arbeitsbereiche befinden sich im Hauptgebäude (Haus V – Stand: 2018). Dazu gehören insbesondere:

Insgesamt gibt es rund 35 wissenschaftliche Einrichtungen im Klinikum.[5]

Die Kinderrettungsstelle am UBF soll nach Übereinkunft des Senats mit dem Charité-Vorstand ab 1. Juli 2019 geschlossen werden. Dagegen regt sich erster Widerstand von Kinderärzten aus Steglitz-Zehlendorf.[6]

ArchitekturBearbeiten

Der rechteckige Grundriss ist in Ost-West-Richtung angelegt, auf der nördlichen Breitseite befindet sich der Eingang Nord von der Klingsorstraße, auf der Schmalseite gibt es den Eingang West vom Hindenburgdamm.

Quer über den Erdgeschossbereich sind die anderen Teile des Klinikums angeordnet, die auf beiden Seiten über den Grundriss hinausragen und nach Intention der Architekten in ihrer Struktur an die menschliche Wirbelsäule erinnern. Dieser sogenannte Screen in Kombination mit der schlichten Fassade ist auch der Hauptgrund dafür, dass das Universitätsklinikum Benjamin Franklin 2012 unter Denkmalschutz gestellt wurde.[7][1]

Direkt im Haupthaus befinden sich nach wie vor mehrere Hörsäle der Medizinischen Fakultät der Freien Universität Berlin.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Campus Benjamin Franklin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Katja Barnikow: 50 Jahre Campus Benjamin Franklin. In: 50-jahre-cbf.charite.de. 10. Oktober 2018, abgerufen am 20. Dezember 2018.
  2. Klinikum der Freien Universität Berlin. In: berlin.de. 9. Oktober 1968, abgerufen am 20. Dezember 2018.
  3. Medizin / Klinikum: Pfründen gerettet. In: Der Spiegel. Nr. 41, 1968 (online7. Oktober 1968).
  4. Charité – Universitätsmedizin: Historie des Campus Benjamin Franklin. In: charite.de. Abgerufen am 20. Dezember 2018.
  5. Anzeige sämtlicher Einrichtungen auf dem Campus Benjamin Franklin (CBF), abgerufen am 28. Dezember 2018.
  6. Kinderrettungsstelle schließt. Kurzinformation in Berliner Zeitung, 16. Mai 2019, S. 10.
  7. Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste