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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Soderstorf
Soderstorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Soderstorf hervorgehoben
Koordinaten: 53° 9′ N, 10° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Lüneburg
Samtgemeinde: Amelinghausen
Höhe: 53 m ü. NHN
Fläche: 35,86 km2
Einwohner: 1427 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21388
Vorwahlen: 04132, 04172, 05194
Kfz-Kennzeichen: LG
Gemeindeschlüssel: 03 3 55 034
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Website: www.soderstorf.de
Bürgermeister: Roland Waltereit
Lage der Gemeinde Soderstorf im Landkreis Lüneburg
Landkreis LüneburgNiedersachsenSchleswig-HolsteinMecklenburg-VorpommernLandkreis Lüchow-DannenbergLandkreis UelzenLandkreis HeidekreisLandkreis HarburgRehlingenSoderstorfOldendorfAmelinghausenBetzendorfBarnstedtMelbeckDeutsch EvernWendisch EvernEmbsenSüdergellersenKirchgellersenWestergellersenReppenstedtReppenstedtMechtersenVögelsenRadbruchBardowickHandorfWittorfLüneburgBarendorfVastorfReinstorfThomasburgDahlenburgBoitzeNahrendorfTosterglopeDahlemBleckedeNeetzeAdendorfScharnebeckRullstorfLüdersburgHittbergenHohnstorfEchemArtlenburgBarumBrietlingenAmt NeuhausKarte
Über dieses Bild

Soderstorf ist eine Gemeinde im Landkreis Lüneburg in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Soderstorf liegt an der Luhe, mitten im Naturpark Lüneburger Heide. Die nächsten Grundzentren sind Salzhausen, Bispingen und Amelinghausen. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Amelinghausen an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Amelinghausen hat.

Bis zur Gebietsreform von 1972 waren die Gemeinden Raven, Rolfsen und Soderstorf eigenständig. Ab 1972 gehörte die neu gebildete Einheitsgemeinde Soderstorf zur Samtgemeinde Salzhausen im Landkreis Harburg. 1974 musste die Gemeinde Soderstorf gegen heftigen Protest zum Landkreis Lüneburg wechseln und gehört seitdem der Samtgemeinde Amelinghausen an.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Ortsteile der Gemeinde sind:

  • Soderstorf
  • Raven
  • Rolfsen
  • Schwindebeck, das nach dem Schwindebach benannt ist, an dessen Mündung es liegt
  • Thansen

NachbargemeindenBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Die Nekropole von Soderstorf ist eine Gruppe archäologischer Denkmäler, bestehend aus einer Reihe vorgeschichtlicher Friedhöfe, die bei Soderstorf ausgegraben und auf kleinem Raum restauriert wurden. Steingrab, Grabhügel und Urnenfriedhof bieten einen Überblick über die Grabsitten von der jüngeren Steinzeit über die Bronze- bis hin zur Eisenzeit in der Lüneburger Heide.

Das Steingrab wurde im 4. Jahrtausend v. Chr. erbaut und noch in der Bronzezeit (um 1500 v. Chr.) für Bestattungen genutzt. Ebenfalls aus der Bronzezeit stammt der Grabhügel, um den herum im 7. Jahrhundert v. Chr. ein Urnenfriedhof angelegt wurde. Die Grabstellen wurden mit aufrecht stehenden Stelen, Steinkreisen und -pflastern markiert. Das ganze Spektrum dieser Grabmarkierungen ist hier in einzigartiger Weise im Gelände vorhanden. Ausgegraben wurden die Soderstorfer Gräber vom Lüneburger Museum (um 1900) und vom Helms-Museum in den 1960er und 1970er Jahren. Im benachbarten Oldendorf (Luhe) wurde in den 1990er Jahren der Rest eines gleichzeitigen Urnengräberfeldes ausgegraben.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Raven und Rolfsen eingegliedert.[2]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Vereine und VerbändeBearbeiten

  • Sportverein MTV Soderstorf mit Spielmannszug
  • Schützenverein Soderstorf und Schützenverein Raven-Rolfsen
  • Kinder- und Jugendfreizeitverein
  • Faslamsverein Soderstorf und Faslamsverein Raven-Rolfsen
  • Freiwillige Feuerwehr Soderstorf und Freiwillige Feuerwehr Raven-Rolfsen

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Bauwerke und MuseenBearbeiten

PolitikBearbeiten

Die Gemeinde Soderstorf gehört zum Landtagswahlkreis 49 Lüneburg und zum Bundestagswahlkreis 38 Lüchow-Dannenberg – Lüneburg.[3][4]

BürgermeisterBearbeiten

Der ehrenamtliche Bürgermeister Roland Waltereit (UWS) wurde 2001 gewählt und 2006, 2011 sowie 2016 bestätigt.

GemeinderatBearbeiten

Nach der Kommunalwahl vom 11. September 2011 verteilen sich die 11 Mandate im Gemeinderat wie folgt:[5]

Kommunalwahl 2016:

  • UWS: 7 Sitze
  • SPD: 2 Sitze
  • CDU: 1 Sitz

(Quelle unter[6])

Ehemalige BürgermeisterBearbeiten

Neue Gemeinde SoderstorfBearbeiten

  • Gustav Schaefer 1972–1974
  • Hans-Hermann Stegen 1974–1991
  • Hans Joachim Barufe 1991–2001
  • Roland Waltereit seit 2001

Gemeinde RavenBearbeiten

  • Jürgen Müller sen. -1974

Gemeinde RolfsenBearbeiten

  • Gustav Schaefer -1974

Alte Gemeinde SoderstorfBearbeiten

  • Gustav Bruns
  • Herbert Heuer -1974

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Internet/DSL/FTTHBearbeiten

Die Glasfasergemeinde Soderstorf hat 2010 ein eigenes Glasfasernetz (FTTC) gebaut und stellt somit den Bürgern und Unternehmen eine Breitbandinfrastruktur zur Verfügung. Es stehen direkte Glasfaseranschlüsse für gewerbliche Kunden sowie VDSL-Anschlüsse zur Verfügung. Betreiber des Glasfasernetzes ist die LüneCom GmbH. Als nächste Entwicklungsstufe sollten ab 2012 die ersten Glasfaser-Anschlüsse fiber-to-the-home (FTTH) im neuen Baugebiet "Hinter den Höfen" geschaffen werden. Seit 2016 sind die ersten Kunden per FTTH direkt angeschaltet worden. Hierzu gehören die Gebiete Soderstorf (Hinter den Höfen, Wohlenbüttler Straße) und Schwindebeck.

VerkehrBearbeiten

Soderstorf liegt ostwärts der A 7, Anschlussstellen Egestorf und Evendorf, südlich Salzhausen und nördlich der Bundesstraße 209, die von Lüneburg nach Soltau führt. Der Bahnhof Soderstorf liegt an der Bahnstrecke Lüneburg–Soltau, auf der zurzeit keine Personenzüge fahren.

Schulen/KindergärtenBearbeiten

  • Bewegungskindergarten Soderstorf
  • Grundschule Soderstorf
  • Haupt- und Realschule Embsen
  • Gymnasium Salzhausen

DorfgemeinschaftshausBearbeiten

  • Dorfgemeinschaftshaus Soderstorf, Zum Sportzentrum 4, 21388 Soderstorf

SozialeinrichtungenBearbeiten

Die Gemeinde Soderstorf ist seit 1910 Mitglied des genossenschaftlichen Krankenhauses Salzhausen.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 230.
  3. Landtagswahlkreise ab 16. Wahlperiode. Wahlkreiseinteilung für die Wahl zum Niedersächsischen Landtag. Anlage zu § 10 Abs. 1 NLWG, S. 4. (PDF (Memento des Originals vom 25. Juli 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nls.niedersachsen.de; 87 KB)
  4. Beschreibung der Wahlkreise. Anlage zu § 2 Abs. 2 Bundeswahlgesetz. In: Achtzehntes Gesetz zur Änderung des Bundeswahlgesetzes. Anlage zu Artikel 1. Bonn 18. März 2008, S. 325. (PDF (Memento des Originals vom 25. Juli 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundeswahlleiter.de; 200 KB)
  5. Vorläufige Wahlergebnisse und Zusammensetzung des Gemeinderates nach der Kommunalwahl 2011 (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.amelinghausen.de (PDF; 28 kB)
  6. http://www.soderstorf.de/

WeblinksBearbeiten

  Commons: Soderstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien