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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neetze
Neetze
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neetze hervorgehoben

Koordinaten: 53° 16′ N, 10° 38′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Lüneburg
Samtgemeinde: Ostheide
Höhe: 37 m ü. NHN
Fläche: 26,86 km2
Einwohner: 2629 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 21398, 21379
Vorwahl: 05850
Kfz-Kennzeichen: LG
Gemeindeschlüssel: 03 3 55 026
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Katzenberg 16
21398 Neetze
Website: www.neetze.de
Bürgermeister: Karsten Johansson (CDU)
Lage der Gemeinde Neetze im Landkreis Lüneburg
Landkreis LüneburgNiedersachsenSchleswig-HolsteinMecklenburg-VorpommernLandkreis Lüchow-DannenbergLandkreis UelzenLandkreis HeidekreisLandkreis HarburgRehlingenSoderstorfOldendorfAmelinghausenBetzendorfBarnstedtMelbeckDeutsch EvernWendisch EvernEmbsenSüdergellersenKirchgellersenWestergellersenReppenstedtReppenstedtMechtersenVögelsenRadbruchBardowickHandorfWittorfLüneburgBarendorfVastorfReinstorfThomasburgDahlenburgBoitzeNahrendorfTosterglopeDahlemBleckedeNeetzeAdendorfScharnebeckRullstorfLüdersburgHittbergenHohnstorfEchemArtlenburgBarumBrietlingenAmt NeuhausKarte
Über dieses Bild
Luftbild (2013)

Neetze (niederdeutsch Näätz[2]) ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Ostheide im Landkreis Lüneburg in Niedersachsen (Deutschland), gelegen am gleichnamigen Fluss.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Neetze liegt am Westrand des Naturpark Elbufer-Drawehn an der Neetze (Fluss). Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Ostheide an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Barendorf hat.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Ortsteile der Gemeinde sind:

  • Neetze
  • Neu-Neetze
  • Süttorf
  • Neu-Süttorf
  • Neumühlen

Zur Kirchengemeinde Neetze gehören neben den Ortsteilen Neetzes zudem die Ortschaften Boltersen und Neu Boltersen.

GeschichteBearbeiten

Das Dorf Neetze wurde 1205 als Netisse erstmals urkundlich erwähnt, als Wilhelm von Lüneburg einen Hof an die Stiftsherren des Lübecker Doms verschenkt. Der Name ist von dem älteren Flussnamen übernommen. Der Wortstamm hat die Bedeutung "nass", "fließen", "Fluss", "Gewässer". Andere Namensformen waren 1238 Netze, 1282 Netesse und 1314 Netessen.

In der Umgebung von Neetze wurden im ausgehenden Mittelalter mehrere Dörfer wüst, so Wentorf, dass vermutlich bereits im 12. Jahrhundert ausgegangen ist, und Tewinkel, von dem noch 1318 drei Höfe in einer Urkunde des Klosters Lüne erschienen. Einen Kilometer nördlich von Neetze lag der Ort Niendorf (nicht zu verwechseln mit Niendorf bei Reinstorf). Niendorf hat noch im 14. Jahrhundert bestanden, die letzte Urkunde stammt aus dem Jahr 1383.

Am 28. Juli 1743 wurden durch eine Feuersbrunst im Ort zwölf Wohnhäuser und 19 Nebengebäude eingeäschert. Eine weitere Feuersbrunst entstand am 29. September 1850, der 20 Gebäude zum Opfer fielen, darunter neun Wohnhäuser. Es wurden 21 Familien obdachlos.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. März 1974 wurde die Gemeinde Süttorf eingegliedert.[3]

PolitikBearbeiten

Die Gemeinde Neetze gehört zum Landtagswahlkreis 48 Elbe und zum Bundestagswahlkreis 38 Lüchow-Dannenberg – Lüneburg.[4][5]

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat aus Neetze setzt sich aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2016)

BürgermeisterBearbeiten

Der ehrenamtliche Bürgermeister Karsten Johansson wurde am 7. November 2016 vom Rat gewählt.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MusikBearbeiten

  • Chor Cantabile
  • Orchester Neetze mit Flötengruppen und Jugendorchester
  • Schulchor „La Bamba“ (3./4. Schulklasse)
  • Kinderkantorei der Kirchengemeinde (Vorschulkinder und 1./2. Schulklasse)
  • Zauberland Musik
  • Projekt „kreatives Dach“ des Zauberland Musik

BauwerkeBearbeiten

  • Spätgotische Willibrord Kirche im Ortszentrum
  • Aussichtsturm am Friedhof mit Blick auf Neetze und Umland

SportBearbeiten

  • TUS Neetze
  • TC Neetze

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • jährlicher Frühjahrsmarkt
  • Neetzer Einradworkshop (KICK Ostheide)
  • Neetzer Weihnachtsmarkt am Samstag vor dem 1. Advent
  • Spargelfest des Spargelhofes Strampe an Muttertag
  • Kinderferientage der Kirchengemeinde
  • großes Osterfeuer am Grillplatz (Karsamstag)

KulinarischesBearbeiten

Neetzes Umland ist für verschiedene Kulinarische Leckereien bekannt: zum einen den Heidschnuckenbraten, zum anderen für den Stint, einen kleinen Fisch, der im Frühjahr Saison hat. Eine weitere kulinarische Rarität ist eine regional abweichende, dänisch beeinflusste Variante des Labskaus (Skipperlabskovs, umgangssprachlich auch Gammel danske kaus).

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Die Bundesstraße 216 LüneburgDannenberg (Elbe) liegt südlich der Gemeinde. Die umliegenden Städte Bleckede und Lüneburg sind mit dem ÖPNV werktags stündlich erreichbar. Die mittlerweile für den Personenverkehr stillgelegte Bahnstrecke Lüneburg-Bleckede, die nur noch von Museumsbahnen sowie für Werkstattfahrten ins Ausbesserungswerk der OHE in Bleckede benutzt werden, führt durch Neetze.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Das KICK-Ostheide in Neetze leitet den offenen Jugendtreff, Mädchen- und Jungengruppen und bietet Beratungen für alle Fragen des familiären Zusammenlebens.

BildungBearbeiten

In Neetze gibt es eine Grundschule, die nach dem Konzept der offenen Eingangsstufe unterrichtet und in den Klassen 3 und 4 zweizügig ist. Zudem gibt es einen Kindergarten und mehrere Einrichtungen für die frühkindliche Betreuung. Die evangelische Jugendbildungsstätte (Jubi) war ein Ort für Fortbildungen, Seminare und Freizeiten. Sie ist seit 2012 geschlossen.

In der Grundschule befindet sich die öffentliche Bücherei der Samtgemeinde Ostheide.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Reinhold Baumgarten, C.-E. Meyer und R. Simmering: Neetze und Umgebung - wie es früher war. Eigenverlag, 1993.
  • Egon Behrens: 800 Jahre Neetze : 1205–2005; Beiträge zur Ortsgeschichte. Husum 2004, ISBN 978-3-89876-1734.
  • Egon Behrens: Neetze : Boltersen, Breetze, Süttorf; Beiträge zur Geschichte liebenswerter Dörfer. Husum 2008, ISBN 978-3-89876-429-2.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Günther Wagener: Verzeichnis der Städte, Samtgemeinden, der Mitgliedsgemeinden und Ortsteile in der Hansestadt und dem Landkreis Lüneburg mit dem Eintrag der plattdeutschen Ortsnamen. (pdf) In: www.landkreis-lueneburg.de. 27. August 2015, S. 2, abgerufen am 20. Dezember 2018.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 233.
  4. Landtagswahlkreise ab 16. Wahlperiode. Wahlkreiseinteilung für die Wahl zum Niedersächsischen Landtag. Anlage zu § 10 Abs. 1 NLWG, S. 4. (PDF (Memento des Originals vom 25. Juli 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nls.niedersachsen.de; 87 KB)
  5. Beschreibung der Wahlkreise. Anlage zu § 2 Abs. 2 Bundeswahlgesetz. In: Achtzehntes Gesetz zur Änderung des Bundeswahlgesetzes. Anlage zu Artikel 1. Bonn 18. März 2008, S. 325. (PDF (Memento des Originals vom 25. Juli 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundeswahlleiter.de; 200 KB)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Neetze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien