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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reppenstedt
Reppenstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reppenstedt hervorgehoben
Koordinaten: 53° 15′ N, 10° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Lüneburg
Samtgemeinde: Gellersen
Höhe: 36 m ü. NHN
Fläche: 14,78 km2
Einwohner: 7581 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 513 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21391
Vorwahl: 04131
Kfz-Kennzeichen: LG
Gemeindeschlüssel: 03 3 55 031
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dachtmisser Straße 1
21391 Reppenstedt
Website: www.reppenstedt.de
Bürgermeister: Peter Bergen (CDU)
Lage der Gemeinde Reppenstedt im Landkreis Lüneburg
Landkreis LüneburgNiedersachsenSchleswig-HolsteinMecklenburg-VorpommernLandkreis Lüchow-DannenbergLandkreis UelzenLandkreis HeidekreisLandkreis HarburgRehlingenSoderstorfOldendorfAmelinghausenBetzendorfBarnstedtMelbeckDeutsch EvernWendisch EvernEmbsenSüdergellersenKirchgellersenWestergellersenReppenstedtReppenstedtMechtersenVögelsenRadbruchBardowickHandorfWittorfLüneburgBarendorfVastorfReinstorfThomasburgDahlenburgBoitzeNahrendorfTosterglopeDahlemBleckedeNeetzeAdendorfScharnebeckRullstorfLüdersburgHittbergenHohnstorfEchemArtlenburgBarumBrietlingenAmt NeuhausKarte
Über dieses Bild

Reppenstedt ist eine Gemeinde und der Verwaltungssitz der Samtgemeinde Gellersen im Landkreis Lüneburg in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Die Ortschaft hat, mit Ausnahme ihres verbleibenden dörflichen Kerns, den Charakter einer Vorortgemeinde und bildet mit den Orten Adendorf, Vögelsen, Bardowick sowie Deutsch Evern und Wendisch Evern einen dichter besiedelten Bereich um die Kernstadt Lüneburg mit zusammen rund 30.000 Einwohnern (mit der Kernstadt etwa 103.500 Einwohner). Reppenstedt ist Sitz der Gemeindeverwaltung der Samtgemeinde Gellersen.

Geografische LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt etwa 2,5 km westlich der Stadt Lüneburg. Der Ort wird von Lüneburg durch einen Grünstreifen getrennt, der ursprünglich auch die Trasse für eine westliche Lüneburger Umgehungsstraße aufnehmen sollte.

GemeindegliederungBearbeiten

Zu Reppenstedt gehört der Ortsteil Dachtmissen.

GeschichteBearbeiten

Die erste schriftliche Überlieferung des Ortsnamens als Repinstid entstammt einer Urkunde von 1197, bevor bereits 1234 hieraus Reppenstedt wurde. Das Dorf bestand ursprünglich aus mindestens vier Vollhöfen und einem adeligen Gutshof.

Wichtige Voraussetzung für die Entwicklung von Reppenstedt bildete der Bau der so genannten Alten Lüneburger Landwehr von 1397 bis 1406. Am Durchlass der Landwehr im Dorf wurde ein Landwehrhaus, die Ulensborg/Eulenburg, mit einem Turm und zwei Schlagbäumen errichtet.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. März 1974 wurde die Nachbargemeinde Dachtmissen eingegliedert.[2]

AbtretungenBearbeiten

Am 1. März 1974 wurde ein Gebiet mit fast 300 Einwohnern an die Kreisstadt Lüneburg abgetreten.[2]

PolitikBearbeiten

Die Gemeinde Reppenstedt gehört zum Landtagswahlkreis 49 Lüneburg und zum Bundestagswahlkreis 38 Lüchow-Dannenberg–Lüneburg.[3][4]

Der Gemeinderat ist nach der Kommunalverfassung das oberste Organ der Gemeinde und wird alle fünf Jahre von den wahlberechtigten Bürgern gewählt. Die letzte Kommunalwahl fand am 11. September 2016 statt. Der Rat der Gemeinde Reppenstedt setzt sich aus 21 Abgeordneten zusammen.

  • CDU 6 Sitze
  • SPD 5 Sitze
  • Grüne 5 Sitze
  • FDP 2 Sitze
  • Sozial-ökologische Liste Reppenstedt (SOLI) 2 Sitze
  • Einzelbewerber Dulitz 1 Sitz

letzte Kommunalwahl am 11. September 2016[5]

Die CDU-Fraktion und die SPD-Fraktion bilden die Mehrheitsgruppe CDU/SPD. SOLI Reppenstedt und der Einzelbewerber Dulitz bilden ebenfalls eine Gruppe.

Der Gemeinderat hat in seiner konstituierenden Sitzung am 10. November 2016 neben dem Hauptausschuss mit sieben Mitgliedern zwei weitere Ausschüsse mit je sieben Mitgliedern gebildet:

  • Planungsausschuss
  • Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss

BürgermeisterBearbeiten

Der derzeitige Bürgermeister von Reppenstedt ist Peter Bergen (CDU).

WappenBearbeiten

Durch die im Bereich der Gemeinde noch existente Alte Lüneburger Landwehr wird diese zum prägenden „Wahrzeichen des Reppenstedter Wappens“[6]. Sie wird dargestellt in Form einer fünfmal gewellten, schräg verlaufenden „Teilungslinie des Wappenschildes“.[6] Mit dem Hufeisen im Wappen wird auf die Gemeindezugehörigkeit zu Niedersachsen Bezug genommen. Die Eichenblätter sind Symbol für „die angestammte niedersächsische Bevölkerung und weisen auf die Zugehörigkeit der Gemeinde Reppenstedt zur Samtgemeinde Gellersen hin“.[6] An diejenigen Mitbürger, die nach Flucht oder Vertreibung aus ehemaligen deutschen Ostgebieten ihre Heimat verloren hatten und die kurz vor oder nach Ende des Zweiten Weltkrieges in dem Bereich der heutigen Samtgemeinde Gellersen – überwiegend in Reppenstedt – eine neue Heimat finden konnten, erinnert schließlich das „silberne Wappenschild mit dem Hochkreuz (Deutsches Ostkreuz)“.[6]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Alte Lüneburger Landwehr, eine historische Wallanlage aus dem 14. Jahrhundert, führt durch Reppenstedt. Einen besonderen Eindruck über den Aufbau und die Größe der Anlage bietet der bewaldete Abschnitt zwischen dem Reppenstedter Ortskern und Vögelsen. Ein unbefestigter Waldweg ermöglicht es, die gesamte Strecke zu bewandern.

VerkehrBearbeiten

Reppenstedt ist über verschiedene Land- und Kreisstraßen an das Verkehrsnetz angebunden. Es besteht ein dichter Busverkehr nach Lüneburg. Es handelt sich um die Linien der Kraftverkehr GmbH (KVG). Im Rahmen des Hamburger Verkehrsverbund (HVV) können durchgehende Fahrscheine nach Hamburg gelöst werden. Als Ergänzung zum ÖPNV steht eine Carsharing-Station und das Anrufsammel-Mobil bzw. Anruf-Sammel-Taxi zur Verfügung.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Reppenstedt – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 235.
  3. Landtagswahlkreise ab 16. Wahlperiode. Wahlkreiseinteilung für die Wahl zum Niedersächsischen Landtag. Anlage zu § 10 Abs. 1 NLWG, S. 4. (PDF (Memento des Originals vom 25. Juli 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nls.niedersachsen.de; 87 KB).
  4. Beschreibung der Wahlkreise. Anlage zu § 2 Abs. 2 Bundeswahlgesetz. In: Achtzehntes Gesetz zur Änderung des Bundeswahlgesetzes. Anlage zu Artikel 1. Bonn 18. März 2008, S. 325. (PDF (Memento des Originals vom 25. Juli 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundeswahlleiter.de; 200 KB).
  5. Wahlergebnis und Grafik zur Sitzverteilung im Gemeinderat Reppenstedt auf den Internetseiten der Wahlleitung (wahl.luenecom.de (Memento des Originals vom 5. Dezember 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/wahl.luenecom.de).
  6. a b c d Lutz Tetau: Das Wappen der Gemeinde Reppenstedt. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 6. Januar 2009; abgerufen am 28. April 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.reppenstedt.de