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Barum (Landkreis Lüneburg)

Gemeinde im Landkreis Lüneburg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Barum
Barum (Landkreis Lüneburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Barum hervorgehoben
Koordinaten: 53° 21′ N, 10° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Lüneburg
Samtgemeinde: Bardowick
Höhe: 4 m ü. NHN
Fläche: 9,81 km2
Einwohner: 2013 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 205 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21357
Vorwahl: 04133
Kfz-Kennzeichen: LG
Gemeindeschlüssel: 03 3 55 007
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am See 21
21357 Barum
Website: www.gemeinde-barum.de
Bürgermeister: Dr. Joachim Schwerdtfeger (FDP)
Lage der Gemeinde Barum im Landkreis Lüneburg
Landkreis LüneburgNiedersachsenSchleswig-HolsteinMecklenburg-VorpommernLandkreis Lüchow-DannenbergLandkreis UelzenLandkreis HeidekreisLandkreis HarburgRehlingenSoderstorfOldendorfAmelinghausenBetzendorfBarnstedtMelbeckDeutsch EvernWendisch EvernEmbsenSüdergellersenKirchgellersenWestergellersenReppenstedtReppenstedtMechtersenVögelsenRadbruchBardowickHandorfWittorfLüneburgBarendorfVastorfReinstorfThomasburgDahlenburgBoitzeNahrendorfTosterglopeDahlemBleckedeNeetzeAdendorfScharnebeckRullstorfLüdersburgHittbergenHohnstorfEchemArtlenburgBarumBrietlingenAmt NeuhausKarte
Über dieses Bild
Die Neetze erweitert sich bei Barum zum Barumer See

Barum ist eine Gemeinde in der Lüneburger Heide im Landkreis Lüneburg, Niedersachsen (Deutschland). Die Gemeinde Barum ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Bardowick.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Barum, ein Ort inmitten der Lüneburger Elbmarsch, liegt zentral zu den Städten Lüneburg (etwa 13 km), Winsen (etwa 16 km), Lauenburg (etwa 18 km) und Geesthacht (etwa 15 km) sowie zu Hamburg (etwa 40 km). Bis zur Elbe sind es etwa sechs Kilometer. Das Dorf wird von dem Fluss Neetze durchflossen, der sich nördlich des Ortes seenartig erweitert und daher Barumer See genannt wird. Von der Neetze zweigt der Ende des 19. Jahrhunderts gebaute Neetzekanal ab.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Barum besteht aus den Ortsteilen Barum, Horburg und St. Dionys.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. März 1974 wurden anlässlich der Gebietsreform in Niedersachsen die Gemeinden Horburg und St. Dionys eingegliedert.[2][3]

PolitikBearbeiten

Gemeindewahl 2016[4]
Wahlbeteiligung: 63,5 %
 %
50
40
30
20
10
0
45,9 %
30,8 %
18,2 %
5,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+7,0 %p
-0,9 %p
+6,8 %p
+3,2 %p

Die Gemeinde Barum gehört zum Landtagswahlkreis 49 Lüneburg und zum Bundestagswahlkreis 38 Lüchow–Dannenberg–Lüneburg.[5][6]

GemeinderatBearbeiten

Der Rat der Gemeinde Barum setzt sich aus elf Abgeordneten zusammen:[7]

SPD CDU Bündnis 90/Die Grünen Unabhängige Wählergemeinschaft Barum e. V. (UWG) FDP Gesamt
2011 4 4 1 2 - 11 Sitze
(31,7 %) (38,9 %) (11,4 %) (16,2 %) (1,4 %)
2016 3 5 2 - 1 11 Sitze
(30,8 %) (45,9 %) (18,2 %) - (5,1 %)

2011: Vorläufiges Wahlergebnis der Kommunalwahl am 11. September 2011 2016: Vorläufiges Wahlergebnis der Kommunalwahl am 11. September 2016

BürgermeisterBearbeiten

  • 1974–1999: Gerd Steinbach (CDU)
  • 1999–2011: Werner Meyn (CDU)
  • 2011–2018: Torsten Rödenbeck (CDU)
  • Seit 2018: Dr. Joachim Schwerdtfeger (FDP)

WappenBearbeiten

In Silber ein blauer Wellengöpel, rechts ein blaues Mühleisen, links die zugewendete Krümme eines blauen Bischofsstabes und unten ein beblätterter, blauer Rohrkolben. Der Wellengöpel weist auf die vielen Wasserläufe hin, die das Gemeindegebiet durchziehen und zeigt gleichzeitig, dass die Gemeinde von drei Ortsteilen gebildet wird. Das Mühleisen steht für den Ortsteil Barum, der Bischofsstab für St. Dionys, der Rohrkolben für Horburg.

OrtsnamenBearbeiten

Die alten Bezeichnungen waren 1290 in Berne, 1304 in Barem, 1305 in Barme, 1319 in villa Barme, 1344 uilla Barem, 1348 to/van Barum, 1354 in Barem, 1366 van Barum, 1384 to Barem. Die Niederdeutsche Mundartwörterbücher verzeichnen unter barme, berme mehrere Deutungen, wie Grabenkante, Deichfluss, Böschung, Stufe am Deich, die Sohle, „der Fuß des Deiches“. Barum liegt auf einer aus der Neetze herausragenden, verhältnismäßig schmalen Erhebung. Es gilt deshalb für Barum im Kreis Lüneburg „Siedlung bei“ oder „an einer Anhöhe“.[8]

VerkehrBearbeiten

Barum liegt an den Kreisstraßen 12 (Wittorf–Barum) und 1 (Tespe–Barum–Brietlingen). Durch die Buslinien 5405 (Marschacht–Tespe–Horburg–Barum–Wittorf–Lüneburg) und 5904 (Horburg–Barum–Brietlingen–Schulzentrum Scharnebeck) des HVV wird Barum an das regionale Verkehrsnetz angebunden. Von 2010 bis 2014 führte zusätzlich die Linie 4400 (Barum–Tespe–MarschachtRönneBahnhof Hamburg-Bergedorf) direkt bis Barum. Die Verbindung wurde im Dezember 2014 eingestellt und führt nur noch bis Bütlingen.[9]

BildungBearbeiten

Die Gemeinde hat eine einzügige Grundschule als Außenstelle der Grundschule Bardowick[10], einen Kindergarten[11] und seit 2013 auch eine Kinderkrippe.[12] Weiterführende Schulen gibt es dann in Bardowick, Scharnebeck und Lüneburg Seit 2007 ist im angrenzenden Gebäude der Schule und des Kindergartens ein Jugendzentrum vorhanden.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2017 (Hilfe dazu).
  2. Zur Gebiets- und Verwaltungsreform lies ausführlich Blazek, Matthias: Von der Landdrostey zur Bezirksregierung – Die Geschichte der Bezirksregierung Hannover im Spiegel der Verwaltungsreformen, Stuttgart 2004, ISBN 3-89821-357-9.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 234.
  4. http://www.bardowick.de/Portaldata/15/Resources/kommunal_dateien/kommunal_dokumente/wahlen_2011/Barum_-_Diagramm,_Vergleich.jpg
  5. Landtagswahlkreise ab 16. Wahlperiode. Wahlkreiseinteilung für die Wahl zum Niedersächsischen Landtag. Anlage zu § 10 Abs. 1 NLWG, S. 4. ( PDF (Memento vom 25. Juli 2011 im Internet Archive); 87 KB).
  6. Beschreibung der Wahlkreise. Anlage zu § 2 Abs. 2 Bundeswahlgesetz. In: Achtzehntes Gesetz zur Änderung des Bundeswahlgesetzes. Anlage zu Artikel 1. Bonn 18. März 2008, S. 325. ( PDF (Memento vom 25. Juli 2011 im Internet Archive); 200 KB).
  7. Wahl 2011: Gemeinde Barum. gemeinde-barum.de. Abgerufen am 24. September 2015.Wahl 2016: Sitzverteilung Barum 2016. bardowick.de. Abgerufen am 14. September 2016.
  8. Ortsnamen bei NDR.de.
  9. [1]
  10. [2]
  11. [3]
  12. [4].