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SC Pfullendorf

deutscher Fußballverein

Der Sportclub Pfullendorf ist ein Sportverein aus der baden-württembergischen Stadt Pfullendorf, der am 2. August 1919 gegründet wurde und 550 Mitglieder (Stand: 2016) zählt. Die Heimspielstätte des Vereins ist die rund 10.000 Zuschauer fassende Geberit-Arena.

SC Pfullendorf
Vereinswappen des SC Pfullendorf
Basisdaten
Name Sportclub Pfullendorf 1919 e.V.
Sitz Pfullendorf, Baden-Württemberg
Gründung 2. August 1919
Farben weiß-rot
Präsident Jobst-Michael Florus
Website www.sc-pfullendorf.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Marco Konrad
Spielstätte Geberit-Arena
Plätze 10.000
Liga Verbandsliga Südbaden
2018/19 7. Platz
Heim
Auswärts

Im Verein werden außer Fußball noch Schach, Tischtennis und Eisstockschießen angeboten.

GeschichteBearbeiten

 
Wappen 1950 bis 2009

In den letzten Jahren machte besonders die Fußballabteilung auf sich aufmerksam. Der SC Pfullendorf stieg 1980 erstmals in die Amateur-Oberliga Baden-Württemberg auf. In den folgenden 15 Jahren gelang es der Mannschaft insgesamt viermal, unmittelbar nach einem Abstieg als südbadischer Verbandsligameister in die Oberliga zurückzukehren. 1998 folgte dann der Sprung in die „alte“ Regionalliga Süd, und zwei Jahre später nahm Pfullendorf als Zweitplatzierter hinter dem SSV Reutlingen 05 (der direkt aufstieg) sogar an der Aufstiegsrunde (an der die drei Vizemeister teilnahmen) zur Zweiten Bundesliga teil, in der jedoch nur der dritte Platz hinter LR Ahlen und Union Berlin erreicht wurde. Die darauf folgende Saison 2000/01 führte zum erneuten Abstieg aus der Regionalliga und stellte den SCP erneut vor die Aufgabe, einen direkten Wiederaufstieg zu schaffen, und tatsächlich konnte sie auch beim fünften Mal gelöst werden. Ab 2002 spielte Pfullendorf wieder in der drittklassigen Regionalliga Süd. Der erneut schlechte Verlauf der Saison 2004/2005 sorgte für die Ablösung von Trainer Günter Rommel noch während der laufenden Spielzeit. Marco Kurz, Ex-Profi u. a. bei TSV 1860 München, übernahm als Spielertrainer die Geschicke des SCP. Zwar belegte man am Schluss nur Rang 16, aber nachdem der 1. SC Feucht keine Lizenz für die neue Saison beantragt hatte und mit Eintracht Trier nur eine Mannschaft aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga Süd abstieg, reichte es für die Linzgauer trotzdem zum Klassenerhalt.

Zur Saison 2006/2007 übernahm Michael Feichtenbeiner wieder den Trainerposten in Pfullendorf. Er konnte mit seinen Spielern am 10. September 2006 den wohl größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern, als der SC Pfullendorf in der ersten Runde des DFB-Pokals den Bundesligisten Arminia Bielefeld mit 2:1 besiegte. Am 24. April 2008 wurde Michael Feichtenbeiner entlassen. Durch den 17. Tabellenplatz in der Saison 2007/2008 erreichte Pfullendorf das Ziel, sich für die 3. Liga zu qualifizieren, nicht und spielte ab der Spielzeit 2008/2009 in der viertklassigen Regionalliga Süd. In der Saison 2010/2011 war Helgi Kolviðsson Trainer des Sportclubs, sein Nachfolger zur Saison 2011/2012 war Kristijan Djordjevic.

Im Mai 2014 (der Verein stand auf dem letzten Tabellenplatz) beschloss der Vorstand, nach der Saison 2013/14 freiwillig in die zwei Klassen tiefere Verbandsliga abzusteigen. Dies begründete Vereinspräsident Martin Fritz damit, dass ein konkurrenzfähiger Oberligakader für den Verein nicht finanzierbar wäre. Gleichzeitig wurde die Auflösung des Vertrages von Trainer Stephan Baierl angekündigt.[1] Anfang Juni 2014 wurde die Mannschaft schließlich doch für die Oberliga 2014/15 gemeldet. Außerdem wurde Patrick Hagg als neuer Trainer vorgestellt.[2]

Ende 2015 geriet der Verein in finanzielle Schwierigkeiten und konnte teilweise Spielergehälter nicht vollständig auszahlen. Nachdem auf der Jahreshauptversammlung dem Präsidium um Martin Fritz die Entlastung verweigert worden war, trat dieser, ebenso wie sein Stellvertreter zurück. Der Verein befand sich in einer schweren Krise, zumal die sportliche Situation nach einer sehr schwachen Hinrunde verheerend war. Die drei ehemaligen Spieler Marko Barlecaj, Marco Konrad und Ralf Hermanutz schlossen sich zusammen und suchten nach einer neuen Vorstandschaft. Am 13. Januar 2016 wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Pfullendorfer Mediziner Jobst-Michael Florus zum neuen Präsidenten und mit ihm eine neue Vereinsführung gewählt.[3] Nach dem Abstieg aus der Oberliga 2016 folgte 2017 ein weiterer Abstieg aus der Verbandsliga, sodass die Mannschaft in der Saison 2017/18 in der Landesliga Südbaden (Staffel 3) antreten musste. Diese konnte der SCP mit der Meisterschaft abschließen, so dass die Rückkehr in die Verbandsliga Südbaden direkt gelungen war.

SpielstätteBearbeiten

Spielstätte der Fußballmannschaft ist das Pfullendorfer Waldstadion an der Kasernenstraße. Das Stadion gehört der Stadt Pfullendorf und bietet Platz für 10.000 Zuschauer, davon 432 als überdachte Sitzplätze. Das Pfullendorfer Waldstadion trägt bei Heimspielen des SC Pfullendorf oder bei Länderspielen einen anderen Namen.[4] Am 23. April 2005 erhielt es den Namen Alno-Arena. Die Alno AG hat den Sponsoring-Vertrag mit dem Fußball-Regionalligisten jedoch zum Ende der Saison 2007/2008 gekündigt. Am 21. Juni 2009 wurde mitgeteilt, dass die Alno-Arena zukünftig Geberit-Arena heißen wird. Die Umbenennung steht in Verbindung mit einem stärkeren finanziellen Engagement der Geberit AG, eines Schweizer Sanitärherstellers mit Produktionsstandort in Pfullendorf, über die Höhe des Engagements wurde Stillschweigen vereinbart.[5]

ErfolgeBearbeiten

Meisterschaft
Pokal

Platzierungen seit 2003Bearbeiten

Platzierungen in der Regionalliga Süd bzw. SüdwestBearbeiten

Platzierungen in der Fußball-Oberliga Baden-WürttembergBearbeiten

Bekannte ehemalige SpielerBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Paukenschlag beim SC Pfullendorf - Neubeginn in der Verbandsliga? In: Südkurier, 22. Mai 2014
  2. SC Pfullendorf: Neustart in der Oberliga mit Hagg In: Südkurier, 6. Juni 2014
  3. Oliver Kothmann: „Drei Altstars stellen den SCP neu auf.“ In: Schwäbische Zeitung, 15. Januar 2016
  4. Siegfried Volk (siv): Geberit folgt Alno. In: Südkurier vom 23. Juni 2009
  5. Stadion: Geberit wird neuer Namensgeber. In: Schwäbische Zeitung vom 22. Juni 2009