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Paul Rudolf „Rolf“ Kauka (* 9. April 1917 in Markranstädt; † 13. September 2000 in Thomasville, Georgia) war ein deutscher Comicproduzent und -verleger. Er schuf unter anderem die Figuren Fix und Foxi. Aufgrund seines Erfolges wurde er auch als deutscher Walt Disney bezeichnet.[1]

LebenBearbeiten

Kaukas Vater Alexander Paul Kauka war Hufschmied und Wagenbauer gewesen, im Ersten Weltkrieg jedoch schwer verwundet worden und danach u. a. als Lagerarbeiter und Schrankenwärter tätig. Rolf Kauka selbst besuchte zunächst die Volks- und Realschule in Markranstädt bzw. Leipzig. Er verließ aber letztere vorzeitig und absolvierte eine Ausbildung zum Drogeriegehilfen, wiederum in Markranstädt, wo er auch nach seiner Lehrzeit noch zwei Jahre verblieb, ehe er aus eigenem Entschluss kündigte.[2] Über den Verbleib Kaukas ab März 1936 liegen zwar keine näheren Informationen vor, doch sind einige Cartoons für die Leipziger Neuesten Nachrichten und das Weißenfelser Tageblatt bekannt, 1937 erschienen und mit „Rudo Kauka“ signiert. Rolf Kaukas spätere Selbstauskunft, er habe ein Gymnasium besucht und vier Semester Betriebswirtschaft studiert, ist demnach unzutreffend. Auch verwies er gerne auf finnische Ahnen, was jedoch nicht belegt ist. Stattdessen zogen nachweislich seine Vorfahren väterlicherseits im 19. Jhdt. von Schlesien nach Sachsen, während seine Mutter aus dem Oberhessischen stammte.

1938 leistete er dann den Reichsarbeitsdienst ab und wurde anschließend, Ende November 1938, zum Wehrdienst eingezogen. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs befand er sich somit noch bei der Wehrmacht und bewarb sich dort als Berufsoffizier. Bei dieser Bewerbung gab er als Berufsbezeichnung "Presse-Zeichner" an.[3] Im Krieg nahm er am Westfeldzug teil und wurde an der Ostfront eingesetzt, ehe er sich als mehrfach dekorierter Oberleutnant eines Flakregiments bereits einige Wochen vor der endgültigen Kapitulation zu seiner Familie nach Prien am Chiemsee absetzte.

Kauka war insgesamt viermal verheiratet. So ehelichte er im Juni 1943 die angehende Ärztin Erika Bahre. Aus dieser Ehe gingen drei Töchter hervor, u. a. Marlies „Mascha“ Kauka (* 14. Feb. 1945), Kochbuchautorin und Verlegerin und heute Vorsitzende der Stiftung Amazonica. Auch aus seiner zweiten Ehe hatte er zwei Kinder, darunter seinen einzigen Sohn Michael (1962–2006). Zuletzt war Rolf Kauka verheiratet mit Alexandra Kauka, geb. Stahl (von Ende 1975 bis zu seinem Tod).

Erste VerlegeraktivitätenBearbeiten

1947 erscheint eine erste Publikation mit dem Vermerk Kauka-Verlag, Prien am Chiemsee: ein kleinformatiges Handbuch mit dem Titel Leitfaden für Polizeibeamte von einem gewissen Dr. E. G. Mayer, lt. Angaben im Buch „Städtischer Rechtsrat im Polizeipräsidium München“. Dieses Buch sollte allerdings für einige Jahre die einzige Publikation des „Kauka-Verlags“ bleiben. Anfang 1948 folgt dann der erste Band einer geplanten Reihe Elemente der Rechtswissenschaft („Kurzlehrbücher für Studium und Praxis“), auf dessen Titel der Name Rudolf Kauka wie ein Verfassername prangt, obwohl er nur als Herausgeber der Reihe fungierte. Der eigentliche Autor ist der Jurist Norbert Pohl, den Kauka in Prien kennen- und schätzen gelernt hat. Dieser Band erschien im neu gegründeten „Verlag der Zwölf“ in München, wo Rolf Kauka nun eine Anstellung fand, wofür er noch Jahre später dem Schriftsteller und Verleger Harry Schulze-Wilde dankte.[4] Mit diesem zusammen gründete er außerdem im September 1948 die „Münchener Verlagsbuchhandlung Harry Schulze-Wilde & Co.“. Dabei firmierte er als „Dr. Rudolf Kauka“ den Doktortitel entlehnte er offenbar von seiner frisch promovierten Ehefrau.

Die Münchener Verlagsbuchhandlung wurde nun zum Ausgangspunkt für Kaukas verlegerische Tätigkeit in den Anfangsjahren. Schulze-Wilde war dabei zunächst als Inhaber einer bis 1949 unabdingbaren, personengebundenen Zeitungslizenz der US-amerikanischen Kontrollbehörden für das Unternehmen unerlässlich. Mit dem Wegfall der Lizenzpflicht schied er im Oktober 1949 aus der Firma aus, die danach mit dem Zusatz „Rudolf Kauka OHG“ fortgeführt wurde. Man verlegte zum einen juristische Fachliteratur, aber auch zwei Broschüren zu aktuellen politischen Themen. Vor allem aber wandte man sich der Unterhaltung in Form von Romanheften und Magazinen zu. So erschienen bereits im Herbst 1948 drei Reihen ungefähr gleichzeitig: das kleinformatige ax Kriminal-Magazin, die Romanheftserie Der neue Film-Roman, anfangs im großen Illustriertenformat, und der Argus Kriminalroman, dessen wiederum kleinformatigen Hefte einzig dem Kriminalschriftsteller C. V. Rock gewidmet waren. Letztere gab man allerdings nach nur wenigen Ausgaben wieder ab.

Auch ax wurde bereits nach vier Ausgaben Anfang 1949 abgelöst durch ein Neues Kriminalmagazin, das anfangs jedoch im kurzlebigen Heinz Ullstein Verlag erschien. Den Vertrieb übernahm die Münchener Verlagsbuchhandlung und ab Mitte 1949 dann das ganze Heft, wiederum nach der vierten Nummer. Im März 1950 kam kurzzeitig eine Fachzeitschrift unter dem Titel Technische Neuheiten und Erfindernachrichten hinzu, die im Laufe des Jahres dreimal den Titel änderte und schließlich nach nur fünf Ausgaben weitergereicht wurde. Diese Publikation blieb ein Fremdkörper im Verlagsportfolio, das sich nun verstärkt der populären Lektüre verschrieb und dazu ca. Mitte 1950 die Westernromanserie Bill Rocky an den Markt brachte. Noch im Herbst desselben Jahres folgte Mix, eine kleinformatige Unterhaltungsrevue in Fortführung des Münchener „Neuen Magazins“, und schließlich zum Jahreswechsel 1950/51 die überformatige Illustrierte ER – die Zeitschrift für den Herrn, eine Übernahme aus dem AWA-Verlag und gedacht für ein gehobenes Publikum. Diese drei Titel erschienen von Beginn an im „Kauka Verlag“ wie Kriminalmagazin und Filmroman inzwischen auch , der allerdings offiziell erst im November 1951 im Handelsregister eingetragen wird, zunächst mit Erika Kauka als Inhaberin und kurz nachdem die Münchener Verlagsbuchhandlung von einer OHG in den Alleinbesitz Rolf Kaukas wechselte.

Das Jahr 1951 markierte ohnehin eine erste Zäsur in Rolf Kaukas Verlegertätigkeit. Im Frühjahr stellte das Neue Kriminalmagazin nach der 27. Ausgabe sein Erscheinen ein, bald darauf auch Mix mit der Nr. 7. Es folgte noch eine Remittendenverwertung in Sammelbänden zu drei Heften dieser Reihen bzw. einem Exemplar des Filmromans unter dem Titel Buntes Magazin. Zum Jahresende wechselte dann auch Er erneut den Verlag, ebenso Bill Rocky und der Filmroman, mittlerweile umgestellt auf die gängige Romanheftgröße und umbenannt in Delphin Roman. Diese beiden Serien wurden nun vom Rastatter Roman- und Rätselheftverleger Erich Pabel fortgeführt.

1952 versuchte Kauka es dann zunächst auf einem völlig neuen verlegerischen Gebiet: Er produzierte zwei Sammelalben samt der dazugehörigen Einzelbilder in Anlehnung an Bill Rocky und Flying Jack, eine weitere Western-Romanheft-Serie aus dem Pabel Verlag. Herstellung und Vertrieb der Alben unter dem Titel Der wilde Westen bzw. Indianerland oblagen jedoch Pabel, während der Kauka Verlag die Funktion eines Bildertauschdienstes übernahm. Erst gegen Ende des Jahres trat Kauka wieder als eigenständiger Verleger in Erscheinung, diesmal mit der schmalen Jugendzeitschrift Colombo, die sich vorwiegend Erzählungen und Reportagen aus aller Welt widmete, aber auch einen ersten Kurzcomic enthielt: einen Pantomimenstrip mit einem Strichmännchen namens Dagobert. Dieser stammte von dem Münchener Kunstmaler und Illustrator Dorul van der Heide, der auch bereits einen Gutteil der Bilder zu den Sammelalben beigesteuert hatte. Colombo wurde im Februar 1953 mit der Nr. 3 eingestellt, die Zusammenarbeit mit van der Heide fing aber nun erst richtig an.

Karriere als Comic-VerlegerBearbeiten

Als Anfang der 1950er Jahre die ersten US-amerikanischen Comics den westdeutschen Markt eroberten, erkannte Rolf Kauka die Chancen, die dieses für Deutschland neue Massenmedium bot. Jedoch fehlte es in der jungen Bundesrepublik an geeigneten Comic-Zeichnern. So begann Kauka, seine eigenen Comicfiguren zu entwickeln, gründete 1951 den Kauka Verlag in München und engagierte erfahrene Illustratoren aus Jugoslawien, Italien und Spanien.[5] Der Illustrator Walter Neugebauer, später auch Zeichner des Haribo-Goldbären, veränderte die von Kauka geschaffenen und zuerst von Dorul van der Heide entworfenen, realistischeren Fuchs-Figuren Fix und Foxi und verlieh ihnen anthropomorphe Züge. Neugebauer wurde Art Director des Verlages. Im Mai 1953 erschien Kaukas erstes Comic-Heft Till Eulenspiegel, dessen Charaktere an Figuren der deutschen Märchen-, Fabel- und Volkserzählungen angelehnt waren.[5] In Heft 6 erschienen zum ersten Mal in einer Kurzgeschichte die Füchse Fix und Foxi, die bald zu Publikumslieblingen avancierten. Nachdem ab Heft 10 mehrere Ausgaben auf der Titelseite groß auf Fix und Foxi hinwiesen, wurde die Reihe ab Nr. 29 in Fix und Foxi umbenannt. Die Serie, die über 750 Millionen Hefte verkaufte und zeitweise eine wöchentliche Auflage von über 400.000 Exemplaren erreichte,[6] entwickelte sich zum größten Comic-Erfolg Deutschlands.

Rolf Kauka rekrutierte für die Massenproduktion seiner Figuren unter anderem aus Deutschland die Künstler Werner Hierl, Ludwig Fischer, Helmut Murek und Kurt Italiaander. Aus europäischen Nachbarländern sind die Zeichner Walter Neugebauer, Branco Karabajić, Vlado Magdic und Vjekoslav Kostanjsek, Öktemer Köksal, Mehmet Gülergün, Giuseppe De Facendis, Massimo Fecchi, Arthur Berckmanns sowie Charilaos Theodoro zu nennen.

Beim Ort Fuxholzen, dem Handlungsort der Fix-und-Foxi-Comics, soll es sich laut der Tageszeitung Die Welt um „eine dreiste Kopie von Entenhausen“ handeln.[7] Bernd Dolle-Weinkauf vom Institut für Jugendbuchforschung an der Universität Frankfurt äußerte zum Comic Fix und Foxi, dass dessen „Welt“ „ganz ähnlich aufgebaut“ sei wie die von Entenhausen, Kaukas Comicfiguren allerdings „viel flacher und eindimensionaler als die Disney-Figuren“ seien. Professor Knox in Fix und Foxi soll auf das Disney-Vorbild Daniel Düsentrieb zurückzuführen sein und Lupo, ursprünglich ein böser Wolf, soll später in seiner Characterzeichnung an die Disney-Figur Goofy angelehnt worden sein.[8]

In seinem Comic-Magazin Lupo (später Lupo modern, dann Tip Top) veröffentlichte Kauka ab 1964 umstrittene deutsche Bearbeitungen von französisch-belgischen Comics. Asterix und Obelix wurden bei Kauka zu Siggi und Babarras, bei denen die Protagonisten keine Gallier, sondern Germanen waren und die politische Situation Deutschlands in den 1960er Jahren in die Handlung einfloss. Die geringe Werktreue und die Häufung antikommunistischer politischer Anspielungen stieß jedoch auf erheblichen Widerspruch der französischen Urheber René Goscinny und Albert Uderzo, die Kauka daraufhin im Streit die Rechte entzogen.

In seinen Magazinen veröffentlichten Kauka und sein Team auch weitere franko-belgische Comic-Serien, wie „Pit und Pikkolo“ (Spirou und Fantasio), Tim und Struppi (Tintin), Die Schlümpfe (Les Schtroumpfs), Lucky Luke sowie andere Comics, die vornehmlich aus dem belgischen Verlagshaus Dupuis stammten. Kritik an den Kauka-Fassungen dieser Figuren von heute stützt sich auf die damals von fast allen Verlagen praktizierte Übersetzungstechnik. Statt einer möglichst originalgetreuen Übersetzung wurde ein „passender Text“ von den deutschen Redakteuren erfunden.

Zu dem großen und lang andauernden Erfolg von Fix und Foxi trug nicht zuletzt auch die Partnerschaft mit dem Erich Pabel Verlag bei. Ein weiteres Erfolgsprodukt von Rolf Kauka ist das Vorschulmagazin Bussi Bär, das in zehn Sprachen erscheint.

1973 verkaufte Rolf Kauka seinen Verlag an die englischen Verleger IPC Media und die niederländische Verlagsgruppe VNU. Er behielt sich ein Mitspracherecht vor. Kauka zog sich aus dem aktiven Verlagsgeschäft zurück und gründete 1975 in München die Kauka Comic Akademie, um sich der Aus- und Weiterbildung von Autoren und Illustratoren zu widmen. Ende der 1970er Jahre löste sich das Verlagskonsortium auf, und der Bauer Verlag unter der Führung seiner Tochtergesellschaft Pabel-Moewig übernahm Fix und Foxi. 1982 zog sich Rolf Kauka aus Gesundheitsgründen auf eine Plantage in Georgia (USA) zurück. Zuvor lebte er lange Jahre auf Gut Eichenhof bei Freising, das er 1966 erwarb.

SF-RomaneBearbeiten

Rolf Kauka verfasste auch zwei Science-Fiction-Romane:

  • 1980: Roter Samstag, oder Der Weltuntergang findet nicht statt, München und Wien (Herbig) ISBN 3-7766-0982-6
  • 1988: Luzifer. Roman einer Seelenwanderung, München (Universitas) ISBN 3-8004-1171-7

Ende der FF-Comics und Kaukas letzte AktivitätenBearbeiten

Mitte 1994 stellte VPM Fix und Foxi von wöchentlicher auf monatliche Erscheinungsweise um und marginalisierte den ohnehin stark reduzierten Comicanteil. Offenbar wollte der Verlag die damalige Auflagenkrise vor allem mit einem stark ausgebauten redaktionellen Anteil mit vielen popkulturellen Elementen überwinden. Rolf Kauka entzog dem Verlag daraufhin die Rechte und ließ das Comic-Heft einstellen. Damit kam auch die Produktion von Kauka-Comics völlig zum Erliegen.

Mit der 1982 aus dem Kauka Verlag hervorgegangenen Promedia, Inc. gründete Kauka eine Verwaltungsgesellschaft für seine Comics und widmete sich fortan der Umsetzung von Fix und Foxi in eine Zeichentrickserie, die erstmals im Februar 2000 im Fernsehen lief, zunächst im Ersten, später im KiKA. Zusammen mit seiner vierten Ehefrau Alexandra Kauka und der Ravensburger AG entwickelte er zudem das „Fix & Foxi Abenteuerland“ im Ravensburger Spieleland, das im Frühjahr 2000 eröffnet wurde. 1998 wurde Rolf Kauka für sein Werk mit dem Verdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt. Die Kauka Promedia, Inc. leitete er bis Ende 1999 selbst und übergab dann die Geschäftsführung an Alexandra Kauka.

Die Wiedereinführung eines neuen FF-Heftes im Jahre 2000 beim Ehapa-Verlag scheiterte sowohl qualitativ als auch verkaufstechnisch nach nur drei Ausgaben. Nicht viel besser war es zuvor der Albenreihe Rolf Kauka Classics (1997–1999) ergangen. Am 13. September 2000 verstarb Rolf Kauka 83-jährig auf seiner Plantage in Thomasville im US-Bundesstaat Georgia.

Entwicklung nach dem Tode KaukasBearbeiten

Im Jahre 2003 erschien ein großes Jubiläumsbuch zum 50. Geburtstag der Comic-Helden, gefolgt von einem Sonderheft im Jahre 2004 (Fix und Foxi und der Raketenblitz). 2003 ging Alexandra Kauka, als Nachfolgerin von Rolf Kauka im Unternehmen, ein Joint-Venture mit der Andromeda Central Community Medien GmbH von Michael Semrad aus Kerken bei Düsseldorf ein. Das operative Geschäft wurde nachfolgend auf die Andromeda Central Community Medien GmbH verlagert und wird seitdem gemeinsam von Promedia (Alexandra Kauka) und Andromeda Central Community Medien GmbH (Michael Semrad) unter dem Label Kauka Promedia vermarktet. Auf Wunsch von Alexandra Kauka erfolgte im Juni 2008 die Umbenennung des Joint-Venture Kauka Promedia in Rolf Kauka Comics. Damit soll stärker der Schöpfer der Kauka-Serien, Rolf Kauka, in den Blickpunkt gerückt werden.

Im Jahre 2005 vergab Alexandra Kauka die Lizenz für Fix-und-Foxi-Print-Magazine an den Hamburger Tigerpress Verlag GmbH unter der Leitung von Jan Wickmann, Sohn des Generalbevollmächtigten bei Gruner und Jahr, Rolf Wickmann, Lutz Mathesdorf als Chefzeichner (zuvor u. a. Bestsellerautor bei Rowohlt und Carlsen) und Michael Hopp, der zuvor Chefredakteur bei Wiener, TV total, TV Movie und TV Today war. Gleichzeitig wurde die Comicproduktion von Kauka-Comics wieder aufgenommen. Das erste neue Fix-und-Foxi-Comic-Magazin erschien am 25. Oktober 2005 wieder regelmäßig,[9] bis der Verlag Tigerpress am 16. Juni 2009 die Einstellung des Magazins Fix und Foxi wegen zu geringer Auflagenzahl vermeldete.[10] Damit war die Zukunft der Kauka-Comicfiguren wieder offen.

Seit Oktober 2005 erscheinen Nebenausgaben, wie das Fix-und-Foxi-Buch in Zusammenarbeit mit dem Weltbild Verlag und der Bild-Zeitung, sowie eine Fix-und-Foxi-Alben-Reihe und die Fix & Foxi Wundertüte. Von Ende 2007 bis 2009 erschien zudem regelmäßig ein Lupo-Comic-Heft, das dem Anti-Helden Lupo aus den Fix-und-Foxi-Comics gewidmet ist.[11] In Zusammenarbeit mit dem Verlag Cross Cult startete Kauka Promedia im Herbst den Nachfolger der Primo-Hefte als Buchreihe unter dem Namen Primo Comics. In den Primo Heften erschienen 1971–1974 Comics wie Andrax, Capitan Terror, Kuma etc. im Kauka Verlag. Cross Cult startete diese Buchreihe mit dem Helden Andrax. Im Jahr 2008 erschien zweimal im Hamburger Tigerpress Verlag ein Vorschulmagazin mit dem Kauka-Charakter Pauli. Zudem ist Fix und Foxi auf Hörspielkassetten, CDs, DVDs, Video, als Merchandising und als Fernsehserie in 30 Ländern präsent. In Deutschland ist die Fix-und-Foxi-Fernsehserie in der ARD und im KiKA zu sehen.

Seit Mitte 2006 besaß die magnussoft deutschland GmbH die Lizenzrechte an Fix & Foxi für Computerspiele und hat ab Anfang 2007 mehrere Spiele auf den Markt gebracht.

Im Juni 2007 verlieh das Münchener Comicfestival Rolf Kauka postum den Comicpreis PENG! für sein Lebenswerk. Alexandra Kauka nahm den Preis für Rolf Kauka entgegen. Eine gleichzeitige umfangreiche Ausstellung über das Schaffen von Rolf Kauka umrahmte die Preisverleihung. Die Gemeinde Grünwald, die lange Zeit Rolf Kaukas Wohn- und Verlagssitz war, eröffnete 2014 zu seinen Ehren die neue Kinderkrippe „Fix und Foxi“ auf dem Gelände des Grünwalder Freizeitparks.

Im September 2017 erschien bei der Deutschen Post eine Sondermarke zum Tag der Briefmarke mit einem Fix-und-Foxi-Motiv.

LiteraturBearbeiten

  • Peter Wiechmann: Spurensuche – So war der Kauka-Verlag. In: Die Sprechblase Nr. 176–180, 182–192, 194–198, 203, 210, Norbert Hethke Verlag, Schönau 2000–2007
  • Max Ernst: Rolf Kauka. Ein Comic-Patriarch. In: Grünwalder Porträts. 27 (2001) S. 17–19.
  • Matthias Heine: Der Kauka-Effekt – Wie aus den Galliern Asterix und Obelix im März 1965 national gesinnte Germanen wurden. In: Die Welt, 22. März 2005
  • Rolf Kauka: Rolf Kaukas Fix & Foxi. Band 11 der BILD-Comic-Bibliothek, Augsburg 2005, ISBN 3-89897-256-9[12]
  • Peter Mühlbauer: Der "deutsche Disney". In: telepolis, 7. Juni 2007
  • Eckart Sackmann: Bonnhalla am Rhein – "Asterix" als Politklamauk. In: ders.: Deutsche Comicforschung 2007. Comicplus, Hildesheim 2006, ISBN 3-89474-168-6, S. 128–139.
  • Roland Mietz u. a.: Dossier Rolf Kauka. Reddition Nr. 56, Edition Alfons, Barmstedt, Juni 2012
  • Eckart Sackmann, Klaus Spillmann, Klaus Wintrich: Rolf Kauka – Der lange Weg zu Fix und Foxi. In: Eckart Sackmann (Hrg.): Deutsche Comicforschung 2014. Comicplus, Hildesheim 2013, ISBN 978-3-89474-245-4, S. 104–121.
  • Fix und Foxi – Rolf Kaukas großer Welterfolg. Begleitbuch zur Ausstellung im Museum Wilhelm Busch, Hannover. Edition Alfons, Barmstedt 2016, ISBN 978-3-946266-05-1
  • Benno Schirrmeister: Von der Wolfsschanze nach Fuxholzen. In: taz, 3. März 2017, online
  • Linda Schmitz u. Christine Vogt (Hrg.): Fix & Foxi. Rolf Kauka, der deutsche Walt Disney, und seine Kultfüchse. Katalog zur Ausstellung in der Ludwiggalerie, Schloss Oberhausen. Edition Alfons, Barmstedt 2018, ISBN 978-3-946266-13-6

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Trauer um Comiczeichner: Vater von „Fix und Foxi“ gestorben. In: Der Spiegel vom 25. September 2000.
  2. Eckart Sackmann, Klaus Spillmann, Klaus Wintrich: Rolf Kauka – Der lange Weg zu Fix und Foxi. In: Eckart Sackmann (Hrsg.): Deutsche Comicforschung 2014. Comicplus, Hildesheim 2013, ISBN 978-3-89474-245-4, S. 105 ff.
  3. ebd., S. 107
  4. ebd., S. 111 f
  5. a b onetz.de
  6. Vgl. Das Science Fiction Jahr 2001, ISBN 3-453-17944-7, S. 153
  7. Genre-Wandel: Den Tod von "Fix & Foxi" muss keiner betrauern. In: welt.de, 19. Juni 2009
  8. 9. April 1917 - Geburtstag des Comic-Herausgebers Rolf Kauka, Audio (Memento des Originals vom 11. April 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ardmediathek.de WDR Stichtag, In: wdr.de, 9. April 2017
  9. stern.de
  10. spiegel.de
  11. welt.de
  12. DNB 975228048