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Rischden ist ein Ortsteil der Mittelstadt Geilenkirchen im Kreis Heinsberg im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Rischden
Koordinaten: 50° 59′ 15″ N, 6° 6′ 59″ O
Höhe: [1] 87 (86–89) m
Einwohner: 103 (30. Nov. 2012)
Postleitzahl: 52511
Vorwahl: 02451
Karte
Lage von Rischden in Geilenkirchen
Landhaus in Rischden
Landhaus in Rischden
Getränkefachgroßhandlung in Rischden
Wegekreuz und Denkmal
Industriegebiet zwischen Rischden und Niederheid
Ortsschild
Rischden auf der Tranchotkarte 1803–1820
Rischden auf der Urkatasterkarte 1846

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

LageBearbeiten

Rischden liegt circa zwei Kilometer nördlich von Geilenkirchen an der Bundesstraße 221, die von Straelen im Kreis Kleve über Heinsberg und Geilenkirchen nach Alsdorf in die Städteregion Aachen verläuft. Die Strecke hat eine Länge von 75 km.

GewässerBearbeiten

Bei Starkregen und bei Schneeschmelze fließt das Oberflächenwasser aus Rischden zum Kötteler Schar (GEWKZ 282894). Der Bach führt vorbei an Uetterath und durch Dremmen und mündet nach einer Länge von 9,498 km[2] bei Grebben in die Wurm.

NachbarorteBearbeiten

Straeten Tripsrath Nirm
Hatterath   Hochheid
Niederheid Geilenkirchen Süggerath

SiedlungsformBearbeiten

Rischden ist ein locker bebauter Weiler.

GeschichteBearbeiten

OrtsnameBearbeiten

  • 1337 (de) Resde
  • 1445 Ryschden
  • 1539 Reyßden
  • 1666 Rischden
  • 1820 Rischen

OrtsgeschichteBearbeiten

Rischden gehörte zum Jülicher Amt Geilenkirchen, ebenso das Gericht. Im Jahre 1445 besaß das Heinsberger Gangolfusstift in Rischden einen Hof. Ein weiterer Gutshof war ein Unterlehen des Loher Hofes. Die Flurbezeichnung in der Gemarkung trägt den Namen Geilenkircher Heide.

Rischden hatte 1828 insgesamt 82 Einwohner, 1852 waren es 116 Einwohner. Im Zuge der Gebietsreform zum 1. Januar 1972 blieben die Orte Tripsrath, Hochheid und Rischden bei der Stadt Geilenkirchen.

Die Orte Tripsrath, Hochheid und Rischden bilden eine Dreidörfergemeinschaft. Ihr gemeinsamer Treffpunkt ist das Bürgerhaus, die frühere Alte Schule. Unter dem Motto: Bürgerhaus stärkt die Gemeinschaft wurde das Haus im September 2011 seiner Bestimmung übergeben.[3]

KirchengeschichteBearbeiten

Die Pfarre St. Anna Tripsrath setzt sich aus den Orten Tripsrath mit Brüggerhof, Hochheid, Rischden und Königshof zusammen. Die Bevölkerung besteht zum größten Teil aus Katholiken.

Die Pfarrgemeinde St. Anna in Tripsrath entstand durch Abpfarrung der Ortschaften Tripsrath mit Königshof, Hochheid und Rischden von der Pfarre St. Marien in Geilenkirchen. Möglich wurde dies durch Schenkungsversprechen von 80 Personen zur Finanzierung eines Rektorats sowie der Schenkung eines Grundstückes zur Errichtung der Pfarrkirche von Frl. Adele Wilhelmine Cockerill, die als Auflage die Erhebung zur Pfarrkirche vorsah.

1869 beschloss der Kirchenvorstand die Gründung eines eigenen Rektorates, 1870 wurde in Tripsrath eine Scheune als Notkirche eingerichtet. Am 9. Januar 1891 wurde Tripsrath zur Pfarre erhoben. Am 8. August 1873 legte Weihbischof Baudri den Grundstein zum Kirchenbau. Die feierliche Einweihung war am 30. Mai 1893. Im Kriegsjahr 1944/45 wurde die Kirche schwer beschädigt, 1953 war der Wiederaufbau fertiggestellt.

Im Zuge der Pfarrgemeindereformen im Bistum Aachen wurde die ehemals eigenständige katholische Pfarrgemeinde St. Anna Tripsrath in die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) St. Bonifatius Geilenkirchen eingegliedert.

PolitikBearbeiten

Gemäß § 3 (1) k) der Hauptsatzung der Stadt Geilenkirchen bilden die Orte Tripsrath, Hochheid und Rischden einen Stadtbezirk. Der wird durch einen Ortsvorsteher im Stadtrat der Stadt Geilenkirchen vertreten.[4] Ortsvorsteher des Stadtbezirks ist Wilhelm Josef Wolff. Stand 2013

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Katholische Pfarrkirche St. Anna als Denkmal Nr. 1
  • Buntverglasung in der katholischen Pfarrkirche[5]
  • 600 Jahre alte Linde in Tripsrath
  • Wegekreuz in Rischden als Denkmal Nr. 17
  • → siehe auch Liste der Baudenkmäler in Geilenkirchen

InfrastrukturBearbeiten

SchulwesenBearbeiten

  • Volksschule Tripsrath auch für Rischden 1925: 2 Klassen, 2 Stufen, 1 Lehrer, 1 Lehrerin, 78 Kinder
  • Volksschule Tripsrath auch für Rischden 1965: 2 Klassen, 2 Lehrerstellen, 72 Kinder

VereineBearbeiten

  • Freiwillige Feuerwehr Geilenkirchen Löschgruppe Tripsrath auch zuständig für Rischden
  • Musikverein Sankt Anna Tripsrath e. V.
  • SV (Spielvereinigung) Süggerath-Tripsrath 09/18 1999 e. V.
  • Modellflugclub Ikarus Geilenkirchen-Rischden e. V.
  • Katholischer Kindergarten Sankt Anna Tripsrath

StraßennamenBearbeiten

Am Forsthaus, Am Lehnhof, Ikarusweg, Landstraße

LiteraturBearbeiten

  • Josef Pelzer: Hochheid, Tripsrath, Rischden, 1991
  • Handbuch des Bistums Aachen. 3. Auflage. Kühlen, Mönchengladbach 1994, ISBN 3-87448-172-7, S. 710–712
  • Leo Gillessen: Die Ortschaften des Kreises Heinsberg, S. 127
  • Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz. Nicolai, Berlin und Stettin 1830

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. http://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuv/wasser/pdf/Gewaesserverzeichnis%20GSK3C.xls
  3. http://www.aachener-zeitung.de/lokales/geilenkirchen/buergerhaus-staerkt-die-gemeinschaft-1.389452
  4. http://www.geilenkirchen.de/cache/dl-Hauptsatzung-der-Stadt-Geilenkirchen-pdf-c3e83e87959f160d0e79ba789004cbf5-1229.pdf
  5. http://www.glasmalerei-ev.net/pages/b2981/b2981.shtml