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Honsdorf ist ein Ortsteil von Geilenkirchen im Kreis Heinsberg im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Honsdorf
Koordinaten: 51° 0′ 6″ N, 6° 11′ 18″ O
Höhe: [1] 61 (58–65) m
Einwohner: 125 (30. Nov. 2015)[2]
Postleitzahl: 52511
Vorwahl: 02453
Karte
Lage von Honsdorf in Geilenkirchen
Honsdorf im April 2017
Honsdorf im April 2017
Haus Honsdorf, Pächterhaus, Hofseite
Backhaus hinter Haus Nr. 64
Das Beeckfließ in Honsdorf, im Hintergrund Haus Honsdorf
Honsdorf auf der Tranchotkarte 1803–1820

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Honsdorf liegt nordöstlich der Kernstadt Geilenkirchens an der nördlichen Stadtgrenze am Rande des Wurmtales unterhalb eines Terrassenhanges.

GewässerBearbeiten

Durch Honsdorf verläuft das Beeckfließ (GEWKZ 28286). Das Beeckfließ diente vor Schließung der Zeche auch als Gruben- und Brauchwasserkanal der ehemaligen Grube Carl Alexander in Baesweiler. Es durchfließt die Ortschaften Floverich, Apweiler, Beeck, Leiffarth und Honsdorf und mündet nach 13,3 km[3] unterhalb von Honsdorf in die Wurm. Vor Beeck nimmt das Beeckfließ das Wasser vom Gereonsweiler Fließ auf. Hinter Beeck fließt das Wasser vom Immendorfer Fließ hinzu.

NachbarorteBearbeiten

Nirm Randerath Brachelen
Flahstraß   Lindern
Würm Leiffarth Beeck

SiedlungsformBearbeiten

 
Zeichnung der heute nur noch in Resten vorhandenen Wasserburg in Honsdorf (aus dem Bildbestand des ehemaligen Schlosses Harff)

Honsdorf ist ein locker bebauter Weiler. Die in Resten noch vorhandene frühere Wasserburg Haus Honsdorf zeigt sich heute als größerer Bauernhof am nordwestlichen Rand der Ortslage.

GeschichteBearbeiten

OrtsnameBearbeiten

  • 1170 (de)Hundestorp
  • 1244 (de)Hunzthorpe
  • 1451 Honssdorp
  • 1540 Honxstrop
  • 1666 Honstorp

OrtsgeschichteBearbeiten

In früherer Zeit gehörte Honsdorf zum Jülicher Amt Randerath. Die Burg zu Honsdorf war ein Randerather Lehen. Siehe zur Ortsgeschichte auch den Artikel über das Haus Honsdorf selbst.

Honsdorf hatte 1828, zugehörig zur Bürgermeisterei Würm insgesamt 103 Einwohner; 1852 waren es 246 Einwohner und der Ort gehörte weiterhin zur Bürgermeisterei Würm und damit zum Amt Immendorf-Würm. Im Zuge der Gebietsreform wurde zum 1. Januar 1972 das Amt Immendorf-Würm aufgelöst. Rechtsnachfolger ist nach § 29 des Aachen-Gesetzes die Stadt Geilenkirchen.

KircheBearbeiten

Honsdorf bildet mit den Orten Beeck, Flahstraß, Kleinsiersdorf, Leiffarth, Müllendorf, Thomashof und Würm die römisch-katholische Pfarre Würm. Im Zuge einer Pfarrgemeindereforme im Bistum Aachen wurde die ehemals eigenständige katholische Pfarrgemeinde St. Gereon Würm in die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) St. Bonifatius Geilenkirchen eingegliedert.

PolitikBearbeiten

Der Ort ist gemäß der Hauptsatzung der Stadt Geilenkirchen Teil des Geilenkirchener Stadtbezirks Würm, den es gemeinsam mit den Orten Leiffarth, Flahstraß, Müllendorf und Würm bildet. Der Stadtbezirk Würm mit derzeit (2012) 1568 Einwohnern (Würm, Leiffarth, Müllendorf, Honsdorf, Flahstraß) wird durch einen Ortsvorsteher im Stadtrat der Stadt Geilenkirchen vertreten.[4]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Haus Honsdorf, Nebengebäude
  • Haus Honsdorf, Pächterhaus
  • Backhaus, hinter dem Wohnhaus Honsdorf Nr. 64

InfrastrukturBearbeiten

  • Im November 2012 lebten in Honsdorf 129 Personen.
  • In 500 m Entfernung tangiert ein Weg des Radverkehrsnetzes NRW den Ort.

Öffentlicher Nahverkehr  Bearbeiten

Honsdorf ist mit einer Bus-Linie der BVR Busverkehr Rheinland GmbH an das ÖPNV Netz des Aachener-Verkehrs-Verbundes angeschlossen. Die unmittelbar umliegenden Ortschaften und der Bf. Lindern sind im Kurzstreckentarif (1,70 €) erreichbar.[5]
Neben dem nach Fahrplan auf festgelegten Linien verkehrenden Bussen kann auch der Multi-Bus angefordert werden.[6]

Linie Verlauf
494 Geilenkirchen Bf – Süggerath – Müllendorf – Würm – Beeck – Leiffarth – Lindern Bf – (Kogenbroich – Nirm – Kraudorf / Honsdorf – Flahstraß)

VereineBearbeiten

  • Förderverein der Ortsvereine Würm e.V.
  • Katholische Frauengemeinschaft der Pfarre Würm

StraßennamenBearbeiten

In Honsdorf gibt es keine Straßennamen. Anstelle des Straßennamens und der Hausnummer tritt in der postalischen Anschrift der Ortsname Honsdorf und die Hausnummer.

LiteraturBearbeiten

  • Handbuch des Bistums Aachen. 3. Auflage. Kühlen, Mönchengladbach 1994, ISBN 3-87448-172-7, S. 720f.
  • Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz. Nicolai, Berlin und Stettin 1830, Seite 769
  • Leo Gillessen: Die Ortschaften des Kreises Heinsberg, S. 131

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. http://www.aachener-zeitung.de/lokales/geilenkirchen/einwohnerzahl-steigt-geilenkirchen-so-gross-wie-nie-1.1267468 gem. Melderegister, Stand 31. Dezember 2015.
  3. http://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuv/wasser/pdf/Gewaesserverzeichnis%20GSK3C.xls
  4. Hauptsatzung der Stadt Geilenkirchen
  5. Archivlink (Memento des Originals vom 7. Februar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rheinlandbus.de
  6. http://www.west-verkehr.de/images/pdf/west_multibus_karte.pdf Multibusbetrieb im Kreis Heinsberg