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Leiffarth ist ein Straßendorf mit 668 Einwohnern (2016)[1], das als Stadtteil zu Geilenkirchen im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg gehört. Es ist der größte Ort innerhalb des Geilenkirchener Stadtbezirks „Würm“, den es gemeinsam mit den Orten Flahstraß, Honsdorf, Müllendorf und Würm bildet.

Leiffarth
Koordinaten: 50° 59′ 46″ N, 6° 11′ 24″ O
Höhe: 65–81 m ü. NHN
Einwohner: 668 (31. Jan. 2015)
Postleitzahl: 52511
Vorwahl: 02453
Karte
Leiffarth in der Gemarkung Würm

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

 
Motte Leiffahrth

Leiffarth liegt rund acht Kilometer nordöstlich von Geilenkirchen, beiderseits des Beeckfließ, zwischen den Ortschaften Beeck und Honsdorf und unmittelbar angrenzend an Würm. Der höchste Punkt liegt auf 81,6 Meter und wird durch eine ehemalige Motte (Kulturdenkmal)[2] gebildet, nah dem Flurstück „Burgberg“.[3]

NachbarorteBearbeiten

Leiffarth ist vollständig von Geilenkirchener Stadtgebiet umgeben. Es grenzt unmittelbar an Würm und Honsdorf. Weitere Nachbarortschaften sind Flahstraß, Lindern und Beeck.

GeschichteBearbeiten

 
Leiffarth und Umgebung um 1800

Leiffarth blickt auf eine vielhundertjährige Geschichte zurück. Im Jahre 1390 zerstörten Burgundische Truppen die Burg Borberg in Leiffarth[4].

Im Zweiten Weltkrieg war Leiffarth schwer umkämpft. Eine Zeichnung des zerstörten Leiffarths zeigt das Titelbild der im Januar 1946 erschienenen Erstausgabe des Buches „The Battle of Germany“ von Theodore Draper.

 
Leiffarth im Übergang zu Honsdorf und Würm im Hintergrund

ReligionBearbeiten

Der weitaus größte Anteil der Leiffarther gehört der römisch-katholischen Kirche und damit der Pfarrei St. Gereon in Würm an. Die katholische Kirche prägt auch das gesellschaftliche Leben in Leiffarth und dem benachbarten Würm maßgeblich (z. B. katholischer Kindergarten, katholische Grundschule, Schützenbruderschaften, katholische Frauengemeinschaft). Protestantische Einwohner Leiffarths gehören zur evangelischen Kirchengemeinde Randerath.

 
Leiffarth, aus Beeck kommend

WirtschaftBearbeiten

Leiffarth verfügt über die wesentlichen Angebote des täglichen Bedarfs (z. B. Schuhmacher, Lebensmittel, Bank) und einige mittelständische Betriebe des Handwerks. In geringem Umfang wird auch noch Landwirtschaft betrieben. Durch den unmittelbaren Übergang der Bebauung nach Würm kommen indirekt weitere Einrichtungen des Handwerks, des Handels und des Gewerbes (z. B. Zimmermann, Installationsbetriebe Gas/Wasser/Elektrik, Frisör und weitere) hinzu.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

In Leiffarth ist die Löscheinheit Würm der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen stationiert. Das Feuerwehrhaus wurde im Jahr 2002 erbaut und liegt an der Linderner Straße. Im Gebäude befinden sich, neben den Fahrzeugen und Gerätschaften, der Schulungsraum, ein Büro, Sozial-, Wasch- und Umkleideräume sowie eine Küche.

Öffentlicher Nahverkehr Zeichen 224 - Straßenbahn-Haltestelle, StVO 1970.svgBearbeiten

Leiffarth ist mit der Bus-Linie 494 der BVR Busverkehr Rheinland GmbH an das ÖPNV Netz des Aachener-Verkehrs-Verbundes angeschlossen. Die unmittelbar umliegenden Ortschaften und der Bf. Lindern sind im Kurzstreckentarif (1,70 €) erreichbar.[5]

Neben dem nach Fahrplan auf festgelegten Linien verkehrenden Bussen kann auch der Multi-Bus angefordert werden.[6]

Linie Verlauf
494 Geilenkirchen Bf – Süggerath – Müllendorf – Würm – Beeck – Leiffarth – Lindern Bf – (Kogenbroich – Nirm – Kraudorf / Honsdorf – Flahstraß)

VereinslebenBearbeiten

Auf Grund der ineinandergehenden Bebauung von Würm und Leiffarth und den gemeinschaftlichen Bindungen durch Pfarrgemeinde, Schulbezirk und Sportverein in Würm, ist auch Leiffarth in den Würmer Vereinen aktiv. (z. B. Sport-, Musik-, Schützen- und Karnevalverein). Dennoch gibt es auch in Leiffarth ortseigene Vereinsaktivitäten, z. B. die St. Hubertus-Schützenbruderschaft. Zentraler Angelpunkt des Ortslebens und Vereinsgaststätte war bis etwa 2005 die Gaststätte in der Ortsmitte.

 
ehemalige Gaststätte in Leiffarth (Foto um 1950)

BrauchtumBearbeiten

Eine lokale Besonderheit ist das Hahnenschlagen zur Zeit der Fastnacht (Karneval).[7]

 
Leiffarth am Beeckfließ mit Leiffarther Hof im Hintergrund

LiteraturBearbeiten

  • Alt-Geilenkirchen und seine Nachbarn. Historischer Bildband von und um Geilenkirchen. Verlag Fred Gatzen, Geilenkirchen 1986, ISBN 3-923219-06-7.
  • Walter Scheufen: Geilenkirchen und seine Dorfgemeinschaften. Stadt-Bild-Verlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-937126-51-7.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.aachener-zeitung.de/lokales/geilenkirchen/einwohnerzahl-steigt-geilenkirchen-so-gross-wie-nie-1.1267468 gem. Melderegister, Stand 31. Dezember 2015.
  2. http://www.tim-online.nrw.de/ Deutsche Grundkarte, M 1:2000
  3. Reinhard Friedrich, Bernd Päffgen: Mittelalterliche Burganlagen in Kölner Bucht und Nordeifel bis zum Ende des 13.Jahrhunderts. Bonn 2007
  4. http://www.aachener-zeitung.de/lokales/geilenkirchen/wuermer-land-in-haenden-der-westfalen-1.733664 Die Geschichte von Würm und Leiffarth
  5. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 7. Februar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rheinlandbus.de
  6. http://www.west-verkehr.de/images/pdf/west_multibus_karte.pdf Multibusbetrieb im Kreis Heinsberg
  7. Rheinländisches Brauchtum, Hahneköppe@1@2Vorlage:Toter Link/p29120.typo3server.info (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.