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Städteregion Aachen

Kommunalverband besonderer Art in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, ehemaliger Kreis Aachen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Städteregion Aachen Deutschlandkarte, Position der Städteregion Aachen hervorgehobenKoordinaten: 50° 46′ N, 6° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Landschaftsverband: Rheinland
Verwaltungssitz: Aachen
Fläche: 706,95 km2
Einwohner: 554.068 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 784 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: AC, MON
Regionsschlüssel: 05 3 34
Regionsgliederung: 10 Gemeinden
Adresse der
Regionsverwaltung:
Zollernstraße 10
52070 Aachen
Webpräsenz: www.staedteregion-aachen.de
Städteregionsrat: Helmut Etschenberg
Tim Grüttemeier
(ab 1. Januar 2019) (CDU)
Lage der Städteregion Aachen in Nordrhein-Westfalen
NiederlandeBelgienNiedersachsenRheinland-PfalzHessenEssenWuppertalSolingenRemscheidHagenEnnepe-Ruhr-KreisBochumDortmundHerneGelsenkirchenBottropOberhausenMülheim an der RuhrDuisburgKreis MettmannDüsseldorfRhein-Kreis NeussKreis HeinsbergMönchengladbachKrefeldKreis ViersenKreis WeselKreis KleveRhein-Erft-KreisKreis DürenRheinisch-Bergischer KreisOberbergischer KreisKreis RecklinghausenKreis BorkenKreis UnnaMärkischer KreisKreis OlpeHammKreis SoestKreis CoesfeldKreis SteinfurtKreis WarendorfLeverkusenKölnStädteregion AachenBonnRhein-Sieg-KreisStädteregion AachenKreis EuskirchenMünsterKreis Siegen-WittgensteinHochsauerlandkreisKreis PaderbornKreis GüterslohKreis HöxterKreis LippeKreis HerfordKreis Minden-LübbeckeBielefeldKarte
Über dieses Bild

Die Städteregion Aachen (Eigenschreibweise meist StädteRegion Aachen[2]) ist ein Kommunalverband besonderer Art im Südwesten Nordrhein-Westfalens und liegt am Dreiländereck mit den Niederlanden und Belgien. Verwaltungssitz ist Aachen.

Die Städteregion ist seit dem 21. Oktober 2009 Rechtsnachfolgerin des Kreises Aachen, der aufgelöst wurde und dessen neun Gemeinden mit der kreisfreien Stadt Aachen die neue Städteregion bilden. Mit der Bildung der Städteregion Aachen wird zum ersten Mal ein Regionsmodell in Nordrhein-Westfalen erprobt. In Niedersachsen existierte bereits zuvor die Region Hannover sowie im Saarland der Regionalverband Saarbrücken.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Räumliche LageBearbeiten

Die Städteregion Aachen besteht aus acht Städten und zwei Gemeinden. Sie erstreckt sich von der Stadt Baesweiler im Norden über ca. 50 Kilometer bis zur Stadt Monschau im Süden.

Während die nördlichen und östlichen Teile der Städteregion geographisch und topographisch zu den Bördenlandschaften der Niederrheinischen Bucht gehören, dehnt sich der südliche Teil der Städteregion auf die Mittelgebirgslandschaft der Eifel aus.

Nachbarkreise und -provinzenBearbeiten

Die Städteregion Aachen grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Kreise Heinsberg, Düren und Euskirchen, im Süden und Westen an die belgische Provinz Lüttich und im Westen an die niederländische Provinz Limburg mit der Plusregio - Parkstad Limburg.

Grenze der Städteregion
Grenze gesamt: 228,5 km
Zu Belgien: 67,7 km
Zu den Niederlanden: 31,5 km
Zum Kreis Heinsberg: 14,6 km
Zum Kreis Düren: 95,4 km
Zum Kreis Euskirchen: 19,3 km

GemeindenBearbeiten

BelgienNiederlandeKreis DürenKreis EuskirchenKreis HeinsbergAachenAlsdorfBaesweilerEschweilerHerzogenrathMonschauRoetgenSimmerathStolberg (Rheinland)Würselen 

In der Städteregion Aachen gibt es die zehn Gemeinden und Mitglieder Aachen, Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath, Monschau, Roetgen, Simmerath, Stolberg (Rhld.) und Würselen, von denen acht den Titel „Stadt“ führen. Sechs davon sind mittlere regionsangehörige Städte mit 25.000 bis 60.000 Einwohnern. Aachen ist eine Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern. Sie hat gemäß dem Aachen-Gesetz eine rechtliche Sonderstellung, die ihr eingeschränkt die Rechte einer kreisfreien Stadt zugesteht.

Die Städteregion gliedert sich damit wie folgt:

Gemeinde Gemeindeart Fläche km²
(Stand: 2014)
Einwohner gesamt
(Stand: 31. Dezember 2017)[3]
Einwohner je km²
Aachen Regionsangehörige Stadt1 160,85 000000000246272.0000000000246.272 000000000001531.00000000001.531
Alsdorf Mittlere regionsangehörige Stadt 31,68 000000000046891.000000000046.891 000000000001481.00000000001.481
Baesweiler Mittlere regionsangehörige Stadt 27,76 000000000026996.000000000026.996 000000000000972.0000000000972
Eschweiler Mittlere regionsangehörige Stadt 75,87 000000000056207.000000000056.207 000000000000740.0000000000740
Herzogenrath Mittlere regionsangehörige Stadt 33,38 000000000046462.000000000046.462 000000000001391.00000000001.391
Monschau Regionsangehörige Stadt 94,60 000000000011649.000000000011.649 000000000000123.0000000000123
Roetgen Regionsangehörige Gemeinde 39,03 000000000008625.00000000008.625 000000000000221.0000000000221
Simmerath Regionsangehörige Gemeinde 110,92 000000000015281.000000000015.281 000000000000138.0000000000138
Stolberg Mittlere regionsangehörige Stadt 98,48 000000000056751.000000000056.751 000000000000576.0000000000576
Würselen Mittlere regionsangehörige Stadt 34,39 000000000038934.000000000038.934 000000000001132.00000000001.132

1 teils Rechte einer kreisfreien Stadt

Die Städteregion Aachen gliedert sich grob in

GewässerBearbeiten

 
Blausteinsee
 
Wehebachtalsperre

Durch das Städteregionsgebiet fließen

Im Städteregionsgebiet liegen

GeschichteBearbeiten

 
Altes Verwaltungsgebäude Zollernstraße 10; seitlich im Hintergrund Erweiterungsbau 2011

Rechtsvorgänger Kreis AachenBearbeiten

Der Kreis Aachen wurde bereits 1972 neu gebildet. Zu jenem Zeitpunkt war die Maxime, dass keine kreisfreie Großstadt in Nordrhein-Westfalen Sitz eines (Umland-)Kreises sein sollte, noch nicht wirksam. In den Kommunalreformen vor 1972 wurden aber bereits einige kleinere kreisfreie Städte in die sie umgebenden Kreise eingegliedert (beispielsweise die Stadt Herford in den gleichnamigen Kreis). Bei den größeren kreisfreien Städten Bielefeld (1973) und Münster (1975) löste man die nach ihnen benannten Kreise konsequent auf und gliederte etliche ihrer Gemeinden in die jeweilige Großstadt ein. Im Falle Aachen wurde jedoch keine weitere Kommunalreform durchgeführt, und so blieb es bei der Trennung von Stadt und Kreis. In Nordrhein-Westfalen blieb die Trennung in Kreis und kreisfreie Stadt ein Sonderfall, wohingegen dies in anderen Bundesländern (vgl. Landkreis Osnabrück und Osnabrück) häufiger anzutreffen ist.

ZweckverbandBearbeiten

Vorläufer der Gebietskörperschaft und des Kommunalverbandes besonderer Art war zunächst ein gleichnamiger kommunaler Zweckverband, der neben den heute in der Städteregion verbundenen Kommunen auch den Kreis Aachen umfasste. Verbandsmitglieder waren also die kreisfreie Stadt Aachen, der Kreis Aachen und dessen neun kreisangehörige Kommunen.[4] Der Zweckverband Aachen wurde im Jahr 2004 vereinbart und 2005 wirksam. Die Zweckverbandsversammlung bestand aus insgesamt 60 stimmberechtigten Vertreterinnen und Vertretern der Verbandsmitglieder. Der Zweckverband als Vorläufer der Gebietskörperschaft hatte sich unter anderem den Ausbau der guten Zusammenarbeit unter den Mitgliedskörperschaften, eine gebündelte Aufgabenwahrnehmung, eine gemeinsame Interessenvertretung und den Ausbau von grenzüberschreitenden Kooperationen zum Ziel gesetzt. Es wurden vor allem gemeinsame Aufgaben im Bereich Straßenverkehrsverwaltung, Schulverwaltung und Wirtschaftsförderung wahrgenommen.

Kommunalverband besonderer ArtBearbeiten

Per Landesrecht (Aachen-Gesetz) wurde vom nordrhein-westfälischen Landtag die Einrichtung der Städteregion Aachen als ein neuer Kommunalverband besonderer Art und als eine Gebietskörperschaft als Rechtsnachfolgerin des Kreises Aachen zum 21. Oktober 2009 beschlossen. Der Kreis Aachen wurde zeitgleich aufgelöst. Als Vorbild der Gebietskörperschaft diente die Region Hannover. Die Städteregion Aachen erreichte aber im Gegensatz zum Vorbild nicht die Übernahme von Aufgaben der Bezirksregierung. Die Städteregion Aachen übernahm diverse Aufgaben der Kommunen, etwa im Bereich der Verkehrsplanung oder beim Rettungsdienst. Beabsichtigt war, die Region nach außen stärker auftreten zu lassen, nach innen Synergieeffekte zu erzeugen und die Verwaltungsarbeit zu minimieren. Kritiker dieser Zentralisierung weisen darauf hin, dass viele Probleme dezentral besser gelöst werden könnten, wie etwa die Jugendarbeit. Des Weiteren bestehe die Gefahr, dass kleinere Kommunen in der Städteregion insbesondere hinsichtlich der Wirtschaftsförderung benachteiligt und sich so insgesamt schlechter entwickeln würden.

PolitikBearbeiten

Wahl des Aachener Städteregionstags 2014
Wahlbeteiligung: 52,07 %
 %
40
30
20
10
0
38,0 %
31,8 %
13,3 %
5,4 %
4,5 %
3,1 %
1,1 %
1,0 %
1,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-0,2 %p
+2,7 %p
-1,5 %p
+1,0 %p
-4,1 %p
+3,1 %p
-2,4 %p
-0,1 %p
+1,5 %p
Sitzverteilung im
Aachener Städteregionstag 2014
         
Insgesamt 72 Sitze

StädteregionstagBearbeiten

Der Städteregionstag hat 72 Mitglieder. Die CDU stellt nach den ersten Wahlen zum Städteregionstag am 30. August 2009 mit 27 Abgeordneten die größte Fraktion, gefolgt von der SPD (21), Grüne (11), FDP (6), Linke und UWG (je 3); hinzu kommen ein Fraktionsloser und der Städteregionsrat.

Wahltag CDU SPD Grüne Linke FDP Piraten UFW REP AfD UWG Einzelbew. ABL gesamt Städteregionsrat
%   %   %   %   %   %   %   %   %   %   %   %    
30.08.2009 38,22 27 29,15 21 14,79 11 4,44 3 8,64 6 1,15 1 3,50 3 0,10 - 0,02 - 72 Helmut Etschenberg CDU
25.05.2014 38,02 27 31,82 23 13,29 10 5,41 4 4,53 3 3,11 2 1,14 1 1,01 1 0,78 1 0,89 - 72 Helmut Etschenberg CDU
Quellen: "Städteregion Aachen - Städteregionstagswahl 30.08.2009 - Gesamtergebnis. In: Wahlen in der Städteregion Aachen - Kommunalwahl 2009 (Memento vom 21. Januar 2015 im Internet Archive). Städteregion Aachen, archiviert vom Original am 20. Januar 2015; abgerufen am 1. Februar 2015.
Städteregion Aachen - Städteregionstagswahl 25.05.2014 - Gesamtergebnis. In: Wahlen in der Städteregion Aachen - Europawahl / Kommunalwahlen 2014 (Memento vom 20. Januar 2015 im Internet Archive). Städteregion Aachen, archiviert vom Original am 20. Januar 2015; abgerufen am 1. Februar 2015.

Für die Wahlperiode 2014–2020 haben CDU und GRÜNE vereinbart ihre Koalition aus der vorherigen Wahlperiode fortzusetzen.[5]

StädteregionsratBearbeiten

Zum ersten Städteregionsrat wurde am 30. August 2009 Helmut Etschenberg gewählt.

Bei der Wahl am 15. Juni 2014 war Helmut Etschenberg (CDU) in der Städteregion Aachen nach einem knappen Sieg mit 52,2 Prozent in der Stichwahl gegen Christiane Karl (SPD) in seinem Amt bestätigt und für sechs Jahre gewählt worden.

Am 20. Juni 2018 gab Etschenberg den vorzeitigen Rücktritt zum Ende des Jahres bekannt. [6] Am 4. November 2018 fand der erste Wahlgang von möglicherweise zwei Wahlgängen zum neuen Städteregionsrat statt.

Sechs Kandidaten standen bei der Wahl für die Etschenberg-Nachfolge zur Verfügung:[7]

Am 18. November 2018 fand die Stichwahl zwischen Tim Grüttemeier (CDU) und Daniela Jansen (SPD) statt. Der CDU Kandidat wurde mit 52,59 Prozent zum neuen Städteregionsrat bis 2025 gewählt.[8]

Siegel, Logo, WappenBearbeiten

 
Logo der Städteregion Aachen

Das Dienstsiegel des Zweckverbandes war zunächst das kleine Landessiegel mit dem Landeswappen im unteren und der Bezeichnung „Zweckverband StädteRegion Aachen“ als Inschrift im oberen Halbkreis. Das Logo des Zweckverbandes symbolisierte die geografische Lage im Dreiländereck Deutschland, Belgien und Niederlande.[9] Es wird heute von dem Kommunalverband fortgeführt, obgleich es nicht das hoheitliche Wappen ersetzt.

Für die ab dem 21. Oktober 2009 wirksame Gebietskörperschaft wurde kein neues Wappen entworfen. Der Regierungspräsident hat mit Datum vom 28. Mai 2009 der StädteRegion Aachen die offizielle Genehmigung zur Führung des Wappens des ehemaligen Kreises Aachen erteilt. Entworfen wurde es von Wolfgang Pagenstecher.[10] Die Blasonierung des Wappens des Kreises Aachen lautete in der Hauptsatzung des ehemaligen Kreises Aachen:

In Blau ein goldenes (gelbes) Hirschgeweih, auf dessen Grind stehend ein silberner (weißer) Schwan mit schwarzen Füßen, ebensolchem Schnabel und roter Zunge; darüber im Schildhaupt in Gold (Gelb) ein schreitender, rotbezungter, schwarzer Löwe.

Der Löwe im Schildhaupt symbolisiert, dass sich das Gebiet der Städteregion im Wesentlichen aus Gebietsteilen des ehemaligen Herzogtums Jülich zusammensetzt. Der Schwan auf dem Hirschgeweih im blauen Feld steht für die vormalige Reichsabtei Burtscheid und die ehemalige Stadt Burtscheid, auf deren ehemaligem Gebiet sich die Kreisverwaltung des ehemaligen Kreises Aachen sowie auch der Städteregion befindet. Da dieses Gebiet mittlerweile zur Stadt Aachen gehört, wird also auch der Bezug zur Stadt Aachen hergestellt.[11] Burtscheid wurde 1816 Kreisstadt, erhielt 1882 sein Stadtwappen und wurde 1897 nach Aachen eingemeindet. Der schreitende Jülicher Löwe ist außerdem Bestandteil des Wappens von Eschweiler, dessen Kanton die östliche Hälfte des preußischen Landkreis Aachen um Alsdorf, Eschweiler, Stolberg und Würselen bildete.[12]

BehördenBearbeiten

Im Gebiet der Städteregion Aachen sind juristisch die Amtsgerichte Aachen, Eschweiler und Monschau, die dem Bezirk des Landgerichts Aachen angehören, zuständig. Die Städteregion gehört zur IHK Aachen. Fast das gesamte Städteregionsgebiet gehört zum Regionalforstamt „Rureifel-Jülicher Börde“ mit Sitz in Hürtgenwald; der südliche Zipfel gehört zum Nationalparkforstamt „Eifel“ mit Sitz in Schleiden. Mit dem Neubau des Jobcenters an der Krefelder Straße in Aachen, ist die Zentrale des Jobcenters 2015 von Eschweiler nach Aachen umgezogen.

ProjekteBearbeiten

Die StädteRegion hat ein „Zukunftsprogramm für die StädteRegion Aachen“ veranlasst, wodurch „die Entwicklung des neuen Gemeindeverbandes entlang politischer Leitlinien auf Grundlage unserer administrativen Aufgaben“ [13] gestärkt werden soll. In diesem Zusammenhang werden gemeinsam mit der Aachener Stiftung Kathy Beys 4 mögliche Szenarien[14] für die Zukunft der StädteRegion Aachen entwickelt.

KulturBearbeiten

Neben zahlreichen Veranstaltungen wie CHIO Aachen, Monschau-Marathon, Europäischer Sozialpreis, Karlspreis, Eschweiler Music Festival, Öcher Bend und Jungenspielen sind Eschweiler mit dem drittgrößten Rosenmontagszug Deutschlands und Aachen mit dem Orden wider den tierischen Ernst überregional bekannte Karnevalshochburgen. Besonders erwähnenswert sind ferner der Aachener Weihnachtsmarkt und der Monschauer Weihnachtsmarkt.

Sehenswürdigkeiten und MuseenBearbeiten

Die Städteregion ist besonders reich an Burgen, Herrenhäusern und Ruinen. Siehe hierzu die Liste von Burgen, Schlössern und Festungen in der Städteregion Aachen, Liste der jüdischen Friedhöfe in der Städteregion Aachen und Aachener Sehenswürdigkeiten.

Ferner gibt es zahlreiche Museen:

VerkehrBearbeiten

 
Raststätte an der A4 bei Eschweiler
 
Aachener Hauptbahnhof
 
Flugplatz Merzbrück in Würselen

RadfahrenBearbeiten

Die Städteregion ist in das Radwegenetz von Nordrhein-Westfalen eingebunden. Rad-Touristiker können sich am System der Knotenpunkte orientieren.

Es ist ein Radschnellweg in der Städteregion mit der Strecke AachenHerzogenrath – Kerkrade – Heerlen („Radschnellweg StädteRegion Aachen“, 30 km) geplant.

Kfz-KennzeichenBearbeiten

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis Aachen und der kreisfreien Stadt Aachen bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen AC zugewiesen, wobei der Landkreis Aachen nur Erkennungsnummern der Gruppe c (2 Buchstaben, 3 Ziffern, also AA 100 bis ZZ 999) ausgab. Alle anderen Kombinationen wurden von der Stadt Aachen ausgegeben. Das Unterscheidungszeichen AC wird in der Städteregion Aachen durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 2. Juli 2013 ist auch das Unterscheidungszeichen MON (Monschau) erhältlich, das bis 1971 im damaligen Kreis Monschau vergeben wurde.

StraßenBearbeiten

Durch das Städteregionsgebiet verlaufen die Bundesautobahnen 4 mit der Raststätte Aachener Land, 44 und 544.

Bundesstraßen sind die B1, B1a, B56, B57, B258, B264, B266 und B399.

Das Straßenverkehrsamt befindet sich in Würselen mit einer Außenstelle in Monschau.

Eisenbahnen und öffentlicher PersonennahverkehrBearbeiten

Die Städteregion liegt im Gebiet des Aachener Verkehrsverbunds. Bahnstrecken führen in Richtung Heerlen, Mönchengladbach, Düsseldorf, Düren, Köln und Lüttich.

Die Regio Aachen ist seit 1841 von der Schnellfahrstrecke Köln–Aachen und seit 1852 von der Bahnstrecke Aachen–Mönchengladbach durchzogen. Die euregiobahn betreibt einen Schienenpersonennahverkehr auf den Nebenstrecken. Weitere wichtige Strecken sind die Bahnstrecke Mönchengladbach–Stolberg, die Bahnstrecke Stolberg–Herzogenrath und die Vennbahn, heute ein Radfernweg.

Die wichtigsten Personenbahnhöfe sind Aachen Hbf, Aachen-Rothe Erde, Aachen-Schanz, Aachen-West, Eschweiler Hbf, Eschweiler-Talbahnhof, Herzogenrath und Stolberg (Rheinl) Hbf.

Der öffentliche Personennahverkehr in der Region wird vom Aachener Verkehrsverbund organisiert.

LuftanbindungBearbeiten

Der internationale Flughafen Maastricht Aachen Airport liegt etwa 35 Kilometer von der Städteregion entfernt bei der niederländischen Stadt Maastricht. Er wird unter anderem von Transavia und Ryanair im Charterverkehr angeflogen.

Die Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf International in rund 80 Kilometer Entfernung können mit der Eisenbahnlinie RE 1 sowie mit den Linien RE 4 und S 11 erreicht werden.

Für Geschäftsreiseflugzeuge gibt es den Flugplatz Aachen-Merzbrück an der A44 beziehungsweise L223 (früher B264) zwischen Broichweiden und Röhe.

WirtschaftBearbeiten

 
Bergbau in Alsdorf
 
SuperC der RWTH Aachen
 
Spiegelmanufaktur in Stolberg

Strukturelle ÜbersichtBearbeiten

Im Zukunftsatlas 2016 belegte die Städteregion Aachen Platz 161 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“.[15]

In wirtschaftsstruktureller Hinsicht ist das Gebiet der Städteregion Aachen viergeteilt: im Norden liegt der sogenannte Nordkreis - im Wesentlichen das ehemalige Wurmrevier - mit den Städten Alsdorf (rd. 46.000 Einwohner), Baesweiler (rd. 28.000 Einwohner), Herzogenrath (rd. 47.000 Einwohner) und Würselen (rd. 37.000 Einwohner). Dort gibt es vorwiegend traditionelle Glas-, Nadel- und Nahrungsmittelindustrie sowie seit neuerer Zeit zusätzlich technologieorientierte und mittelständischen Unternehmen.

Im Süden wird der Südkreis oder Altkreis Monschau von der Stadt Monschau (rd. 13.000 Einwohner) und den Gemeinden Roetgen (rd. 8.000 Einwohner) und Simmerath (rd. 16.000 Einwohner) gebildet. Er bildet als Teil des Naturparks Hohes Venn-Eifel und dem darin gelegenen Nationalpark Eifel nebst Gebiet um die Rurtalsperre den Fremdenverkehrsschwerpunkt der Städteregion.

Zwischen dem Nord- und dem Südkreis liegt der Raum Eschweiler-Stolberg mit den beiden traditionsreichen Industriestädten Eschweiler (rd. 56.000 Einwohner) und Stolberg (rd. 58.000 Einwohner). Dies ist im Wesentlichen das ehemalige Inderevier. Hier nahmen beispielsweise der Hoesch- und der Thyssen-Konzern ihren Anfang. Glas-, Kunststoff- und vor allem Metallverarbeitungsbetriebe sind hier heute ebenso ansässig wie Firmen aus der chemischen und pharmazeutischen Branche. Darüber hinaus ist in beiden Städten eine Vielzahl von mittleren und kleinen Betrieben ansässig, wobei Eschweiler seinen Schwerpunkt auf Einzelhandel besonders in der Innenstadt legt. Während Stolberg mit seinen zahlreichen Kupferhöfen sich „Älteste Messingstadt der Welt“ nennt, legten für Eschweiler der 1834 gegründete Eschweiler Bergwerks-Verein und der Eschweiler Kohlberg den Beinamen „Wiege des rheinischen Bergbaus“ nahe. Die gemeinsamen Bodenschätze der Kupferstadt Stolberg und der Indestadt Eschweiler sind Steinkohle, Braunkohle, Zink und weitere Erze. Die hohe Industrialisierung hinterließ aber auch Umweltschäden wie die Gressenicher Krankheit, die Bleikinder und die Vegla-Polder. Andererseits findet sich auf Stolberger Stadtgebiet die einzigartige Galmeiflora.

Der Rückzug des Steinkohlenbergbaus führte in den 1980er Jahren in Wurm- und Inderevier zu einer großen Aufbruchstimmung. Eine Vielzahl von zukunftsweisenden Projekten sind geplant oder bereits in Angriff genommen. Dazu zählt u. a. die Erschließung von großflächigen Industrie- und Gewerbegebieten. Im ehemaligen Braunkohlentagebau „Zukunft“ ist der Blausteinsee entstanden, ein überregionales Freizeit- und Erholungsgebiet im Rahmen des Indelands.

Die Stadt Aachen als zu guter Letzt vierter Teil ist mit zahlreichen Unternehmen und Forschungszentren ein herausragender Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort in der Städteregion. Traditionell war in Aachen Nadel- und Tuchindustrie angesiedelt. Siehe insbesondere Geschichte der Tuchindustrie in Aachen, Aachener Unternehmen, RWTH Aachen und Universitätsklinikum Aachen.

Bedeutende Unternehmer und UnternehmerfamilienBearbeiten

 
Christine Englerth (1767–1838) gründete die erste deutsche Bergbau-Aktiengesellschaft EBV

Medizinische VersorgungBearbeiten

 
Klinikum Aachen

In der Städteregion Aachen befinden sich die folgenden Krankenhäuser:

Bildung und JugendeinrichtungenBearbeiten

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Mehrere weitere Einrichtungen fehlen! --Eschweiler 22:49, 7. Jan. 2011 (CET)
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.

In der Städteregion gibt es zahlreiche Kindergärten und Kindertagesstätten sowie 110 Grundschulen, 25 Förderschulen, 23 Gymnasien, 17 Hauptschulen, 15 Realschulen, 11 Berufskollegs und 7 Gesamtschulen.

Vier Hochschulen mit bis zu 50.000 Studierenden sind in der Städteregion ansässig, sämtlich auf dem Gebiet der Stadt Aachen: die RWTH Aachen, die FH Aachen sowie Abteilungen der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen und der Musikhochschule Köln.

Darüber hinaus existieren unterschiedliche Freizeit-Treffpunkte für Kinder und Jugendliche in der Städteregion wie offene Jugendtreffs oder Jugendzentren.

MedienBearbeiten

Seit dem 4. Oktober 2010 sendet Antenne AC als gemeinsames kommerzielles Lokalradio und ist damit der Nachfolger von 107.8 Antenne AC (Kreis Aachen) und Radio Aachen (Stadt Aachen). Auf den lokalen Sendeplätzen des öffentlich-rechtlichen Radiosenders WDR 2 berichtet das WDR Studio Aachen über Aachen und die Region. In Aachen betreiben Studenten das Hochschulradio Aachen.

Einige in der Grenzregion zu Belgien empfangbare deutschsprachige belgische Regionalsender zählen deutsche Hörer in Aachen und der Städteregion zu ihrer Zielgruppe und gestalten ihr Programm entsprechend, zum Beispiel 100’5 Das Hitradio oder Fantasy Dance FM. Allgemein übersteigt die Anzahl der empfangbaren UKW-Sender aus Belgien und den Niederlanden deutsche Sender bei weitem.

In den Kabelnetzen und auf DVB-T2 berichtet der Westdeutsche Rundfunk mit seinem WDR Studio Aachen auf seinen lokalen TV-Sendeplätzen über Aachen und die Region.

PartnerschaftBearbeiten

Als Rechtsnachfolgerin des Kreises Aachen führt die Städteregion Aachen die im März 1990 vereinbarte und im Februar 2000 bekräftigte Partnerschaft mit dem Landkreis Jeleniogórski mit der Kreisstadt Jelenia Góra weiter. Nach einem Kreistagsbeschluss wurden im Oktober 1985 Verhandlungen mit der polnischen Botschaft zum Zwecke einer Partnerschaft mit einem polnischen Verwaltungsbezirk aufgenommen. Nach der Verwaltungsreform in Polen im Jahre 1999 musste der Übertragung der Partnerschaft auf den neu gebildeten polnischen Landkreis beschlossen werden.[16]

Unter dem Siegel Region Charlemagne (= Region Karl der Große) strebt die Städteregion Aachen eine noch engere Zusammenarbeit über die Grenzen hinaus in der Euregio Maas-Rhein an, besonders in Bezug auf den Nahverkehr und Fremdsprachunterricht. Enge Verzahnungen bestehen bereits mit der Parkstad Limburg und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens.[17][18]

Siehe auchBearbeiten

  Portal: Städteregion Aachen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Städteregion Aachen

WeblinkBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 31. Dezember 2017 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 21. September 2018. (Hilfe dazu)
  2. Nach Maßgabe des Gesetzes zur Bildung der Städteregion Aachen (Aachen-Gesetz) lautet die offizielle Bezeichnung Städteregion. Im Regionalmarketing und in anderen Publikationen der örtlichen Behörden wird bevorzugt die Schreibweise StädteRegion Aachen gewählt.
  3. Bevölkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 31. Dezember 2017 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 21. September 2018. (Hilfe dazu)
  4. Zweckverband und Gebietskörperschaft Städteregion Aachen (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.staedteregion-aachen.de
  5. http://www.gruene-aachen.de/home/news/schwarz-gruene-koalition-in-staedteregion-wird-fortgefuehrt/@1@2Vorlage:Toter Link/www.gruene-aachen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Städteregionsrat Helmut Etschenberg gibt sein Amt auf
  7. Sechs Bewerber für die Etschenberg-Nachfolge
  8. Dr. Tim Grüttemeier ist neuer Städteregionsrat der StädteRegion Aachen
  9. StädteRegion Aachen: Logo und Claim (Memento des Originals vom 14. Februar 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.staedteregion-aachen.de
  10. Städteregion Aachen: Das Wappen (Memento des Originals vom 19. April 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.staedteregion-aachen.de
  11. So können Sie Fragen zur Städteregion stellen in Aachener Nachrichten online vom 10. Juni 2009
  12. Roer-Departement 1808 auf: r-steger.de (23. August 2010)
  13. Zukunftsproogramm der StädteRegion Aachen (Memento des Originals vom 19. Juli 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.staedteregion-aachen.de
  14. Regionalszenarien
  15. Zukunftsatlas 2016. Archiviert vom Original am 2. Oktober 2017; abgerufen am 23. März 2018.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.prognos.com
  16. Partnerschaft mit dem Landkreis Jelenia Góra (Polen) auf www.staedteregion-aachen.de@1@2Vorlage:Toter Link/www.staedteregion-aachen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  17. Erweiterung von § 5 der Neufassung der Hauptsatzung der StädteRegion Aachen auf FDP Kreis Aachen@1@2Vorlage:Toter Link/www.fdp-kreisaachen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  18. Was bedeutet Region Charlemagne?