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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Rüdnitz führt kein Wappen
Rüdnitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rüdnitz hervorgehoben

Koordinaten: 52° 43′ N, 13° 37′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Barnim
Amt: Biesenthal-Barnim
Höhe: 61 m ü. NHN
Fläche: 13,92 km2
Einwohner: 1972 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 142 Einwohner je km2
Postleitzahl: 16321
Vorwahl: 03338
Kfz-Kennzeichen: BAR, BER, EW
Gemeindeschlüssel: 12 0 60 192
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstr.5
16321 Rüdnitz
Website: www.ruednitz.de
Bürgermeister: Andreas Hoffmann
Lage der Gemeinde Rüdnitz im Landkreis Barnim
AhrensfeldeAlthüttendorfBernau bei BerlinBiesenthalBreydinBritz (bei Eberswalde)ChorinEberswaldeFriedrichswaldeHohenfinowJoachimsthalLiepeLunow-StolzenhagenMarienwerderMelchowNiederfinowOderbergPanketalParsteinseeRüdnitzSchorfheideSydower FließWandlitzWerneuchenZiethenBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Rüdnitz (slawisch rudnica: Ort, wo es Raseneisenstein gibt) ist eine Gemeinde im Landkreis Barnim in Brandenburg. Sie wird vom Amt Biesenthal-Barnim verwaltet und liegt nordöstlich der Stadt Bernau bei Berlin.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Rüdnitz gehören die Wohnplätze Albertshof, Bahnhofssiedlung, Kühle Kaveln, Langerönner Mühle und Schulzenaue.[2]

GeschichteBearbeiten

Die Gegend um Rüdnitz wurde bereits in der Frühzeit besiedelt. Darauf deuten zahlreiche Funde aus der Steinzeit, der Bronzezeit und der frühen Eisenzeit hin. Neben Waffen, Werkzeugen, Gebrauchsgegenständen und Schmuck wurden auch etliche Urnen entdeckt.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort als Pecze Rudenicz im Jahre 1367. Der Ortsname geht wahrscheinlich auf das slawische Wort Ruda zurück, was so viel wie „roter Raseneisenstein“, „rote Erde“ oder „Erdschlamm“ bedeutet. Im Landbuch Karls IV. wird der Ort 1375 als Rydentz by Bernowe (Bernau) genannt.

Von 1935 bis 1941 befand sich in Rüdnitz auf dem „Hof Wecker“ ein Ausbildungslager der Hachschara.[3]

Rüdnitz gehörte seit 1817 zum Kreis Oberbarnim in der Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Bernau im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder). Seit 1993 liegt die Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Barnim.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1875 408
1890 400
1910 769
1925 708
1933 755
1939 888
1946 1 088
1950 1 188
Jahr Einwohner
1964 1 167
1971 1 327
1981 1 225
1985 1 123
1989 1 084
1990 1 057
1991 1 055
1992 1 040
1993 1 069
1994 1 171
Jahr Einwohner
1995 1 337
1996 1 509
1997 1 637
1998 1 768
1999 1 777
2000 1 811
2001 1 906
2002 1 976
2003 1 923
2004 1 882
Jahr Einwohner
2005 1 822
2006 1 790
2007 1 767
2008 1 800
2009 1 839
2010 1 899
2011 1 927
2012 1 945
2013 1 955
2014 1 967
Jahr Einwohner
2015 1 980
2016 1 925
2017 1 983
2018 1 972

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[4][5][6]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung von Rüdnitz besteht neben dem ehrenamtlichen Bürgermeister aus 12 Mitgliedern:

Wählergruppe Sitze
Aktiv für Rüdnitz 7
Freie Wählerliste Rüdnitz 5

(Stand: Kommunalwahl am 26. Mai 2019)[7]

BürgermeisterBearbeiten

  • 1990–2010: Hubertus Ritter[8]
  • 2010–2019: Christina Straube (Freie Wählerliste Rüdnitz)[9]
  • seit 2019: Andreas Hoffmann (Aktiv für Rüdnitz)

Hoffmann wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 mit 58,8 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[10] gewählt.[11]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Kirche

In der Liste der Baudenkmale in Rüdnitz und in der Liste der Bodendenkmale in Rüdnitz stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Naturdenkmale

Siehe Liste der Naturdenkmale in Rüdnitz

Nordöstlich des Kirchfriedhofes steht die Friedenseiche zu Rüdnitz. Sie wurde im Jahre 1871 nach Beendigung des Deutsch-Französischen Krieges gepflanzt.

VerkehrBearbeiten

Die Landesstraße L 200 (bis 2003 B 2) zwischen Bernau und Eberswalde führt durch die Gemeinde.

Seit 1912 gibt es den Bahnhof Rüdnitz (seit 2006 Haltepunkt) an der Bahnstrecke Berlin–Szczecin. Hier halten Züge der Regionalbahnlinie RB 24 EberswaldeBerlin-LichtenbergSenftenberg der DB Regio. Der Haltepunkt Rüdnitz gehört zum Tarifbereich Berlin C des VBB.

Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[12] 915 944 973 1 001 1 016 1 011 1 040 1 056 1 088
PKW je 1.000 Einwohner (31.12. des Vorjahres) 518 524 529 527 527 520 532 537 549
Vergleichswert Land Brandenburg 510 514 521 528 542 546 548 551 551

PersönlichkeitenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Rüdnitz
  3. Rainer Horn: Schicksale in schlimmer Zeit. In: Märkische Onlinezeitung, 19. November 2014. Abgerufen am 28. Juli 2016.
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Barnim. S. 18–21
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  6. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  7. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  8. a b Todesanzeige Hubertus Ritter. In: Biesenthaler Anzeiger, 24. November 2015
  9. Neuwahl des ehrenamtlichen Bürgermeisters auf www.amt-biesenthal-barnim.de
  10. Gesetz über die Kommunalwahlen im Land Brandenburg (Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz - BbgKWahlG). Abgerufen am 21. Januar 2019.
  11. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019. Abgerufen am 11. August 2019.
  12. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rüdnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien