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Pharmahersteller

Unternehmen, die Arzneimittel herstellen oder vermarkten
(Weitergeleitet von Pharmaunternehmen)

Pharmahersteller (auch als Pharmaunternehmen und in der Gesamtheit als pharmazeutische Industrie bzw. Pharmaindustrie bezeichnet) sind Unternehmen, die Arzneimittel herstellen. Das Spektrum der Aktivitäten umfasst Forschung und Entwicklung für neue Wirkstoffe und Darreichungsformen, das Herstellen von Arzneimitteln (Originalpräparate oder Generika) und das Inverkehrbringen unter eigenem Namen (als Zulassungsinhaber oder als Mitvertreiber).

Inhaltsverzeichnis

GeschäftsmodelleBearbeiten

Allgemein lassen sich Pharmahersteller in zwei Gruppen differenzieren: Original- und Generika­hersteller.

Die Originalhersteller (siehe auch Originalpräparat) werden auch als forschende Hersteller bezeichnet und durch Pharmaforschung und Entwicklung neuer Arzneimittel charakterisiert. In der Regel spezialisieren sich Originalhersteller auf ausgewählte Indikationsgebiete, auf denen sie Marktführer sind. Sie investieren üblicherweise erheblich in den Aufbau von Marken und Vertrieb.[1]

Generikahersteller betreiben dagegen zumeist keine Forschung, sondern nutzen Wirkstoffe, bei welchen der Patentschutz bereits verfallen ist. Aufgrund der niedrigen Forschungs- und Entwicklungskosten ist es Generikaherstellern möglich, Arzneimittel bei gleicher Qualität zu deutlich niedrigeren Preisen anzubieten, als dies den forschenden Herstellern möglich ist. Die meisten Generikahersteller treten als Vollsortimenter am Markt auf und bieten möglichst viele unterschiedliche Wirkstoffe an.[1]

Vielfach arbeiten Originalhersteller mit Generika herstellenden Tochtergesellschaften oder kooperieren mit externen Generikaherstellern, um den Wertschöpfungszyklus ihrer Wirkstoffe zu verbessern.[1]

Hersteller von Biosimilars durchbrechen die klassische Unterscheidung der Geschäftsmodelle. Die Folgeprodukte von Biopharmazeutika, deren Patentschutz ausgelaufen ist, sind keine Generika im klassischen Sinne. Da sie nicht mit dem Originalpräparat identisch sind, unterliegen sie nicht dem Aut-idem-Prinzip (gleicher Wirkstoff), sondern dem Aut-simile-Prinzip (ähnlicher Wirkstoff).[1] Die Biosimilarhersteller müssen daher bis zur Zulassung zahlreiche Studien durchführen, weshalb sie mitunter auch als forschende Generikahersteller bezeichnet werden.[2]

ProdukteBearbeiten

Zum Produktsortiment der Pharmaunternehmen gehören verschiedenste Arzneimittel sowohl für die Human- als auch die Tiermedizin: etwa Fertigarzneimittel, Blutzubereitungen, Sera, Impfstoffe, In-vivo-Diagnostika, Allergenzubereitungen und Arzneimittel für neuartige Therapien (beispielsweise Gentherapeutika, somatische Zelltherapeutika, biotechnologisch bearbeitete Gewebeprodukte).

Nicht zu den Arzneimitteln zählen Medizinprodukte wie z. B. Verbandmittel, Katheter, In-vitro-Diagnostika oder künstliche Gelenke, auch wenn diese teilweise von pharmazeutischen Unternehmen hergestellt werden.

Arzneimittel werden entweder selbst durch das pharmazeutische Unternehmen hergestellt, können jedoch auch durch Vertragshersteller (engl. Contract Manufacturing Organization) produziert werden.

RechtlichesBearbeiten

Pharmazeutischer UnternehmerBearbeiten

Das deutsche Arzneimittelgesetz definiert pharmazeutischer Unternehmer als einen Unternehmer, der bei zulassungs- oder registrierungspflichtigen Arzneimitteln Inhaber der Zulassung oder Registrierung ist oder Arzneimittel unter seinem Namen in den Verkehr bringt.[3]

Gemäß dem österreichischen Arzneimittelgesetz ist ein pharmazeutischer Unternehmer ein in einer Vertragspartei des EWR-Abkommens ansässiger Unternehmer, der dazu berechtigt ist, Arzneimittel unter seinem Namen in Verkehr zu bringen, herzustellen oder damit Großhandel zu treiben.[4]

Pharmazeutische Unternehmen unterliegen speziellen arzneimittelrechtlichen Verpflichtungen (Implementierung eines Pharmakovigilanz- und Risikomanagement­systems, Qualitätsmanagementsystem gemäß der Good Manufacturing Practice, präklinische und klinische Prüfungen), um die Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit ihrer Produkte sicherzustellen.

ArzneimittelherstellungBearbeiten

Das deutsche Arzneimittelgesetz definiert Herstellvorgänge wie folgt: „Herstellen ist das Gewinnen, das Anfertigen, das Zubereiten, das Be- oder Verarbeiten, das Umfüllen einschließlich Abfüllen, das Abpacken, das Kennzeichnen und die Freigabe; nicht als Herstellen gilt das Mischen von Fertigarzneimitteln mit Futtermitteln durch den Tierhalter zur unmittelbaren Verabreichung an die von ihm gehaltenen Tiere.“[5]

Für die Herstellung von Arzneimitteln oder bestimmter Arzneistoffe bedürfen Pharmaunternehmen einer behördlichen Erlaubnis (Herstellungserlaubnis) nach Artikel 40 Absatz 1 der Richtlinie 2001/83/EG bzw. § 13 des deutschen Arzneimittelgesetzes.

Der Markteintritt für Generika wird durch verschiedene Rechtsnormen beschränkt, siehe Generikum#Rechtliche Schranken für den Markteintritt von Generika.

Listen der größten PharmaherstellerBearbeiten

GlobalBearbeiten

2014

Rang 2014 Unternehmen Sitz Umsatz 2014 in Mrd. US-Dollar Topseller
1 Novartis Schweiz  Schweiz 46,127 Imatinib, Fingolimod, Ranibizumab
2 Pfizer Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 44,514 Pregabalin, Pneumokokken-Impfung „Prevnar“, Etanercept
3 Hoffmann-La Roche Schweiz  Schweiz 40,086 Rituximab, Bevacizumab, Trastuzumab
4 Sanofi Frankreich  Frankreich 38,223 Insulin glargin, Clopidogrel, Enoxaparin-Natrium
5 MSD Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 36,607 Sitagliptin, Ezetimib, Infliximab
6 Johnson & Johnson Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 30,726 Infliximab, Simeprevir, Abirateron
7 GlaxoSmithKline Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich 30,302 Salmeterol/Fluticason, DTP+Hepatitis B+Polio-Impfstoff, Dutasterid
8 AstraZeneca Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich 25,694 Rosuvastatin, Budesonid/Formoterol, Esomeprazol
9 Gilead Sciences Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 24,474 Sofosbuvir, Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovir (Atripla), Tenofovir/Emtricitabin (Truvada)
10 AbbVie Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 19,879 Adalimumab, Testosterongel, Iopinavir/Ritonavir
11 Amgen Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 19,327 Etanercept, Pegfilgrastim, Epoetin alfa
12 Teva Pharmaceutical Industries Israel  Israel 17,474 Glatirameracetat, Bendamustin, Budesonid
13 Bayer AG Deutschland  Deutschland 16,351 Rivaroxaban, Faktor VIII, Interferon beta-1b
14 Eli Lilly Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 16,349 Pemetrexed, Insulin lispro, Tadalafil, Fluoxetin
15 Novo Nordisk Danemark  Dänemark 15,825 Insulin aspart, Insulin detemir, Liraglutid
16 Boehringer Ingelheim Deutschland  Deutschland 13,903 Tiotropiumbromid, Dabigatranetexilat, Telmisartan
17 Takeda Pharmaceutical Japan  Japan 13,038 Bortezomib, Candesartancilexetil, Pantoprazol
18 Bristol-Myers Squibb Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 11,969 Dasatinib, Entecavir, Atazanavir
19 Actavis Schweiz  Schweiz 11,130 Memantin, Lidocain, Rosuvastatin
20 Astellas Pharma Japan  Japan 10,419 Tacrolimus, Solifenacinsuccinat, Enzalutamid
21 Baxter International Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 8,694 Immunoglobulin
22 Biogen Idec Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 8,203 Interferon beta-1a (Avonex)
23 Merck KGaA Deutschland  Deutschland 7,683 Interferon beta-1a (Rebif)
24 Mylan Niederlande  Niederlande 7,585 Adrenalin-Fertigspritze (EpiPen)
25 Daiichi Sankyo Japan  Japan 7,575 Olmesartanmedoxomil
26 Celgene Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 7,476 Lenalidomid
27 Otsuka Pharmaceutical Japan  Japan 6,961 Aripiprazol
28 Allergan Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 6,234 Botox
29 Servier Frankreich  Frankreich 5,999 Perindopril-Erbumin
30 Shire Irland  Irland 5,830 Lisdexamfetamin
31 Abbott Laboratories Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 5,101 Clarithromycin
32 Sun Pharmaceutical Indien  Indien 5,012 5-Aminolävulinsäure
33 Valeant Kanada 5,007 Bupropion
34 CSL Australien  Australien 4,743 Immunoglobulin
35 Eisai Japan  Japan 4,422 Donepezil
36 UCB Belgien  Belgien 3,715 Certolizumab pegol
37 Fresenius Kabi Deutschland  Deutschland 3,707 Heparin
38 Chugai Japan  Japan 3,576 Tocilizumab
39 Menarini Italien  Italien 3,442 Nebivolol
40 Grifols Spanien  Spanien 3,255 Immunoglobulin
41 Aspen Pharmacare Sudafrika  Südafrika 3,066 Nadroparin
42 Hospira Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 3,035 Dexmedetomidin
43 Sumitomo Dainippon Pharma Japan  Japan 2,944 Lurasidon
44 Mitsubishi Tanabe Pharma Japan  Japan 2,928 Infliximab
45 Stada Arzneimittel Deutschland  Deutschland 2,405 Apomorphin
46 Mallinckrodt Pharmaceuticals Irland  Irland 2,310 Ioversol (Röntgenkontrastmittel)
47 Endo International Irland  Irland 2,238 Oxymorphon
48 Alexion Pharmaceuticals Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 2,234 Eculizumab
49 Lundbeck Danemark  Dänemark 2,223 Escitalopram
50 Kyowa Hakko Kirin Japan  Japan 2,157 Erythropoetin

Quelle: PharmExec[6]

1995

Rang 1995 Unternehmen Umsatz 1995 (Mrd. $)
1 Novartis 9,7
2 Glaxo Wellcome 9,6
3 Hoechst 7,8
4 MSD 7,7
5 Bristol-Myers Squibb 6,8
6 American Home Products 6,5
7 Johnson & Johnson 6,2
8 Pfizer 6,1
9 Hoffmann-La Roche 5,7
10 SmithKline Beecham 5,5

1980

Rang 1980[7] Unternehmen Umsatz 1980 (Mrd. $)
1 Hoechst 1,6
2 Ciba-Geigy 1,4
3 MSD 1,4
4 American Home Products 1,2
5 Hoffmann-La Roche 1,2
6 Smith Kline 1,1
7 Boehringer Ingelheim 1
8 Sandoz 1
9 Pfizer 1
10 Bristol-Myers 0,9

Nach Absatz in DeutschlandBearbeiten

Top 10 in Deutschland (2015)

Laut IMS Health gehörten 2015 in Deutschland folgende Pharmahersteller zu den Top 10 (nach dem Umsatz mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln auf dem deutschen Markt, absteigend sortiert):[8]

  1. Novartis
  2. Roche
  3. Sanofi-Aventis
  4. Pfizer
  5. Bayer
  6. Gilead Sciences
  7. Teva Pharma
  8. MSD
  9. Johnson & Johnson
  10. AbbVie

PharmaverbändeBearbeiten

InternationalBearbeiten

Der wichtigste weltweit agierende Dachverband ist die International Federation of Pharmaceutical Manufacturers & Associations (IFPMA). In ihr sind einige der weltweit größten Pharmakonzerne organisiert. In den USA ist Pharmaceutical Research and Manufacturers of America (PhRMA) der einflussreichste Verband, in dem nicht nur große Konzerne, sondern auch Biotechnologieunternehmen organisiert sind. In Europa ist die European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA) ein Dachverband nationaler Pharmaverbände. PhRMA und EFPIA sind auch Gründungsmitglieder des International Council for Harmonisation of Technical Requirements for Pharmaceuticals for Human Use (ICH), in dem zusammen mit den zuständigen Arzneimittelbehörden wesentliche Aspekte der Arzneimittelzulassung zwischen der Europäischen Union, den USA und Japan harmonisiert wurden. Der Europäische Parallelhandel wird spezifisch durch den EAEPC (European Association of Euro-Pharmaceutical Companies) vertreten. Ein weiterer Europäischer Dachverband für Pharmaunternehmen ist die European Confederation of Pharmaceutical Entrepreneurs (EUCOPE). Die Interessen der Hersteller von OTC-Arzneimitteln werden auf europäischer Ebene von der Association of the European Self-Medication Industry (AESGP) und auf internationaler Ebene von der World Self-Medication Industry (WSMI) vertreten.

In DeutschlandBearbeiten

Die Pharmahersteller in Deutschland sind in einer ganzen Reihe von Verbänden organisiert. Dem mitgliedstärksten Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) gehören viele mittelständische Unternehmen an. Unter dem Dach des Verbandes der Chemischen Industrie sind die Hersteller verschreibungspflichtiger Arzneimittel im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) sowie im Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) organisiert. Der VFA vertritt auch die deutschen Unternehmen im europäischen Dachverband EFPIA. Generika-Hersteller sind im Verband Pro Generika organisiert. Verschiedene Unternehmen und Verbände sind Mitglied im Verein Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie und unterliegen dessen Verhaltenskodizes zur Kontrolle der Zusammenarbeit mit Fachkreisen und Patientenorganisationen.

In der SchweizBearbeiten

Interpharma ist die Interessenvertretung der forschenden Pharmaunternehmen der Schweiz.

BeschäftigteBearbeiten

DeutschlandBearbeiten

In der pharmazeutischen Industrie sind in Deutschland ca. 114.000 Beschäftigte (Stand 2015) angestellt.

Entwicklung:[9]

  • 1995: 122.900 Beschäftigte
  • 1996: 120.776 Beschäftigte (−1,7 %)
  • 1997: 115.298 Beschäftigte (−4,5 %)
  • 1998: 113.914 Beschäftigte (−1,2 %)
  • 1999: 113.029 Beschäftigte (−0,8 %)
  • 2000: 113.950 Beschäftigte (+0,8 %)
  • 2001: 114.267 Beschäftigte (+0,3 %)
  • 2002: 114.990 Beschäftigte (+0,6 %)
  • 2003: 118.720 Beschäftigte (+3,2 %)
  • 2004: 113.989 Beschäftigte (−4,0 %)
  • 2005: 113.002 Beschäftigte (−0,9 %)
  • 2006: 113.234 Beschäftigte (+0,1 %)
  • 2010: 103.208 Beschäftigte (+4,6 %)
  • 2011: 105.435 Beschäftigte (+2,2 %)
  • 2012: 110.006 Beschäftigte (+4,3 %)
  • 2013: 110.036 Beschäftigte (+0,1 %)
  • 2014: 112.475 Beschäftigte (+2,2 %)
  • 2015: 114.069 Beschäftigte (+1,4 %)

SchweizBearbeiten

So waren 2014 insgesamt rund 41.800 Beschäftigte direkt bei Pharmaunternehmen angestellt, was gut 1 % aller Schweizer Beschäftigten entspricht. Indirekt waren über Zulieferindustrien nochmals rund 182.000 Beschäftigte in der Herstellung von Vorleistungen tätig.[10]

KritikBearbeiten

Die Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten. Eine Begründung steht auf der Diskussionsseite. Weitere Informationen erhältst du hier.

Der Einfluss der Pharmaunternehmen auf die Medizin, die akademische Pharmaforschung und öffentliche Meinung – und daraus folgend auch der Erwartungshaltung gegenüber einer Anwendung oder Verschreibung von Medikamenten – wird von zahlreichen Kritikern als hoch problematisch angesehen und deren Einfluss von medizinischen wie Branchen-Insidern – so beispielsweise Kriminalhauptkommissar Uwe Dolata, Peter C. Gøtzsche, Peter Sawicki oder John Virapen – nicht selten als „allumfassend“ oder „organisiert kriminell“ beschrieben.[11][12][13][14][15][16][17] Die Kritik resultiert unter anderem auch aus folgendem Zusammenhang: Je größer die finanziellen und sonstigen Interessen in einem wissenschaftlichen Bereich sind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass die Forschungsergebnisse wahr sind (positiver Vorhersagewert sinkt).[18]

Methodik und Zielgruppen der Beeinflussung durch PharmaunternehmenBearbeiten

Die für investigativen Journalismus prämierte Frontal21-Dokumentation Das Pharmakartell von Christian Esser und Astrid Randerath (ZDF, 2008) kritisiert anhand zahlreicher Interviews mit kritischen Insidern wie beispielsweise Bruno Müller-Oerlinghausen, Uwe Dolata, Peter Schönhöfer, Leonhard Hansen[19]; John Virapen und Wolf-Dieter Ludwig[20] zahlreiche kriminelle Methoden. Dazu gehören das bis zu jahrzehntelange Verschweigen schwerer und tödlicher Nebenwirkungen, das Verschwinden oder die Nichtveröffentlichung von nicht genehmen Studiendaten oder Erpressungen von Mitwissern.

Weiterhin gebe es neben Bestechungsversuchen auch Androhungen von Gewalt gegenüber Entscheidern (etwa innerhalb der Kassenärztlichen Vereinigung, wie z. B. Leonhard Hansen[19] berichtet, oder im Institut IQWiG) sowie die Korrumpierung von Politikern, Ärzten und Heilberufen und teilweise selbst Selbsthilfegruppen. „Mietmäuler“, so Peter Schönhöfer, Mitherausgeber des Arznei-Telegramms, würden Medikamente samt Nebenwirkungen „blumenreich verkaufen“. Gekaufte medizinische Koryphäen, insbesondere Professoren, werden im Bereich des deutschen autoritätshörigen „Eminenzbelt“ – so der „Pharmajargon“ laut dem Autor Gunter Frank – gezielt von der Pharmaindustrie zu o. g. Zweck eingesetzt.[21] Auch patientennahe Gesundheitsmagazine wie die Apotheken Umschau würden laut den Recherchen der Autoren von Das Pharmakartell korrumpiert und würden demnach schöngefärbte Darstellungen der Medikamente nach Vorgabe der Industrie ungeprüft als „fachlichen Rat“ veröffentlichen, worin solche „Experten“ teilweise gezielt „untergebracht“ würden.

Umsatz, Gewinn und Entwicklung am PharmamarktBearbeiten

In der Öffentlichkeit betonen Vertreter der Pharmakonzerne einerseits häufig ihre Funktion als „forschende Arzneimittelhersteller“, woraus beispielsweise hohe Kosten resultieren würden, so auch weiterhin durch Wirkstoffe, die man einkaufen müsse. Die Realität – auf Basis selbst veröffentlichter Zahlen der Konzerne – erscheint in anderem Licht. Demnach betragen die Ausgaben für Forschung etwa 15 Prozent des Umsatzes, das Marketing dagegen kostet 50–55 Prozent, das heißt: „mehr als das Dreifache“, so der Medizinjournalist und Autor Hans Weiss auf Deutschlandradio Kultur. Dementsprechend würden die Preise „in keiner Relation zum Forschungsaufwand“ stehen. Beim Krebsmittel Taxol des Herstellers Bristol-Myers Squibb würde beispielsweise „eine Packung einer Infusion 676,70 Euro“ kosten, wobei der Anteil der Wirkstoffkosten beim externen Wirkstoffhersteller laut seiner Recherchen „lediglich einen Euro“ betrage. Insgesamt gebe es – trotz höchster Marketing-Ausgaben – „keine Branche“, die „so hohe Gewinne macht wie die“. 20 bis 30 Prozent des Umsatzes seien „reiner Gewinn“.[22] Mit Impfstoffen wurden im Jahr 2001 weltweit 6.9 Milliarden $ umgesetzt. 2009 waren es rund 25 Milliarden $ und für 2015 wird der weltweite Umsatz in der Impfstoffherstellung auf 56–64 Milliarden $ geschätzt, womit sich der Umsatz etwa verzehnfacht hat.[23]

Obige Zahlen sind noch steigerungsfähig, so komme der Konzern Pfizer im Jahr 2014 laut GlobalData auf eine Gewinnmarge von 43 Prozent.[24] Das bestätigen auch die Zahlen des Ärzteblatts, wobei allerdings 2012 von einem Gewinneinbruch die Rede ist. Demnach mussten „die zehn größten Pharmaunternehmen der Welt“ im Jahr 2012 einen „Umsatzrückgang um zwei Prozent auf 359 Milliarden Euro“ hinnehmen. Der Gewinn sei „um ein Prozent auf 95 Milliarden Euro“ - dies entspricht knapp einem Drittel des Umsatzes (vgl. obige Zahlen) - ebenfalls zurückgegangen. Unter anderem sei „stagnierende Nachfrage in den angestammten Märkten“ und „die zunehmende Konkurrenz durch billige Nachahmerprodukte“ die Ursache. Gemäß Gerd Stürz, Leiter des Bereichs Lebenswissenschaften bei Ernst & Young, würde Prognosen zufolge das durchschnittliche jährliche Pharma-Marktwachstum in den entwickelten Ländern bis 2016 „lediglich zwischen ein und vier Prozent“ liegen. Die Branche müsse daher „Antworten auf die Frage finden, wo in Zukunft noch Wachstum herkommen soll“, sagte Stürz.[25] Eine solche „Antwort“ waren 2014 verstärkte Fusionen, um Synergieeffekte nutzbar zu machen und Konkurrenzdruck zu minimieren.[26]

Korrumpierung und Beeinflussung von KontrollbehördenBearbeiten

Kritiker bemängeln nicht nur o. g. Relationen, sondern angesichts solch hoher Zahlen eine – auch aus Gewinnerhaltungs- und stetigem Steigerungsbestreben – umso mehr unseriöse bis kriminelle Haltung und Praxis, auch hoch riskante Produkte auf den Markt zu drücken oder dort zu halten, woraus einerseits hohe Todesfallzahlen und Schwerstschäden sowie gleichzeitig häufige Rücknahmen nach Zulassung und Markteinführung resultieren würden. Dies sei möglich durch finanzielle Beeinflussung und Befangenheit von Entscheider-Behörden hinsichtlich der Einstufung von Infektionskrankheiten als z. B. Epidemien oder Pandemien oder andererseits Arzneimittelbehörden bei der Zulassung ihrer Präparate. So mahnt Transparency International Deutschland an, dass ebenso nationale wie internationale Kontrollbehörden für Pandemien mittlerweile unter dem Einfluss der Pharmaindustrie stehen würden.

„Mannigfaltige Verflechtungen zwischen den WHO-Pandemie-Experten und den Medikamenten- und Impfstoffherstellern“ seien die Ursache für die unerklärbare und nahezu deckungsgleiche Nachlässigkeit zahlreicher europaweiter Zulassungs- und Kontrollbehörden, die sich mit „unvollständigen Studiendaten“ seitens der Konzerne begnügt hätten. Tatsächlich sei die behauptete antivirale Wirksamkeit der an zahlreiche Regierungen verkauften Präparate „in den vollständigen Studiendaten nicht nachweisbar“. Ebenfalls seien die behaupteten Pandemien tatsächlich keine gewesen – wie dies „von unabhängigen Wissenschaftlern“ auch vorhergesagt worden sei. Im Resultat sei – abgesehen vom Risiko durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen – „die Einlagerung unnötiger und nicht geeigneter antiviraler Medikamente anlässlich der Pandemiefehlalarme 2005 und 2009“ erfolgt, was Deutschland „Haushaltsmittel im dreistelligen Millionenbereich“ gekostet hätte (Pandemie-Pläne durch Bund und Bundesländer mit Oseltamivir (Tamiflu®) und Zanamivir (Relenza®), Kosten von 330 Mio. Euro). „Für den Fall eines erneuten Pandemiealarms“ fordere Transparency International daher unter anderem eine „neutrale wissenschaftliche Bewertung“.[27]

Transparency International Deutschland beruft sich dabei u. a. auf die Cochrane Collaboration und das British Medical Journal, welches dazu detaillierte Informationen liefert und seinen kompletten Schriftverkehr mit der Firma Roche im Rahmen einer „Open Data Campaign“ online stellte.[28][29][29][30] Auch die Süddeutsche Zeitung[31] und der Tages-Anzeiger hatten unter anderem ausführlich darüber berichtet. Laut Tagesanzeiger gehe aus „detaillierten Dokumentation[en]“ hervor, wie die „Gesundheitsbehörden rund um den Globus“ sich „mit unvollständigen Unterlagen des Pharmakonzerns begnügt“ hätten, als sie „für Milliarden Steuergelder“ Tamiflu auf Vorrat einkauften.[32]

Befangenheit und Einflussnahme auf medizinische Forschung und HochschulenBearbeiten

Interessenskonflikte (Befangenheit) sind auch in der medizinischen Forschung keine Seltenheit und können die Integrität der Forschung in Frage stellen.[33][34] Auch deutsche Hochschulen seien von der Einflussnahme betroffen: Aus der gewerblichen Wirtschaft – mit dabei Pharmakonzerne – fließen mehr als 1,3 Milliarden Euro jedes Jahr an deutsche Hochschulen (doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren). Die TAZ, die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland und die bundesweite StudierendenvertretungFreier Zusammenschluss von StudentInnenschaften“ (FZS) fordern eine Veröffentlichungspflicht aller Kooperationsverträge zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie regelmäßige Sponsoring-Berichte aller Hochschulen.[35][36][37][38]

Weitere KritikpunkteBearbeiten

  • Eine kanadische Studie aus dem Jahr 2007 ergab, dass US-Pharmaunternehmen mehr Geld für Werbung ausgeben als für Forschung – im Jahr 2004 wurden 39,3 Mrd. € in Werbemaßnahmen, 21,5 Mrd. € in Forschung und Entwicklung investiert. Als Quellen führen sie Marktforschungsinstitute sowie die amerikanische National Science Foundation an.[39]
  • Dass Pharmakonzerne bezüglich ihres Vertriebes nicht immer sauber arbeiten, zeigen hohe Strafzahlungen, insbesondere in den USA. Nach Angaben des Handelsblattes kündigte der Pharmakonzern GlaxoSmithKline zusätzliche Belastungen von 400 Millionen US-Dollar (312 Millionen Euro) infolge von Ermittlungen wegen unerlaubter Vertriebsmethoden an. Die großen Pharmaunternehmen Pfizer und Eli Lilly hatten bereits zuvor hohe Rückstellungen angekündigt. Pfizer hat einem Vergleich zugestimmt, in dessen Rahmen eine Rekordbuße von 2,3 Mrd. $ bezahlt werden muss. Gegen Eli Lilly wurde im Januar 2009 eine Buße von 1,4 Mrd. $ verhängt.[40]
  • 2008 leitete die EU-Kommission eine Untersuchung zu den möglicherweise wettbewerbsverzerrenden Bedingungen im Arzneimittelsektor ein.[41] Ziel sollte sein, Gründe zu finden weshalb zu jener Zeit weniger neue Medikamente auf den europäischen Markt kamen (1995–1999 im Durchschnitt 40 neue molekulare Entitäten pro Jahr; 2000–2004 hingegen nur 24) und wieso sich die Einführung preiswerterer Generika in die Länge zog. Die Untersuchung wurde auf Grundlage des europäischen Wettbewerbsrechts eingeleitet. Im Abschlussbericht 2009 kam man unter anderem zu dem Schluss, dass Unternehmen, die die Patentrechte innehaben, verschiedenste Strategien und Maßnahmen einsetzen um Einzahlungsströme durch den Arzneimittelhandel beizubehalten. Diese Praktiken können dazu führen die Einführung von Generika zu verzögern, wodurch Konsumenten mehr bezahlen müssen. Die Instrumente umfassten: Strategisches Patentieren, Anklagen auf Patentsverletzungen gegenüber Generika Produzenten, aber auch Abmachungen mit Generikaproduzenten, sowie Manipulation nationaler Behörden und langfristige Planung zur Marktherrschaft durch Einführung von Nachfolgermedikamenten.[42] Diese Vorgehensweise hat den Krankenkassen in den Jahren 2000 bis 2007 allein in der untersuchten Stichprobe rund 3 Milliarden Euro gekostet.[43] Es läuft ein Monitoringprogramm bezüglich Abmachungen bei Patentstreitigkeiten.[44]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Wiktionary: Pharmaunternehmen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Hermann Hofmann, Oliver Schöffski: Generika und Biosimilars. In: Oliver Schöffski, Frank-Ulrich Fricke, Werner Guminski (Hrsg.): Pharmabetriebslehre. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-79550-6, S. 397–412, hier S. 398.
  2. Hermann Hofmann, Oliver Schöffski: Generika und Biosimilars. In: Oliver Schöffski, Frank-Ulrich Fricke, Werner Guminski (Hrsg.): Pharmabetriebslehre. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-79550-6, S. 397–412, hier S. 399.
  3. Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln, § 4 (18)
  4. Bundesgesetz über die Herstellung und das Inverkehrbringen von Arzneimitteln (Arzneimittelgesetz), § 2 (13a)
  5. Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln, § 4 (14)
  6. Taking Flight: Pharm Exec's Top 50 Pharma Companies. PharmExec, 14. Juli 2015 (englisch).
  7. Global top 10 pharmaceutical companies 1980–2011, S. 24
  8. Kirsten Sucker-Sket: Die umsatzstärksten Pharmaunternehmen in Deutschland: Gilead und AbbVie verdrängen Stada. In: Deutsche Apotheker Zeitung, 25. Februar 2016, abgerufen am 28. Juni 2017.
  9. Pharma-Daten - Wichtige Fakten über die Branche und das Gesundheitswesen auf einen Blick, auf der Website des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI).
  10. Zunehmende Bedeutung der Pharmaindustrie als Arbeitgeber, auf www.interpharma.ch, abgerufen am 29. Oktober
  11. Gunter Frank: Schlechte Medizin. Ein Wutbuch. 3. Auflage. Knaus-Verlag, 2012, ISBN 978-3-8135-0473-6, S. 70–79 sowie insgesamt.
  12. Klaus Hartmann: Impfen bis der Arzt kommt. Wenn Pharmakonzernen Profit über Gesundheit geht. 1. Auflage. Herbig, 2012, ISBN 978-3-7766-2694-0.
  13. Hans Weiss: Korrupte Medizin. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008.
  14. Sawicki kritisiert Pharmalobby. In: Deutsches Ärzteblatt. 26. Januar 2010, ärzteblatt.de über den ehemaligen Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Peter Sawicki.
  15. Peter C. Gøtzsche: Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität: Wie die Pharmaindustrie unser Gesundheitswesen korrumpiert. Riva, München 2014, ISBN 978-3-86883-438-3.
  16. G. A. Jelinek, S. L. Neate: The influence of the pharmaceutical industry in medicine. In: Journal of Law and Medicine. Band 17, Nr. 2, Oktober 2009, S. 216–23, PMID 19998591 (PDF).
  17. The influence of the pharmaceutical industry. House of Commons Health Committee, Fourth Report of Session 2004–2005, Volume I, 22. März 2005, abgerufen am 20. März 2010.
  18. John Ioannidis: Why Most Published Research Findings Are False. In: PLoS Medicine. Band 2, Nr. 8, 19. März 2017, S. e124, doi:10.1371/journal.pmed.0020124, PMID 16060722, PMC 1182327 (freier Volltext).
  19. a b Leonhard Hansen auf Arztwiki.de
  20. Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft – Wissenschaftlicher Fachausschuss der Bundesärztekammer, Kurzbiografie: Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig, abgerufen am 17. Februar 2015.
  21. Gunter Frank: Schlechte Medizin – Ein Wutbuch. 3. Aufl. Knaus, 2012.
  22. „Es gibt keine Branche, die so hohe Gewinne macht – Medizinjournalist Weiss über die Pharmaindustrie und die Medikamentenpreise“. Hans Weiss im Gespräch mit Joachim Scholl. 12. März 2010, Deutschlandradio Kultur, abgerufen am 27. Februar 2015.
  23. Research and Markets: The Future of Global Vaccines – Market Forecasts to 2016, Stockpile Analysis, Competitive Benchmarking and Pipeline Analysis. Business Wire, 15. Januar 2010, abgerufen am 5. Oktober 2013.
  24. Satte Gewinne: Pharmakonzerne geben mehr für Werbung aus als für Forschung. Focus online, 13. Februar 2015, abgerufen am 27. Februar 2015.
  25. Pharmaunternehmen verzeichnen Umsatz- und Gewinnrückgänge. Ärzteblatt.de, 13. März 2013, abgerufen am 27. Februar 2015.
  26. Fusionswelle schüttelt Pharmabranche durch. Welt.de, 22. Mai 2014, abgerufen am 27. Februar 2015.
  27. Die Einlagerung unnötiger und nicht geeigneter antiviraler Medikamente anlässlich der Pandemiefehlalarme 2005 und 2009 kostete Deutschland Haushaltsmittel im dreistelligen Millionenbereich, Pressemitteilung vom 13. Februar 2015, abgerufen am 17. Februar 2015.
  28. Tamiflu: the battle for secret drug data In: British Medical Journal. 2012, Bd. 345, e7303, doi:10.1136/bmj.e7303.
  29. a b F. Godlee, M. Clarke: Why don’t we have all the evidence on oseltamivir? In: BMJ. Bd. 339, 2009, S. b5351–b5351, doi:10.1136/bmj.b5351.
  30. Tamiflu correspondence with Roche
    Tamiflu correspondence with the World Health Organization
    Tamiflu correspondence with the Centers for Disease Control and Prevention
    Correspondence with the European Medicines Agency
  31. Der Tamiflu-Skandal – Blindes Vertrauen in der zweifelhaftes Grippemittel, Überseite zum Thema auf Süddeutsche.de, abgerufen am 17. Februar 2015.
  32. Zweifel an Tamiflu – Der Druck auf Roche nimmt zu. In: Tages-Anzeiger, 26. Januar 2013 (Online gesichtet am 28. Januar 2013).
  33. Bernard Lo: Serving two masters – conflicts of interest in academic medicine. In: New England Journal of Medicine. Band 362, Nr. 8, Februar 2010, S. 669–71, doi:10.1056/NEJMp1000213, PMID 20181969.
  34. S. N. Young: Bias in the research literature and conflict of interest: an issue for publishers, editors, reviewers and authors, and it is not just about the money. In: J Psychiatry Neurosci. Band 34, Nr. 6, November 2009, S. 412–7, PMID 19949717, PMC 2783432 (freier Volltext).
  35. PRESSEMITTEILUNG: Hochschulen erhalten immer mehr Drittmittel aus der Wirtschaft – Das Internetportal Hochschulwatch.de zieht Bilanz. Transparency International Deutschland e.V., 17. Februar 2015, abgerufen am 17. Februar 2015.
  36. Hochschulwatch – Macht, Wirtschaft, Uni, hochschulwatch.de, eine Initiative von Transparency International Deutschland; Freier Zusammenschluss von StudentInnenschaften (FZS) und „die Tageszeitung“ (TAZ), abgerufen am 17. Februar 2015.
  37. Neues Internetportal hochschulwatch.de sammelt Beispiele fragwürdiger Verbindungen von Wirtschaft und Wissenschaft. 24. Januar 2013: die tageszeitung, die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland e.V. und der fzs (freier zusammenschluss von studentInnenschaften) haben heute das Projekt „Hochschulwatch. MachtWirtschaftUni“ gestartet., fzs.de, abgerufen am 17. Februar 2015
  38. Aktuell: Hochschulwatch Relaunch – Macht, Wirtschaft, Uni, fzs.de, abgerufen am 17. Februar 2015.
  39. Spiegel Online: Mehr Geld für Werbung als für Forschung, 3. Januar 2008.
  40. Rekordbusse für den Pharmakonzern Pfizer. In: Neue Zürcher Zeitung. 3. September 2009, abgerufen am 20. März 2010.
  41. Offizielle Website der EU: FAQ zu der vorläufigen Untersuchung zu den möglicherweise wettbewerbsverzerrenden Bedingungen im Arzneimittelsektor vom 28. November 2008.
  42. Offizielle Website der EU: FAQ zu der vorläufigen Untersuchung zu den möglicherweise wettbewerbsverzerrenden Bedingungen im Arzneimittelsektor vom 16. Januar 2008.
  43. Offizielle Website der EU: Fact Sheet zum vorläufigen Bericht zu den möglicherweise wettbewerbsverzerrenden Bedingungen im Arzneimittelsektor (PDF; 29 kB).
  44. Offizielle Website der EU: Übersichtsinternetseite zur Untersuchung zu den möglicherweise wettbewerbsverzerrenden Bedingungen im Arzneimittelsektor