Hauptmenü öffnen

Produktpipeline

Menge neuer Produkte eines Unternehmens, die noch in Entwicklung sind

Unter der Produktpipeline eines Unternehmens versteht man die Menge der neuen Produkte, die noch in Entwicklung sind.[1] Insbesondere in der Pharma- und Biotechnologie-Industrie gilt sie als wichtiger Indikator für die Innovationsfähigkeit und den Unternehmenserfolg[2][3] und wird bei der Bewertung der Unternehmen berücksichtigt.[4] Die Herstellung einer „vollen Produktpipeline“ sichert die Profitabilität und Wachstumsfähigkeit des Unternehmens.[5][6]

Eine Pipeline ist eigentlich eine Rohrleitung, in die an einem Ende etwas hinein- und am anderen Ende hinausfließt. Dies symbolisiert hier den laufenden Fortschritt der Produkte vom Entwicklungsbeginn bis zur Marktreife:[7] An verschiedenen Punkten in der Pipeline befinden sich jeweils Produkte in einem vergleichbaren Entwicklungsstadium.

Oft ist die Entwicklungszeit für einzelne Produkte nicht (genau) planbar. Daher bewegen sie sich nicht immer First In – First Out durch die gedachte Pipeline, sondern können andere Produkte überholen oder im Zeitplan zurückfallen, sodass die Reihenfolge der Markteinführung von der Reihenfolge des Projektstarts abweicht.

Eine „gut gefüllte Produktpipeline“ ist ein gängiger PR-Begriff und kann den Marktwert von Unternehmen erhöhen.[8][9]

Weitere BedeutungenBearbeiten

In der petrochemischen Industrie versteht man unter einer Produktpipeline oder Produktenpipeline eine Pipeline, die schon verarbeitete Produkte wie Benzin oder Diesel transportiert.[10][11]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hans-Werner G. Grunow, Stefanus Figgener: Handbuch Moderne Unternehmensfinanzierung, Springer 2006, Seite 59.
  2. Markus Raueiser: Das Biotechnologie-Cluster im nordeuropäischen Wachstumsraum, Kölner Wissenschaftsverlag 2005, Seite 24.
  3. Simon Grand, Daniel Bartl: Executive Management in der Praxis, Campus Verlag 2011, Seite 169
  4. Hagen Puschmann: Modelle risikoadjustierter Pipelinebewertung bei Pharma- und Biotechunternehmen – Darstellung und Evaluierung, GRIN Verlag 2007.
  5. Dieter Gramlich, Manfred Träger: Herausforderungen Einer Zukunftsorientierten Unternehmenspolitik, Springer 2007, Seite 214.
  6. Reavis Mary Hilz-Ward, Oliver Everling: Risk Performance Management, Springer 2009, Seite 254.
  7. Klaus Gaedke, Martin Nöstlthaller-Kropf, Gerold Pinter: Innovative Finanzierung & Investitionen, dbv Fachverlag für Steuer- und Wirtschaftsrecht 2012, Seite 218.
  8. Pharmaaktien: Produktpipeline – das zweite Kursrisiko auf manager-magazin.de (aufgerufen am 15. Mai 2014)
  9. Thomas Heidorn: Finanzmathematik in der Bankpraxis, Springer 2009, Seite 120.
  10. Harald Gleissner, J. Christian Femerling, Logistik, Springer 2007, Seite 65.
  11. N.N.: Fachtagung Container 1969: Referate und Diskussionsbeiträge, Studiengesellschaft für den kombinierten Verkehr 1969, S. 24.