Hauptmenü öffnen

Der Osnabrücker SC (offiziell: Osnabrücker Sportclub/MTV 1849 - OTV 1861 - OSC 1849 e.V., abgekürzt OSC) ist ein Sportverein aus Osnabrück. Er zählt (Stand: 2018) 7767 Mitglieder[1] und ist somit der mitgliederstärkste Sportverein der Stadt. Das Vereinsheim und die Sportanlage liegen an der Hiärm-Grupe-Straße im Stadtteil Wüste.

Osnabrücker SC
Osnabrücker Sportclub Sporthalle.jpg
Name Osnabrücker Sportclub MTV 1849 -
OTV 1861 - OSC 1849 e.V.
Vereinsfarben rot-weiß
Gegründet 28. Oktober 1849
Vereinssitz Osnabrück, Niedersachsen
Mitglieder 7767 (Stand: 2018)[1]
Vorsitzender Thomas Levien
Homepage www.osnabruecker-sportclub.de/

Überregional bekannt ist der Verein durch seine Basketballerinnen, die unter dem Namen GiroLive Panthers Osnabrück antreten. Die Panthers spielten von 2012 bis 2014 und in der Saison 2015/16 in der 1. Damen-Basketball-Bundesliga und sind momentan zweitklassig.

GeschichteBearbeiten

Der Verein entstand in seiner heutigen Form am 7. Mai 1969 durch die Fusion des Osnabrücker TV mit dem MTV Osnabrück. Ältester Stammverein ist der am 28. Oktober 1849 von Zigarettenarbeitern und Handwerksgesellen gegründete MTV Osnabrück. Der Fusionspartner Osnabrücker TV entstand am 9. Juli 1861 und war im gehobenen Bürgertum verankert.[2]

Stammverein Osnabrücker TVBearbeiten

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs fusionierten die Fußballvereine FC Olympia und FC Teutonia und schlossen sich als Abteilung Spiel und Sport dem Osnabrücker TV an. Im Rahmen der Reinlichen Scheidung spaltete sich die Abteilung als eigenständiger Verein ab und fusionierte im April 1925 mit dem BV 99 Osnabrück zum VfL Osnabrück. Im Jahre 1924 schloss der seinerzeit vom Unternehmer Fritz Frömbling geführte Osnabrücker TV bereits seine jüdischen Mitglieder aus, die noch im gleichen Jahr einen eigenen Sportverein gründeten.[3] Insbesondere in der Leichtathletik konnte der Osnabrücker TV große Erfolge erzielen. Hans Zepernick wurde 1946 und 1947 deutscher Meister im 110-Meter-Hürdenlauf. Hedwig Bauschulte wurde 1935 Dritte im 100-Meter-Lauf, während Ilse Steckelmann 1952 Dritte im Hochsprung wurde.

Stammverein MTV OsnabrückBearbeiten

Elke Reichert wurde im Rahmen des Deutschen Turnfestes 1963 in Essen deutsche Meisterin im Deutschen Achtkampf. Die Basketballer spielten seinerzeit in der zweithöchsten Spielklasse.

AbteilungenBearbeiten

BasketballBearbeiten

Die Basketballerinnen verpassten in den Jahren 2009 und 2010 noch unter dem Namen OSC Panthers den Aufstieg in die 1. Bundesliga nachdem die Mannschaft die Play-off-Finals gegen den SV Union Opladen bzw. die ChemCats Chemnitz verlor. 2011 gelang dann der Aufstieg nach 2:1-Siegen im Finale gegen die SG Rotenburg/Scheeßel. Gleichzeitig wurde die Sparkasse Osnabrück mit ihrem Produkt GiroLive Hauptsponsor, die Mannschaft trat fortan als GiroLive Panthers Osnabrück an. Die Saison 2012/13 schlossen die Osnabrückerinnen als Dritte der Vorrunde ab. Im Play-off-Halbfinale scheiterten die Panthers an den Rhein-Main Baskets. Ein Jahr später folgte der Abstieg in die 2. Bundesliga. Zwar gelang der direkte Wiederaufstieg, jedoch mussten die Osnabrückerinnen nach nur einem Jahr als Tabellenletzter wieder absteigen. 2018 verpasste die Mannschaft den Aufstieg, nachdem sie im Play-off-Finale dem Wolfpack Wolfenbüttel unterlagen. In der nachfolgenden Saison qualifizierten sich die Panthers als Zweitligist für das Final 4 des DBBL-Pokals, welches in Herne stattfand. Nachdem das Halbfinale gegen die Eisvögel USC Freiburg mit 80:50 gewonnen wurde, mussten sich die Panthers erst im Finale gegen den Herner TC mit 63:79 geschlagen geben. Wenige Wochen später gelang in den Playoff-Finalspielen gegen die SG Bergische Löwen der Wiederaufstieg in die 1. DBBL.

Die Juniorinnen der Panthers wurden im Jahre 2014 Meister der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga.[4]

Die Männermannschaft des Osnabrücker SC schaffte im Jahre 2008 unter dem Namen GiroLive-Ballers Osnabrück den Aufstieg in die drittklassige ProB und stieg ein Jahr später in die zweitklassige ProA auf. Die in der Kikxxlarena spielende Mannschaft strebte mittelfristig den Aufstieg in die Bundesliga an, hatte jedoch stets mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Im März 2011 wurde ein Insolvenzverfahren eingeleitet und die GiroLive-Ballers zogen sich vom Spielbetrieb zurück.[5]

Seit 2018 besteht eine Kooperation zwischen den Basketballabteilungen des OSC und des Osnabrücker Turnerbundes.[6]

FußballBearbeiten

OSC Fußball
Name OSC Fußball
Spielstätte Sportanlage Hiärm-Grupe-Straße
Plätze 2.500
Liga Oberliga Niedersachsen-West (Frauen)
Kreisliga Osnabrück-Stadt (Männer)
2018/19 3. Platz (Frauen)
2. Platz (Männer)

Sportliches Aushängeschild der Fußballabteilung sind die B-Juniorinnen, die im Jahre 2017 in die Bundesliga aufgestiegen sind.[7] Obwohl die Osnabrückerinnen sportlich den Klassenerhalt schafften musste die Mannschaft am Ende der Saison 2017/18 absteigen, da der Verein es versäumte, rechtzeitig die Lizenz für die kommende Saison zu beantragen.[8] 2019 verpassten die Osnabrückerinnen den Wiederaufstieg in die Bundesliga, als sie in den Aufstiegsspielen am Harburger TB 1865 scheiterten.

Die Frauenmannschaft besteht seit 2010 und erreichte im Jahre 2017 nach drei Aufstiegen in Folge die viertklassige Oberliga Niedersachsen. Die Männermannschaft spielt seit dem Abstieg im Jahre 2003 in der Kreisliga Osnabrück-Stadt. Größter Erfolg der OSC-Männer war die Vizemeisterschaft in der Bezirksklasse hinter dem BV Quakenbrück in der Saison 1984/85.[9]

FloorballBearbeiten

Neben den beiden großen Abteilungen Basketball und Fußball verfügt der OSC über eine Floorballabteilung, die derzeit auf dem Kleinfeld am Spielbetrieb in der Verbandsliga Nordwest teilnimmt.[10]

American FootballBearbeiten

Seit dem 1. Januar 2018 gehört das zuvor eigenständige American Football-Team Osnabrück Tigers als eigene Abteilung zum OSC.[11] 1999 gegründet, stiegen die Tigers 2011 in die zweitklassige German Football League 2 auf und spielten dort zwei Saisons lang.[12] 2015 schafften die Tigers zwar sportlich den Wiederaufstieg in die GFL 2, verzichteten jedoch auf einen Lizenzantrag. Zurzeit spielt das Team in der viertklassigen Oberliga Nord.

SchwimmenBearbeiten

Im Schwimmsport treten die Sportler des OSC gemeinsam mit denen des SSC Dodesheide als Startgemeinschaft Osnabrück (SGO) an. Als Sportstätte wird das Nettebad genutzt.

HandballBearbeiten

Die Handballabteilung bildet zusammen mit den Handballern der Vereine Raspo Osnabrück und SV Hellern die Handballspielgemeinschaft HSG Osnabrück.[13] In der Saison 2017/18 treten sowohl die Männer als auch die Frauen in der Landesliga Weser-Ems an.

LeichtathletikBearbeiten

In der Leichtathletik bildet der Osnabrücker SC gemeinsam mit der TSG Burg Gretesch die LG Osnabrück.

Weitere SportartenBearbeiten

Neben den oben genannten bietet der Verein etliche weitere Sportarten aus den Bereichen Ballsport, Tanz und Gymnastik, Fitness, Kampfsport, Turnen, Rad- und Rollsport, Wintersport und Wassersport an.[14]

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Felix Agu (* 1999), deutscher Fußballspieler
  • Michael Bühren (* 1971), deutscher Basketballspieler
  • Emma Cannon (* 1989), amerikanische Basketballspielerin
  • Reiner Frontzek (* 1955), deutscher Basketballtrainer und ehemaliger Basketballnationalspieler

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Die Vereinsgeschichte des OSC Gesamtmitglieder nach Vereinsgröße 2018. Stadtsportbund Osnabrück, abgerufen am 18. Juli 2018.
  2. Die Vereinsgeschichte des OSC. Die Vereinsgeschichte des OSC, abgerufen am 24. April 2018.
  3. Christian Schaudwet: Die dunkle Seite des Unternehmers Fritz Frömbling. Neue Osnabrücker Zeitung, abgerufen am 24. April 2018.
  4. OSC Junior Panthers sind WNBL-Champion 2014. Deutscher Basketball Bund, abgerufen am 28. April 2018.
  5. Susanne Fetter: Das Ende des Zweitliga-Basketballs in Osnabrück. Neue Osnabrücker Zeitung, abgerufen am 21. März 2017.
  6. OTB zieht Frauen aus der 2. Basketball-Bundesliga zurück, noz.de, 4. Mai 2018, abgerufen am 5. Mai 2018.
  7. Benjamin Kraus: Osnabrücker SC: B-Juniorinnen in der Bundesliga. Neue Osnabrücker Zeitung, abgerufen am 21. Juni 2017.
  8. Benjamin Kraus: Osnabrücker SC: U-17-Juniorinnen müssen aus Bundesliga absteigen. Neue Osnabrücker Zeitung, abgerufen am 18. Juli 2018.
  9. Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken (Hrsg.): Fußball im Bezirk Weser-Ems 1979-2006. Lehrte 2018, S. 85.
  10. Floorball. Osnabrücker SC, abgerufen am 18. Juli 2018.
  11. Osnabrück Tigers. Osnabrücker SC, abgerufen am 18. Juli 2018.
  12. Der Club. Osnabrück Tigers, abgerufen am 18. Juli 2018.
  13. Über uns – Die HSG Osnabrück, und was sie ausmacht. HSG Osnabrück, abgerufen am 4. Mai 2018.
  14. Sportarten des OSC. Osnabrücker SC, abgerufen am 18. Juli 2018.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Osnabrücker Sportclub – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 52° 16′ 4″ N, 8° 1′ 30″ O