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Obermainbach ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Schwabach in Mittelfranken.

Obermainbach
Stadt Schwabach
Koordinaten: 49° 18′ 13″ N, 11° 1′ 28″ O
Höhe: 349 m ü. NHN
Einwohner: 146 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 91126
Vorwahl: 09122

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Unmittelbar südlich des Dorfes fließt der Mainbach, der ein linker Zufluss der Rednitz ist. Im Norden erhebt sich der Weinberg im Waldgebiet Maisenlach, ca. 1 km südwestlich erhebt sich der Erlberg (401 m ü. NHN).[2]

GeschichteBearbeiten

1313 wird der Ort als „Meydbach“ erstmals urkundlich erwähnt, 1530 als „Obern Maipach“. Ursprünglich bestand der Ort aus 4 Höfen.[3] 1623 unterstanden die meisten Anwesen Nürnberger Patriziern (von Imhoff, von Förster u. a.), der Rest der Familie Linck aus Schwabach.[4] 1732 gab es im Ort laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter 8 Haushalte: 1 Anwesen unterstand dem Kastenamt Schwabach, 2 Anwesen dem Reichen Almosen der Reichsstadt Nürnberg und 5 Anwesen Nürnberger Eigenherrn (von Imhoff: 2, von Förster: 3).[3]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Obermainbach 9 Haushalte. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Schwabach inne. Die einzelnen Anwesen unterstanden unterschiedlichen Grundherren: 1 Anwesen dem Kastenamt Schwabach, 3 Anwesen der Reichsstadt Nürnberg (Amt St. Katharina: 1, Landesalmosenamt: 2) und 5 Anwesen Nürnberger Eigenherrn (von Imhoff: 2, von Örtel: 3). Neben den Haushalten gab es noch das Hirtenhaus, das ein kommunales Gebäude war.[5] 1802 gab es im Ort 8 Haushalte, wovon 1 dem Kammeramt Schwabach unterstanden und 7 nürnbergisch waren.[6]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Obermainbach dem Steuerdistrikt Rednitzhembach zugeordnet. Es gehörte der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Ottersdorf an. Am 1. Januar 1972 wurde Ottersdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Schwabach eingegliedert.[7]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 84 87 83 93 109 87 86 121 115 131 146
Häuser[8] 14 14 19 20 19 21 22 38
Quelle [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [1]

ReligionBearbeiten

Der Ort ist seit der Reformation überwiegend evangelisch-lutherisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Willibald (Büchenbach) gepfarrt.

VerkehrBearbeiten

Die Staatsstraße 2224 führt über Uigenau nach Schwabach bzw. nach Ottersdorf.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 324 (Digitalisat).
  2. Obermainbach im BayernAtlas
  3. a b F. Eigler, S. 251.
  4. W. Ulsamer (Hrsg.), S. 400.
  5. F. Eigler, S. 409f.
  6. J. K. Bundschuh, Bd. 4, Sp. 197.
  7. F. Eigler, S. 478.
  8. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  9. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 67 (Digitalisat).
  10. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 237 (Digitalisat).
  11. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1087, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  12. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1253, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  13. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1188 (Digitalisat).
  14. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1260 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1298 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1126 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 825 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 167 (Digitalisat).