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Neudorf bei Scheßlitz

Ortsteil von Scheßlitz

Neudorf bei Scheßlitz ist ein fränkisches Dorf, das zu Scheßlitz gehört.

Neudorf
Koordinaten: 49° 56′ 11″ N, 11° 4′ 49″ O
Höhe: 553 (560–527) m ü. NHN
Einwohner: 108 (1987) [1]
Postleitzahl: 96110
Vorwahl: 09542
Der Scheßlitzer Ortsteil Neudorf
Der Scheßlitzer Ortsteil Neudorf

GeografieBearbeiten

Das am nordwestlichen Rand der Heiligenstädter Flächenalb gelegene Dorf ist einer von zehn amtlich benannten Ortsteilen der in Oberfranken gelegenen Stadt Scheßlitz.[2] Es befindet sich etwa fünfeinhalb Kilometer südöstlich von Scheßlitz und liegt auf einer Höhe von 553 m ü. NHN.[3]

GeschichteBearbeiten

Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts hatte Neudorf der Landeshoheit des Hochstifts Bamberg unterstanden.[4] Die im fränkischen Raum hierfür maßgebliche Dorf- und Gemeindeherrschaft wurde dabei von dessen Amt Scheßlitz in seiner Funktion als Vogteiamt ausgeübt.[5][6] Die Hochgerichtsbarkeit stand ebenfalls diesem Amt zu, dies in seiner Rolle als Centamt. Als das Hochstift Bamberg infolge des Reichsdeputationshauptschluss 1802/03 säkularisiert und unter Bruch der Reichsverfassung vom Kurfürstentum Pfalz-Baiern annektiert wurde, wurde damit auch Neudorf zum Bestandteil der während der Napoleonischen Flurbereinigung in Besitz genommenen neubayerischen Gebiete.[7]

Durch die zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Königreich Bayern durchgeführten Verwaltungsreformen wurde Neudorf mit dem zweiten Gemeindeedikt 1818 eine eigenständige Landgemeinde.[8] Im Zuge der in den 1970er Jahren durchgeführten kommunalen Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Neudorf am 1. Mai 1978 in die Stadt Scheßlitz eingegliedert.[9] Im Jahr 1987 zählte Neudorf 108 Einwohner.[1]

VerkehrBearbeiten

Die Anbindung an das öffentliche Straßennetz wird ausschließlich durch die Staatsstraße St 2187 hergestellt, die aus dem Süden von Herzogenreuth her kommend, nach Durchlaufen des Ortes in nördlicher Richtung nach Ludwag weiterverläuft.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Der von mehreren Lindenbäumen umringte Bildstock nördlich des Ortes

In und um Neudorf gibt es fünf denkmalgeschützte Objekte, darunter ein etwa einen Kilometer nördlich des Dorfes stehender Bildstock.

LiteraturBearbeiten

  • Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg. In: Historischer Atlas von Bayern. Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
  • Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Neudorf bei Scheßlitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 291 (Digitalisat). Abgerufen am 27. August 2019
  2. Neudorf bei Scheßlitz in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 27. August 2019.
  3. Geografische Lage von Neudorf bei Scheßlitz im BayernAtlas, abgerufen am 27. August 2019
  4. Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas. Hrsg.: Max Spindler. Bayerischer Schulbuch Verlag, München 1969, ISBN 3-7627-0723-5, S. 31.
  5. Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg. In: Historischer Atlas von Bayern. S. 149.
  6. Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg. In: Historischer Atlas von Bayern. Kartenbeilage „Die Ämter am Ende des Alten Reiches“.
  7. Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas. Hrsg.: Max Spindler. Bayerischer Schulbuch Verlag, München 1969, ISBN 3-7627-0723-5, S. 35.
  8. Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg. In: Historischer Atlas von Bayern. S. 257.
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 672–673.