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Lage der Stadt Scheßlitz im Landkreis Bamberg

Ludwag ist ein altes Dorf im Landkreis Bamberg, das seit der Gebietsreform 1978 zur Stadt Scheßlitz gehört. Im März 2005 zählte Ludwag 145 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Ludwag liegt auf einer Anhöhe an der Straße, die von Scheßlitz nach Heiligenstadt führt. Unterhalb der Ortschaft liegt ein ausgedehnter stillgelegter Kalksteinbruch. Auf einem Berg in der Nähe von Ludwag befindet sich die Wallfahrtskirche Gügel. Benachbarte Ortschaften sind Neudorf, Poxdorf, Kübelstein und Zeckendorf.

GeschichteBearbeiten

Name Der Name des Ortes ist slawischen Ursprungs (lud = ‚Leute‘, wach = ‚Wacht‘).

Geschichte Vermutlich gehörte Ludwag zu den Standorten der Slawenkirchen, die Karl der Große im Jahr 793 im Rahmen der Slawenmission gründen ließ, indem er um 790 den Würzburger Bischof Berowelf beauftragte, 14 Missionskirchen für die christianisierten Slawen an Main und Regnitz zu errichten, deren Lage jedoch meist nur vermutet werden kann.

Die erste urkundliche Erwähnung war aber erst im Jahr 1061, als der Ort dem Hochstift Bamberg übergeben wurde. Im Jahre 1112 war er Herrensitz des Freiherrn von Ludunbach.

Am 1. Mai 1978 wurde der Ort in die Stadt Scheßlitz eingegliedert.[1]

SonstigesBearbeiten

Zu Ludwag gehört ein ehemaliger Steinbruch, der allmählich renaturiert wird. Von diesem Steinbruch rührt der Spitzname Staa-Beißer (hochdeutsch: Stein-Beißer) her.

In der Sat 1-Krimiserie Der König, Folge Herz aus Gold, mit Günter Strack, diente der Steinbruch 1994 als Kulisse für die Schlussszene.

Im August 2009 diente er als Kulisse für das Musikvideo Zorro des Gitarristen Chris Mike.

FotosBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ludwag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 672.

Koordinaten: 49° 57′ N, 11° 5′ O