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Doschendorf ist ein fränkischer Weiler, der zu Scheßlitz gehört.

Doschendorf
Koordinaten: 50° 0′ 24″ N, 11° 3′ 37″ O
Höhe: 355 (352–369) m ü. NHN
Einwohner: 18 (1987) [1]
Postleitzahl: 96110
Vorwahl: 09542
Der Scheßlitzer Ortsteil Doschendorf
Der Scheßlitzer Ortsteil Doschendorf

GeografieBearbeiten

Der am nordöstlichen Rand des Bamberger Albvorlandes gelegene Weiler ist einer von zehn amtlich benannten Ortsteilen der in Oberfranken gelegenen Stadt Scheßlitz.[2] Er befindet sich etwa vier Kilometer nordnordöstlich von Scheßlitz und liegt auf einer Höhe von 355 m ü. NHN.[3]

GeschichteBearbeiten

Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts hatte Doschendorf der Landeshoheit des Hochstifts Bamberg unterstanden.[4] Die im fränkischen Raum hierfür maßgebliche Dorf- und Gemeindeherrschaft wurde dabei von der Domprobsteiamt Burgellern ausgeübt, das ein Mediat des Hochstiftes war.[5][6] Die Wahrnehmung der Hochgerichtsbarkeit stand dem ebenfalls bambergischen Amt Memmelsdorf in seiner Rolle als Centamt zu. Als das Hochstift Bamberg infolge des Reichsdeputationshauptschluss 1802/03 säkularisiert und unter Bruch der Reichsverfassung vom Kurfürstentum Pfalz-Baiern annektiert wurde, wurde damit auch Doschendorf zum Bestandteil der während der Napoleonischen Flurbereinigung in Besitz genommenen neubayerischen Gebiete.[7]

Durch die zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Königreich Bayern durchgeführten Verwaltungsreformen wurde Doschendorf mit dem zweiten Gemeindeedikt 1818 zum Bestandteil der eigenständigen Landgemeinde Stübig.[8] Im Zuge der in den 1970er Jahren durchgeführten kommunalen Gebietsreform in Bayern wurde der Weiler zusammen mit der zwischenzeitlich noch vergrößerten Gemeinde Stübig am 1. Mai 1978 in die Stadt Scheßlitz eingegliedert.[9] Im Jahr 1987 zählte Doschendorf 18 Einwohner.[1]

VerkehrBearbeiten

Die Anbindung an das öffentliche Straßennetz wird ausschließlich durch eine Gemeindeverbindungsstraße hergestellt, die aus dem Westnordwesten von Pausdorf her kommend, nach Durchlaufen des Ortes in ostsüdöstlicher Richtung zur Staatsstraße St 2210 weiterführt.

LiteraturBearbeiten

  • Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg. In: Historischer Atlas von Bayern. Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
  • Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Doschendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 291 (Digitalisat). Abgerufen am 27. August 2019
  2. Doschendorf in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 27. August 2019.
  3. Geografische Lage von Doschendorf im BayernAtlas, abgerufen am 27. August 2019
  4. Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas. Hrsg.: Max Spindler. Bayerischer Schulbuch Verlag, München 1969, ISBN 3-7627-0723-5, S. 31.
  5. Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg. In: Historischer Atlas von Bayern. S. 117.
  6. Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg. In: Historischer Atlas von Bayern. Kartenbeilage „Die Ämter am Ende des Alten Reiches“.
  7. Gertrud Diepolder: Bayerischer Geschichtsatlas. Hrsg.: Max Spindler. Bayerischer Schulbuch Verlag, München 1969, ISBN 3-7627-0723-5, S. 35.
  8. Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg. In: Historischer Atlas von Bayern. S. 269.
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 672–673.