Neuaufnahmen in das UNESCO-Kultur- und -Naturerbe 2016

Im Jahr 2016 fanden folgende Neuaufnahmen in das UNESCO-Kultur- und -Naturerbe statt:

Nan Madol, das erste Welterbe von Mikronesien

WelterbeBearbeiten

Auf seiner 40. Sitzung vom 10. bis zum 20. Juli 2016 hat das Welterbekomitee 21 Stätten neu in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen, darunter zwölf Kulturerbestätten (K), sechs Naturerbestätten (N) und drei gemischte Kultur- und Naturerbestätten (K/N). Eine dieser Stätten wurde gleichzeitig auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes (R) gesetzt.[1]

WelterbelisteBearbeiten

Folgende Stätten wurden neu in die Welterbeliste aufgenommen:

Vertragsstaat Bezeichnung Typ Ref. Anmerkungen
Antigua und Barbuda  Antigua und Barbuda Marinewerft auf Antigua und zugehörige archäologische Stätten K 1499
Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina Stećci – Mittelalterliche Grabsteine K 1504
Brasilien  Brasilien Ensemble der Moderne in Pampulha K 1493
China Volksrepublik  Volksrepublik China Felsmalereien der Kulturlandschaft am Hua Shan und am Fluss Zuo Jiang K 1508 Felsbilder aus dem 5. Jh. v. Chr. bis zum 2. Jh. n. Chr. an steilen Kalksteinwänden an den Ufern des Flusses Zuo Jiang und seines Nebenflusses Ming Jiang
Shennongjia-Waldgebiet in Hubei N 1509 Waldgebiet im Nordwesten der chinesischen Provinz Hubei.
Griechenland  Griechenland Archäologische Stätte von Philippi K 1517 Ruinen einer antiken Stadt und Festung im Osten des historischen Gebiets Makedonien
Indien  Indien Archäologische Stätte von Nalanda Mahavihara K 1502
Kangchendzönga-Nationalpark K/N 1513
Iran  Iran Wüste von Lut N 1505
Das persische Qanat-Bewässerungssystem K 1506
Irak  Irak Marschland „Al-Ahwar“ im Südirak K/N 1481
Kanada  Kanada Fossillagerstätte Mistaken Point N 1497
Mexiko  Mexiko Revillagigedo-Inselgruppe N 1510
Mikronesien Foderierte Staaten  Mikronesien Nan Madol K, R 1503
Spanien  Spanien Dolmenstätten von Antequera K 1501
Sudan  Sudan Meeres-Nationalparks Sanganeb-Atoll und Dungonab-Bucht – Insel Mukkawar N 262
Tschad  Tschad Ennedi-Massiv K/N 1475
Turkei  Türkei Archäologische Stätte von Ani K 1518
Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich Höhlenkomplex von Gorham K 1500
transnational:
Argentinien  Argentinien,
Belgien  Belgien,
Deutschland  Deutschland,
Frankreich  Frankreich,
Indien  Indien,
Japan  Japan,
Schweiz  Schweiz
Das architektonische Werk von Le Corbusier K 1321
transnational:
Kirgisistan  Kirgisistan,
Kasachstan  Kasachstan,
Usbekistan  Usbekistan
Westliches Tian-Shan-Gebirge N 1490
 
Chaîne des Puys

Folgende Nominierungen wurden nicht in die Welterbeliste aufgenommen:

Folgende signifikante Änderung der Grenzen wurde abgelehnt:

Folgende Stätten wurden vor der Sitzung zurückgezogen:

  • Bergbau- und Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří (Deutschland, Tschechien)
  • Gebäude der Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale)
  • Urwälder von Komi (Erweiterung, Russland)
  • Westlicher Kaukasus (Erweiterung, Russland)
  • Historischer Kern von Cetinje (Montenegro)
  • Kirchen und christliche Stätten in Nagasaki (Japan)
  • Seowon, Konfuzianische Akademien Koreas (Südkorea)

Rote ListeBearbeiten

 
Theater von Leptis Magna

In die Rote Liste des gefährdeten Welterbes aufgenommen wurden:

Aus der Roten Liste gestrichen wurde:

WeblinksBearbeiten

  • Report of the Decisions adopted during the 40th session of the World Heritage Committee. Paris 15. November 2016, Kap. 8B-8D, S. 180–250 (englisch, online [PDF; 1,3 MB]).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Neun neue Stätten auf der UNESCO-Welterbeliste. In: www.unesco.de. Deutsche UNESCO-Kommission, 15. Juli 2016, abgerufen am 16. Juli 2017.
    Zwölf weitere Stätten auf der UNESCO-Welterbeliste. In: www.unesco.de. Deutsche UNESCO-Kommission, 17. Juli 2016, abgerufen am 16. Juli 2017.
    Polish city of Kraków to host 2017 World Heritage Committee session. In: whc.unesco.org. UNESCO World Heritage Centre, 17. Juli 2016, abgerufen am 15. Juli 2017 (englisch).