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Der öffentliche Nahverkehr in Trier wird mit Omnibussen durchgeführt. Zwischen 1890 und 1951 gab es in Trier auch eine Pferde- beziehungsweise elektrische Straßenbahn. Danach fuhren bis 1970 auch Oberleitungsbusse in der Stadt. Der Trierer Hauptbahnhof ist einer der großen Regionalbahnknoten in Rheinland-Pfalz. Die Stadt Trier ist neben den Landkreisen Bitburg-Prüm, Vulkaneifel, Bernkastel-Wittlich und Trier-Saarburg einer der Gesellschafter des Verkehrsverbundes Region Trier. Die heute verkehrenden Linien im Trierer Nahverkehr sind unten angeführt.

LiniennetzBearbeiten

 
Bus an der Haltestelle „Kaiserthermen“ in Trier

Der zentrale Knotenpunkt des Trierer Omnibusliniennetzes ist die Porta Nigra. Von hier verkehren die Buslinien in alle Stadtteile und sogar in Orte der Region. Im Sternbusverkehr ist es der Hauptbahnhof.

Normalverkehr Stadt TrierBearbeiten

Als „Normalverkehr“ wird der Busverkehr an Werktagen zwischen 6:45 und 18:45 Uhr bezeichnet. Alleiniger Betreiber sind die Stadtwerke Trier. Die Takte betragen je nach Linie 10, 20 oder 30 Minuten; auf einigen Linien werden nur einzelne Fahrten, z. B. im Schülerverkehr, angeboten. Es verkehren folgende Linien:

Linie Linienverlauf Takt
1 Euren – Trier West – Karl Marx Haus – Porta Nigra – Trier Nord – Nells Park – Handwerkskammer – Ruwer 20 (Helenenbrunnen–Handwerkskammer)

20 (Friedhof–Nells Park)

60 (Helenenbrunnen–Ruwer)

2 Heiligkreuz – Konstantin Basilika – Balduinsbrunnen/Hbf. – Porta Nigra – Pallien – Euren – Zewen 30
3 Tarforst – Weidengraben – Universität – Hauptbahnhof – Porta Nigra – Karl Marx Haus – Feyen – Zewen – Igel 20 (Tarforst–Feyen)

20 (Weidengraben–Igel)

4 Porta Nigra – Hauptbahnhof – Gartenfeld – Petrisberg – Uni Campus 2 – Universität – Filsch – Irsch 30
5 Feyen – Weismark – Heiligkreuz – Karl Marx Haus – Porta Nigra – Maarviertel – Wilhelm Leuschner Str. – Castelforte 20 (Feyen–Wilhelm Leuschner Str.)

60 (Feyen–Castelforte)

6 Porta Nigra – Karl-Marx-Haus – Olewig – Uni-Süd – Trimmelter Hof 20
7 Irsch – Kernscheid – Hill – Konstantin Basilika – Balduinsbr./Hbf – Porta Nigra – Pallien – Biewer – Pfalzel – Trierer Hafen 30
7/A Auf der Hill – Konstantin Basilika (AnrufSammelTaxi) 3 Fahrten
8 Mariahof – Karl Marx Haus – Porta Nigra – Pallien – Biewer – Ehrang – Quint – Issel – Schweich 20 (Mariahof–Quint)

40 (Mariahof–Schweich)

10 Mohrenkopf – Markusberg – Trierweilerweg – Südallee – Kaiserthermen (Ende)/Konstantin-Basilika (Start) 5 Fahrten
13 Karl Marx Haus – Porta Nigra – Hauptbahnhof – Kürenz – Uni Mensa (fährt nur während der Uni-Vorlesungszeiten) 10
14 Hochschule – Zurlaubener Ufer – Treviris– Porta Nigra – Hauptbahnhof – Konstantin Basilika – Kaiserthermen – Petrisberg – Uni Campus 2 (fährt nur während der Vorlesungszeiten) 30
15/A Karl-Marx-Haus – Südbahnhof – St. Matthias – Altenheim Härenwies (AnrufSammelTaxi) 3 Fahrten
16 Porta Nigra – Karl Marx Haus – Olewig – Uni Süd – Trimmelter Hof (fährt nur während der Uni-Vorlesungszeiten) 20
17 Auf der Bausch – Layweg – Wallenbachstr. – Ehrang Heide 60
17/A Mäusheckerweg – Auf der Bausch / Wallenbachstr. – Ehrang, Heide 60
30 Bonerath – Pluwig – Gusterath – Gutweiler – Korlingen – Filsch – Uni Süd – Konstantin Basilika – Hauptbahnhof – Ruwer – Mertesdorf – Kasel – Waldrach – Morscheid 30 (Pluwig–Waldrach)

60 (Bonerath–Morscheid)

Sternbusverkehr Stadt TrierBearbeiten

Der „Sternbusverkehr“ wird in den Zeiten angeboten, in denen der Normalverkehr ruht, also werktags zwischen 5 und 6:30 Uhr sowie von 18:45 Uhr bis Mitternacht (freitags bis 3 Uhr), am Wochenende ganztags, Samstag von 7 Uhr bis 3 Uhr, sonntags von 8 Uhr bis Mitternacht. Alleiniger Betreiber sind die Stadtwerke Trier. Die Taktfolge der Busse liegt je nach Tageszeit und Linie bei 15, 30 oder 60 Minuten. Folgende Busse fahren im Sternbusverkehr:

Linie Linienverlauf
81 Igel – Zewen – Euren – Karl Marx Haus – Porta Nigra – Hauptbahnhof – Konstantin Basilika – Olewig – Uni Süd – Trimmelter Hof

fährt Mo–Fr im Sternbusfrühverkehr nach Industriegebiet Zewen

82 Hauptbahnhof – Porta Nigra – Karl Marx Haus – Heiligkreuz – Mariahof

Sternbusnachtverkehr: fährt auf dem Weg nach Mariahof über Herrenbrünnchen, auf dem Weg zum Hauptbahnhof über Rotbachstr.

83 Feyen – Weismark – St. Matthias – Karl Marx Haus – Porta Nigra – Hauptmarkt – Kürenz – Universität – Tarforst

Sternbusnachtverkehr: fährt auf dem Weg nach Feyen über St. Medard, auf dem Weg zum Hauptbahnhof/Tarforst über Weismark

84 Hauptbahnhof – Konstantin Basilika – Hill – Kernscheid – Irsch
85 Bonerath – Pluwig – Gusterath – Gutweiler – Korlingen – Filsch – Uni – Petrisberg – Gartenfeld – Hauptbahnhof – Porta Nigra – Maarviertel – Wilhelm Leuschner Straße
86 Hauptbahnhof – Porta Nigra – Trier Nord – Nells Park – Ruwer – Mertesdorf – Kasel – Waldrach – Morscheid
87 Hauptbahnhof – Porta Nigra – Pallien – Biewer – Pfalzel – Ehrang – Quint – Issel – Schweich

Mo–Fr im Sternbusfrühverkehr Richtung Quint/Schweich ü. Trierer Hafen.

RegionalverkehrBearbeiten

Darüber hinaus verbinden verschiedene Regionalbus-Linien Trier mit den umliegenden Städten und Gemeinden:

Linie Linienverlauf Betreiber
22 RegioLinie: Trier – Ruwer – Mertesdorf – Fell – Riol – Longuich – Schweich Moselbahn GmbH
25 RegioLinie: Trier – Sirzenich – Trierweiler Müller-Kylltal
26 RegioLinie: Trier – Aach – Beßlich – Butzweiler – Newel Müller-Kylltal
27 RegioLinie: Ehrang – Quint – Rodt – Zemmer – Schleidweiler – Daufenbach Moselbahn GmbH
33 Trier – Irsch – Pluwig/Zerf – Kell – Hermeskeil Walscheid
100 RegioLinie: Trier – Thalfang – Morbach – Flughafen Hahn Flibco
117 Trier – Mesenich – Flughafen Luxemburg (Findel) – Luxemburg Emile Weber
118 Trier – Mesenich/Wasserbillig Gare – Kirchberg Emile Weber
R200 Trier – Hermeskeil – Türkismühle Nikolaus Kirsch GmbH
RR200 RegioRadler Ruwer-Hochwald: Trier – Ruwer – Waldrach – Osburg-Neuhaus – Reinsfeld – Hermeskeil – Kell Nikolaus Kirsch GmbH
201 RegioLinie: Trier – Bitburg – Prüm RMV
202 Trier – Thomm – Reinsfeld – Hermeskeil RMV
203 Trier – Konz – Saarburg – Orscholz RMV
204 Trier – Konz – Konz-Roscheid – Oberemmel RMV
207 Trier – Pellingen – Lampaden – Niederzerf – Greimerath RMV
220 RegioLinie: Trier – Ruwer – Kenn – Schweich – Longuich – Longen – Mehring – Pölich – Ensch – Thörnich – Leiwen – Trittenheim – Neumagen-Dhron Moselbahn GmbH
221 RegioLinie: Trier – Ruwer – Kenn – Schweich – IRT Föhren – Klüsserath – Thörnich – Köwerich – Leiwen Moselbahn GmbH
260 RegioLinie: Trier – Aach – Newel – Olk – Ralingen – Godendorf – Edingen – Minden – Echternacherbrück – Echternach (bis 15. Dezember 2019 nur bis Newel) Müller-Kylltal
282 (Trier) – Igel – Langsur – Mesenich – Metzdorf Müller-Kylltal
306 Trier – Wasserbillig – Cloche d'Or – Esch/Belval Emile Weber
328 Trier – Thalfang Robert-Reisen
333 RegioRadler Moseltal: Trier – Schweich – Klüsserath – Leiwen – Neumagen-Dhron – Piesport – Wintrich – Brauneberg – Mülheim – Bernkastel-Kues Moselbahn GmbH
441 RegioRadler Sauertal: Trier – Irrel – Echternach – Bollendorf Moselbahn GmbH

Folgende Bahnlinien bedienen Trier:

Linie Bezeichnung Zuglauf Taktfrequenz
RE 1 Mosel-Saar-Express Koblenz – Cochem (Mosel)Wittlich – Trier  – Konz – Saarlouis – Völklingen – SaarbrückenSt. Ingbert – Homburg (Saar) – Kaiserslautern – Neustadt (Weinstr) – Ludwigshafen (Rhein) – Mannheim Bis Saarbrücken im Stundentakt & bis Mannheim im Zweistundentakt (zur Hauptverkehrszeit immer Stundentakt)

Teilweise enden einzelne Züge auch in Kaiserslautern

RE 11 DeLux-Express LuxembourgWasserbillig  – Konz – Trier  – Wittlich – Cochem (Mosel)– Koblenz Stundentakt
RE 12 Eifel-Mosel-Express Köln Messe/Deutz – Köln Hbf – Erftstadt – Euskirchen – Gerolstein – Bitburg-Erdorf – Trier einzelne Züge
RE 17 Trier-Lorraine-Express Trier – Konz – Perl (Mosel)ThionvilleMetz je zwei Zugpaare an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen
RB 22 Eifel-Express Köln Messe/Deutz – Köln Hbf – Erftstadt – Euskirchen – Gerolstein – Bitburg-Erdorf – Trier Stundentakt
RB 71 Saartal-Bahn Trier – Konz – Saarlouis – Völklingen – Saarbrücken – St. Ingbert – Homburg (Saar) Stundentakt
RB 81 Moseltal-Bahn Koblenz – Cochem (Mosel) – Wittlich – Trier Stundentakt
RB 82 Elbling-Express Wittlich – Trier – Konz – Wellen (Mosel) – Perl Stundentakt

GeschichteBearbeiten

Die anfangs als Pferdebahn betriebene Straßenbahn Trier wurde 1890 eröffnet. Am 21. Juli 1905 wurde der elektrische Betrieb aufgenommen. Die Pferdebahn verschwand aus dem Stadtbild. Es gab drei Straßenbahnlinien, die die Porta Nigra mit dem Hauptbahnhof und den Stadtteilen Trier-Nord, Pallien, Euren und St. Medard verbanden. Die geplanten Linien nach Feyen und Ehrang sowie in den Vorort Konz wurden nie verwirklicht. Am 14. September 1951 fuhr die letzte Straßenbahn. Die Gleise wurden größtenteils entfernt, teilweise jedoch auch zugeteert. So kommt beispielsweise in der Jüdemerstraße am Viehmarktplatz unter dem aufquellenden Asphalt ein Gleis wieder zum Vorschein.

Zwischen 1942 und 1970 verkehrte der Oberleitungsbus Trier. Er ersetzte zunächst einige Straßenbahnlinien und löste sie 1951 vollständig ab. Die Obusse verkehrten weitgehend auf den gleichen Strecken wie die Straßenbahn. Die einzige Verlängerung war der Bau einer Linie nach Weismark; hier sind bisweilen noch die massiven Oberleitungsmaste aus Beton zu sehen, welche seither der Straßenbeleuchtung dienen. Die ersten Omnibusse kamen in Trier Ende der 1960er Jahre zum Einsatz und waren größtenteils umgebaute Obusse.

Obusse und Straßenbahn fuhren wie die Omnibusse bis 1984 durch die heutige Trierer Fußgängerzone, vorbei am Hauptmarkt und am Kornmarkt. Planungen zum Bau eines Tunnels unter der Innenstadt scheiterten; heute fahren die Busse um diese herum.

Früher begann unmittelbar am Trierer Hauptbahnhof die Moselbahn nach Bullay. Ein Relikt ist noch heute das Gleis in der Kürenzer Straße und einige Industriegleise in Trier-Nord im Zuge der Metternichstraße.

Gegenwart und ZukunftBearbeiten

Heute wird das Trierer Nahverkehrsnetz ausschließlich mit den oben genannten Bus- und Regionalbuslinien betrieben.

Seit den 1990er Jahren gab es Planungen, eine separate ÖPNV-Trasse von der Innenstadt auf den Petrisberg zur Universität zu bauen. Infolge ungewisser Fahrgastzahlen und mangelnden Finanzierungsmöglichkeiten wurde diese Idee Mitte 2012 jedoch verworfen, soll allerdings als langfristige Alternative erwogen werden.

Um kurzfristig eine Attraktivitätssteigerung zwischen der Innenstadt und dem Tarforster Plateau zu erreichen, ist angedacht, die marode Kürenzer Straße zu sanieren und bis zur Metternichstr. zu verlängern (so genannter Moselbahndurchbruch). Durch diese neue Trasse und mit Hilfe von Expressbussen soll die Fahrzeit zwischen Hauptbahnhof und Universität von derzeit elf auf acht Minuten gesenkt werden.[1]

Außerdem gibt es Überlegungen, den SPNV im Rahmen des Rheinland-Pfalz-Taktes auszubauen und die seit langem nicht im Personenverkehr befahrene Trierer Weststrecke wieder für diesen zu nutzen. Dafür muss hier allerdings mindestens eine Station neu gebaut werden; aufgrund der schwierigen kommunalen Finanzlage ist die Verwirklichung ungewiss. Langfristig sind mehrere Haltepunkte im Stadtgebiet geplant, auch an der Haupttrasse, unter anderem (vom Hauptbahnhof aus gegen den Uhrzeigersinn): Trier Nord, Mäusheckerweg, Pallien, Westbahnhof, Messepark/Euren, Zewen, Feyen und Kaiserthermen.

Die Verdichtung der Fahrplanfrequenz der Bahnstrecke nach Thionville im grenzüberschreitenden Verkehr ab Perl wird durch den Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord geplant.

LiteraturBearbeiten

  • D. Höltge: Deutsche Straßen- und Stadtbahnen. Band 4: Rheinland-Pfalz/Saarland. Verlag Zeunert, Gifhorn 1981, ISBN 3-921237-60-2, S. 206–217.
  • Joachim Gilles, Karl-Joseph Gilles: Die Trierer Straßenbahnen. Sutton Verlag, 2011, ISBN 978-3-89702-944-6.
  • Joachim Gilles, Karl-Joseph Gilles: Mit Straßenbahn und Obus durch Trier. 1935 bis 1970. Sutton Verlag, 2007, ISBN 978-3-86680-223-0.
  • M. Kochems, D. Höltge: Straßen- und Stadtbahnen in Deutschland. Band 12: Rheinland-Pfalz/Saarland. EK-Verlag, Freiburg 2011, ISBN 978-3-88255-393-2, S. 254–269.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Moselbahndurchbruch, volksfreund.de