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Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Fennpfuhl

Wikimedia-Liste
Übersichtskarte von Berlin-Fennpfuhl

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Fennpfuhl beschreibt das vollständige Straßensystem im Berliner Ortsteil Fennpfuhl des Bezirks Lichtenberg mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

Inhaltsverzeichnis

Überblick und StraßenlageBearbeiten

Fennpfuhl hat 33.500 Einwohner (Stand: 30. Juni 2018) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 10367 und 10369. Der Ortsteil bestand bis in die späten 1960er Jahre aus nur wenigen Straßen und Wegen sowie ausgedehnten Kleingartenanlagen.

Die ältesten Straßen im Ortsteil sind die durchgehenden Verkehrswege in Nord-Süd- und West-Ost-Richtung: Weißenseer Weg und der damaligen Landsberger Chaussee. Hinzu kommen die nordwestlich der Lichtenberger Dorfstraße (seit 1910 Möllendorffstraße) im 1880er Plan trassierten und angelegten Straßen (dazu der untere Listenteil). Ende des 19. Jahrhunderts plante die Gemeinde Lichtenberg im Gebiet Wilhelmsberg das erste Straßennetz,[1] das jedoch nicht vollständig ausgeführt wurde.[2] Eine regelrechte Wohnbebauung war wegen des schwierigen feuchten Baugrundes um die Eiszeitrelikte mehrerer Pfühle (noch) nicht möglich, es entstanden Schrebergärten.[3] Mitte der 1970er Jahre begann nach umfangreicher Trockenlegung des Gebietes entsprechend dem Wohnungsbauprogramm der DDR die Errichtung des Wohnviertels Lichtenberg-Nord mit verschiedenen Typenbauten in Plattenbauweise. Die Wohnblöcke wurden aufgelockert und nach bürgerorientierten Merkmalen gesetzt. Hauseingänge wurden abseits der Hauptstraßen oder Balkone nach Süden ausgerichtet, weshalb die Baustraßen entsprechend ausgerichtet waren und den zukünftigen Straßenverlauf vorgaben. So erklärt sich die teilweise wechselnde Richtung von Straßenzügen anstatt der Ausrichtung an den traditionellen Straßenfronten.[4]

Beispielsweise wurde die Trassierung von Wolfgang- und Eberhardstraße durch die Führung von Paul-Junius- und Alfred-Jung-Straße aufgehoben. Die Erschließungsstraßen hinter den zum Hauptverkehrsweg gehörenden Neubauten der Landsberger Allee und des Weißenseer Wegs sind diesen zugeordnet und tragen den gleichen Namen. Wohngebietsstraßen setzen sich nicht selten aus mehreren Erschließungsstraßen (teilweise als Sackgassen) zusammen. 18 der 20 neu angelegten Straßen erhielten (der Zeit entsprechend) Namen von kommunistischen Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus. Nach der Wende wurden die Straßennamen beibehalten.

Übersicht der Straßen und PlätzeBearbeiten

Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die vorhandenen Straßen und Plätze im Ortsteil sowie einige dazugehörige Informationen.

  • Name/Lage: aktuelle Bezeichnung der Straße oder des Platzes. Über den Link Lage kann die Straße oder der Platz auf verschiedenen Kartendiensten angezeigt werden. Die Geoposition gibt die Lage der ungefähren Mitte der Straßenlänge an.
  • Im amtlichen Straßenverzeichnis nicht aufgeführte Verkehrswege sind mit * gekennzeichnet.
  • Ehemalige oder nicht mehr gültige Straßennamen sind kursiv gesetzt. Für bedeutende ehemalige Straßen oder historische Straßennamen ist gegebenenfalls eine gesonderte Liste vorhanden.
  • Länge/Maße in Metern:
    Die in der Übersicht enthaltenen Längenangaben sind gerundete Übersichtswerte, die in Google Earth mit dem dortigen Maßstab ermittelt wurden. Sie dienen Vergleichszwecken und werden, sofern amtliche Werte bekannt sind, ausgetauscht und gesondert gekennzeichnet.
    Bei Plätzen sind die Maße in der Form a × b für rechteckige Anlagen und für (ungefähr) dreieckige Anlagen als a × b × c mit a als längster Seite angegeben.
    Sofern die Straße auch in benachbarte Ortsteile weiterführt, gibt der Zusatz im Ortsteil an, wie lang der Straßenabschnitt innerhalb des Ortsteils dieses Artikels ist.
  • Namensherkunft: Ursprung oder Bezug des Namens.
  • Anmerkungen: weitere Informationen über anliegende Baudenkmale oder Institutionen, die Geschichte der Straße und historische Bezeichnungen.
  • Bild: Foto der Straße oder eines anliegenden Objektes.
Name/Lage Länge/Maße
(in Metern)
Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen Bild
Alfred-Jung-Straße

(Lage)

0420 + 360 Alfred Jung (1908–1944), Widerstandskämpfer 02. Apr. 1975 Die Straße verläuft T-förmig, ein kurzes Stück südlich der Storkower Straße, in dem das Seniorenheim der Volkssolidarität steht, gehört jedoch nicht zum Bereich Fennpfuhl. Das auf dem Bild zu sehende Gebäude ist die „Schule am Fennpfuhl“, auf der rechten Seite (hinter den Autos) steht die ehemalige Clubgaststätte „Solidarität“ aus DDR-Zeiten. Sie wird als Handelseinrichtung weiter genutzt.  
Anton-Saefkow-Platz

(Lage)

0115 × 60 Anton Saefkow (1903–1944), Widerstandskämpfer 02. Apr. 1975 Der Platz bildet das kommunale Zentrum des Ortsteils mit Schwimmhalle und Bibliothek. Er ist nicht fest umgrenzt. Die Bebauung besteht aus mehreren Wohnhochhäusern, einem als Kaufhaus errichteten Gebäude, das zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgestaltet wurde.  
Arthur-Weisbrodt-Straße

(Lage)

0180 Arthur Weisbrodt (1909–1944), Widerstandskämpfer 13. Juli 1962 Die Straße ist an einzeln stehenden Neubauwohnblöcken geführt. Sie liegt zwischen Max-Brunow- und Erich-Kuttner-Straße, wobei die Wohnblöcke 2/8, 10/16, 18/24 (gerade) nach Nordwesten quer zum Straßenlauf an kammförmigen Zufahrtswegen stehen und der Block 1–9 an der Südostseite der Straßenfront steht. Die Blöcke bestehen aus gereihten Fünfgeschossern.  
Bernhard-Bästlein-Straße

(Lage)

0860 + 240 Bernhard Bästlein (1894–1944), Widerstandskämpfer 11. Juli 1973 Die Straße verläuft T-förmig und im Zickzack. An ihr stehen eine Schule im DDR-Standard-Typenbau (mit einer Freitreppe, die mit Terrakotta-Platten und eingeprägten Buchstaben geschmückt ist, siehe Foto), ein Lebensmittel-Discounter anstelle der vorherigen DDR-Klubgaststätte (‚Lichtenberger Krug‘, 1976 bis März 2010), ein inzwischen bepflanztes Becken eines früheren Edelstahl-Springbrunnens, 1976 entworfen vom Bildhauer Friedrich Schötschel.[5] Darüber hinaus befinden sich in der Straße städtische Kinderbetreuungseinrichtungen. Ein Teil der Straße umschließt einen großzügigen Innenhof.

Am 8. September 2011 wurde vor der Grundschule am Roederplatz, Bernhard-Bästlein-Straße 22 eine Gedenktafel für die Retterinnen Hans Rosenthals enthüllt. Sie erinnert daran, dass Rosenthal zwischen 1943 und 1945 in der hier gelegenen früheren Kleingartenanlage Dreieinigkeit von den Lichtenberger Frauen Ida Jauch, Emma Hardt und Maria Schönebeck versteckt wurde. Sie retteten ihn damit vor der rassistischen Verfolgung in der NS-Zeit.[6]

 
Buggenhagenstraße

(Lage)

0115 G. Buggenhagen, Ziegeleibesitzer, Eigentümer von sechs Wohnhäusern an dieser Straße[7] 1897 Der Verkehrsweg wurde nach dem Bebauungsplan um 1880 als Straße 59, Abt. XIII/2 zwischen Roederstraße und Landsberger Chaussee trassiert.[8] Anfangs errichteten sich von der Roederstraße aus vor allem Familienmitglieder des Grundbesitzers ihre Wohnbauten, darunter der Gastwirth Buggenhagen.[9] Die weiter nach Süden trassierte Straße wurde mit zunehmender Bebauung auf den Nord-Süd-Verlauf zwischen Karl-Lade-Straße und Erich-Kuttner-Straße verkürzt.[10][11] Beidseitig befinden sich zusammenhängende Wohnzeilen aus den 1930er Jahren. Diese kürzere Straßenführung gegenüber der projektierten Fassung wird durch die Nummerierung der Hausnummern deutlich. An der Ostseite sind die Grundstücke 19–35 (ungerade) und an der Westseite 22–36 (gerade) bebaut. Die anderen Grundstücke sind von den Nachbarstraßen überbaut. Im Adressbuch 1930[12] finden sich zur Buggenhagenstraße linksseitig (Westseite) die Wohnhäuser 1–8 (fortlaufend) von der Landsberger Chaussee ab. Auf Nummer 9 ist ein Kohlenplatz und Baustellen zur Roederstraße, an der Gegenseite neben Baustellen das Radzuweit’sche Haus.  
Elli-Voigt-Straße

(Lage)

0510 Elli Voigt (1912–1944), Widerstandskämpferin 11. Juli 1973 Die Straße verläuft sägezahnförmig in Nord-Süd-Richtung und erschließt den nordöstlichen Bereich des Ortsteils. Zwischen der Vulkanstraße und der Elli-Voigt-Straße liegt ein weiträumiger Parkplatz.  
Erich-Kuttner-Straße

(Lage)

0500 Erich Kuttner (1887–1942), Widerstandskämpfer 13. Juli 1962 Die Straße verläuft zwischen der Landsberger Allee (mit der sie allerdings nur für Fußgänger verbunden ist) und der Franz-Jacob-Straße. An ihrem westlichen Ende steht seit 1962 ein denkmalgeschützter Experimental-Plattenbau vom Typ P2.[13] Die Wohnzeile entstand nach Entwurf des Architektenteams Wilfried Stallknecht unter Leitung von Hermann Henselmann.[14] Mit den Querstraßen bilden die Wohnblocks großzügige und begrünte Innenbereiche. Einige Bauten aus den 1970er Jahren erhielten bei ihrer Sanierung Anfang des 21. Jahrhunderts zusätzliche Balkons anstelle der früheren französischen Fenster. Eine aus DDR-Zeiten stammende Baracke (Hausnummer 31a) beherbergt den Bereich ‚Technischer Service‘ der Wohnungsgenossenschaft Lichtenberg.  
Ernst-Reinke-Straße

(Lage)

0140 Ernst Reinke (1891–1943), Widerstandskämpfer 10. Aug. 1962 Die Straße ist eine winklig geführte Sackgasse mit einem Neubaublock und gleichzeitig Querstraße der Erich-Kuttner-Straße. Mit der Max-Brunnow-Straße ist sie mittels eines Fußweges verbunden.  
Franz-Jacob-Straße

(Lage)

0800 Franz Jacob (1906–1944), Widerstandskämpfer 02. Apr. 1975 Der vorherige Name war zwischen 1940 und 1975 Plöseweg. Vor 1940 existierte sie als Straße 134 in der Gartenanlage südlich der Roederstraße.[15] Sie beginnt nördlich an der Landsberger Allee, quert die Karl-Lade-Straße und führt zur Storkower Straße. An dieser Einmündung stehen das Gustavo-Haus (Bild hinten rechts) und das Einkaufszentrum ‚Storkower Bogen‘ (Bild hinten links).  
Georg-Lehnig-Straße

(Lage)

0140 Georg Lehnig (1907–1945), Widerstandskämpfer 10. Aug. 1962 Die Straße ist eine winklig geführte Sackgasse mit einem Neubaublock, Querstraße von der Erich-Kuttner-Straße. Mit der Max-Brunnow-Straße ist sie mittels eines Fußwegs verbunden.  
Gustav-Zahnke-Straße

(Lage)

0140 Gustav Zahnke (1908–1930), Widerstandskämpfer 10. Aug. 1962 Die Straße ist eine winklig geführte Sackgasse mit einem Neubaublock, Querstraße von der Erich-Kuttner-Straße. Mit der Max-Brunnow-Straße ist sie mittels eines Fußwegs verbunden.  
Herbert-Tschäpe-Straße

(Lage)

0600 Herbert Tschäpe (1913–1944), Widerstandskämpfer 11. Juli 1973 Diese innergebietliche Erschließungsstraße windet sich zwischen Hohenschönhauser Straße und Landsberger Allee in vier Abschnitten um die lockere Wohnbebauung herum.  
Herzbergstraße

(Lage)

0420
(im Ortsteil)
Herzberg, 58,4 m ü. NHN östlich der Straße.[16] 1893 Der westliche Teil der Herzbergstraße zwischen Roederplatz und Vulkanstraße gehört zum Ortsteil Fennpfuhl, dazu gehören die Grundstücke 1–10. Die Wohnhäuser an der Südseite (30 Meter vom Gehwegrand) liegen in zwei Wohnblöcken 1–6 und 7–10 getrennt durch die Paul-Zobel-Straße. An der Nordseite steht der Wohnblock auf den Grundstücke 149–155, es folgt neben der Bernhard-Bästlein-Straße der Parkplatz der Kaufhalle und eine gestaltete Grünfläche als Roederplatz. Den Endpunkt der Straße im Nordwesten markiert das Flachgebäude auf Grundstück 160. Die östlichen Grundstücke einschließlich der Kreuzung Vulkanstraße liegen in (Alt-)Lichtenberg. Durch die Straße fährt die Straßenbahn.  
Hohenschönhauser Straße

(Lage)

0820 Richtung nach Hohenschönhausen um 1885 Die Straße verläuft zwischen dem Maiglöckchenweg als Fortsetzung der Oderbruchstraße zum Weißenseer Weg (ohne die Kreuzung) und setzt sich als Konrad-Wolf-Straße (vorher: Berliner Straße) im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen fort. Durch die Straße fahren die Metrotramlinien M5 und M6. An der Südseite befindet sich ein Parkplatz, gefolgt von zwei Wohnblöcken 1–8 und 9–15 an einer Zufahrtsstraße bis Judith-Auer-Straße, zu der das Quergebäude (Seniorenclub) gehört. Die Parkflächen an der gegenüberliegenden Nordseite wurden beim Austausch der Volksparkflächen beim Ortsteil belassen. Von der Otto-Marquardt-Straße aus besteht eine fünfzehn Meter vom Straßenland entfernte Zufahrtsstraße zu den Häusern 20/23, 24/26 und 27/29, die weiter nach Südost an den Weißenseer Weg führt. Die Grundstücke 66–75 liegen westlich der Straße als geflankter Wohnblock zwischen dem BVG-Gelände und dem Volkspark (jenseits der Bezirksgrenze), das Gebäude 76 gehört zum Sportplatz und 77 an der Ecke Stellerweg zum Tennisplatz. Die Grundstücke 80, 80a und 80b (Siedlungshaus und KGA-Gaststätte, jenseits vom „Hauptweg“) gehören zum Nachbarortsteil Prenzlauer Berg.

Die Trasse ist bereits im Hobrecht-Plan Abteilung XIII als Straße 39 von Straße 17 (Oderbruchstraße) abgehend eingetragen und als Allee markiert. Beim Anlegen hieß sie Hohen-Schönhausener Straße und begann unter diesem Namen an der Landsberger Chaussee mit den Grundstücken 1 und 2 (gegenüber der Thaerstraße), gefolgt von Baustellen der Berlin-Lichtenb. Terrain Ges. zum Weißenseer Weg.[17] Die Straße war Teil des alten Verbindungsweges von Berlin nach Hohenschönhausen von der Straße nach Alt Landsberg ab. Seit 1911 mit dem Anlegen der Oderbruchstraße liegt die Hohenschönhauser Straße von dieser zur Kreuzung Weißenseer Weg/Konrad-Wolf-Straße. Die Straße in Hufeisennummerierung verlief zu diesem Zeitpunkt an der Nordseite von der Straße 17 zum Weißenseer Weg.[18] Nach dem Stadtplan führt die Straße bis zur Sommerstraße (Lichtenberger Grenze) von Wilhemsberg.[10][19] Im Adressbuch 1943 ist die Straße im Ortsteil Hohenschönhausen des Verwaltungsbezirks Weißensee aufgeführt und verfügte über eine Tankstelle sowie einige Fabrikgebäude.[20] Bis in die 1970er Jahre – mit dem Bau der Wohnblöcke um den Fennpfuhl – bestand die Straße aus einer einseitigen Fahrbahn mit der Straßenbahn in Randlage.

 

  Das untere Bild zeigt den Blick vom Volkspark auf die Hohenschönhauser Straße (im Vordergrund) und das anschließende Wohngebiet Richtung Landsberger Allee im Jahr 1978.
Josef-Orlopp-Straße

(Lage)

0360
(im Ortsteil)
Josef Orlopp (1888–1960), Gewerkschafts­funktionär und Mitglied des Nationalrats der Nationalen Front 19. Aug. 1960 Ein kurzes westliches Teilstück der Straße gehört zum Ortsteil Fennpfuhl und bildet damit dessen südliche Grenze. Die übrigen etwa 1000 Meter verlaufen in Lichtenberg. Bei der Anlage des Industriegebietes um die Herzbergstraße hieß die Straße Rittergutstraße nach dem vormaligen Rittergut Lichtenberg im Osten der Dorfstraße.  
Judith-Auer-Straße

(Lage)

0280 Judith Auer (1905–1944), Widerstandskämpferin 11. Juli 1973 Die Straße verläuft zwischen Hohenschönhauser Straße und Landsberger Allee, setzt sich nach Süden in der Franz-Jacob-Straße fort. Auffälligstes Gebäude ist das ‚Castello‘, ein von dem Architekten Hinrich Baller entworfenes Einkaufscenter an der Ecke Landsberger Allee.  
Karl-Lade-Straße

(Lage)

1000 Karl Lade (1909–1945), Widerstandskämpfer 26. Jun. 1975[21] Die Straße ist ein Teil der früheren Roederstraße.[15] Auf der Nordostseite der Straße hatten sich in Nähe des Fennpfuhls Gastwirtschaften, Gärtnereien und eine Natur-Eisfabrik niedergelassen (Eiswerke Lichtenberg Louis Dittmar).[22] Zu Beginn des 20. Jahrhunderts befand sich an der Straßeneinmündung in die Landsberger Allee ein Steuerhaus. Dessen Name war bis 2011 in einer Kiezkneipe an der Ecke Buggenhagenstraße noch erhalten. Die Karl-Lade-Straße verläuft von der Landsberger Allee bis zur Franz-Jacob-Straße und endet kurz nach deren Überquerung. Die Roederstraße führte weiter bis zum Roederplatz, wo der Verkehrsweg mit leichtem Knick als Herzbergstraße weiter lief. Auf diesem seit Entstehung des Wohngebietes entwidmeten Teil der Roederstraße fährt seit der Umgestaltung in den späten 1970ern nur noch die Straßenbahn und ein Fuß- und Radweg verläuft parallel.  

 

Karl-Vesper-Straße

(Lage)

0070 Karl Vesper (1883–1933), Widerstandskämpfer 13. Juli 1962 Der erste Name war Stichstraße 4. Die winklig geführte Sackgasse enthält nur einen Neubaublock und eine Kita im Winkel.  
Landsberger Allee

(Lage)

1000
(im Ortsteil)
Altlandsberg, Stadt in Brandenburg 31. Jan. 1992 Der Straßenabschnitt der Landsberger Allee in Fennpfuhl grenzt an die Ortsteile Prenzlauer Berg (westlich) und Alt-Hohenschönhausen (östlich). Zu Fennpfuhl gehören die Grundstücke 106–228d (gerade) auf der Südseite und 131a–191a (ungerade) auf der Nordseite.[23] Die nördliche Straßenseite zwischen Ringbahn und Oderbruchstraße gehört zum Ortsteil Prenzlauer Berg. An der Einmündung der Vulkanstraße verlässt die Landsberger Allee den Ortsteil. Im Alleebereich Berlin-Fennpfuhl stehen das ‚andel’s Hotel Berlin‘ (Nr. 106) und das Einkaufszentrum ,Castello’ (Nr. 171). Der Straßenzug trug ursprünglich zwischen dem S-Bahnhof Landsberger Allee und der Oderbruchstraße bereits den Namen Landsberger Allee (ab 1950 Leninallee),[24] von dort an hieß er stadtauswärts Landsberger Chaussee. Im Jahr 1973 wurde die Landsberger Chaussee bis zur Vulkanstraße in die Leninallee einbezogen.[25] Bei der Rückbenennung im Jahr 1992 erhielt die gesamte Leninallee den Namen Landsberger Allee.

 

Max-Brunnow-Straße

(Lage)

0550 Max Brunnow (1896–1940), Widerstandskämpfer 13. Juli 1962 Die Straße liegt im Inneren des Wohngebietes und verläuft dort U-förmig. An der ruhigen Wohnstraße stehen Wohnblocks aus den 1960er Jahren. In der ruhigen Wohnstraße stehen Wohnblocks aus den 1960er Jahren und diverse Garagengebäude. Ein Plattenbau ist für verschiedene Nutzungen vorgehalten, so waren während der Renovierung des Gefängnisses in Düppel die Häftlinge untergebracht. An der Einmündung in die Storkower Straße befindet sich ein Autohandel und dahinter ein kleiner dreigeschossiger öffentlich genutzter Plattenbau, der von 2007 bis 2010 als zeitweilige Unterbringung für Insassen der JVA Düppel diente.[26]  
Möllendorffstraße

(Lage)

0420
(im Ortsteil)
Wichard von Möllendorff (1724–1816), preußischer Generalfeldmarschall 69091231
(mit Unterbrechung)
Nur der nördliche Teil dieser Straße zwischen Storkower Straße und Herzbergstraße gehört zum Bereich Fennpfuhl, der Rest zu (Alt-)Lichtenberg. Seit seiner Anlage in früheren Jahrhunderten hieß der Verkehrsweg Dorfstraße, ab 1910 Möllendorffstraße. Zwischen Januar 1976 und dem 9. Januar 1992 trug sie den Namen Jacques-Duclos-Straße nach dem französischen Kommunisten Jacques Duclos. Auffälligstes Gebäudeensemble ist die ‚Möllendorff-Passage‘, ein Büro- und Geschäftskomplex, der in den späten 1990er Jahren von einer bayerischen Investorengruppe errichtet wurde.[27]  
Oderbruchstraße

Lage

0320 Oderbruch, eine Landschaft in Brandenburg 09. Nov. 1911 Die Straße, ursprünglich Straße 17, Abt. XIII/1 des Hobrecht-Plans, war bei der Benennung die nördliche Verlängerung der Thaerstraße. Sie bildet die Grenze zwischen Prenzlauer Berg und Fennpfuhl. Mit der Ausdehnung der Oderbruchkippe entfiel der Verlauf, auf Lichtenberger Gebiet wurde die Straße 106 geführt.  
Otto-Marquardt-Straße

(Lage)

0350 Otto Marquardt (1893–1944), Widerstandskämpfer 11. Juli 1973 Die Straße verläuft zweifach abgewinkelt zwischen Hohenschönhauser Straße und Landsberger Allee. An ihren Rändern stehen das Seniorenheim ‚Judith Auer‘, ein 2014 neu eingeweihtes behindertengerechtes Schulgebäude[28] sowie die Europa-Kita, aus einem früheren Dienstleistungswürfel entwickelt und die Kita ,Entdeckerland’[29]. Auf dem freien Platz südöstlich vor dem Seniorenheim befindet sich der ‚Möwenbrunnen‘, eine Arbeit von Baldur Schönfelder aus dem Jahr 1981.[30]  
Paul-Junius-Straße

(Lage)

0500 + 360
(im Ortsteil)
Paul Junius (1901–1944), Widerstandskämpfer 02. Apr. 1975 Die Straße verläuft mehrfach gewinkelt und mit Verzweigungen überwiegend in Nord-Süd-Richtung. Sie beginnt an der Scheffelstraße, damit liegt der südliche Teil der Straße im Ortsteil Lichtenberg. Sie kreuzt die Storkower Straße und verläuft mit Verästelungen zwischen dem Wolfgangspfuhl und der Möllendorffstraße, knickt östlich ab und endet schließlich mit ihrer nördlichen Spitze am Weißenseer Weg.

Erster Name der bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts existierenden Straße war Woerdenstraße beziehungsweise Verlängerte Woerdenstraße.[15] Am nördlichen Ende befinden sich die Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg, die gemeinsam mit der Volkshochschule (VHS) Lichtenberg einen 1907 eröffneten Schulbau nutzt. Die VHS erhielt Ende Juni 2011 den Ehrennamen Margarete Steffin.[31] Außerdem findet sich der Zugang zum Evangelischen Gemeindezentrum Am Fennpfuhl und zum Fennpfuhlpark. Das Bezirksamt Lichtenberg, dem ein an dem Gewässer liegender Spielplatz gehört, investierte im Jahr 2015 rund 280.000 Euro, um an dieser Stelle eine attraktive Kletter-Felsen-Landschaft zu verwirklichen. Im Zentrum sollen nach den bestätigten Plänen des Landschaftsbüros atelier8 mehrere etwa drei Meter hohe Felsen aus Spritzbeton entstehen, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade beim Klettern bieten werden. Rundherum um die Fundamente sorgt eine 40 Zentimeter dicke Schicht aus Fallschutzkies für ausreichende Sicherheit. Um die Kletteranlage mit einem Radius von rund 13 Metern wird der Spielberg neu gestaltet und erhält Betonliegen als Ruhefläche.[32] Im Gebäude Paul-Junius-Straße 64 befindet sich das ‚Haus der Generationen‘, in welchem zahlreiche kulturelle Veranstaltungen stattfinden.[33]

 
Paul-Zobel-Straße

(Lage)

0650 Paul Zobel (1891–1945), Widerstandskämpfer 11. Juli 1973 Die innergebietliche Erschließungsstraße mit einem begrünten parkähnlichen Innenhof ist U-förmig angelegt. An den östlichen Wohnhäusern wurden durch einen bei der Sanierung außen angefügten gläsernen Fahrstuhl über eine halbe Etage die Zugänge behindertengerecht gestaltet.  
Roederplatz

(Lage)

0110 × 40 Hermann Roeder (1856–1941), Rittergutsbesitzer und Kommunalpolitiker in der Gemeinde Lichtenberg 1896[34]
1975 bis Juni 2011 unbenannt
Die Kreuzung der Straßen Weißenseer Weg, Möllendorffstraße, Roederstraße und Herzbergstraße wurde bei der Erweiterung des Straßensystems Roederplatz genannt. Mit der Entstehung des Neubaugebietes um den Fennpfuhl wurden der Platz und sein Name aufgehoben,[4] er hatte sich jedoch im Wissen der Bevölkerung und auf einigen Karten erhalten.[35] Auf Antrag der Roederschen Erben beschloss die BVV Lichtenberg am 3. Juni 2011 die Neuvergabe des historischen Platznamens für eine weiter östlich vorhandene kleine Grünanlage. Am 14. September 2011 enthüllten Vertreter des Bezirksamtes im Beisein eines Nachkommen der Roeder-Familie und eines Historikers das neue Platzschild.[36]  
Rudolf-Seiffert-Straße

(Lage)

1030 Rudolf Seiffert (1908–1945), Widerstandskämpfer 02. Apr. 1975 Die Straße bildet im Wesentlichen ein Karree, das auf einem früheren Kleingartengelände entstand. Im großzügig angelegten Innenhof stehen unter anderem drei Kindergarten-Typenbauten mit einer Kindertagesstätte und Einrichtungen der Jugendhilfe. Der Flachbau, Haus Nummer 53, ist die ,Evangeliums-Christengemeinde, Begegnungsstätte für Jung und Alt’.  
Storkower Straße

(Lage)

1740
(im Ortsteil)
Storkow, Stadt im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg 1919 Die stark befahrene Straße liegt im Ortsteil direkt an der Ringbahn, Wohnblöcke und Parkplätze bestimmen die Nordseite. Zum Ortsteil gehört der Abschnitt zwischen Landsberger Allee ausschließlich der Kreuzung und deren Straßenland und der Möllendorffstraße. Der Fennpfuhler Abschnitt entstand 1975 in Verlängerung der Storkower Straße über den Anschluss an die Thaerstraße und die damalige Leninallee hinaus.[37]  
Straße 106

(Lage)

0270 Nummerierung beim Trassieren nach 1955 Die Straße 106 liegt auf Lichtenberger Gebiet[38] zwischen Höhe Südostecke (Grenzpunkt Lichtenberg/Weißensee/Prenzlauer Berg) des zu Weißensee gehörenden Jüdischen Friedhofs und dem Weißenseer Weg, der zu Alt-Hohenschönhausen gehört. Es ist ein unbefestigter Weg, der zwischen einem Gewerbeobjekt (Busabstellplatz) und dem Streifen der „KGA Langes Höhe“ an der Friedhofsmauer entlang vor dem Jüdischen Friedhof hindurchführt. Die Straße 106 ist die Verlängerung der Oderbruchstraße[39], die von der Abwinklung zur Hohenschönhauser Straße an der Grenze zu Prenzlauer Berg aus geradlinig verlief und von der Oderbruchkippe überdeckt wurde.[40] Die Straße 106 führt die Gürtelstraße (West) vom Volkspark Prenzlauer Berg zum Steller Weg am Sportforum Hohenschönhausen. Diese Verlängerung der Oderbruchstraße führte zunächst durch Laubenkolonien[11] und war durch die Erweiterung der Oderbruchkippe aus dem Trümmerberg der Kriegsjahre überfällig geworden. Der letzte Kleingarten auf dem Kippengelände (als Volkspark Prenzlauer Berg gestaltet) war 1982 aufgehoben worden. In den 2010er Jahren ist der Verkehrsweg mit Straßenschild ausgewiesen, da aber keine Grundstücke zugeordnet sind, ist sie in der amtlichen Straßenliste nicht enthalten.  

 

Vulkanstraße

(Lage)

1120 ehemals ansässiger Industriebetrieb Vulkan-Werke 1913 Der nördliche Abschnitt war als Straße G projektiert, der bis zur Herzbergstraße reichende Teil hieß jedoch bereits Vulkanstraße.[15] Im Adressbuch 1920 ist die unbebaute Vulkanstraße ab Herzbergstraße genannt,[41] 1943 sind an der Straße zwischen der Herzbergstraße und der Landsberger Chaussee Kohlenplätze, Baustellen und eine Schwertransportstation des Ritterguts Liechtenberg aufgeführt.[42] Auf dem Plan von 1946 ist eine trassierte Führung nach Süden zu Rittergutsstraße eingezeichnet, womit über die Ruschestraße eine Verbindung Landsberger und Frankfurter Allee möglich wird. Die Straße bildet die östliche Grenze zwischen den Ortsteilen Lichtenberg und Fennpfuhl, wobei das Straßenland in Lichtenberg liegt. Sie verläuft in Nord-Süd-Richtung zwischen Landsberger Allee und der Josef-Orlopp-Straße und setzt sie sich nach Süden in der Ruschestraße im Ortsteil Lichtenberg fort. Auf der östlichen Straßenseite sind für die Gewerbeflächen die Grundstücke 1, 3, 10, 12, 13 angegeben. An der Westseite liegen in fortlaufender Nummerierung die elfgeschossigen WBS-70-Wohnblöcke 20–23, an der gleichnamigen Querstraße 24 (ein Flachbau) und der Block 25/26 an den sich längs zur Straße 27/28/29 anschließen. An einer weiteren gleichnamigen Seitenstraße steht der Flachbau 30, bevor (am Rande des Wohnquartiers) die Parkflächen mit Baumstreifen zur Elli-Voigt-Straße (südlich der Herzbergstraße) zur Paul-Zobel-Straße füllen. Am südlichen Ende stehen die beiden sechsgeschossigen Wohnblöcke auf 50/54 und 55/57, die sich rechtwinklig in der Josef-Orlopp-Straße 31–17 fortsetzen.  
Weißenseer Weg

(Lage)

1720 Richtung nach Weißensee 1850 Ein nordöstlicher Teil der Straße liegt in Alt-Hohenschönhausen, ein Teil bildet die Ortsteilgrenze. Die Straße ist ein seit mehreren hundert Jahren vorhandener Verkehrsweg[43] zwischen den damaligen Dörfern Lichtenberg und Weißensee. Sie ist die südliche Fortsetzung der früheren Lichtenbgereger Straße und setzt sich ihrerseits südlich in der Möllendorffstraße fort. 1976 erhielt der Verkehrsweg die Bezeichnung Ho-Chi-Minh-Straße. 1992 erfolgte eine Rückbenennung, obwohl die Straße im eigentlichen Sinn eher als Promenade oder Allee eingestuft werden muss, also Weg im Wortsinn nicht zutrifft.  

Nicht mehr vorhandene Straßen oder StraßenabschnitteBearbeiten

Einige Mitte der 1970er Jahre bestehende Straßennamen ehrten Persönlichkeiten aus der DDR[4] Nach der Wende (1992) erhielten sie ihre früheren Namen zurück, beispielsweise Jacques-Duclos-Straße war von Januar 1976 bis 9. Januar 1992 der Name der → Möllendorffstraße. Ho-Chi-Minh-Straße war der Name des → Weißenseer Wegs zwischen Straße 106 bis Herzbergstraße. Seit 1950 war Leninallee der innerstädtische Name des Straßenzugs Richtung Marzahn, die Landsberger Chaussee folgte 1973 mit dem Aufbau des Stadtteils Marzahn, bevor im Jahr 1992 die Rückbenennung zu → Landsberger Allee erfolgte.

Name/Lage Länge/Maße
(in Metern)
Namensherkunft Benennungs-
datum
Umbenennung/
Aufhebung
Anmerkungen
Amelangstraße 120 Person mit dem Nachnamen Amelang[44] 21. Feb. 1940 01. Apr. 1975 Sie wurde in den 1970er Jahren in ein Teilstück der → Alfred-Jung-Straße einbezogen.
Diese kurze West-Ost-Straße führte 1955 durch Kleingärten[45] und lag zwischen der ursprünglich bis an die Roederstraße heranreichenden (nicht mehr erhaltenen) Wolfgangstraße und der Woerdenstraße.[46] Im Berliner Adressbuch wurde sie erstmals 1941 aufgeführt und ist bereits umfangreich bebaut. Eigentümer größerer Flächen war die Wolfgang-Grundstücks-GmbH aus Berlin-Wilmersdorf, die 1942 insolvent und unter Zwangsverwaltung gestellt wurde.[47]
Luise-Berlin spezifiziert den Namensgeber als früheren Kriegsrat.[48] Im Adressbuch des Jahres 1840 ist der Kriegsrath C. A. F. Amelang, Beamter im Finanzministerium genannt.[49]
Eberhardstraße 0450 Eberhard, männlicher Vorname vor 1907[50] um 1975 Der Verkehrsweg wurde als Straße 64a westlich der Dorfstraße parallel zwischen Wörden- und Wolfgangstraße trassiert. Er verlief ursprünglich zwischen der Scheffelstraße und der Roederstraße.[15] Der nördliche Teil ist in der Paul-Junius-Straße aufgegangen, ein südlicher Rest ist in einer Stichstraße in (Alt-)Lichtenberg erhalten.[46]
Hohenschönhause(ne)r Weg

 

1150 Richtung nach Hohenschönhausen um 1899 um 1975 Diese unbefestigte mehr als 1000 Meter lange Straße in der Kleingartenkolonie diagonal zwischen Roederplatz/ Herzbergstraße und Landsberger Chaussee wurde im Adressbuch für Berlin und seine Vororte erstmals 1899 genannt.[51] Beim Bau der neuen Wohngebiete[45] im Westen von Lichtenberg Mitte der 1970er Jahre wurde sie überbaut und → eingezogen.
Plöseweg 0150 Johann (Hans) Plöse (18. Jh.), Kommunalpolitiker in der Gemeinde Lichtenberg 21. Feb. 1940 01. Apr. 1975 Nach dem Bebauungsplan von 1880 ist sie im Abschnitt XIII als Straße 61 trassiert.[11] 1960 ist die Westseite der Straße bis Buggenhagenstraße an der Roederstraße hin bebaut.[52] Die trassierte Fortsetzung nach Südwest führt durch Kleingärten bis an das Ringbahngelände. Ab 1975 wird diese Führung in neuer Trassierung zur → Franz-Jacob-Straße.
Roederstraße 1000 Gutsbesitzerfamilie Roeder in der Gemeinde Lichtenberg nach 1896[53] 01. Apr. 1975  → Karl-Lade-Straße

Sie reichte von der Landsberger Chaussee (später Landsberger Allee) bis zur Dorfstraße (spätere Möllendorffstraße) und dem Roederplatz an deren Nordende. Parzellennummern wurden erst ab dem 20. Jahrhundert festgelegt. Die ersten Wohngebäude wurden nach ihren Besitzern benannt: Beinsches Haus, Schultzsches Haus, Pellachsches Haus.[34] 1897 und 1898 enthält das Adressbuch die Roederstraße mit zwei Wohnhäusern und Baustellen, 1898 darunter die von Rittergutsbesitzer L. Roeder.[8][54]

Woerdenstraße (auch: Wördenstraße) und Verlängerte Woerdenstraße 0220
(verlängerte Woerdenstraße: etwa 400)
historische Flurbezeichnung;
Als ‚Wörden‘ wurden Ackerstreifen bezeichnet, die hinter den Gehöften lagen.[55]
um 1906[56] 01. Apr. 1975 Die Wördenstraße ist 1907 erstmals im Adressbuch genannt,[57] und geht von der Eldenaer Straße ab. Die Lage ist zwischen Eldenaer Straße (ab 1908: Scheffelstraße) und Roederstraße und später über diese bis an den Weißenseer Weg als Verlängerte Wördenstraße ausgewiesen.[11] Mit demin den 1970er Jahren entstehenden Neubauviertel um den Fennpfuhl wurde sie 1975 unter Einbeziehung der Verlängerten Woerdenstraße in den Straßenzug → Paul-Junius-Straße – Alfred-Jung-Straße einbezogen.[55] Am nördlichen Ende der Straße befand sich eine Heilstätte der Landesversicherungsanstalt. Über die Roederstraße hinweg, an der Verlängerten Wördenstraße zum Weißenseer Weg, wurde 1907 ein massives Schulgebäude eingeweiht, das zunächst eine Gemeindeschule war. Später zog eine Polytechnische Oberschule (EOS) in eine Hälfte des Gebäudes, die andere Hälfte dient der VHS Lichtenberg. Statt der EOS befindet sich seit dem 21. Jahrhundert die Musikschule Lichtenberg im südlichen Gebäudetrakt.

Die Trasse der Wördenstraße bildete den Westrand der Bebauung der Dorfstraße Lichtenbergs, deren Verlauf durch das Fließ bestimmt wurde, das einen Abfluss vom Langpfuhl und Fennpfuhl (Vennpfuhl) vom Stadtteil Wilhelmsberg zur Rummelsburger Bucht bildete.[58]

Wolfgangstraße 0220 Wolfgang von Anhalt (1492–1566), Landesfürst nach 1906[59][60] 01. Apr. 1975 Der existierende Straßenzug westlich[46] der Möllendorffstraße[11] wurde mit dem Aufbau des den Fennpfuhl umgebenden Quartiers ein Teil der Trasse der → Paul-Junius-Straße. Auf der Specialkarte von Berlin[61] ist die Trasse westlich parallel zur Lichtenberger Dorfstraße als Wolfgangstraße benannt. Sie liegt von der Dorfstraße (nördlich der Frankfurter Straße, Ortsteil Lichtenberg) nach Nordwest zur Eldenaer Straße über Straße 54 und zwischen „Krausepfuhl“ und Straße 54a hindurch zum Platz T (mit dem Fenn Pfuhl) an der Roederstraße, weiter über die Straße 62 hinweg und den Südosten des „Langen Pfuhls“ schneidend zur Kreuzung Weißenseer Straße/Landsberger Chaussee. Diese Führung entspricht im Hobrecht-Plan von 1863 dem nördlichen Abschnitt von Platz U und der Straße 57 (Straße nach Lichtenberg) als Trasse von Straße 64/ Abt. XIII. Der Straßenname soll von Kaiser Wilhelm I. festgelegt worden sein, als ihm eine angeblich im Verlauf der Straße gefundene Gedenkmünze überbracht wurde. Deren Prägung stammte von dem Fürsten Wolfgang.[62] Die Straße ist erstmals im Adressbuch von 1907 aufgeführt von der Eldenaer Straße abgehend und als unbebaut vermerkt.[63] Die Straße liegt (1907) zwischen Eldenaer Straße (ein Jahr später bereits Scheffelstraße) und Roederstraße westlich der Dorfstraße (Möllendorffstraße) parallel zur Wördenstraße.

Weitere Örtlichkeiten von FennpfuhlBearbeiten

 
Gasthaus mit historischem Namen in der Karl-Lade-Straße; im Jahr 2011 umbenannt in ‚Sportsbar‘
  • Kleingartenanlage (KGA) ‚An der Roedersiedlung‘, gelegen zwischen der Karl-Lade-Straße und der Erich-Kuttner-Straße. Die Anlage wurde 1905 gegründet und hieß bis etwa 2005 Kolonie ‚Am Alten Steuerhaus‘ nach dem nahe gelegenen historischen Steuerhaus Lichtenberg. Um 2006 erhielt sie ihren Namen nach der Gutsbesitzerfamilie Roeder aus der damaligen Gemeinde Lichtenberg. Im Jahr 2010 umfasst die Anlage noch 46 Parzellen auf einer Fläche von 8070 m².[64]
  • Kleingartenanlage ‚Langes Höhe‘ (Stellerweg 29),[65] gelegen an der Bezirksgrenze zwischen Lichtenberg und Pankow beziehungsweise der Ortsteilgrenze zu Prenzlauer Berg und Weißensee, im nördlichsten Zipfel von Fennpfuhl. Das Areal, von Otto Lange erworben und in 136 Parzellen geteilt, wurde im Jahr 1906 an Interessenten verpachtet. Die KGA wird durch ein rechtwinkliges System von Koloniewegen erschlossen. In Richtung Nordwest-Südost die begrenzenden Grenzstraße und Stellerweg, abgehend Glaßstraße vom querliegenden Alpenweg, fortgesetzt zum Weißenseer Weg Grünweg, nach Südosten parallel dazu: Dorf-, Wiesen-, Feld-, Koloniestraße. Zwischen Grenz-/ Grünstraße und Weißenseer Weg liegt ein Gewerbegelände, im Südosten schließt sich ein BVG-Betriebsgelände an. Der Stellerweg liegt in der Trasse der trassierten Straße.[40] Die Anlage wurde 1906 auf ödem Land errichtet.[66] Die Gartennutzer haben sich ein Spartenheim am Stellerweg 139 errichtet.[64]
 
Fennpfuhlpark mit Brücke im Winter

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Stadtplan Berlin 1907: nördlich vom Zentralviehhof
  2. Wilhelmsberg. In: Adreßbuch für Berlin und seine Vororte, 1900, V. Theil, S. 110.
  3. Straßenübersichtsplan von Berlin. VEB Landkartenverlag, Berlin 1961.
  4. a b c Berlin-Plan 1987, VEB Tourist-Verlag, Berlin/Leipzig.
  5. Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Öffentliche Brunnen mit Kurzinfo und Foto des Brunnens, die Angaben sind nicht mehr aktuell, weil die Metallteile abgebaut sind.
  6. Gedenkort für Hans Rosenthal und seine drei Lichtenberger Retterinnen wird am 8. September eingeweiht. Pressemitteilung des Bezirksamts Lichtenberg, 29. August 2011
  7. Buggenhagenstraße. In: Adreßbuch für Berlin und seine Vororte, 1899, V. Theil, S. 99. „Landsberger Chaussee * 1,1a–5: Eigentümer Ziegeleibes. G. Buggenhagen (Mehrparteienhäuser), 6: Neubau (Schlächtermstr.), 7–9: Baustellen, 10: Vierparteienhaus (E: Darmhndl.), Baustellen * Roederstraße“ (Buggenheimstraße im Adressbuch 1898 noch nicht genannt.).
  8. a b Roederstraße. In: Adreßbuch für Berlin und seine Vororte, 1898, V, S. 95. „Roederplatz: Dorfstraße, Roederstraße: am Roederplatz: Baustelle von Rittergutsbesitzer L. Roeder (wh. außerhalb), Openheimer’sches Haus, Schultz’sches Haus, Baustellen * Straße 59 * Baustellen * Landsberger Chaussee“.
  9. Berliner Adressbücher von 1880 und 1882 (Wilhelmsberg)
  10. a b Berliner Stadtplan von 1906, erneut abgerufen am ^9. April 20ß19.
  11. a b c d e Berliner Stadtplan (um 1954): Hohenschönhausen um 1954
  12. Buggenhagenstraße. In: Berliner Adreßbuch, 1930, IV.Teil, S. 2048.
  13. Baudenkmal P2-Experimentalbau
  14. Marcel Gäding: Ein Fünfgeschosser im Wohngebiet Fennpfuhl war Vorbild für den Wohnungsbau in der DDR. In: Berliner Zeitung, 25. Mai 2002; abgerufen am 22. August 2012.
  15. a b c d e Berliner Stadtplan (1921)
  16. Der „Herz-Berg“ liegt zwischen Weiße Taube und der Irrenanstalt Herzberge (Evangel. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge): Stadtplan Berlin 1907
  17. Hohen-Schönhausenerstraße. In: Berliner Adreßbuch, 1905, V, S. 159.
  18. Hohenschönhausener Straße. In: Berliner Adreßbuch, 1912, V, S. 292. „Hohenschönhauser Straße (Post Wilhelmsberg)“.
  19. Stadtplan von Berlin (1946). Richard Schwarz, Landkartenhandlung u. Geogr. Verlag, Berlin W.35
  20. Verwaltungsbezirk Weißensee > Hohenschönhauser Straße. In: Berliner Adreßbuch, 1943, IV, S. 2336.
  21. Straßen mit Namen von Widerstandskämpfern. In: Neues Deutschland, 27. Juni 1975, S. 8.
  22. Roederstraße. In: Adreßbuch für Berlin und seine Vororte, 1900, V, S. 106.
  23. Grundstückszuordnung der Landsberger Allee zu Ortsteilen; neu abgerufen am 27. April 2019.
  24. Stadtplan Berlin 1955
  25. Straßen tragen die Namen von Widerstandskämpfern. In: Neues Deutschland, 25. September 1973, S. 8.
  26. Homepage der Senatsverwaltung für Justiz mit Kurzinfo zur JVA-Filiale in Lichtenberg; abgerufen am 25. September 2011
  27. Information über die Möllendorffstraße beim Kaupert
  28. Nils-Holgersohn-Schule eingeweiht; abgerufen am 10. Mai 2015.
  29. ev. Kita; abgerufen am 10. Mai 2015
  30. Website Öffentliche Brunnen in Berlin des Berliner Senats; abgerufen am 18. April 2010
  31. VHS erhält neuen Namen. In: Berliner Morgenpost, Wochenend-Extra, 26./27. Februar 2011
  32. Kletterfelsen zum Spielen. In: Berliner Woche, 25. Februar 2015, S. 9.
  33. Anleitung für die Pubertät. In: Berliner Woche, 27. Januar 2016, S. 4.
  34. a b Roederstraße. In: Adreßbuch für Berlin und seine Vororte, 1899, V. Theil, S. 101 (Eintrag der Roederstraße zwischen Dorfstraße/ Roederplatz – Buggenhagenstraße (südlich)– Landsberger Chaussee, mit drei bewohnten Häusern und Baustellen).
  35. Roederplatz auf Luise-berlin
  36. Information zur Wiederaufstellung des Schildes Roederplatz auf der Seite der BVV/Die Linke, abgerufen am 29. September 2011
  37. Storkower Straße bei kauperts
  38. Stadtplan Berlin (1960), Verlag Richard Schwarz Nachf.: Lichtenberg um 1960
  39. Berlin mit Sektorengrenzen, Verlag Richard Schwarz Nachf. Lichtenberg um 1960, erneut abgerufen am 27. April 2019.
  40. a b Berliner Stadtplan (1961), Verlag Richard Schwarz Nachf.: Weißensee
  41. Vulkanstraße. In: Berliner Adreßbuch, 1920, V. Teil, S. 132.
  42. Vulkanstraße. In: Berliner Adreßbuch, 1943, Teil IV, S. 2301.
  43. Berliner Stadtplan von 1869; erneut abgerufen am 19. April 2019
  44. Genwiki mit Erklärungen zu Amelang
  45. a b Stadtplan Berlins 1955
  46. a b c Berliner Stadtplan von 1943
  47. Amelangstraße. In: Allgemeiner Wohnungsanzeiger für Berlin, Charlottenburg und Umgebungen, 1841, Teil IV, S. 2238. „Wolfgang- bis Eberhardstr.: Baustellen, 19–25: Wolfgang-Grundstück G.m.b.H,“.
  48. Amelangstraße auf berlingeschichte.de
  49. Kriegsrath Amelang. In: Allgemeiner Wohnungsanzeiger für Berlin, Charlottenburg und Umgebungen, 1840, I. Theil, S. 7. „Amelang, C.A.F., Kriegsrath, Exped. im Finanz Minist., Dorotheenstr. 13“.
  50. Eberhardstraße. In: Berliner Adreßbuch, 1908, V. Teil, S. 216 (Die Eberhardstraße ist erstmals 1908 im Adressbuch genannt. Sie ist unbebaut und geht von der Scheffelstraße ab.).
  51. Hohenschönhausener Weg. In: Adreßbuch für Berlin und seine Vororte, 1899, V. Theil, S. 100. „<- Roederplatz -> (unbebaut)“.
  52. Stadtplan Berlin 1961
  53. Roederstraße. In: Berliner Adreßbuch, 1895, V, S. 111.
  54. Roederstraße. In: Adreßbuch für Berlin und seine Vororte, 1897, V, S. 80 (Die Roederstraße ist ab Dorstrßaße/ Roederplatz mit dem Openheimerschen und Schultzschen Haus eingetragen.).
  55. a b Website von Luise-berlin mit der Straßennamenserläuterung. Abgerufen am 11. April 2010.
  56. Wördenstraße. In: Adreßbuch für Berlin und seine Vororte, 1899, V, S. 101 (Vor 1906 findet sich kein Eintrag zur Wördenstraße. Als Querstraße der Roederstraße ist 1899 lediglich die Buggenhagenstraße mit Baustellen aufgeführt.).
  57. Wördenstraße. In: Berliner Adreßbuch, 1907, V, S. 210 (Die Wördenstraße ist als unbebaute Straße ab Eldenaer Straße aufgenommen.).
  58. Kiesslings Grosse Special-Karte der Umgegend von Berlin. Verlag von Alexius Kiessling in Berlin.
  59. Wolfgangstraße. In: Adreßbuch für Berlin und seine Vororte, 1899, Theil V., S. 101 (Vor 1906 findet sich kein Eintrag zur Wolfgangstraße, Querstraße der Roederstraße ist 1899 lediglich die mit Baustellen verzeichnete Buggenhagenstraße.).
  60. Wolfgangstraße. In: Berliner Adreßbuch, 1905, Theil V., S. 101 (1905 findet sich kein Eintrag zur Wolfgangstraße. Querstraße der Eldenaer Straße ist die Dorfstraße und für die Roederstraße nur die Buggenhagenstraße.).
  61. Special-Plan von Berlin mit genauer Angabe der Polizei-Reviere und Hauptmannschaftsgrenzen im Maßstab 1:15000. Nach amtlichen Material bearbeitet. Druck und Verlag von Hans Müncheberg
  62. Luise-berlin zur Wolfgangstraße
  63. Wolfgangstraße. In: Berliner Adreßbuch, 1907, V.Teil, S. 210. „Wolfgangstraße (unbebaut) <-Eldenaer Straße->“.
  64. a b Homepage Gartenfreunde Lichtenberg, abgerufen am 18. Juni 2010
  65. Webseite der KGA Langes Höhe
  66. Was man über uns wissen sollte
  Diese Seite wurde am 20. März 2011 in dieser Version in die Auswahl der informativen Listen und Portale aufgenommen.