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Jim Cooper (Politiker)

US-amerikanischer Politiker
Jim Cooper

James Hayes Shofner „Jim“ Cooper (* 19. Juni 1954 in Nashville, Tennessee) ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei. Zwischen 1983 und 1995 saß er für den vierten Wahlbezirk von Tennessee im US-Repräsentantenhaus; seit 2003 vertritt er dort den fünften Distrikt dieses Bundesstaates.

Inhaltsverzeichnis

Familie, Ausbildung und BerufBearbeiten

Jim Cooper ist ein Sohn des früheren Gouverneurs Prentice Cooper (1895–1969). Bis 1972 besuchte er die Groton School in Massachusetts. Anschließend studierte er bis 1975 an der University of North Carolina in Chapel Hill die Fächer Geschichte und Wirtschaftslehre. Daran schloss sich bis 1977 ein Studium an der Universität Oxford in England an, wo er unter anderem politische Wissenschaft studierte. Nach einem anschließenden Jurastudium an der Harvard University und seiner im Jahr 1980 erfolgten Zulassung als Rechtsanwalt begann er in seinem neuen Beruf zu arbeiten. Zeitweise lehrte er danach auch an der Vanderbilt University in Nashville.

Jim Cooper ist seit 1985 mit Martha Bryan Hays verheiratet, mit der er drei Kinder hat.

Politische LaufbahnBearbeiten

Bei der Wahl 1982 wurde er im vierten Kongresswahlbezirk Tennessees in das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. gewählt, wo er am 3. Januar 1983 die Nachfolge von Al Gore antrat. Nach fünf Wiederwahlen konnte er bis zum 3. Januar 1995 sechs Legislaturperioden im Kongress absolvieren.

1994 verzichtete er zu Gunsten einer Kandidatur für den Senat der Vereinigten Staaten darauf, für eine Wiederwahl im Repräsentantenhaus anzutreten und schied am 3. Januar 1995 aus dem Kongress aus. Bei der Nachwahl für den früheren Senatssitz des US-Vizepräsidenten Al Gore, der zeitgleich mit der allgemeinen Senatswahl im November 1994 stattfand, unterlag er dem für die Republikaner antretenden Schauspieler Fred Thompson. In den folgenden Jahren arbeitete Cooper als Investmentbanker.

Bei der Wahl zum Repräsentantenhaus 2002 gelang ihm mit seinem Sieg im fünften Kongresswahlbezirk Tennessees, der hauptsächlich die Stadt Nashville umfasst, ein politisches Comeback. Am 3. Januar 2003 löste er im US-Repräsentantenhaus Bob Clement ab, den er bei der Wahl geschlagen hatte. Cooper wurde bei allen folgenden Wahlen, zuletzt 2016, wiedergewählt; sein aktuelles Mandat läuft bis zum 3. Januar 2019. Vor der Wahl 2018 erregte im Oktober 2018 eine Unterstützungserklärung der Popmusikerin Taylor Swift für Cooper und den demokratischen Senatskandidaten Phil Bredesen Aufsehen. Swift hatte sich bisher nicht zu Politik geäußert.[1]

Cooper ist bzw. war Mitglied im Streitkräfteausschuss und im Committee on Oversight and Government Reform sowie in vier Unterausschüssen. Außerdem gehört er dem Congressional Arts Caucus an. Mehrfach erhielt er vereinzelte Stimmen bei der Wahl zum Sprecher des Repräsentantenhauses von moderaten Demokraten, etwa von Gwen Graham im Januar 2015.[2]

PositionenBearbeiten

Cooper gilt innerhalb der Demokratischen Partei als konservativer Zentrist, der zwar meist auf der Linie seiner Partei abstimmt, sich aber insbesondere in der Fiskalpolitik häufiger den Republikanern angeschlossen hat. So stimmte er gegen Sondermittel für Opfer des Hurrikan Sandy und zeigte sich skeptisch gegenüber der großen Gesundheitsreform Obamacare.[3] Dem Blue Dog wird ein vorsichtiger, deliberativer und faktenorientierter Politikstil bescheinigt.[4]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Jim Cooper – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

BelegeBearbeiten

  1. Christopher Bates: Trump Spars with Taylor Swift. In: Electoral Vote, 9. Oktober 2018.
  2. Cooper, Jim. In: Our Campaigns; Ledyard King: Rep. Jim Cooper gets House speaker vote. In: The Tennessean, USA Today, 6. Januar 2015.
  3. Steven Hale, Steve Cavendish: U.S. Rep Jim Cooper, punching bag of hardcore liberals, puts up his dukes in a wide-ranging Scene interview. In: Nashwille Scene, 21. November 2013.
  4. Steven Hale: Rep. Jim Cooper on Voting, Immigration and Whether Trump Should Resign. In: Nashville Scene, 13. Dezember 2017.