Jake Sullivan

US-amerikanischer Regierungsbeamter

Jacob Jeremiah „Jake“ Sullivan (* 28. November 1976 in Burlington, Vermont) ist ein Politikwissenschaftler sowie Jurist, er war ein hoher US-amerikanischer Regierungsbeamter: National Security Advisor to the Vice President of the United States und zuvor Director of Policy Planning während der Präsidentschaft Barack Obamas. Seit dem 20. Januar 2021 ist er Nationaler Sicherheitsberater im Kabinett Biden.[1]

Jake Sullivan (2021)

LebenBearbeiten

Sullivans Vater arbeitete als Journalist für den Star Tribune und lehrte als Professor an der University of Minnesota, School of Journalism and Mass Communication, seine Mutter war Schulberaterin. Jake ging auf die Southwest High School in Minneapolis, Minnesota.[2] Dann studierte er an der Yale University und erreichte dort 1998 den Bachelor of Arts für Politikwissenschaft mit Summa cum laude und Phi-Beta-Kappa-Ehren. Er bekam ein Rhodes-Stipendium für das Magdalen College in Oxford, wo er Internationale Beziehungen studierte. In Oxford gab er 2000 das Oxford International Review heraus und schloss mit einem Master of Philosophy ab. 2003 folgte an der Yale Law School der Juris Doctor.[3] Später war er auch Gastprofessor an der Yale Law School.

Während der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2008 bereitete er Clinton und Obama auf Debatten vor. Als Clinton das Außenministerium der Vereinigten Staaten übernahm, wurde er ihr Vizepersonalchef. Er bereiste mit ihr 112 Länder, während der Nukleargespräche mit dem Iran war er Berater. Vom 4. Februar 2011 bis 15. Februar 2013 folgte er Anne-Marie Slaughter nach als Director of Policy Planning im Außenministerium. Zwischen dem 26. Februar 2013 und dem 1. August 2014 war er Nationaler Sicherheitsberater von Vizepräsident Joe Biden.[4] Danach diente er wieder Hillary Clinton als außenpolitischer Chefberater in ihrer Wahlkampagne 2016.[5] Sullivan wurde bekannt durch viele der E-Mails Hillary Clintons, die durch WikiLeaks enthüllt wurden. Darin fragte Sullivan etwa, ob der Plan von Martin O'Malley für eine saubere Energieversorgung bis 2050 realistisch sei.[6] Nach der Wahl gab er sich eine gewisse Verantwortung für Clintons Niederlage.[7]

Danach ging Sullivan 2017 zur Beratungsgesellschaft Macro Advisory Partners, für die er auch Uber beriet.[8] Er ist Senior Fellow des Carnegie Endowment for International Peace.

Sullivan ist verheiratet mit Margaret Goodlander[9], einer früheren Beraterin der Senatoren Joe Lieberman und John McCain sowie Mitarbeiterin von Merrick Garland und Stephen Breyer.

WeblinksBearbeiten

Commons: Jake Sullivan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Biden to Name Longtime Aide Blinken as Secretary of State. In: Bloomberg.com. 23. November 2020 (bloomberg.com [abgerufen am 7. Januar 2021]).
  2. Jake Sullivan: Minneapolis native among those to hatch Iranian nuclear deal. 27. November 2013, abgerufen am 7. Januar 2021 (amerikanisches Englisch).
  3. State Department Policy Planning Director and Hillary Clinton Advisor Jake Sullivan ’03 Will Discuss American Leadership Friday. Abgerufen am 7. Januar 2021 (englisch).
  4. Vice President Biden Announces Jake Sullivan as New National Security Advisor. 26. Februar 2013, abgerufen am 7. Januar 2021 (englisch).
  5. USC/Times poll: Sanders and Clinton locked in a tight race in final days before California primary. Abgerufen am 7. Januar 2021 (amerikanisches Englisch).
  6. This hacked Clinton campaign email shows why 'serious' people just don't get climate change. 26. Oktober 2016, abgerufen am 7. Januar 2021 (englisch).
  7. Greg Jaffe: Lessons in disaster: A top Clinton adviser searches for meaning in a shocking loss. In: Washington Post. 14. Juli 2017, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 7. Januar 2021]).
  8. Jonathan Guyer: How a Biden Adviser Got a Gig With Uber. 8. Juli 2020, abgerufen am 7. Januar 2021 (amerikanisches Englisch).
  9. Margaret Goodlander. Abgerufen am 7. Januar 2021 (englisch).