Henri Lemoine

französischer Radrennfahrer

Henri Lemoine (* 18. Juni 1909 in Massy; † 21. September 1991 in Montrouge) war ein französischer Radrennfahrer.

1928, im Alter von 19 Jahren, startete Henri Lemoine bei den Olympischen Spielen in Amsterdam im Tandemrennen, gemeinsam mit Hubert Guyard. Anschließend wurde er Profi, bis 1957. Bis Mitte der 1930er Jahre startete er noch bei Straßenrennen und belegte etwa zweimal – 1930 und 1931 – den zweiten Platz beim Critérium des As. 1933 gewann er gemeinsam Paul Broccardo und 1934 und 1935 mit Octave Dayen den Bahnwettbewerb Prix Dupré-Lapize in Paris.

Ab Ende der 1930er Jahre verlegte Lemoine seinen Schwerpunkt auf Steherrennen. In dieser Disziplin wurde er sechsmal französischer Meister. Dreimal – 1951, 1952 und 1953 – belegte er bei Weltmeisterschaften den dritten Platz bei den Profi-Stehern. Seine letzte Meisterschaft fuhr er im Alter von 47 Jahren.

Am 23. Juli 1931 stellte Henri Lemoine (Spitzname: L'Homme aux Petits Pois = Mann der kleinen Punkte[1]) im Buffalo-Stadion einen Weltrekord über einen Kilometer auf, bei stehendem Start (1:10,80 min.).[2] 1933 wollte ihn Charles Mochet als Werbeträger für seine Velocars gewinnen, was Lemoine jedoch nach einigen Probefahrten ablehnte, weil er befürchtete, sich lächerlich zu machen.[3]

Anmerkungen und EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Diese Bezeichnung beruht darauf, dass Lemoine als „Erfinder“ des Gepunkteten Trikots bei der Tour de France gilt. Es gibt aber auch die Version, dass dieses Trikotdesign auf die Verpackungsgestaltung des ersten Sponsors, „Chocolat Poulain“, zurückzuführen sei.
  2. Velo Gotha, Brüssel 1984, S. 278
  3. Die Erfindung des Liegerads auf liegerad-fernweh.de

WeblinksBearbeiten