Harold Faltermeyer

deutscher Musiker und Produzent

Harold Faltermeyer (* 5. Oktober 1952 in München als Hans Hugo Harold Faltermeier) ist ein deutscher Komponist und Produzent.

Harold Faltermeyer

LebenBearbeiten

Faltermeyer wurde nach seinem Patenonkel, einem amerikanischen Colonel, „Harold“ benannt.[1]

Die Karriere von Faltermeyer begann in einer kleinen Band in Vaterstetten bei München. Dabei lernte er Stefan Zauner, später Sänger der Münchener Freiheit, kennen und gründete mit ihm Melodic Sound. Nach seinem Studium an der Musikhochschule München war Faltermeyer unter anderem lange als Komponist in den USA tätig.

Weltweite Bekanntheit erlangte er als Komponist von Axel F, der instrumentalen Titelmelodie des Films Beverly Hills Cop mit Eddie Murphy als Axel Foley in der Hauptrolle. Giorgio Moroder und Jerry Bruckheimer gelten als seine wichtigsten Förderer bzw. Entdecker. Nachdem er mit Axel F 1986 für einen Grammy in der Kategorie Best Pop Instrumental Performance nominiert war, erhielt er zusammen mit dem Rockgitarristen Steve Stevens diesen Preis ein Jahr später, und zwar für das Instrumentalstück Top Gun Anthem, das als Filmmusikthema für den Fliegerfilm Top Gun komponiert wurde, in dem Tom Cruise und Kelly McGillis als Hauptdarsteller mitwirkten.

Faltermeyer hat zahlreiche Filmmusiken komponiert und produziert, unter anderem für Feuer und Eis, Asterix in Amerika, Running Man und Didi – Der Doppelgänger. Eine der verschiedenen Titelmelodien der Chartshow Formel Eins und Musik für einige Computerspiele wie Jack Orlando stammen aus seiner Feder. Er hat das Album Behaviour (1990) der Pet Shop Boys koproduziert.

Harold Faltermeyer komponierte und produzierte zusammen mit Rainhard Fendrich das Musical Wake Up (ab 2002) und er zeichnet auch seit mehreren Jahren als Produzent für die erfolgreichen CD-Produktionen von Rainhard Fendrich verantwortlich. Harold Faltermeyer war ständiges Jury-Mitglied in der Pro7-Castingshow Comeback – Die große Chance.

2013 komponierte und produzierte Harold Faltermeyer für die Red-Bull-Fliegerstaffel Flying Bulls das Flying Bulls Anthem. Die offizielle Vorstellung dieses Werkes fand zusammen mit dem Gitarristen Steve Stevens im Rahmen der Scalaria Air Challenge am Wolfgangsee statt. Der Chefpilot für Hubschrauber der Flying Bulls, Sigi „Blacky“ Schwarz flog während der Vorstellung einen extra für den Song einstudierten Kunstflug mit einem Hubschrauber des Typs Bölkow Bo 105. Neben der Luftperformance der BO-105 wurden Blacky, Harold und Steve mit weiteren Flugzeugen der Flying Bulls, wie z. B. den Alpha Jets und vielen anderen begleitet.

Im Jahre 2014 komponierte und produzierte er in seinem Studio Sweet Home Bavaria das am 27. Februar 2015 bei Electrola veröffentlichte Wolfgang-Fierek-Album.

Faltermeyer lebt abwechselnd in Los Angeles und in Baldham bei München, wo auch der Sitz seines Unternehmens Kilauea Musikverlag GmbH ist. Er besitzt eine Privatpilotenlizenz PPL-A und ein Typerating für eine Cessna Citation Jet 525.[2]

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

  • 1988: Worldhits
  • 1988: Harold F.
  • 2002: His Greatest Hits (2 CDs)
  • 2007: Two Worlds – The Album

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
1985 Axel F
DE2
(17 Wo.)DE
AT4
(8 Wo.)AT
CH2
(13 Wo.)CH
UK2
 
Silber

(23 Wo.)UK
US3
(19 Wo.)US
Verkäufe: + 300.000
Fletch Theme
UK74
(4 Wo.)UK
1986 Formula One
DE62
(5 Wo.)DE
2001 Axel F (Miami Burns)
DE40
(6 Wo.)DE
DJ I. C. O. N. & Toxic Twins vs. Harold Faltermeyer

Weitere Singles

  • 1984: Final Confrontation
  • 1986: Top Gun Anthem
  • 1987: The Race Is On
  • 1988: Prophecy
  • 1988: Must Be Paradise
  • 1990: Muscles (mit Moses P.)
  • 1992: Olympic Dreams (feat. Joe Pizzulo)
  • 1994: The Challenge – SW 19
  • 2007: Play the Game (feat. Ambermoon)

Soundtrack/FilmmusikBearbeiten

Autorenbeteiligungen und ProduktionenBearbeiten

Jahr Titel
Interpret
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Interpret, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
1976 Tu es noch einmal
Rex Gildo
DE49
(1 Wo.)DE
1977 Heaven
Bonnie Tyler
DE24
(22 Wo.)DE
1979 Hot Stuff
Donna Summer
DE5
(22 Wo.)DE
AT3
(20 Wo.)AT
CH1
(16 Wo.)CH
UK11
 
Silber

(10 Wo.)UK
US1
 
Platin

(21 Wo.)US
Verkäufe: + 2.350.000
Jump the Gun
The Three Degrees
UK48
(5 Wo.)UK
My Simple Heart
The Three Degrees
UK9
 
Silber

(11 Wo.)UK
Verkäufe: + 250.000
1980 Rapper’s Deutsch
G.L.S.-United
DE49
(4 Wo.)DE
Sunset People
Donna Summer
UK46
(5 Wo.)UK
Walk Away
Donna Summer
US36
(11 Wo.)US
Cold Love
Donna Summer
UK44
(3 Wo.)UK
US33
(12 Wo.)US
1982 Die Glotze ... und das alles in Farbe
Udo Jürgens
DE60
(5 Wo.)DE
5 Minuten vor 12
Udo Jürgens
DE66
(2 Wo.)DE
1984 Square Rooms
Al Corley
DE13
(17 Wo.)DE
AT15
(6 Wo.)AT
CH6
(10 Wo.)CH
US80
(5 Wo.)US
The Heat Is On
Glenn Frey
DE4
(16 Wo.)DE
AT27
(2 Wo.)AT
CH5
(12 Wo.)CH
UK12
(13 Wo.)UK
US2
(24 Wo.)US
Verkäufe: + 50.000
Thief of Hearts
Melissa Manchester
US86
(6 Wo.)US
1985 Stir It Up
Patti LaBelle
US41
(14 Wo.)US
Bit By Bit
Stephanie Mills
US78
(6 Wo.)US
Spanish Eddie
Laura Branigan
DE36
(12 Wo.)DE
AT8
(14 Wo.)AT
UK87
(2 Wo.)UK
US40
(11 Wo.)US
Hold Me
Laura Branigan
US82
(4 Wo.)US
1986 Fire and Ice
Marietta
DE10
(14 Wo.)DE
AT10
(8 Wo.)AT
CH5
(10 Wo.)CH
1987 Shakedown
Bob Seger
DE60
(3 Wo.)DE
UK88
(5 Wo.)UK
US1
(18 Wo.)US
Heart Over Mind
Jennifer Rush
DE25
(10 Wo.)DE
AT24
(2 Wo.)AT
CH29
(1 Wo.)CH
1988 All Systems Go
Donna Summer
UK54
(3 Wo.)UK
1989 The Challenge (Face It)
Chris Thompson
DE5
(12 Wo.)DE
Funky Cold Medina (Ein Bayer in New York)
Bayernpower
DE32
(12 Wo.)DE
Yes We Can
Artists United for Nature
DE15
(14 Wo.)DE
AT27
(1 Wo.)AT
CH4
(14 Wo.)CH
1990 So Hard
Pet Shop Boys
DE3
(19 Wo.)DE
AT14
(10 Wo.)AT
CH2
(11 Wo.)CH
UK4
(6 Wo.)UK
US62
(8 Wo.)US
Being Boring
Pet Shop Boys
DE13
(17 Wo.)DE
AT30
(1 Wo.)AT
CH16
(7 Wo.)CH
UK20
(8 Wo.)UK
1991 How Can You Expect to Be Taken Seriously?
Pet Shop Boys
US93
(3 Wo.)US
Jealousy
Pet Shop Boys
DE20
(14 Wo.)DE
CH14
(8 Wo.)CH
UK12
(5 Wo.)UK
1992 Axel F.
Techno Cop
DE30
(9 Wo.)DE
1993 I Feel My Heart Is Burning
Chaya
DE67
(10 Wo.)DE
1997 Blond
Rainhard Fendrich
DE99
(1 Wo.)DE
AT1
 
×2
Doppelplatin

(16 Wo.)AT
Verkäufe: + 100.000
1998 He’s the King
Bonnie Tyler
DE95
(2 Wo.)DE
Hermann Maier
Mini Bydlinski & Die Wecker Combo
AT7
(11 Wo.)AT
2000 The Chase
Giorgio Moroder vs. Jam & Spoon
DE44
(5 Wo.)DE
CH75
(5 Wo.)CH
UK46
(2 Wo.)UK
2001 Entsetzlich hetero
Rainhard Fendrich
AT47
(6 Wo.)AT
Ich war noch niemals in New York
Udo Jürgens
DE53
(10 Wo.)DE
AT58
(4 Wo.)AT
CH48
(3 Wo.)CH
2002 Fly with Me (To the Stars)
DJs@Work
DE30
(8 Wo.)DE
AT46
(5 Wo.)AT
2003 Hot Stuff
Marilyn’s Boys
DE57
(6 Wo.)DE
Axel F. 2003
Murphy Brown vs. Captain Hollywood
DE18
(11 Wo.)DE
2005 Axel F
Crazy Frog
DE3
(23 Wo.)DE
AT2
(23 Wo.)AT
CH1
 
Platin

(42 Wo.)CH
UK1
 
Platin

(17 Wo.)UK
US50
 
Gold

(7 Wo.)US
Verkäufe: + 1.934.000

Auszeichnungen für MusikverkäufeBearbeiten

Goldene Schallplatte

  • Danemark  Dänemark
    • 2005: für die Autorenbeteiligung Axel F (Crazy Frog)
  • Frankreich  Frankreich
    • 1980: für die Produktion When I’m With You (Sparks)
  • Kanada  Kanada
    • 1985: für die Autorenbeteiligung und Produktion The Heat Is On (Glenn Frey)
    • 1985: für die Single Axel F

Platin-Schallplatte

  • Kanada  Kanada
    • 1979: für die Autorenbeteiligung Hot Stuff (Donna Summer)
  • Schweden  Schweden
    • 2005: für die Autorenbeteiligung Axel F (Crazy Frog)

2× Platin-Schallplatte

  • Australien  Australien
    • 2005: für die Autorenbeteiligung Axel F (Crazy Frog)
  • Belgien  Belgien
    • 2005: für die Autorenbeteiligung Axel F (Crazy Frog)
  • Neuseeland  Neuseeland
    • 2005: für die Autorenbeteiligung Axel F (Crazy Frog)

Diamantene Schallplatte

  • Frankreich  Frankreich
    • 2005: für die Autorenbeteiligung Axel F (Crazy Frog)

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region   Silber   Gold   Platin   Diamant Ver­käu­fe Quel­len
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
  Australien (ARIA) 0! S 0! G   2× Platin2 0! D 140.000 aria.com.au
  Belgien (BEA) 0! S 0! G   2× Platin2 0! D 100.000 ultratop.be
  Dänemark (IFPI) 0! S   Gold1 0! P 0! D 4.000 ifpi.dk
  Frankreich (SNEP) 0! S   Gold1 0! P   Diamant1 1.000.000 infodisc.fr snepmusique.com
  Kanada (MC) 0! S   2× Gold2   Platin1 0! D 250.000 musiccanada.com
  Neuseeland (RMNZ) 0! S 0! G   2× Platin2 0! D 30.000 nztop40.co.nz
  Österreich (IFPI) 0! S 0! G   2× Platin2 0! D 100.000 ifpi.at
  Schweden (IFPI) 0! S 0! G   Platin1 0! D 20.000 sverigetopplistan.se
  Schweiz (IFPI) 0! S 0! G   Platin1 0! D 40.000 hitparade.ch
  Vereinigte Staaten (RIAA) 0! S   Gold1   Platin1 0! D 2.500.000 riaa.com
  Vereinigtes Königreich (BPI)   3× Silber3 0! G   Platin1 0! D 1.300.000 bpi.co.uk
Insgesamt   3× Silber3   5× Gold5   13× Platin13   Diamant1

QuellenBearbeiten

  1. Harold Faltermeyer: Grüß Gott, Hollywood: Mein Leben zwischen Heimat und Rock 'n' Roll. BASTEI LÜBBE, 2016, ISBN 978-3-7325-2956-8 (google.de [abgerufen am 7. Oktober 2016]).
  2. Homepage, abgerufen am 21. Juli 2014.
  3. a b Chartquellen: DE AT CH UK US

WeblinksBearbeiten