Chris Thompson

britischer Sänger

Christopher Hamlet „Chris“ Thompson (* 9. März 1948 in Ashford (Kent), Großbritannien) ist ein britischer Rock-Sänger, Gitarrist und Komponist. Bekannt wurde er insbesondere als „Stimme“ der Manfred Mann’s Earth Band, mit der er in den 1970er und 1980er Jahren einige Top-Ten-Hits hatte.

Chris Thompson (2013)

WerdegangBearbeiten

Thompson ist in Neuseeland aufgewachsen und wurde 1971 professioneller Sänger. 1975 wurde er Sänger der Manfred Mann’s Earth Band und hatte mit Songs wie Blinded by the Light, Davy’s on the Road Again und Mighty Quinn weltweite Top-Ten-Platzierungen. Der von Bruce Springsteen komponierte Song Blinded by the Light erreichte 1977 die Nummer 1-Platzierung in den Billboardcharts der USA, was insgesamt der größte Erfolg von Thompson und der Manfred Mann's Earth Band war. Von 1979 bis 1982 war er bei der Band Night, danach kehrte er zur Earth Band zurück und veröffentlichte 1983 sein erstes Solo-Album. Das zweite produzierte er 1985 mit Brian May, der mit einem "feat. Brian May" auf dem Plattencover erwähnt wurde. Engagements bei Mike Oldfield (Runaway Son, See the Light), The Alan Parsons Project (Turn it Up, Back against the Wall), Sarah Brightman, Leslie Mandoki und verschiedenen Film- und Werbeproduktionen folgten. Als Songwriter hatte Thompson Erfolge u. a. als Co-Autor mit dem Song You’re the Voice, mit dem John Farnham 1986 einen Tophit landete. 1987 sang er die Songs für Tabaluga and the magic Jadestone, der englischen Version vom Konzeptalbum Tabaluga und das leuchtende Schweigen, ursprünglich von Peter Maffay, den er ein Jahr später auch auf seiner Tournee begleitete. Mit The Challenge (Face It) konnte Chris Thompson 1989 auch einen eigenen Hit feiern: Das für die Wimbledon Championships komponierte Lied stand drei Wochen in den deutschen Top 10 und kletterte bis auf Platz 5. Produziert hatte die Aufnahme Harold Faltermeyer. Die Nachfolgesingle Take Me To Heaven floppte auf Platz 74.[1]

Im Jahr 1978 war er als Sänger in der Rolle von der Stimme der Menschheit (Voice of Humanity) an Jeff Waynes Fassung von H. G. Wells’ Roman Krieg der Welten beteiligt. Er sang den Abschluss des 1. Aktes: Thunder Child.

Im April 2006 wurde Krieg der Welten auf den Bühnen Englands unter Mitwirkung von Chris Thompson live aufgeführt. Weitere Shows sind in diesem Jahr in Australien und Großbritannien aufgeführt worden.

Er trug unter anderem mit Doro Pesch zu einer CD bei, die zur Finanzierung des vereinseigenen Museums von Borussia Dortmund eingespielt wurde.[2]

DiskografieBearbeiten

StudioalbenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
1979 Night US113
(10 Wo.)US
Erstveröffentlichung: September 1979
(mit Night)

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Weitere Veröffentlichungen:

  • 1980: Long Distance (mit Night)
  • 1983: Out of the Night
  • 1985: Radio Voices
  • 1986: High Cost of Living
  • 1989: Beat of Love
  • 1999: Backtrack
  • 2001: Won’t Lie Down
  • 2005: Timeline
  • 2006: If You Remember Me (Very Best Of)
  • 2008: Live
  • 2011: Acoustic
  • 2011: Berlin Live & The Aschaffenburg Remains Live At The Colos-Saal
  • 2012: Do nothing till you hear from me
  • 2014: Toys & Dishes
  • 2015: Jukebox - The Ultimate Collection 1975-2015

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
1979 Hot Summer Nights
Night
US18
(15 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Juni 1979
(mit Night)
If You Remember Me
Night
UK42
(5 Wo.)UK
US17
(19 Wo.)US
Erstveröffentlichung: August 1979
(mit Night)
1981 Love On The Airwaves
Long Distance
US87
(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Februar 1981
(mit Night)
1983 All the Right Moves
Der richtige Dreh (O.S.T.)
US85
(4 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Oktober 1983
(mit Jennifer Warnes)
1989 The Challenge DE5
(12 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: Juni 1989
1991 Jolly Joker DE40
(8 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: März 1991

Weitere Singles:

  • Thunderchild (1978; aus Jeff Wayne's Musical War of the Worlds)
  • If You Remember Me (1979; mit Dave Grusin)
  • Dr. Rock (1981; mit Night)
  • Do What You Wanna Do (1983)
  • Bye Bye Love (1984)
  • Push & Shove (1985; mit Hazel O’Connor; entstanden für Greenpeace)
  • Lies (1985)
  • What a Woman Wants (1986)
  • Love and Loneliness (1986)
  • Take Me to Heaven (1989; Music + Produced by Harold Faltermeyer)
  • Lullaby for Grownups (Good Night) (1989; mit SOS United)
  • The Beat of Love (Promo 1991; unterschiedliche Version zur nachfolgenden CD-Single; Produced by Harold Faltermeyer)
  • Beat of Love (1991; Produced by Harold Faltermeyer)
  • Tower of Love (1991; Produced by Harold Faltermeyer)
  • Seeds of Life (1989; Produced by Jan Hammer)
  • Florida Lady (1994 + 1996; Titelsong zur ZDF-Serie)
  • Blinded by the Light (1994; Olympia Musik Produktion)
  • How Can Heaven Love Me (1996; mit Sarah Brightman)
  • I Look at You (2015; mit Leo; Titelsong um ARD-Spielfilm „Der Kotzbrocken“)

DVDs:

  • Chris Thompson & Mads Eriksen Band:
    • One Hot Night In The Cold - Live At The Private Music Club (2006)
  • Manfred Mann's Earth Band:
    • Unearthed — The Best of 1973-2005 (2006)
    • In Europe - Budapest 1983 (2007)
    • Live in Budapest (2007)
    • Watch The DVD (2008)

Weitere AlbenBearbeiten

SoundtrackBearbeiten

  • "Willy Bogner's Fire, Ice & Dynamite" (1990)
  • "Jolly Joker" (1991, ARD-Serie)
  • "Florida Lady" (1994 & 1996, ZDF-Serie)

QuellenBearbeiten

  1. hitparade.ch
  2. http://bvb-fanabteilung.de/archiv/die-bedeutendsten-aktionen-der-fruehen-bvb-fan-und-foerderabteilung-interview-mit-reinhard-beck-und-olaf-suplicki-teil-iii/
  3. a b Chartquellen: DE UK US1 US2
  4. Discography. In: http://www.donairey.com/. Don Airey, abgerufen am 17. April 2019.

WeblinksBearbeiten